Krebserkrankung und Panikattacken

  • Hallo Fories,

    ich habe eine ungewöhnliche Frage in die Runde.

    Im September 2017 habe ich ja meine Brustkrebsdiagnose bekommen und ich hatte ja alle möglichen Komplikationen, die mich viel Kraft und Nerven gekostet haben.

    Und jetzt meine zweite Baustelle, vor 15 Jahren hatte ich eine langdauernde Angsterkrankung mit Panikattacken. Neben einer Krebsdiagnose ist eine psychische Erkrankung zwar weniger schlimm, wer aber schon mal Panikattacken hatte weiß, wie anstrengend und belastend das sein kann.

    Im Moment stecke ich mitten in den Bestrahlungen und die ,alte' Angstgeschichte macht sich wieder breit.

    Gibt es noch jemanden, der mit ähnlichem zu kämpfen hat ?

    Und mir ist ganz klar , dass hier viele Frauen mit sehr, sehr heftigen Diagnosen kämpfen, daneben komme ich mir mit meinen ,nur' Panikattacken seltsam vor, aber um gegen den Krebs zu kämpfen brauche ich alle meine Kräfte und diese Nebenbaustelle kostet mich schrecklich viel Kraft.

    Liebe Grüße joinma

  • Die Erkrankung damals ist durch meine Lebensumstände entstanden, Mutter an Brustkrebs erkrankt und damals als Folgeerkrankung ein Angiosarkom und daran verstorben, Ehe vor dem aus mit sehr viel Ärger und drei kleinen Kindern. Dem Jüngsten wurde nach der Geburt eine geistige Behinderung als Diagnose mit auf den Weg gegeben (Gott sei dank ist er ein völlig gesunder und normal entwickelter intelligenter 14 jähriger)

    Das war alles zeitgleich und es war zuviel für mich.

    Und nach einer wirklichen Scheidungsschlammschlacht um Unterhalt und Kinder , war letzten Sommer gerade etwas Ruhe bei den Kindern und mir eingekehrt, da kam die Diagnose Krebs.

    Und das hat alles gerade frisch aufgebaute heftig zum wanken gebracht.

  • Hallo Joinma,


    Ich bin ganz neu hier im Forum, mein "Nebenproblem" sind auch solche Angstzustände. Sie lähmen und der Tag verstreicht im Nichtstun. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Psychotherapeutin. Ich hoffe, sie kann mir helfen.

    Wenn du schon bei der Bestrahlung bist, so wünsche ich dir dass du bald wieder gesund in das Leben zurückkehren kannst und dann nicht mehr von den Attacken geplagt wirst. Auch wenn der Beitrag sicher nicht sehr hilfreich ist. so denk daran, du bist nicht allein. Suche Therapeuten, die dir helfen, die alte Kraft wiederzufinden. Ich hatte es recht schnell geschafft, nachdem man mir versichert hatte, ich sei jetzt wieder gesund. Leider war es nicht so.


    Sei umarmt

    Lilibe

  • Hallo zusammen,


    auch ich leide unter einer Angststörung mit Panikattacken.


    Ich habe in 2017 ein DCIS, die Vorstufe zu Brustkrebs und direkt im Anschluss Eierstockkrebs FIGO IV erlitten.

    Brust-OP, Bestrahlungen, zwei Bauch-PS´s, sechs Chemos, die letzte war jetzt am 30.01. Demnächst Reha.

    Insgesamt fünf Operatione, 28 Bestrahlungen, sechs Chemo´s, zahlreiche Untersuchungen, CT´s mit Kontrastmittel und so weiter in 2017.


    Das ist einfach alles zu viel, zumal es einen wirklich brutal frontal im vollen Galopp erwischt.

    Ich kenne Panikattacken, Heulanfälle, bei denen man sich wie ein kleines Kind vorkommt, schlaflose Nächte, mit Todesangst nur zu gut.

    Ich habe in 2017 mehr Angst gehabt und geheult wie jemals zuvor in meinem Leben.

    Und das ist in Ordnung ! Die kleine Giraffe in mir drin braucht in dieser Ausnahmesituation eben auch ein Ventil.


    Ich hatte eine Therapie wegen der Angststörung angefangen, just dann ereilte mich der Eierstockkrebs.


    Was mir geholfen hat, sind die Gespräche mit meinem Psychoonkologen vom Krankenhaus.


    Ich habe mir außerdem das Buch "Angst und Panikattacken überwinden - Das Selbsthilfeprogramm" zugelegt und gelesen.

    Die Übung Prana Yama aus dem ayurvedischen (bequem auf einen Stuhl setzen, mehrmals hintereinander ruhig ein- und ausatmen, Kopf, Schultern und Hüften bilden eine gerade Linie, linke Hand vor den Bauch, mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch verschließen, langsam durch das linke Nasenloch einatmen, das linke Nasenloch mit dem Ringfinger verschließen das rechte Nasenloch öffnen und langsam ausatmen, durch das rechte Nasenloch einatmen, dann mit dem Daumen das Nasenloch verschließen, das linke Nasenloch öffnen und langsam ausatmen. Diesen Wechsel: links einatmen, rechts ausatmen, rechts einatmen, links ausatmen ca. vier bis fünf Mal wiederholen) hat mir unglaublich geholfen, man wird ruhiger und kommt runter. Kann ich nur empfehlen.


    Ich bin durch das Tal der Tränen noch nicht durch, ich weiß auch nicht, was mich an "Krebs" noch erwarten mag. Ich denke positiv.......und bin stolz auf mich. Viel gewuppt, der Rest kommt auch noch.

    Ich denke, ich werde die Therapie nicht wieder anfangen.


    Wir sind stark und dürfen in Krisensituationen, die ausweglos und schrecklich erscheinen auch einmal Schwäche zeigen und sollten dann nicht zu streng mit uns selbst sein.


    Viel Erfolg beim Gesundwerden, viele Grüße aus Ffm

  • Hallo joinma, ich kann dich so gut verstehen... es ist doch so, man bzw. Frau bekommt die Diagnose hingeknallt, da geschehen Dinge mit dem Körper...schmerzhafte Untersuchungen...Diagnostik ohne Ende.. und erstmal ist man verzweifelt ...geschockt ... und planlos.... ging mir so. Dann raffte ich mich auf... wie immer in meinem Leben und nahm den Kampf auf... nun ist Chemo geschafft, operiert wurde ich im Januar und nun steht Bestrahlung an.... ich merk seit ner Weile, das ich das psychisch schwer nehme alles. Nun, es ist gut, verständnisvolle Ärzte zu haben...das wünsch ich Allen!!! Liebe Grüße !

  • Hallo Joinma,


    mir gings ähnlich wie Dir. Mit der Krebsdiagnose sind auch alte Ängste wieder hoch gekommen.

    Vor 5 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation wie Du (zuviele Baustellen auf einmal) und bin in psychische Verfassung geraten (höllische Rückenschmerzen, Schlafprobleme, Panikattaken mit Todesangst etc.).

    Als ich jetzt im Juni 2017 die Krebsdiagnose bekam, tat sich neben den Ängsten auf Grund der Erkrankungen, auch viel Altes wieder auf.

    Wieder hatte ich Nächte, die ich fast komplett wach verbrachte. Difuse Ängste das Leben nicht mehr meistern zu können, Todesangst etc

    Ich habe mich dann in die Hände einer Psychotherapeutin begeben. Das hat sehr geholfen und die ein oder andere Angst nehmen können.

    Auch hatte ich auf diversen Krebsinformationsseiten gelesen, dass die Krebsdiagnose auch "alte" Probleme wieder hochspülen kann.

    Es geht einfach zu nah an einen ran und da ist es nicht leicht, alte Probleme aus zu klammern.

    Schau mal wie es Dir geht. Vielleicht reicht es Dir hier zu hören, dass es vielen so geht wie Dir. Wenn Du mehr brauchst, hol Dir Hilfe.


    Liebe Grüsse

  • Vielen Dank für eure lieben Antworten.

    Es war/ist mir fast peinlich gewesen dieses Thema anzusprechen, neben unseren Krebs-Diagnosen.

    Aber ich dachte mir auch, wer Panikattacken u Angstzustände kennt weiß wie schwer es ist damit umzugehen.

    Die Übung von Giraffe64 (danke☺) werde ich ausprobieren. Ich habe eine Therapie bei dem Psycho-Onkologen angefangen u das ist gut. Aber seit Tagen quälen mich diese Angstattacken u holen mich aus dem Schlaf u das ist sehr anstrengend.

    Tagsüber bin ich abgelenkt u ich habe auch bis letzte Woche parallel zur Bestrahlung gearbeitet, weil es mich abgelenkt hat. Aber ich habe mir da wohl zuviel zugemutet, meinte der Psychologe, und jetzt soll ich ,nichts tun' lernen.

    Und ich hoffe so auf eine ruhigere Nacht...

  • Liebe Lilibe,

    deine Nachricht hat mich sehr berührt, vielen Dank für deine lieben Worte.

    Wie lange warst du gesund, bevor die Metastasen gefunden wurden ?

    Ich drücke dir die Daumen, daß die Therapeutin dich unterstützen kann u ich drücke nochmal die Daumen, dass die Metas behandelt werden können.

    Auch eine Umarmung für dich

  • Hallo joinma,

    ich leide schon seit 18 Jahren unter Panikattacken habe schon 3 Therapien hinter mir die mir leider nicht geholfen haben.Bei mir geht es nur mit Medikamenten, damit geht es mir aber ganz gut.Trotz Diagnose Brustkrebs seit Juni 2017 und das volle Chemo Programm.Bin momentan bei den Bestrahlungen und danach Anti Hormontherapie.

    Liebe Grüße Giecher

  • Liebe Joinma,


    Ich möchte dir mit meiner Antwort keine Angst machen, aber vor einem Jahr bekam ich noch Chemo, was mich damals auch schon sehr belastet hat. Allerdings habe ich auch eine sehr üble Sorte Krebs - triple negativ, den viele Therapien nicht beeindrucken können. Immer wenn ich meine, das könnte mir doch helfen heißt es, aber nich bei Ihrer Sorte.

    Die Psychotherapeutin war diesmal nicht unbedingt hilfreich. Sie meinte ich habe durchaus die Wahl die neue Chemo durchführen zu lassen oder nicht, müßte dann aber auch die Konsequenzen tragen. Dazu gab es Beispiele. Als ich meinem Mann davon erzählt habe ist er verrückt geworden.

    Am Dienstag muss ich wieder zur Ärztin in die Klinik. Hoffe, dass ich dort was klären kann hinsichtlich meiner weiteren Behandlung. Bin im Moment sehr verunschert und oft verzweifelt. Ich werde sie nach verschiedenen Wegen löchern, wie mir geholfen werden kann.


    Dir weiter viel Kraft und Durchhaltevermögen. Du hast hoffentlich bald den Krebs hinter dir. Der Frühling kommt und dann soll das Leben zu dir zurückkehren mit all seinen Freuden.

    Alle Liebe

    Lilibe

  • Liebe Lilibe,

    du hast mir nicht noch zusätzlich Angst gemacht, ich finde es gut, von anderen Frauen zu hören, die mit Krebs u Anststörung kämpfen müssen.

    Schade, dass die Therapeutin für dich keine große Hilfe war, versuch doch jemand anderen. Gerade bei Psychotherapie muss die Chemie stimmen.

    Der Psychoonkologe meiner Klinik ist mir eine große Hilfe. Er betreut normalerweise nur Patienten der Onkologie u nicht vom Brustzentrum (mit der Psychologin vom BZ bin ich nicht zurecht gekommen) aber ich hatte Glück u ich kann weiter zu ihm kommen.

    Er hat in der Klinik sehr oft mit Patienten zu tun, die eine Angstsymthomatik entwickeln.

    Hast du ein Rezediv entwickelt?

    Ich wünsche dir am Dienstag ein klärendes Gespräch mit deiner Ärztin u ich kann deine Angst u Sorge so gut verstehen. Bei mir war, obwohl alle Ärzte sagten, es sei ziemlich sicher kein Lymphknoten befallen , dann doch der Seninentellymphknoten nicht in Ordnung und der Tumor war nicht weit genug im gesunden entfernt worden.

    Also weitere OPs u bibbern ob Chemo oder nicht.

    Die Ärztin wird sicher am Dienstag einen Behandlungsplan für dich haben. Ich drücke dir alle Daumen.

    Dir auch viel Kraft für deine nächsten Schritte zum gesund werden.

    LG joinma

  • Liebe joinma ,


    Jetzt hab ich grad mal das Forum nach solch einem „Angst-/ Panik“-Thread durchsucht. Weil sonst hätte ich wohl selber einen neuen Beitrag gestartet.


    Bei mir ist es recht ähnlich. Ich habe seit Jahren immer wieder Episoden mit generalisierten Angststörungen, Panikattacken...


    Bei mir besteht auch eine Multiple Sklerose.

    Aber ich habe so bewusst keine Angst vor meinen Krankheiten. Ich habe Angst vor der Angst.


    Deshalb nehme ich seit vielen Jahren auch schon Antidepressiva und für den Notfall hab ich auch immer Tavor zuhause.


    Nun hab ich auch die Brustkrebsdiagnose halt erstmal einfach so hingenommen. Mir gehts ja eigentlich gut. Ist ja nur ein hormonsensitiver Tumor, ich brauch keine Chemo...

    Bei mir wurde auch schon 1x nachreseziert und nächste Woche nochmal.


    Und seit ein paar Nächten ist nun diese Panik wieder da. Ich schrecke ständig hoch, mit Herzrasen und so. Ich habe durch meine MS sehr tolle Neurologen an der Hand, die mich mit Medikamenten für solche Situationen versorgen. Aber selbst die „Hämmer“ helfen jetzt nicht mehr.


    Letzte Nacht ist mir was passiert, was ich überhaupt nicht kannte. Ich bin aufgewacht und habe gehört, wie die Schlafzimmertür geöffnet und Jemand zu mir ans Bett gekommen ist, ich habe GESPÜRT, wie sich die Matratze bewegt hat, als er sich neben mich gesetzt hat. Ich war wie gelähmt und dann war Ruhe. Ich hab mich umgedreht und nachgetastet, aber das Bett war leer.


    Was ist das??? Werde ich jetzt verrückt???

    Heute Nacht dachte ich, dass das vielleicht der Tod war, der sich angekündigt hat.

    Aber bei Tage ist das sowas von bescheuert. Ich habe NIX im Vergleich zu den meisten anderen Mädels hier im Forum.


    Ich hab mir heute eingeredet, dass es mein verstorbener Bruder war, der nach seiner kleinen Schwestwr geschaut hat.


    Indessen ist es echt schon so, dass ich Angst vorm Schlafengehen habe. Als es das letzte Mal so schlimm war, bin ich mehrere Wochen zur psychiatrische Krisenintervention in ne Klinik gegangen.

    Aber für sowas ist jetzt keine Zeit...


    Liebe Grüße Madame J.

  • Liebe Madame J.,


    ich bin eben über Deine Zeilen gestolpert "für so etwas ist jetzt keine Zeit" ...Mein 1. Gedanke dazu war: Wenn nicht jetzt, wann dann? Du bist jetzt, wie Du geschrieben hast, einer riesigen Belastung ausgesetzt. Um die zu verarbeiten brauchst Du alle Hilfe und Zeit, die Du nur bekommen kannst. Ich wünsche Dir sehr, dass Du einen Weg findest, um fachliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Ich schicke Dir eine dicke :hug:

  • Liebe Madame J.,


    Ja, das klingt gruselig, was dir da widerfahren ist. Ich habe solche Geschichten schon von anderen Leuten gehört. Leider findet man kaum vernünftige Menschen, die einem da weiterhelfen können. Als ich meiner Psychotherapeutin von Bedrohungen, die mir meist in der Nacht kommen, berichtete, meinte sie auch nur, das kliinge gefährlich. Habe dann den Mund gehalten. Ich weiß auch nicht, wie wir das verstehen/ interpretieren sollen.

    Ich wünsche dir, dass du die richtige Hilfe findest. Ansonsten nur der "Trost": wir sind nicht allein, wenn wir meinen, vor Angst bald wahnsinnig zu werden.


    Liebe Joinma,


    Ja, Rezediv oder der Krebs war wohl nie weg. Denn nach 1/2 Jahr wollte mir meine Frauenärztin nicht glauben, dass da was nicht in Ordnung ist. Ähnliche Reaktionen im Krankenhaus. Nun heißt es, dass man mich nicht mehr heilen kann, nur das Fortschreiten verlangsamen.

    Nächste Woche soll wieder Chemo losgehen, ohne Ende? Ich habe echt Angst, zusehen zu müssen, wie mein Körper zerlegt wird. Viele, die so etwas noch nie durchmachen mussten meinen, das sei alles nicht so schlimm. Es ist nicht ihr Körper, der sich da verabschieden muss.


    Ich bin jetzt in einem anderen KKH. Mal sehen, ob ich dort mit der Psychologin besser klarkomme.


    Ich wünsche uns allen Hoffnung und gute Begleiter bei unseren Ängsten.

    Euch alles Liebe

    Lilibe

  • Liebe madame,

    ich habe erst jetzt deinen Beitrag gelesen.

    In meinem Krankenhaus ist ein sehr guter Psychoonkologe, der mir sehr geholfen hat. Er hat mir erklärt, gerade wenn man mal Angstpatient war kommen bei so einer Diagnose eigentlich immer die Angstgefühle und leider auch die Panikattacken wieder.

    Viele Patienten, die noch nie Panikattacken hatten, bekommen sie im Rahmen ihrer Krebserkrankung zum ersten Mal. Die Situation ist bedrohlich u damit entstehen ,normale' Angstgefühle, die sich dann mit der alten Erkrankung mischen.

    Und gerade nachts holt es mich auch aus dem Schlaf, so wie du es beschreibst.

    Mein Psychologe hat auch dazu gesagt, wir müssen gerade viel Stress aushalten u nachts überfällt einen dann alles, was wir noch nicht verarbeiten konnten u was uns Angst macht.

    Mir hilft es am meisten, wenn ich nachts nicht alleine bin und z.B

    meinen Partner wecken kann u er hilft mir besser u schneller als Tavor u dann beruhige ich mich wieder.

    Ich versuche diese Angstattacken als lästige Begleiterscheinung der Erkrankung zu sehen u nicht als Verschlimmerung meiner alten Angststörung. Andere Menschen neigen unter Stress zu Kopfschmerzen oder Magenproblemen u meine Schwachstelle ist halt eben etwas anderers.

    Versuche doch auch einen Psychologen zu finden , der sich mit Krebspatienten auskennt, mir hat es sehr geholfen u ich gehe auch noch weiter zu ihm. Ich bin immer noch nicht so stabil wie vor der Diagnose, aber es ist viel besser geworden.

    Ich drücke dir alle Daumen, dass du auch schnell jemanden findest, der dich durch diese schwierige Zeit begleitet.

    LG joinma

    P.S. Heute hat mir mein Psychologe erzählt, dass er manchmal sogar mit seinen Patienten zu den Nachsorgeuntersuchungen z.B. CT geht , wenn sie die Angst nicht alleine aushalten können. Seit dem ich zu ihm gehe finde ich es ,normaler' , dass meine alte Angsterkrankung wieder etwas da ist u so kann ich es besser aushalten.

  • Liebe gerda , joinma   Lilibe


    Erst gerade eben habe ich eure Reaktionen gelesen. Ich war die letzten Tage nicht mehr hier im Forum, weil ich das Gefühl habe, nicht dazuzugehören. Irgendwie kommt es mir vor, als ob alle anderen Fories viel kränker sind als ich.

    Vielen Dank jedenfalls Euch für Eure liebevollen Reaktionen!

    Und ja Gerda, gerade jetzt sollte ich mir die Zeit für meine psychischen Probleme nehmen. Wollte damit nur sagen, dass ich aktuell weitere Operation, Bestrahlungen... vor mir habe und ich deshalb grad aktuell nicht unbedingt in die Psychiatrische/ MS-Klinik gehen sollte.

  • Liebe Madame J.,

    Ich glaube wer ein Problem hat ist hier nie falsch. Es ist doch gut, wenn wir uns ein wenig gegenseitig stützen können. Jede hat ihre Krankengeschichte und für jede ist es schlimm. Deshalb müssen wir einander helfen.

    Mir wird nur gesagt, dass meine Verzweiflung normal sei. Und auf den Beginn der Krebstherapie muss ich immer noch warten, habe in einem anderen Strang darüber geschrieben. Irgendwie müssen wir das aushalten.

    Ich wünsche dir die Zeit für jede Hilfe, die du bekommen kannst.

    :hug:Lilibe

  • Hallo Madame J.,


    mir kam gerade der Gedanke, dass das was du beschreibst, wie ein Luzider Traum klingt. (Auch Klartraum genannt.) Es gibt Menschen, die üben, um das zu können. Also im Wachzustand zu träumen. Vielleicht hat sich dein Schlafrythmus/die Schlafphasen verschoben (verrückt sozusagen;)) und das ist das Ergebnis.

    Da du schreibst, dass du seit Jahren Antidepressiva nimmst und bei Bedarf Tavor, können das auch Nebenwirkungen sein.

    Verrückt würde ich das nicht nennen. Aber wenn es dir Stress macht, dich ängstigt, solltest du vielleicht etwas dagegen tun.

    Ich drück dir erst mal die Daumen für die OP. Vielleicht machst du nach Bestrahlungsende eine AHB, in einer Rehaklinik, in der man sich auch mit Depression und Angststörungen auskennt - Gönn dir das


    Liebe Grüße

    Esma