Ernährung -vegan,vegetarisch oder ketogen?

  • Hallo ihr lieben ,

    Ich wollte mich mal mit einem Thema an euch wenden, was mich seit der Diagnose sehr beschäftigt.wie steht es bei euch mit eurer Ernährung ?ich habe vorher fast alles gegessen (sehr wenig Fleisch und viel Gemüse, wenig Obst) nach der Diagnose habe ich auf vegane Rohkost umgestellt, bevor ich die Chemo angefangen habe und dadurch 8 kg verloren.

    Da ich bei einem Ernährungsberater war und der mir geraten hat, o den Krebs auszuhungern...nachdem ich mich für die Chemo entschieden hatte, wurde mir von meinem Arzt genau das Gegenteil und zwar auf ketogene Ernährung umzusteigen, empfohlen. Momentan sitze ich zwischen zwei Stühlen, weil ich zwar mal wieder (war sehr selten) Fleisch und Fisch gegessen habe , ich aber zukünftig auf Fleisch gerne verzichten möchte, was jedoch bei der ketogenen Ernährung fast unmöglich scheint ,da diese ja nur aus tierischen Eiweißen und gesunden Fetten besteht & vielen Milchprodukten ( erstens bin ich laktoseintolerant -okay es gibt Tabletten dafür die ich habe aber das ist ja auch kein Zustand - und zweitens habe ich auch gelesen dass so viel Eiweiß krebsfördernd soll)

    & Veganer eben viele Kohlenhydrate essen &mir von Natur aus sehr schwer fällt auf Brot zu verzichten. Ich backe mir ab und zu ein Rohkostbrot und esse auch mal Fisch und versuche mich dann weitesgehend vegan oder vegetarisch zu ernähren -allerdings gekocht und nicht roh- momentan , weil es mir auch gerade jetzt zu der Jahreszeit noch schwer fällt auf warme Sachen zu verzichten. meinen Tee süße ich überhaupt nicht mehr -weder mit Honig, Agavendicksaft noch sonstiges und weißer Zucker ist komplett aus unserem Haushalt eliminiert worden.Ich habe den aber auch schon vor der Diagnose nicht mehr benutzt&außerdem achte ich bei allen möglichen Dingen, die ich kaufe auf den Zuckerzusatz,der leider fast überall drin ist 😈und kaufe sowieso keine Fertigprodukte.


    》》》 Wie sieht es bei euch aus? 《《《


    ich bin manchmal echt verzweifelt, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch essen kann & esse dann zu wenig, obwohl ich eigentlich wieder etwas zunehmen sollte...


    Freue mich auf euer Feedback.

  • Hallo Amal*78


    Ganz ehrlich? Ich habe vor der Erkrankung alles gegessen was mir Spass gemacht hat und tue es auch weiterhin. Klar habe ich immer auch genug Gemüse und Obst gegessen und probiert immer regionale Produkte zu kaufen, aber in erster Linie sollte es auch immer schmecken.


    Ich bin froh, dass ich derzeit alles vertrage was ich esse.....

  • Ich mache mir ehrlich gesagt da wenig Gedanken , essen wenig Fleisch , mehr alles was aus dem Meer kommt und viel Gemüse und Obst und Salat . Aber auch mal einen richtig legga Döner oder was zum schmuddeln ( Süßigkeiten) oder knabbern . Ich werde das auch weiterhin machen .....ich sag momentan immer ich habe viel hergeben müssen mit der Chemo aber das schmuddeln lass ich mir nicht nehmen .....

    ...genauso wenig wie meinen Stolz und meine Würde 😁

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Ich denke auch das es egal ist was gegessen wird, solange es keine Fertigprodukte sind. Wie viel das Gemüse oder Obst gespritzt wird , werden wir eh nicht erfahren. Auf Lebensmittel die einem schmecken zu verzichten bringt bestimmt nicht das erwünschte Ergebnis. Habe auch einiges über Ernährung gelesen und gehört, da gehen die Meinungen sehr auseinander. Wenig Fleisch ist auf jeden Fall nicht verkehrt.

  • Hallo , habe auch viel über die Ernährung gelesen und mich total verrückt gemacht. Jetzt nach der Bestrahlung bin ich etwas entspannter , verzichte auf Zucker ( keine Marmelade, Kuchen....) , esse nur Dinkel oder Roggenbrot, Obst, Gemüse, kein Fleisch , ab und zu Fisch. Zusätzlich verzichte ich auf Milchprodukte weil mein Tumor stark hormonabhängig ist.

    Es ist nicht einfach besonders wenn man irgendwo eingeladen ist ( da gibts manchmal ausnahmen ).

    Ob das alles was bringt weiss keiner.

    LG

    Moni 46

  • Hallo Ihr Lieben...da geb ich meinen Senf auch noch dazu;)! Mein Arzt empfahl mir, Zucker wegzulassen, wenig Kohlenhydrate und Intervallfasten. D. h. ca. 13 h nichts essen. Jetzt wo ich zu Hause bin klappt es ganz gut. Mal sehen wie es sich umsetzen läßt, wenn ich wieder arbeite. Zusätzlich ein paar Vitamine. Natürlich generell Gemüse, Obst (an den Fruchtzucker denken, nicht in Massen), wenig Fleisch, eher weißes Fleisch. Es gibt da ein Buch, über Ernährung bei Krebs....darf ich hier sicher nicht nennen...hat was mit Himbeeren zu tun;)! Ich hab nur mal reingeblättert, machte einen guten Eindruck. Übrigens kommt nächste Woche bei Visite was über Fasten bei Krebs!

    Früher hab ich bei Appetit schnell mal genascht, das mach ich nun nicht mehr, ich knabber dann ein paar Walnüsse :S und es geht auch. Ab und zu gönne ich mir ein bis zwei Stück gute Schokolade.

    Ich denke, jeder muss für sich entscheiden, wie der eigene Weg sein kann, bringt nichts, sich zu quälen. Abwechslungsreich sollte es in jeden Fall sein, keine Fertigprodukte und in jedem Fall soll es schmecken!!!

    Liebe Grüße,

    Tara☀️

    ...genau Alkohol sollte man ganz weglassen. Aber ich denke nach abgeschlossener Therapie genieße ich auch mal ein Glas Rotwein :P!

  • Hallo Amal, auch ich muss meinen Senf noch dazugeben. Meine Ärztin hat mir empfohlen, so weit es geht, auf Süßigkeiten und Zucker zu verzichten. Zur Reha wurde uns das gleiche empfohlen und ansonsten alles essen, was schmeckt, außer Margarine. Dafür lieber Butter und Öl. Weiterhin 5 Portionen Gemüse und Obst (3 Portionen Gemüse, 2 Obst, wegen des Fruchtzuckers.) Schokolade ruhig jeden Tag einen Riegel, aber bittere (mind. 70Prozent) Aber insgesamt alles nicht so eng sehen, die Ursachen für die Krankheiten weiß niemand, sonst wären schließlich alle gesund. Wichtiger ist, das Leben soweit es nur irgend geht zu genießen. Und wenn du dir noch etwas Gutes tun willst, dann mache Sport, laufen, Theraband o.ä. Das könnte sich positiv auswirken, heißt es. Also lass es dir schmecken. LG von Sternlein

  • Ich verzichte hauptsächlich auf weißen zucker. Soviel mir gesagt wurde bei der Ernährungsberatung der krankenkasse sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Während der Therapie auf vegetarisch oder gar vegan umzustellen ist nicht ratsam. Wer natürlich vorher schon einige zeit so gegessen hat kann dies weiterhin tun. Gestern meinte der Onkologe das er mir von jeder Art der Diät abrät ich solle essen was mir schmeckt und vertrage.

  • Ich habe vor meiner Diagnose recht gesund gegessen, auch mal eine kurze vegane und lange vegetarische Zeit gehabt.

    Ein Süßschnabel war ich allerdings immer schon.

    Da ich nach der Diagnose ca 10 Kilo verlor, habe ich irgendwann gegessen, was mir schmeckte, damit es nicht noch weniger wurde.

    Die Kilos gehen rauf (ich hoffe, ich renn jetzt nicht in die andere Richtung), aber ich bin aktuell regelrecht zuckersüchtig.

    Das werde ich wieder abstellen, aber zur Zeit geht es nicht.

    Ich bezweifele, dass das über mein Überleben entscheiden wird.

    Aber natürlich ist es grundsätzlich nicht gesund.

    Ich werde meine Ernährung wieder auf eine gute Mischkost einstellen, denn der Verzicht von irgendwas (Kohlenhydrate, Eiweiße usw) ist mMn nur der Verzicht auf Lebensqualität.

    Wie immer ist das Maß entscheidend.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Amal,

    So eine Diagnose ist schwer zu verkraften. Da bekommt man dann auch noch von allen Seiten gute Ratschläge.

    Neulich war in unserem Brustzentrum ein Vortrag zu Ernährung.

    Da wurde gesagt, bevor wir den Krebs mit irgendwelchen Verzichtsmaßnahmen aushungert sind wir verhungert. Der Tumor holt sich als erstes was er braucht. Danach erst kommt das Gehirn und der Rest vom Körper.

    Eine gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Produkten ist eine Möglichkeit, unseren Körper zu stärken für den anstrengenden Kampf.

    Vielleicht kannst du beim Krebsinformationsdienst dich über Ernährung informieren. Das ist sicherer als Ernährungsberater mit solchen Empfehlungen.

    Ich werde bei solchen Beiträgen immer ganz traurig. Meine Freundin ist an eine Ernährungsberaterin geraten, die totalen Zuckerverzicht angeraten hat. Sie hatte dann keine Kraft mehr, sich dem Kampf zu stellen. ;(

    Vertraue deinem Körper und helfe ihm mit gesunder und vielseitiger Nahrung

    :* Liebe Grüße von Tanne :hug:

  • Liebe Amal,

    da stimme ich Tanne hundertprozentig zu. Den Krebs kann man nicht aushungern! Das ist schlicht unmöglich!

    Er bedient sich immer zuerst, Gehirn und Körper leiden bei einseitige (Mangel-)Ernährung zuerst und am meisten. Gesunde Mischkost ist angesagt. Persönlich esse ich sehr wenig Fleisch, das liegt aber auch daran, dass ich es meist gar nicht mehr mag, teilweise sogar ekelig finde. Vor allem den Geruch bei der Zubereitung. Süss mag ich auch nur in geringen Mengen. Esse einfach, was geht und was du magst. Das haben mir bisher auch alle befragten Ärzte so geraten.

    Ansonsten ist der KID sicher eine gute Adresse für diesbezügliche Fragen.

    LG Katzi64

  • Hallo an alle,


    Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten.

    Ja, jeder macht es auf seine Weise und muss seinen eigenen Weg finden, da habt ihr Recht. Mich hat das alles so durcheinander gemacht, weil eben von genau zu gegenseitigen Ernährungsweisen geraten wurde.


    Danke Tanne für den Tip mit den KID, da rufe ich asap mal an. Das mit deiner Freundin tut mir sehr leid 🥀und ist auch erschreckend.


    Ja Katzi64 mit dem Fleisch geht es mir genauso und auch aus ethischen Gründen.


    Moni46 so mache ich es zeigt.z.Zt.auch und meiner ist auch hormonabhängig.


    Tara du schreibst bei Visite kommt etwas über" fasten bei Krebs" was ist Visite?🤔( sorry Ich weiß das nicht, aber interessiert mich), Ich faste nämlich immer 36 Std. Vor der Chemo und habe auch schonmal einen Bericht darüber bei Arte gesehen.

  • Der Krebs hat so einiges von mir "gekriegt"...körperlich habe ich da lebenslang was von. Ich musste meine Zukunft umplanen, meinen Kinderwunsch begraben. Da kriegt er bestimmt nicht noch mehr (wie zB mal ne Schoki oder ein Gläschen Sekt), habe 0-Bock drauf auf irgendwas zu verzichten. Glaube aber auch einfach nicht dran, das ich selbst in irgendeiner Weise hätte verhindern können, dass ich krank werde...Kann aber gut nachvollziehen, dass das der ein oder andere hilft, die Kontrolle bzw zumindest das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben zu bekommen. Was einem gut tut od hilft sollte man machen. Ich für mich versuche mehr Ruhe zu bekommen, mehr die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Sport u gesunde Ernährung waren vor Krebs schon ein Teil davon u bleiben es auch jetzt. Kann halt leider nicht mehr alles machen, wie zB mein geliebtes Fitnesstrampolin od Joggen, aber gibt ja noch Alternativen. Mein Prof erinnert mich liebenswerter Weise auch bei jeder Nachsorge daran, dass ich mich mehr bewegen sollte u zu fett sei...naja...

    Wünsche euch, dass ihr für euch den jeweils passenden Weg findet, lasst euch da von keinem reinreden!

  • Ich habe für mich auch entschieden, dass ich esse, worauf ich Lust habe. Ich habe auch immer schon versucht, gesund zu essen, kaum Fastfood (schmeckt mir auch nicht besonders), selber kochen aus frischen Zutaten, vielObst und Gemüse.


    Das mit dem "Aushungern" klingt für mich einfach nicht plausibel.

    Ich glaube, wenn man sich sicherer fühlt mit irgendeiner Art von Ernährung, dann ist sie auch gut für diesen Menschen. Ich höre einfach in mich rein und wenn mein Körper dann sagt: "Milli, ich hätte jetzt gerne einen Schluck Rotwein, dann kriegt er ihn auch." Dann gluckert mein Magen zufrieden und ich lächle glücklich.


    @Illisweetie: Huhu! :hug:Ich weiß, ich habe das ganz am Anfang schon mal gefragt, aber ich habe es vergessen. Warum darfst Du denn kein Trampolin springen? Kurz nach der OP konnte ich das ja verstehen, aber warum denn immer noch nicht?

    Ich frage das noch mal aus Interesse, weil meine Ärztin meinte, Trampolin wäre gut für die Lymphe und den Beckenboden.

  • Milli  :)Hi, genau wg zB Beckenboden. Meine OP war ja recht umfangreich, er hat ja komplett bis zur Beckenwand "ausgeräumt". Die Bänder fehlen also alle, der Beckenboden ist zwar ausgeheilt, bleibt aber instabil. Habe eh schon Probleme mit Blase u auch Inkontinenz. Die Gefahr bei permanenter Erschütterung u Belastung des Beckenbodens ist mir zu hoch- es kann dann leichter bzw kommt dann häufig verfrüht (passiert evtl eh irgendwann, würde eine neue OP herausfordern)zu einer Bkasensenkung und/oder einem Vorfall der Restscheide kommen. Da hab ich absolut keinen Bock drauf u riskiere lieber nix...Beckenboden trainieren ist schon gut, aber eben nur "sanft". Kommt evtl aber auch auf den Trampolingebrauch als solchen an, ich bin nicht etw gehüpft, sondern habs mir 2x die Woche je 90min so richtig heftig geben, maximal am Limit bis zum völligen ko. Ich habe das mit Trainer in ner Gruppe gemacht. Schlimmer wie Spinni g. War der härteste Sport, den ich je gemacht habe. Aber einfach echt lustig! Ich bin insgesamt mehr so der Typ Grenzgänger, immer am Limit bei 200%. Eben ne echte "Rampensau". Da hat mich der Krebs vorübergehend schon ganz schön ausgebremst...aber ich hätte keinen Spaß an "moderatem" Trampolin, also lasse ich es halt ganz. "Moderat" ist eh mein persönliches Unwort seit Krebs. Was soll ich nicht alles "moderat" machen...mein Prof ist da Experte. Hab ihm schon gesagt, wenn er das Wort nocheinmal benutzt, dreh ich durch...moderate Bewegung, moderate Belastungssteigerung, moderater Sex. Na, danke aber auch....zssss.