Oncotype Test u.a. Prognosetests

  • Liebe Philosophin ,


    vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. Ich habe inzwischen gelernt, dass jeder seinen eigenen speziellen Tumor hat oder hatte.

    Man war/ist ein Krebsbetroffener und muss mit dieser Erfahrung leben in der Hoffnung, dass dieser Mist nicht mehr kommt oder seeeeehr spät. Ich hoffe auf die fortschreitende Forschung.


    Grüße Martina

  • Hallo liebe alle,

    ich habe mir heute nochmal meine Auswertung vom Oncotype angeguckt.

    Gestern beim Arztgespräch hab ich "nur" meinen Score-Wert von 48 gesehen und mich nur darauf und auf das, was folgen soll, konzentrieren können.


    Heute geht's besser... und sofort kommen Fragen auf, die vielleicht irgendwer hier beantworten kann - ich hab erst am Dienstag wieder einen Termin in der Klinik, wo ich fragen kann :rolleyes:


    Also: im histologischen Befund aus der Stanze steht


    ER-positiv, IRS 6 (20%)

    PR-positiv IRS 2 (3%)

    HER2-negativ 0


    In der Auswertung vom Oncotype steht jetzt


    ER negativ 4,9

    PR negativ <3,2

    HER2 negativ 9,3


    Welche Aussage ist denn nun die richtige?

    Ist mein Tumor nun hormonabhängig (laut Histo) oder tripple-negativ (laut Oncotype)?

    Und was könnte das für die Behandlung bedeuten?


    Ich meine, was wäre denn gewesen, wenn ich den Oncotype gar nicht gemacht hätte? Wäre ich dann möglicherweise falsch behandelt worden? Oder ist das histologische Ergebnis das ausschlaggebende und der Oncotype soll nur was über den Chemonutzen aussagen?


    Ich bin grad bissel verunsichert...


    Ich meine, der Tumor ist im Gesunden entfernt, es sind keine Lymphknoten befallen und das Staging gab keine Hinweise auf Metastasen. Das ist also alles positiv!

    Aber das Tumorboard hatte VOR dem Test Tamoxifen empfohlen, meine Gyn hat das Rezept ausgestellt und ich hatte brav schon damit angefangen. Zwar "nur" 15 Tage und ich habe gestern auf Ansage der Ärztin in der Klinik aufgehört, weil jetzt doch Chemo angesagt ist. Aber sollte der Tumor jetzt doch tripple-negativ sein, könnte Tamoxifen ja falsch gewesen sein...


    Ich hoffe, irgendwer weiß hier was dazu, bis Dienstag ist es noch so lange hin =O


    Liebe Grüße!

    Iffirieke

  • Hallo Iffirieke

    ich habe deine Werte vom Oncotype gerade mal mit meinen verglichen.

    Bei mir war:

    ER positiv 10,4

    PR positiv 8,8

    HER2 negativ 10,6


    Dein Her2 neu ist mit 9,3 ebenfalls 1+ und somit einfach negativ (und nicht tripple negativ). Deine ER und PR Werte machen mich ebenfalls stutzig. Der Oncotype Test soll ja eigentlich nur für Tumore sein, die hormonabhängig einfach negativ und hormonpositiv sind. Ab welchem Wert man von hormonpositiv spricht, weiß ich leider auch nicht.

    Ich glaube komplett falsch war das Tamoxifen nicht, weil der Knoten zumindest in geringem Maße hormonabhängig war. Die Frage ist halt wie groß der Nutzen gegenüber evtl. Nebenwirkungen ist..


    Mich würde interessieren, was deine Ärztin zu diesen Werten sagt.


    Schöne Grüße

    Sabrina

  • Hallo BrienneVonTarth

    ich habe heute beim Aufklärungsgespräch zur Chemo nachgefragt.

    Mein Östrogenwert laut Histo liegt "nur" bei 20 %, gilt also als schwach positiv, beim Oncotype aber nur bei 4,9 und damit als negativ. Der Test wurde ausgelöst, weil eben östrogenpositiv, wenn auch nur mäßig.

    Das Progesteron wird vernachlässigt, HER2 gilt als negativ.

    An der Behandlung ändert sich erstmal nix, außer dass ich im 2.Teil der Chemo nicht nur ein Medikament, sondern zwei verabreicht bekomme. Die Namen hab ich schon wieder vergessen =O

    Bekomme AC-Schema.

    Ich fühl mich jedenfalls gut aufgehoben und bin auch froh, dass der Oncotype gemacht wurde, weil er bei einem Score von 48 doch seeehr deutlich gezeigt hat, dass mir eine Chemo nützen wird!

  • IBru

    vernachlässigt ist eher meine Wortwahl 8o

    Mein Tumor war progesteronabhängig, aber nur ganz minimal. Deshalb eben jetzt PR negativ. Keine Ahnung, ob es so Mischformen oft gibt, das ist, denk ich, für meine weitere Behandlung erstmal nicht ausschlaggebend.

    Wie und ob es nach Chemo und Bestrahlung mit Antihormonen weitergeht, werd ich zu gegebener Zeit erfahren. Das Tumorboard hatte auf jeden Fall Tamox empfohlen und da waren ja die nur mäßigen ER-Zahlen und die niedrigen PR-Werte aus der Histo bekannt....

  • Hallo an alle!

    Ich lese seit geraumer Zeit mit und bin nun gerade etwas verunsichert. Ich hatte einen G2 Tumor 1.7 cm, stark Hormon abhängig ( beide 90 %) einen Ki Wert von 10 %, Lymphknoten sind frei! ( alle Werte nach OP) mir wurde vom Tumorboard empholen Tamoxifen und Zoladex und ab August Bestrahlung.

    Ich könnte einen Gentest machen, wurde mir auch noch gesagt, was ich wohl machen werde. Nun meine Frage:

    Hat dieser Gentest etwas mit diesem Oncotype Test zu tun?


    Das es eine Möglichkeit gibt herauszufinden ob es eine bessere Therapie als die Tabletten gibt wurde mir nicht gesagt. Bin nun nicht mehr sicher ob ich so gut beraten wurde.


    Ich hoffe jemand kann meine Verunsicherung etwas zerstreuen. 🤔

  • Herzlich Willkommen Ina84


    der Gentest hat nichts mit dem OnkotypeX zu tun. Mit dem OnkotypeX kann man herausfinden, ob man von einer Chemotherapie profitieren würde (nur bei hormonsensiblen Tumoren).


    Du hast einen niedrigen KI67 und deine Lymphknoten sind o.k. D.h. du brauchst wohl keine Chemo machen.


    Zu dem Gentest werden sich sicherlich hier noch einige Frauen äußern, die mehr Ahnung davon haben, als ich.


    An der Antihormontherapie wirst du nicht vorbei kommen. Dazu gibt es - meines Wissens nach - keine Alternative. Ich werde damit im September anfangen müssen.


    Wir schaffen das!!

  • Ina84 D er Oncotype berechnet, wie um Viel Prozent du von einer Chemo profitierst. Der Gentest schaut, ob du eine vererbte Veranlagung Für Krebs in den Genen hast. Danach muss man dann ggf. Weitere/ andere OP‘s machen oder andere Vorsorgeuntersuchungen.

  • Liebe Ina84 ,


    herzlich Willkommen hier im Forum, es tut mir leid dass Du so jung Brustkrebs hast. Hier wirst du viel Unterstützung finden, es ist immer eine da die Deine Fragen beantwortet, auch sind viele junge Frauen hier, die in der gleichen Lebensphase sind wie Du.


    Gentest ist etwas ungenau formuliert - es gibt den Test der nach Mutationen in Deinen Genen sucht, diese sind erblich, deswegen heißen sie meist etwas mit Familiengenetik. Va interessant bei familiärer Häufung von Krebs und bei jungen Frauen wie Dir.


    Dann gibt es den Genexpressionstests, Oncotype, Prosigna, diese untersuchen die Gene des Tumors. Sie versuchen Vorhersagen zu machen über das Rezidivrisiko und Metastasenrisiko in Zeiträume von 5, 10, 15 Jahren. Der Oncotype ist in Deutschland ganz frisch in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen worden, wie es in Österreich ist, weiß ic hnicht. Die Kostenübernahme hier läuft aber noch nicht reibungslos, deswegen würde ich unbedingt vorher mit der Krankenkasse Kontakt aufnehmen.


    Der Test empfiehlt sich, meines Erachtens, genau für Deine Situation, G2 Tumore mit Größe T1, Dein KI 67 Wert von 10% ist gering. 10 % der Tumorzellen befanden sich Zellteilung.


    Hier ist eine Chemo fraglich. Ich hatte eine ähnliche Tumorbiologie wie Du, nur der Ki 67 war höher. Das Ergebnis des Tests war ein mittleres Rezidiv- und Meta-Risiko - Chemo war angesagt.


    Dir wurde auch der Genexpressionstest angeboten, unbedingt machen lassen! ist mein Rat.


    Liebe Grüße

    Caro

  • Liebe Shiva_001   Kyscia und Caro_caro


    Vielen Dank für eure Worte,


    Werde nun nochmal in meinem Brustkrebs Zentrum nachfragen ob der Oncotype Test bei mir auch in Frage kommt! Irgendwie würde es mich beruhigen zu wissen welches Risiko ich habe ein Rezidiv zu bekommen.


    Der Gen Test wird wohl aufgrund meines Alters empfohlen, da in der Vergangenheit in meinem Verwandten Kreis nur 1 mal Krebs vorkam, also auch nicht gehäuft 🤔

  • Hallo Ina84


    Es tut mir leid dass es dich in so jungen Jahren getroffen hat, aber Luminal A ist schon mal gut, wenn ich deine Tumorbiologie auf die Schnelle richtig gelesen habe kann man bei Dir den Onkotype anwenden. Dieser ist bei Hormonrezeptor positiv Her2 negativ, Ki67 10 bis 40 Prozent, wenn keine Lymphknoten befallen sind sollte deine Krankenkasse den Test zahlen, er wurde nach der Tailorx Studie mit Nodal negativ freigegeben als Kassenleistung VG SONNE70

  • Hallo nochmal an alle,


    Habe nun im Brustkrebs Zentrum angerufen und nach diesem Oncotype oder Endopredict Test gefragt und mir wurde gesagt das dieser Test nicht notwendig ist weil das Tumorboard der meinung ist ich würde von keiner Chemo profitieren.


    Vielleicht gibt es in Österreich andere Vorgehensweisen oder Richtwerte ab wann die Testung empfohlen wird?!


    Hab das mal so hingenommen aber es lässt mir keine Ruhe, was ist wenn bei mir die Antihormon Therapie nicht wirkt und eine Chemo, die vielleicht bereits abgesiedelten (über den Blutkreislauf?!) Tumorzellen eher vernichten und ich deshalb ein geringeres Risiko für späte Metastasen hätte?!


    Tut mir leid ich glaube die Angst holt mich gerade wieder mal ein😵

  • Liebe Ina84

    wie Sonne70 schon geschrieben hat, dein Tumor gehört zu Luminal-A. Da ist eine Chemo nicht vorgesehen, weil der Nutzen fraglich wäre.


    Ich würde sofort mit dir tauschen. Freu dich über das gute Ergebnis.

    Du brauchst keine Angst haben. Die Ärzte haben sich mit ihrer Empfehlung an die Behandlungsrichtlinien gehalten.

  • Ina84 Ist alles gut, das ist nach Leitlinie. Da dein Tumor hormonpositiv ist, wird davon ausgegangen, dass auch die eventuell abgesiedelten Zellen hormonpositiv sind. Du bekommst Antihormontherapie und das soll dann dafür sorgen, dass die Zellen ( so sich denn welche verbreitet haben) nicht wachsen. Sei froh, da hast du richtig „Glück“ gehabt. Zumindest von dem Sch... hast du die etwas bessere Variante erwischt.

  • Hallo zusammen,

    aus gegebenem Anlass hab ich mir diesen Strang hier interessiert durchgelesen. Ich denke ich wäre ein typischer Fall für den Oncotype

    pT1c (13mm), pN1a (2/22), L1, V0, R0, G2 Östrogen 60%, Ki 20%

    Habe jetzt auf der Seite des Oncotype gelesen, das er nur bei N0 von den Kassen bezahlt wird, an anderer Stelle steht aber er wäre bei bis zu 3 befallenen LKs möglich. Ich möchte diesen Test auf jeden Fall machen lassen, muss allerdings noch auf die Besprechung der Tumorkonferenz und deren Empfehlung warten. Weiß jemand von euch ob der Test auch bei 2 befallenen Lymphknoten von den Kassen bezahlt wird?

    Ich werde das auf jeden Fall am Montag bei meiner Besprechung im BZ ansprechen......

  • Liebe LEO70

    ich hätte den auch gern am Anfang machen lassen. Mit betroffenen LKs zahlt die Kasse das nicht, aber evt. kannst du den Test über eine Studie bekommen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich seit Januar daran etwas geändert haben sollte.