Oncotype Test u.a. Prognosetests

  • Liebe Elenear, ich denke, dass bei Deiner Aussage zur Strahlentherapie bei erblichem Brustkrebs doch eher ein Missverständnis vorliegt.


    Die adjuvante (d.h. auf Heilung ausgerichtete) Strahlentherapie ist nicht abhängig von der Genmutation. Sie steht vielmehr in Zusammenhang mit der Operationsmethode:

    • nach brusterhaltender OP soll eine Bestrahlung der betroffenen Brust durchgeführt werden, um das Risiko von Lokalrezidiven zu vermindern (lt. S 3-Leitlinie mit Empfehlungsgrad A, was eine starke Empfehlung bedeutet);
    • nach Mastektomie/Ablatio, d.h. Abnahme der Brust kann in der Regel auf die Bestrahlung verzichtet werden.


    Dies nur als Info für Euch.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Hallo

    Bei mir wurde auch der Gentest gemacht. Mir sagte man auch dass wenn er positiv ausfällt nicht mehr bestrahlt wird. Warum das so ist weiss ich nicht mehr. Bei mir liegt keine Genmutation vor und so habe ich 33 Bestrahlungen bekommen.

    Liebe Grüsse

    Moni 46

  • mir wurde geraten frühzeitig zu entscheiden ob ich wg brca die mastektomie mache, da nach bet und Bestrahlung nicht so gern mastektomiert wird. Vielleicht spielt das bei euch rein? Ohne mastektomie hätte ich trotz brca Bestrahlung bekommen.

    Keine meiner chemofreundinnen musste vor Bestrahlung ein gentest vorlegen.

  • Guten Morgen Elenear,

    in meiner Familie gab es bisher keine BK. Ich habe das alles schon hinter mir und am Donnerstag ist die 2. Chemo. Bin gespannt wie ich sie dieses mal vertrage.

    Mein Tumor ist mit 6mm sehr früh erkannt worden. Aber leider TN.


    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag

    Angelsun

  • Hallo Mädels,

    von der Bestrahlung(das die nicht gemacht werden darf) bei erblichen BK habe ich noch nie gehört.Ich bin nämlich mit allem schon durch und habe mich jetzt testen lassen da mein Risiko sehr hoch ist.

    Ich denke dass da jeder Arzt was anderes sagt<Xin meiner Onko Praxis sind vier Ärzte und da sagt auch jeder was anderes, bin froh dass ich jetzt wieder zu meiner Frauenärztin wechseln kann.

    Liebe Grüße Giecher

  • Hallo,

    ich schreibe das erste Mal in diesem Forum - zu diesem Thema möchte ich mich äußern.

    Bei mir wurde vor 2 Jahren zufällig BK festgestellt, nur im MRT gefunden und zuerst für gutartig gehalten.
    Bei dem Tumor (G2) war es unklar ob, ich eine Chemo brauche oder nicht, weil der Ki67 bei 25 war, also schnellwüchsig.
    Mein Tumor kam für eine Genexpressionstest in Frage, bei mir wurde zuerst der Onkotype Test gemacht. Das Ergebnis war derartig gut, dass der Arzt dachte, es sei etwas falsch gelaufen. Deshalb wurde auch noch ein Endpredict Test gemacht, mit genau dem gleichen guten Ergebnis: Mit/ohne Chemo 2%/3% Wahrscheinlichkeit ein Rezidiv zu bekommen, wenn ich brav Aromatasehemmer nehme. Das trotz dem hohen Ki67!

    Ich habe keine Chemo gemacht.

    Später (erst nach der Bestrahlung) habe ich auch noch einen Gentest machen lassen, weil auch meine Mutter und Oma schon Brustkrebs hatten.

    Man hat nur eine Genveränderung gefunden, die bislang aber nicht mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wird.

    In dem Zusammenhang habe ich gelernt, dass bei genetisch verursachten Krebs Bestrahlung und Chemo kontraproduktiv sein KÖNNEN. Bestrahlung und Chemo schädigen auch gesunde Zellen, und es gibt Genfehler, die verhindern, dass geschädigte Zellen absterben. (Normaler Weise sterben geschädigte Zellen ab - so hat es unser Schöpfer eingerichtet :-))
    Es gibt aber viele Genveränderungen, die zu Krebs und Brustkrebs führen können, auf über 30 wurde ich getestet.
    Und sicher haben sie verschiedene Auswirkungen....
    Die Ärztin in der Strahlentherapie meinte zu mir, dass man auf eine Bestrahlung nach einer BET - auch bei entsprechender Genveränderung - nicht so schnell verzichten wird.


    LG, Blumenlady

  • Hallo Ihr,

    ich muss meinen Beitrag noch einmal ergänzen: In meiner Familie mütterlicherseits gab es viele und seltene Krebsfälle, nicht nur Brustkrebs. Die Genetikerin hat deshalb meine Gene nicht nur auf Mutationen bei BRCA 1 + 2, sondern z.B. auch auf TP53 untersuchen lassen. In dem Zusammenhang (TP53) erwähnte sie, dass dann Chemo und Bestrahlung ungünstig sein können - eine generelle Aussage zu allen Genmutationen war das nicht!


    LG, Blumenlady

  • Hallo Leute. Meine Mutter hat Brustkrebs.

    4,5 cm großer Tumor. G3. Keine befallenen Lymphknoten und keine Metastasen.

    Wir waren im Krankenhaus im Brustzentrum. Da möchten die mit meiner Mutter eine Chemotherapie machen. Wir waren bei einigen Ärzten und Brustzentren, um uns verschiedene Meinungen zu holen.

    5 Meinen Chemotherapie als erstes

    3 Meinen sofort Brust entfernen lassen.

    Am Montag habe ich die Besprechung zur Chemotherapie und am Dienstag beginnt die Chemotherapie.

    Vor kurzem habe ich herausgefunden, dass man testen lassen kann ob überhaupt die Chemotherapie bei einem Wirkt mit dem oncotype dx.

    Dazu habe ich jetzt fragen.


    1. Kann man sich auf den oncotype dx Test verlassen ? Kein Arzt onkologe ect. Hat uns darüber etwas gesagt.


    2. Würdet ihr so ein Test empfehlen ?


    3. Ist der Test nun zu spät ? Ich habe gelesen, das man 1 Woche bis 10 Tage warten muss bis die Ergebnisse kommen.


    4. Würdet ihr erst eine Chemotherapie oder eine Op empfehlen ?


    Vielen Dank für die Hilfen


    Beste grüße

    Katie

  • Moin liebe kati53

    Herzlich Willkommen hier im Forum 😘

    Eine Stanzbiopsie ist doch sicher gemacht worden und du hast den Befund von der Pathologie wo auch die Biologie des Tumores steht , was steht denn da herinnen ? Also diese Ki Wert

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Hallo Kati,


    bei 4,5 Cm ist es glaube ich Leitlinie eine Chemo zu machen. Mitunter schließen die Ärzte bei der Größe Tumor darauf, dass sich einzelne Zellen abgeteilt haben und alleine auf Wanderschaft gehen.


    Bei G3 und jetzt schon 4,5 cm, wäre es auch ein Risiko meiner Meinung nach noch mehr Tests als notwendig reinzuschieben. Auch sind die Größenangaben bei Bildgebende Verfahren nicht selten kleiner als bei der anschliessenden OP.Von den 8 Ärzten waren alle für eine Chemo? Nur die Reihenfolge anders?


    Aus meiner Sicht, ( Mastektomie dann Chemo, wegen weiteren Problemen) wäre die Chemo zuerst gut, da sieht man dann den Verlauf des Krebses, ob er kleiner wird. Auf der anderen Seite ist es psychologisch auch nicht unerheblich den Tumor gleich zu entfernen und sich noch im Schock der Diagnose gleich von der Brust zu trennen.


    Es haben hier auch schon ältere Frauen eine Chemo gemacht. Was sagt denn deine Mutti selbst?

  • ein ki67 von 60% ist schon recht hoch und mit g3 ist auch nicht wirklich zu spassen. Ich hatte ähnliche Werte und es gab keine Diskussion ob Chemo oder nicht. Onkotype oder ähnliche tests sind bei den daten eher unüblich und würden die Chemo vermutlich nur verzögern. Es ging bei mir nur darum ob erst op oder erst Chemo. Ich konnte nicht mit dem Gedanken umgehen den Tumor drin zu lassen und ihm ggfs die Chance zur Streuung zu geben. Dafür weiss ich aber nicht ob die Chemo gegen meinen Tumor (und somit gegen evtl zirkulierende Zellen) gewirkt hat/hätte. Das kann nur deine Mutter für sich selbst entscheiden.

    Ich war bei Diagnose gerade 49 geworden. Also ungefähr im Alter deiner Mutter. Die chemo ist kein Spaziergang aber zu schaffen. Ich wollte und will noch sehr lange leben und mir war und ist wichtig, alles mir mögliche getan zu haben den Krebs in mir zu vernichten. Ich habe mich damit arrangiert und nicht gegen die Chemo gekämpft sondern sie als Waffe angenommen. Ich denke das macht es um einiges leichter.

  • Hallo Kati,

    Nach meinem Kenntnisstand sprechen Alter, Grading (G3) und Ki Wert für eine Chemotherapie. Trotz nicht befallener Lymphknoten können Krebszellen überall Im Körper sein.

    Klingt alles zu Beginn sehr dramatisch, ist aber machbar und geht vorbei. Es lohnt auch im Anbetracht einer sehr guten Prognose.


    Liebe Grüße

  • Hallo Kati, bei einem Ki von 60% würde ich persönlich keine Chemo ablehnen. Auch nicht bei einem G3 Befund. Mein Tumor hat einen Ki von 2%, Tumor 8 mm auch Hormonrezeptoren positiv Her neg. Da trifft die Chemo sehr wenig und es gilt eher die Nutzen- Risiko Abwägung, ich glaube ab einem Ki67 von 15 % gilt dieser bereits als erhöht. Ich verstehe die Angst vor der Chemo, aber wenn ich hier mitlese scheint sie zu schaffen zu sein, für viele weitere lebenswerte, gesunde Jahre sicher lohnenswert. Wir sind hier alles nur Laien mit unserer eigenen Erfahrung. Hört auf die Empfehlungen der Ärzte, bzw. holt euch Zweitmeinungen ein. Ich habe mich wegen meinem eigenen Tumor auch etwas mit den Tests beschäftigt. Man braucht auch die dementsprechenden Tumordaten, damit diese überhaupt einen Sinn machen. Ich drücke euch die Daumen!!

  • Liebe Kati53,


    ich verstehe, dass Du Dir um die Therapien Deiner Mutter Gedanken machst und Dich so gut wie möglich informieren möchtest. Und es ist gut, dass Du Dich um sie kümmerst und ihr zur Seite stehst.


    Ich möchte Dir gleichzeitig noch ans Herz legen, bei allem, was Du in die Wege leitest immer daran zu denken, dass Deine Mutter die Betroffene ist, dass es um sie geht - und dass sie deshalb auch die letzte Entscheidung über die Therapien haben sollte.


    Und was Deine Fragestellungen angeht, so bitte ich Dich bei all unseren Aussagen zu berücksichtigen, dass wir nur unsere eigenen Erfahrungen weitergeben können. Denn wir sind alle Laien und uns fehlt das umfassende medizinische Wissen, um tatsächlich beurteilen zu können, welche Therapie für Deine Mutter am sinnvollsten ist.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Hallo Kathi,

    Auch ich habe Ki67- 60%.Dazu einen Triple negativ.Bei mir sind auch alle Organe,Knochen und Lymphknoten frei.Da gibt bei mir keine Überlegung.Die Chemo ist für mich das beste Kampfmittel im Moment.Ich muss ab Mittwoch auch für ein halbes Jahr da durch.Mich graut es vor dem was kommt und ich kämpfe mit den Tränen.Trotzdem stelle ich die Chemo nicht in Frage.

    Der Tumor bei deiner Mama ist ja auch nicht so klein.Deshalb nicht lange überlegen...

  • Hi kati53 ,


    ich schließe mich Heideblüte an. Habt ihr euch mal mit den Bezeichnungen und Werten auseinandergesetzt? Ein G 3 Tumor heißt ja, dass die Zellen völlig abseits der Struktur einer normalen Zelle sind. Und ein ki 67 von 60 % ist sehr hoch. 60% der Tumorzellen befinden sich aktuell in Teilung. Die Größe ist ja auch beachtlich. Ihr habt also einen flott wachsenden, aggressiven Tumor vor euch liegen. Ich glaube auch, dass da die Frage einer Chemo gar nicht zur Diskussion steht! Ein Test würde da ein rasches Vorgehen eher behindern, wobei ich nicht genau weiß, wie lange sowas dauert. Mein Gyn, der meinen Tumor entdeckte meinte damals, jetzt sollte es halt auch schnell gehen mit dem Behandlungsbeginn. Klar zieht es sich dann nochmal vom Beginn des Stagings, aber das braucht seine Sorgfalt.


    Ob eine Chemo vorher oder nachher .... ist Kopfsache. Entweder man hält es aus, dass er noch da ist, kann aber verfolgen, ob er kleiner wird durch die Chemo oder man wirft ihn gleich raus und weiß dann nicht, wie gut die Chemo gewirkt hat.


    Durch die hohe Teilungsrate spricht ein Tumor aber auf Chemo besonders gut an, da die Chemo ja genau die Zellen angreift, die in der Teilung sind. Ein hoher ki Wert heißt zwar aggressiv, aber auch sehr angreifbar durch eine Chemo.


    Das Alter spricht für mich nicht gegen oder für eine Chemo. Bei jüngeren Frauen wird Chemo auch mal gegeben, weil die allgemeine Zellteilungsrate halt sehr hoch ist, obwohl es der Tumor nicht unbedingt bräuchte.


    Bei deiner Mama sprechen die Daten für mich auch für eine Chemo. Meine Daten: G3, hormonunabhängig, Her2neu 3+ und ki67 von 70%. Ich hatte die Standardchemo 4 mal EC und 12 Pacli. Kein Spaziergang, aber zu schaffen und belohnt wurde ich mit einer pathologischen Komplettremission, es waren keine Tumorzellen mehr bei mir vorhanden. Ach ja, ich bin knapp 52 und gehöre damit wahrscheinlich zu den von Vael erwähnten „älteren Frauen“ .





    Alles Gute!



    Zebralilly




  • Danke@ Enibas,

    ich habe wirklich große Angst. 4-6 Zyklen Placitaxel + Carboplatin und dann wahrscheinlich noch 4 EC.Kommt drauf an,wie die Chemo anschlägt.

    Seitdem der Termin steht,kreist es in meinem Kopf und ich bin die größte Heulsuse.Der Port tut noch so weh.Habe ihn seit Mittwoch drin .Ich habe riesen Schiss vor Spritzen..dann die Vorstellung,das die da reinstechen.

    Meine Onkologie und hier im Forum hat man mir Salbe empfohlen.Die soll das bissel betäuben...ich hoffe,dass es wirkt!!!

    Trotz allem Gejammer,muss ich da durch.