Oncotype Test u.a. Prognosetests

  • Braunauge Bei mir war es so wie bei Birgitmaus .


    Ich habe den Auftrag an das Anwaltsbüro der Klinik gegeben, es gab ein vorformuliertes Formblatt. Alles ganz einfach.

    Die Kosten wurden von Kasse und Beihilfe übernommenen. Wie ich die Klinik verstanden habe, gibt es immer erstmal Absagen und es geht nie ohne Anwalt. Ähm, meistens.


    Bei mir waren es Prosigna und KI 67 von 25 %


    Notfalls PN, dann nenne ich dir den Namen des Anwaltsbüros. Ob nun Prosigna oder ein anderer Test, die wissen, wie es prinzipiell geht. Und haben viel Erfahrung. Bevor du irgendein Büro einschaltest.


    Aber egal, wenn du das Ergebnis weisst!, fühlst du dich dich in deiner Entscheidung besser. Was für ein Glück, du hast diese Chance noch. Ich drück ganz fest die Daumen, dass dir die Chemo erspart bleibt.


    LG


    Sonnenglanz

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich sah das genau wie Sonnenglanz:

    wenn eine Chemo notwendig ist, hätte ich sie sicher gemacht. Aber doch nicht, weil die Krankenkasse die Kosten für den Oncotype sparen will. Ich vermute, die Kosten für die Chemo sind eher teurer... aber vielleicht ist da die Lobbyarbeit besser.


    Ich hatte Glück und kam um die Chemo rum. Jetzt drücke ich Dir, liebe Braunauge ganz fest die Daumen


    Liebe Grüße

    Birgit

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich hatte schon in einem Extra-Thread geschrieben, dass bei mir jetzt auch so ein Test ansteht. Allerdings läuft das beim meinem BKZ über eine Studie, die die Kosten übernimmt (Bridge).


    Bei mir ist der KI67 bei 15 % und der Tumor ist HER2neu - negativ und spricht auf Hormone an.


    Ich bin eigentlich ganz froh, dass hier alle Informationen eingeholt werden, auch wenn das Warten bis Ende des Monats natürlich blöd ist.


    Und sollte der Test ergeben, dass eine Chemo Sinn macht, dann mache ich das - auch wenn ich ein bisschen darauf hoffe, das Bestrahlung und AHT am Ende reichen...


    LG
    Alltagsheldin

  • Hallo Ihr lieben,

    also bei mir war das so, dass mir gleich gesagt wurde, dass bei dem Ki von 6-7%

    die Chemo mehr Schaden anrichtet, als das sie Nutzen bringt. Von einem Test wurde mir nichts gesagt, das habe ich dann erst hier im Forum erfahren, dass es solche Tests gibt.:/Ich bin auch froh um die Chemo drum rum gekommen zu sein. Es heißt zwar immer die Chemo ist zu schaffen, aber keiner weiß vorher wie er sie verträgt, wenn ich dann lese, dass auch einige fast an der ersten Chemo schon gestorben wären, wegen Organversagen:(...na halleluja.....Und dann? Kann der Sch...Krebs trotzdem wieder kommen.=O Ich muss immer wieder sagen, dass ich den größten Respekt vor Euch, die die Chemo geschafft haben, habe. Ich drücke den anderen natürlich die Daumen, dass Ihr keine Chemo machen müsst.

    L.g.Amy48

  • Liebe Alltagsheldin,


    der ki67-Wert und die Hormonabhängigkeit war bei mir identisch. Aber zur Beurteilung gibt es ja noch viel mehr. z.B. Lymphknoten befallen?

    Schön ist es, wenn wie bei Amy48, ganz eindeutig gegen eine Chemo, entschieden werden kann.


    Aber ich war auch froh, als die Empfehlung nicht klar und eindeutig zu einer Chemo ging. Ich war ein Grenzfall und habe mich dann gegen die Chemie entschieden. 2 % mehr Sicherheit war mir dies nicht wert. Aber das ist wirklich ganz individuell und ich kann durchaus verstehen, wenn jemand die 2% mehr Sicherheit möchte.

    Ich nehme nun Aromatasehemmer (statt Tamoxifen). Das war die Empfehlung des Brustzentrums.

    Eine Bestrahlung war aufgrund der Ablatio bei mir nie ein Thema.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass das Ergebnis ganz klar gegen eine Chemo spricht.

    Ich hätte sie auch gemacht, bei einem klaren Vorteil. Aber ich bin auch froh, dass es nicht sein musste.


    Liebe Grüße

    Birgit

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich hatte einen hormonsenitiven Tumor mit ER/PR 95%, HER2neu: 1+ und KI67 5%.

    Er wurde Ende Juli 2018 zusammen mit den Sentinel-Lymphknoten (2 Stk.) entfernt.

    Leider fanden sich bei beiden Lymphknoten Mikrometastasen.


    Nach meiner Tumorkonferenz des Brustzentrums in München am 2. August wurde mir empfohlen, den Oncotype-Test durchzuführen um entscheiden zu können, ob ich Chemo bekommen muss, oder nicht. Auch die Art der Bestrahlung (3 Wochen Boost, oder 5 Wochen regulär) ist von diesem Testergebnis abhängig.


    Ich habe den Test trotzdem veranlasst und muss nun eine gefühlte Ewigkeit bis zum 28. August warten, bis das Ergebnis vorliegt. Da ja nun nicht feststeht, ob ich eine Chemo benötige, kann ich auch nicht mit den Bestrahlungen beginnen.

    Ergo: Fast 4 Wochen untätig und unwissend warten, bis es endlich weitergeht .... das ist quälend.

    Steckt oder steckte jemand mit seinen Tumormarkern in der gleichen oder ähnlichen Lage wie ich?

    Was habt Ihr für eine Therapie bekommen?


    Viele Grüße

    DeWe

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Beitrag in dieses Thema verschoben und den Teil zur Kostenübernahme in den Thread https://forum.frauenselbsthilfe.de/forum/thread/3583-kosten%C3%BCbernahme-chemosensitivit%C3%A4ts-test/#post135319 gestellt.

  • Liebe DeWe,


    ich wurde im April und im Juni (Resektion) brusterhaltend operiert. Den Oncotype-Test habe ich Ende April veranlasst, nachdem die Tumorkonferenz meines Brustzentrums es empfohlen hatte. Ich musste wegen der vielen Feiertage dreieinhalb Wochen auf das Ergebnis warten. Mein Sch...Kerl von Tumor war 3cm groß, G2, KI67 3 Prozent, zu 100 Prozent sensibel für beide Hormone und Her2neu negativ (0). Die Ähnlichkeit in der Tumorbiologie ist erklärbar, der Test wird nur unter bestimmten Voraussetzungen gemacht.

    Der Test ist wirklich was Feines, nach neuen Studien kann er wohl auch Frauen im mittleren Risikobereich die Chemo ersparen. Ich hatte keine Empfehlung für eine Chemo (Score 4)und habe am Montag Halbzeit in Sachen Bestrahlung, danach soll ich 10 Jahre Tamoxifen nehmen.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen bezüglich der Kostenübernahme und des Testergebnisses und sende herzliche Grüße nach Bayern.


    Sonnenseite68

  • Liebe Sonnenseite68,


    vielen Dank für Deine Antwort! - Das baut mich einerseits auf, denn ich habe 'nur' einen G1-Tumor, aber leider Mikrometastasen in den Sentinel-Lyphdrüsen, die bei der OP entfernt wurden. - Waren Deine Sentinel-Lymphe ebenfalls schon metastasiert?


    Viele Grüße

    DeWe

  • Liebe DeWe,


    beim ersten Gespräch mit dem sehr kompetenten und erfahrenen Operateur vor dem Eingriff meinte dieser, dass bei meiner Tumorbiologie laut Richtlinien gar keine Staging-Untersuchungen vorgesehen seien. Der Tumor streue nicht. Ich habe sie trotzdem gewollt und bekam sie auch - zum Glück ohne Befund.

    Nach der Op sagte er, der Wächterlymphknoten sei verhärtet und ich dachte schon gleich „Also befallen!“ und so war es auch. Bei der langen Wartezeit auf das Ergebnis dachte ich mir: Entweder ist das Ergebnis eine eindeutige Einladung zur Chemo oder du kannst guten Gewissens drauf verzichten. So war es dann auch, ich bin mit Score 4 klar im Low Risk Bereich und hoffe, dass die nach der Op vorhandenen Krebszellen das Testergebnis auch gelesen haben 😀. Das Ergebnis des Tests sagt, dass bei meiner Tumorbiologie 7 Prozent der Betroffenen in 5 Jahren einen Rückfall kriegen oder versterben. Mein onkologisch bewanderter Gynäkologe, den ich mir jetzt neu rausgesucht habe, meint, ca. 2 bis 3 Prozent würden versterben, die Mehrheit von den 7 Prozent hätten Rückfälle.

    Also haben 93 Prozent danach gar nichts mehr mit der Krankheit zu tun, was ja eigentlich ganz positiv stimmt. Das dürfte bei dir ähnlich oder sogar besser sein.

    Ich weiß, man soll nicht so viel auf Statistiken geben, ich bin aber sehr verkopft und brauche so was.

    Drücke dir weiterhin fest die Daumen pro Bestrahlung (die ist für mich prima auszuhalten) und AHT danach (fange ich direkt nach der Bestrahlung an).


    Liebe Grüße


    Sonnenseite68

  • Liebe DeWe,


    mach Dir keine Sorgen wegen der Zeitplanung.


    Leider dauert das mit dem Oncotype wohl sehr oft sehr lange. Auch ich habe darüber die Krise gekriegt.

    Aber es war auch klar:

    Der Krebs ist nicht schnell wachsend und es droht keine Gefahr durch die Zeitverzögerung. Ansonsten hätten das die Ärzte erst gar nicht vorgeschlagen.

    Ich wünsche Dir, dass Du ein Ergebnis bekommst, das Dich ganz klar von einer Chemo verschont.


    LG
    Birgit

  • Liebe DeWe,


    mir geht es ähnlich, ich bekomme das Ergebnis meines Oncotype-Test am 27. August.


    ich habe einen Tumor HER2 neu negativ und hormonsensitiv und mein KI67 ist 15%, weil der Sentinel befallen war (alle anderen entnommenen Lymphknoten aber nicht. Bei der Biopsie lag ich noch bei 10% und da sagte die Ärztin, Bestrahlung und AHT wären die Behandlungsform. Aufgrund des befallenen einen Lymphknotens ist der Ki67 jetzt gestiegen.


    Achja, operiert wurde ich am ebenfalls Ende Juli brusterhaltend.


    Ich gebe zu, mich stört das Warten gar nicht so sehr. Ich arbeite seit letzter Woche wieder und lebe mein Leben eigentlich normal weiter. Ich sehe diese Untersuchung ein bisschen als Strohhalm, dass ich um die Chemo drumrum komme, mit der ich mich eigentlich schon "angefreundet" hatte - auch wenn ich weiß, dass das kein Spaziergang wird.


    Da ich alleinerziehend bin, versuche ich diese gute Zeit noch mit meiner Tochter zu genießen, sollte es dann doch zur Chemo kommen, wird sie sicherlich auch ein bisschen darunter "leiden", wenn es mir gut geht. Und so versuche ich jetzt die Zeit mit ihr noch positiv zu nutzen und ich merke auch, dass mir das gut tut (ich bin allerdings auch nach der Diagnose Ende Juni noch mit meinem Kind in den gebuchten Urlaub gefahren, bevor ich ins KH bin).


    Am Ende werde ich das tun, was mir die Ärzte empfehlen. Ich fühle mich in meinem BKZ und auch bei meinem Gyn sehr gut aufgehoben und werde alles tun, um dem Krebs dauerhaft den Gar aus zu machen!


    Kannst Du Dir die Zeit nicht auch noch ein bisschen "schön" machen um das Warten zu überbrücken? Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du um die Chemo drumrum kommst!!!


    LG
    Alltagsheldin

  • Es gibt einen Test, welche Chemo am besten auf den Tumor/das Gewebe anspricht.

    Bislang kostete dieser Labortest ca 3200€ und wurde nicht immer/meistens nicht von der Krankenkasse bezahlt. Mittlerweile hat das IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) eine Nutzenbewertung (positiv) abgegeben (5.9.18) und dem G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) die Empfehlung gegeben, diesen Test als Standardleistung der Krankenkassen aufnehmen zu MÜSSEN. Es wurde bereits im 4. Q 2018 mit der Gesetzesvorlage im G-BA gerechnet aber es hat sich verzögert...kann aber nicht mehr lange dauern. in 95% der Fälle orientiert sich der G-BA an die Empfehlungen des IQWIG...und insbesondere in diesem Fall denn der G-BA hatte die Nutzenbewertung beim IQWIG in Auftrag gegeben.

    Es handelt sich um den Gentest "Oncotype DX".

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  • Sonne70

    Hallo liebe Sonne. Ich habe gerade deinen Post gelesen bezüglich des testes. Leider wird der hier nicht angeboten. Ich selber habe einen hormonabhaengigen her2 negativ und 3 befallene lympfknoten. Mich würde der test auch mal interessieren.

    Liebe Grüße hosimo

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  • Liebe Hosimo

    Der Test ist sehr teuer , wird nur in Amerika durchgeführt, ich hatte Glück dass meine Klinik an der Studie teil nahm, aber einige Kassen zahlen ihn auch nach Widerspruch als Einzelfallentscheidung, ich lese Du hattest einen hohen Ki wert, soweit ich weiss wird nur getestet bis zu einem Ki von 40, bitte im Netz gibt es Infos drüber bin nicht ganz sicher, ich habe ein Fernmetastasen Risiko von 7 Prozent in 10 Jahren Chemo hätte dies um ca. 1 Prozent verbessert, aber egal es sind nur Berechnungen, ob man gesund bleibt oder nicht liegt in der Zukunft. Ich hoffe das für uns alle Liebe Grüße SONNE

  • Liebe Hosimo , du hast trotz des relativ hohen ki Wertes allerbeste Chancen. Oder wegen. Weil dann die Chemo nämlich richtig wirkt, normalerweise. Ich hatte einen ki von 25 % und niemand weiss, ob die Chemo etwas bringt, trotz Prosigna Test, der gesagt hat, daß Rezidivrisiko liege bei 30%.


    Die Wirksamkeit nie einem so hohen ki wie bei dir ist belegt. Und her 2 neu negativ ist super.


    Du weißt also, dass du das richtige tust - auch ohne Test.


    LG Sonnenglanz