Keine Bestrahlung bei Brustkrebs?

  • Guten Morgen, da ich davon ausgehe, dass sich in dem thread "Bestrahlung" nur Frauen mit Bestrahlung aufhalten, habe ich mal einen neuen thread eröffnet und frage mich, ob hier auch Frauen nicht bestrahlt wurden?

    Bei mir ist das so angedacht, falls ich mich für die Mastektomie mit Implantat entscheide.

    Bzw liegt auch dann die Wahrscheinlichkeit, daß bestrahlt werden muss, unter 5 %

    Es würde nötig, wenn in der OP der Befund etwas anderes sagt, als gedacht.

    Da meine Lymphknoten ja schon raus sind und nicht befallen waren, besteht deswegen also auch keine Notwendigkeit.

    Oder doch?

    Ich lese hier ja auch von Bestrahlung, obwohl ein Implantat drin ist.

    Ich glaube, das macht man hier gar nicht!? :/

    Erhöht sich mein Risiko eines Rezidivs oder auf Metastasen, wenn ich nicht bestrahlt werde?

    Ich weiß, das sind alles Dinge, die ich den Arzt fragen müsste, aber ich würde gerne eure Erfahrungen/Meinungen dazu hören.

    Sitze gerade vor der Aufnahme im KH und warte auf 7 Uhr.

    Denn heute, wie soll es anders sein, war das Taxi nicht nur sehr pünktlich, sondern auch noch sehr schnell und ich bin statt zu spät, viel zu früh. Irgendwas ist ja immer. ;)

    Liebe Grüße

    Cookie

  • die frage hat mich im letzten jahr auch unruhig schlafen lassen. Mir wurde gesagt, wenn der tumor sehr ungünstig liegt (z.b. nah an der thoraxwand) oder Lymphknoten befallen sind, wird trotz mastektomie bestrahlt. Da deine Wächter schon raus sind (waren meine auch) kann es eigentlich keine "Überraschungen " mehr geben. So hat mir die Ärztin das erklärt und die Chance, dass von der Planung "keine Bestrahlung" abgewichen werden muss, wäre sehr sehr gering. So ganz weiss man ja nie, was der Pathologe noch findet. Bei mir ne Menge mikrokalk (bekannt) aber auch eine- glücklicherweise noch gutartige - veränderung.

  • Guten Morgen, liebe Cookie,

    bei mir war es so, dass alle bildgebenden Verfahren darauf hindeuteten, dass der Tumor ein T3 wäre und dass trotz Mastektomie bestrahlt werden müsse.Nach meinem Wunsch, den Brustaufbau gleich mit zu planen, wurde bei der OP dann ein Expander eingesetzt.

    Bei der OP-Nachbesprechung stellte sich der Tumor als T2 heraus, das andere Zeugs, was in Mammo und MRT als auffällig galt, war harmlos.Es konnte im Gesunden operiert werden,kein Lymphknotenbefall und der Abstand zur Thoraxwand ist auch groß genug gewesen, so wie Heideblüte schon schrieb. Ich hab die Chemo gemacht und nehme seit Anfang Februar Tamoxifen (Switch in 2 Jahren). Es steht jetzt noch der Austausch des Expanders an... der ja eigentlich für die Bestrahlungsfähigkeit gedacht war...

    Ich bin erleichtert, dass ich mich nicht grillen lassen muss...wenn es doch, trotz Mastektomie, zu einem Rezidiv kommt (Statistik:rolleyes:: 4%) muss ich damit umgehen lernen und es nicht auf die fehlende Bestrahlung schieben...Ich hoffe das gelingt mir dann...:hot:


    Drückerli

  • ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum ich überhaupt bestrahlt werden soll. Der Krebs ist aus der Brust raus, (brusterhaltend) Lymphe nicht befallen. Chemos laufen. Ich werde mal fragen, ob das alles immer nur gemacht wird, ob es üblich ist oder ob das überhaupt wirklich notwendig ist.

  • Hallo,

    Bei mir wird auch nicht bestrahlt.

    Da mein Busen klein ist bzw. War und der Knoten sich über zwei Hälfte verteilt hatte, konnte nicht brusterhaltend operiert werden. Da die Lymphknoten frei waren und der Busen weg, wird bei mir auch keine Bestrahlung gemacht.

    Ich will aber den Busen wieder aufbauen lassen und es wurde daher hautsparend operiert. Implantat war nicht gleich möglich, leider weiß ich nicht warum. Ich war in dem Gespräch damals so geschockt, dass ich nicht gefragt habe.

    Rede mir immer ein, dass es bestimmt einen Sinn hat.

    Mehr zu schaffen macht mir grad die Chemo und das Thema Haare.

  • Liebe Mammamia,


    die Strahlentherapie wird nach brusterhaltender Operation nicht nur gemacht, weil es so in den Leitlinien steht :).


    Nach der brusterhaltenden OP können im verbliebenen Gewebe noch vereinzelte Krebszellen vorhanden sein, die durch bildgebende Verfahren nicht nachweisbar sind. Um gegen diese Krebszellen vorzugehen wird bestrahlt. Und Studien haben gezeigt, dass dadurch das Risiko für ein Lokalrezidiv (d.h. Krebs an gleicher Stelle) deutlich gesenkt werden kann.


    Ein gutes Konzept ist auf jeden Fall, wenn Du Deine Ärzte nochmals ganz konkret fragst, ob und wenn ja warum sie bei Dir die Strahlentherapie empfehlen.


    Mehr Infos zur Strahlentherapie bei Brustkrebs gibt es übrigens auch auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes unter https://www.krebsinformationsd…hlentherapie.php#inhalt11 .


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Danke für eure Antworten 🌻

    Scheinbar ist es ja doch nicht so selten.

    Miriam , wenn hautsparend operiert wurde, was hast du denn aktuell als Platzhalter drin?

    Einen Expander?

    Ja, die Haare...das ist auch eine große Baustelle in der ganzen Therapiegeschichte. Damit habe ich zum Glück schon lange meinen Frieden gemacht und finde meine Glatze okay.

    Obwohl ich mich natürlich schon freue, wenn sie wieder da sind. Zumal Kleidung mit Haaren bei mir irgendwie viel besser aussieht, finde ich.


    Da schau doch mal hier in dem thread "Haare, Glatze, Kopfbedeckungen" nach, falls du es nicht schon gemacht hast.

    Vielleicht ist es ja interessant für dich.


    Liebe Grüße

    Cookie


    Link zum von genannten Thread Haare, Glatzen, Kopfbeckungen, Perücken

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Link zum Thread ergänzt.

  • ...bei mir war nach kleinem Tumor ohne Lymphknotenbefall und ohne Metastasen aber G3 , HER 3+ zunächst April 2017 brusterhaltend operiert worden und dann Chemo (wg. Aggressivität des Tumors). Eigentlich war dann Januar 2018 Bestrahlung empfohlen. Da ich aber inzwischen recherchiert hatte, dass durch Bestrahlung eine von 200 Frauen (0,5%) einen Zweittumor bekommt (Zahlen sind mir von allen behandelnden Ärzten und dem Krebsinformationsdienst bestätigt worden !), hatte ich mich zu einer Mastektomie mit Sofortaufbau mit DIEP-Flap (31.1.2018) entschieden und bin sehr froh darüber. Alle beteiligten Ärzte und die Tumorkonferenz haben dieses Vorgehen als der Bestrahlung ebenbürtig bzgl. der Prävention eines Rezidivs beurteilt. Was mich irritiert, ist, dass diese Zahlen (1:200, bei Raucherinnen ist das Risiko nochmal höher ...) den Patientinnen nicht klar kommuniziert werden. Jede sollte ihre Entscheidung aufgrund von allen verfügbaren Informationen treffen dürfen! Für manche ist die Bestrahlung sicherlich der bessere Weg, z.B. wegen Alter oder OP-Risiken oder OP-Ängsten...Und das ist okay, aber sie sollten informiert sein.


    Cookie, lange Rede - kurzer Sinn: sei froh, dass du nicht bestrahlt werden musst! :-)


    Ich wünsche allen eine schöne Osterzeit und eine n guten Start in den Frühling!

    Liebe Grüße, Susanne1.

  • Nun, ich habe da eine andere Information von meinem Brustzentrum bekommen.

    Also, es wurde schon kommuniziert, weil ich gefragt habe.

    Man sagte mir, dass das Risiko, etwa 15 bis 20 Jahre nach der Strahlentherapie eine bestrahlungsbedingte Zweitgeschwulst zu entwickeln, ausgesprochen gering sei. Der nachgewiesene Nutzen der Strahlentherapie überwiegt dieses Risiko bei Weitem.

    Nur Raucher sollten aufpassen, denn für sie sei die Bestrahlung eher kontraporduktiv, da ja auch ein bißchen Lunge mit bestrahlt wird, und die Gefahr von Lungekrebs steige.


    Ich hätte viel mehr Schiß vor einer Mastektomie gehabt, also habe ich die vier Wochen Bestrahlung in Kauf genommen. So ist halt jeder anders.

    LG

    Milli :)

  • Ich hatte Bestrahlung nach Mastektomie, das war die einzige Behandlung, um die ich mich damals nicht so richtig selber gekümmert habe. Zu der Zeit ging mir so ein bisschen die Puste aus. Ich erinnere mich nur an die Aussage der Ärzte "bei Ihrer Tumorgröße werden Sie keinen Arzt finden, der Ihnen von der Bestrahlung abrät". Nachträglich lese ich das derart, dass die Ärzte die Bestrahlung (für sich selbst) SEHR kritisch sehen, aber sich auf rechtlich sicherem Terrain bewegen wollen, sprich in dem Fall hinter den Leitlinien "verstecken".

    Die Bestrahlung hilft rein gegen ein Rezidiv, nicht gegen Metas. Sie wird empfohlen, wenn ohne oder mit geringem Sicherheitsabstand operiert werden musste. Das kann an der Lage oder an der Größe des Tumors liegen. Bestrahlung ist immer schädlich. ABER: Heute sind die modernen Geräte sehr zielgenau, so dass man das Risiko, dass bspw. Herz oder Lunge mit geschädigt werden, minimieren kann. Sprich es ist absolout wichtig in eine mit modernen Geräten ausgestattete Strahlenpraxis zu gehen.

  • „...Bestrahlung ist immer schädlich.“ Ich denke uns allen ist klar, dass Bestrahlung Nebenwirkungen und Spätfolgen haben KANN, eher lokal. Die Chemotherapie wirkt zentral, auch das geht nicht ohne Nebenwirkungen und eventuelle Spätfolgen. Es ist ein Abwägen von größtmöglichem Nutzen gegen Nebenwirkungen. Ich habe nur Bestrahlung und bin froh diese Möglichkeit zu haben, um ein eventuelles Rezidiv zu verhindern. Natürlich haben wir leider nie 100% Sicherheit. Die Studienlage spricht bei BET mit Bestrahlung für eine sehr große Heilungsrate. Dies gilt leider nur für Lokalrezidive. Wenn da irgendwelche klitzekleinen garstigen Krebszellen schon im Körper unterwegs sind...=O...ich versuche jetzt erstmal davon auszugehen, dass es nicht so ist...dann werde ich es merken und eine neue Therapie startet! Ich hoffe auf den stetigen Fortschritt der Medizin, dass das immer besser behandelt werden kann:thumbup::)!...was soll man sonst auch machen....Leben, das Leben jeden Moment genießen:S...wer weiß was noch kommt, jetzt leben:saint:<3:!:

    Liebe Grüße,

    Tara☀️

  • Klar, eine Bestrahlung kann Spätfolgen machen, Nebenwirkungen sowieso. Und neben der Chemo ist auch eine OP leider nicht mal so hop und weg, auch da gibt es genug Spätfolgen, die nicht lustig sind. Bei meinem Brustkrebs merke ich noch nicht so viel, aber meine Unterleibs-OP wird mich noch mein Leben lang erinnern (dabei sind meine Spätfolgen noch gemäßigt).

    Aber was soll man machen, es gibt leider keine Alternativen.


    Liebe Grüße

    Milli

  • Huhu!


    Ich bin auch hin und hergerissen! Meine Bestrahlung soll am 05.04 starten, gestern war ich zur Markierung, anzeichnen und CT. Leider dauert mein Gentest und die Risikoberechnung noch.

    Die Klinik hat gesagt, in der ich mich operieren lassen möchte, ich solle mich nicht bestrahlen lassen vor der Mastektomie mit Aufbau. Die KK genehmigt es aber erst nach der Risikoberechnung bzw. Gentest. Jetzt habe ich Angst, die Radiologie und mein Gyn sagen auf jedenfalls bestrahlen und dann später operieren. Aber das Gewebe wird von der Bestrahlung nicht besser.


    Ich weiß nicht was ich tun soll.?????

  • Liebe Schleppi , das ist eine schwere Entscheidung, wenn man verschiedene Ratschläge hört.

    Was sagt denn der Krebsinformationsdienst dazu? Den könntest du noch unabhängig zu Rate ziehen.

    Ich würde denen vertrauen, die operieren, denn die OP muss ja sein und die wissen, wo die Risiken liegen.

    Aber das wäre nur so meine eher schnelle Meinung.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Schleppi , da würde ich auch ins Grübeln kommen. Erst bestrahlen und dann OP? Ich sehe es auch wie Cookie und würde der Klinik vertrauen.

    Und vor der OP Bestrahlung ergibt für mich auch keinen Sinn.


    Also, wenn die Klinik ein zertifiziertes Brustzentrum ist, würde ich mir dort noch einmal einen Termin holen. Bei mir war es so, dass dieses dann alles weitere für mich organisiert hat, ich musste nicht mehr viel denken, was sehr hilfreich war.


    Ich hoffe, Du findest den richtigen Weg.


    Liebe Grüße

    Milli

  • Liebe Tara und Schneeglöckchen

    ich glaube Bestrahlung als Alternative zur Chemo oder umgekehrt steht gar nicht im Raum. Bestrahlung wirkt lokal und Chemo zentral, da gibt es eher kein "entweder/ oder", sondern, die Frage ist "BET und Bestrahlung" oder "Mastektomie evtl. ohne Bestrahlung", die Chemo ist davon unabhängig.

    Ich sehe es wie Milli, wenn ich nicht BrCa-positiv wäre, hätte ich mich für BET und Bestrahlung entschieden und über eine Mastektomie gar nicht nachgedacht. Im Nachhinein bin ich sehr zufrieden mit meinen neuen Brüsten, sie sind wirklich schön geworden und machen wenig Probleme, aber sie sind doch nicht die "alten" und erinnern mich tagtäglich an meine Erkrankung.

    Die Bestrahlungen sind wirklich viel verträglicher geworden, meine Oma vor 40 Jahren und meine Chemofreundin im letzten Jahr zu sehen, war überhaupt kein Vergleich.

    Schleppi: ist dein Tumor denn schon raus, dass Bestrahlung vor Mastektomie überhaupt ein Thema ist? Meinst Du mit Test den Gentest auf BrCa usw. oder den Genexpressionstest, ob Du eine Chemo brauchst? Bei letzterem habe ich keine Ahnung, aber beim Gentest kannst Du versuchen, das ganze zu Beschleunigen bzw. ein vorübergehendes Vorabergebnis zu bekommen, mit der Begründung dass es therapierelevant ist. Ich hatte das Vorabergebnis nach 2 Wochen telefonisch bekommen, nach weiteren 2 Wochen gab es das auch schriftich, das finale Ergebnis dann nach 3 Monaten (die machen immer noch mal nen "Zweitcheck" um sicher zu gehen, dass das Ergebnis stimmt).

  • Heideblüte ...das hatte ich auch nicht so verstanden bzw. geschrieben, dass es um die Entscheidung Bestrahlung oder Chemo geht. Oft muss ja beides sein. Es ging mir darum, dass man nicht aus Angst vor eventuellen Nebenwirkungen eine Therapie ablehnen sollte. Ich merke jetzt zur Halbzeit meiner Bestrahlung fast nichts an Nebenwirkungen, es geht mir sehr gut 😊...hoffentlich bleibt es so😉!

    Es sollte mit dem zuständigen Brustzentrum geklärt werden für wen welche Therapie sinnvoll ist.

    In dem Sinne alles Gute für alle die in Therapie sind...wir schaffen das:thumbup::)!

    L. G. Tara☀️

  • Hallo ihr Lieben,

    noch 2 Chemos dann ist es geschafft der Tumor in der linken Brust ist weg und dann käme die op zur Entfernung des Tumorbettes

    Nur mit der Bestrahlung an der linken Seite hadere ich noch weil ich Angst habe das Herz und Lunge die sowieso schon angegriffen sind

    in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Hat jemand keine Bestrahlung gemacht und Erfahrungen damit das es vielleicht auch ohne geht.

    Lg

    Ingrid

    :?:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Beitrag hierher verschoben