Anti-Thrombose-Spritze wegen Port?

  • Liebe Tina1984 ,


    ich habe in Summe 42 dieser Thrombose Spritzen gesetzt, also auch eher Grosspackung. Bei mir war es allerdings eine Kombi aus Bauch OP und dann ein paar Wochen spÀter der Port. Im Rahmen der Wundheilung gingen bei mir die Thrombozyten ganz ordentlich hoch, daher denke ich, manche Kliniken gehen auf Nummer sicher. Setz Dir die Dinger und vergiss sie gleich wieder. Es ist ein Schutz.

    Zum Port: ich hatte eine wunderbare LMAA Pille, ansonsten lokale BetĂ€ubung. In 15 Minuten lag das Ding(!) ohne jegliche Komplikation. Ich wĂŒnsche Dir von Herzen einen vergleichbaren Ablauf.


    Liebe GrĂŒĂŸe

    Löwenzahn


    ,

  • Noch eine Baustelle braucht man nicht wirklich 😳. Mache im Mai den HPV Test und es wird nochmal geschaut ob es sich vielleicht von alleine normalisiert hat, das kommt wohl auch oft vor. Ich hoffe sehr darauf...

    Dir viel GlĂŒck beim Port und mach das was dir dabei das beste und sicherste GefĂŒhl gibt!

  • Hallo Tina, mein Port wurde im Mai 2017 (in Vollnarkose ) gesetzt und ich habe einige Tage spĂ€ter eine Armvenethrombose bekommen und musste dann ein halbes Jahr 2mal tgl. Heparin spritzen...Von daher gesehen halte ich es fĂŒr sehr sinnvoll nach der Portanlage fĂŒr einen gewissen Zeitraum prophylaktisch zu spritzen. Ich glaube, Thrombosen nach Portanlagen sind gar nicht mal so selten, ich finde das Spritzen sollte regulĂ€r bei allen fĂŒr ein paarTage gemacht werden, macht man ja bei anderen Eingriffen auch. Eine Beruhigungstablette bei Portanlage ist eigentlich Standard, verstehe diesen Arzt nicht... Bitte doch vielleicht deinen Hausarzt oder Onkologen, den betreffenden (widerspenstigen) Arzt anzurufen oder ein paar Zeilen zu schreiben, damit du was bekommst...


    Kleiner Tip: da ich eine mittelgradige Spritzenphobie habe (ich hab gedacht, ich schaff das nie(!) mich selbst zu spritzen...) habe ich die zu spritzende Stelle am Bauch immer eine Stunde vorher einer anĂ€sthesierende Salbe aus der Apotheke beschmiert und mit wasserdichtem Pflaster abgedeckt und 1 Stunde einwirken lassen. Dadurch habe ich den Einstich nicht gespĂŒrt und das war eine Riesen-Erleichterung und Hilfe (bei ĂŒberschaubarem Aufwand und Kosten). Und bei der Chemo habe ich die Einstichstelle am Port auch mit der Salbe vorbehandelt und dadurch auch nichts gespĂŒrt... Jetzt habe ich bis auf die Herceptininfusionen alles hinter mir und bin sooooo froh.

    Dir (und allen Mitleserinnen) alles, alles Gute und schöne Osterfeiertage! Susanne1.

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  • Liebe Tina1984 ,

    auch bei mir wurde der Port in lokaler BetÀubung ohne Beruhigungsmittel gesetzt. Ich hatte mir gar nichts dabei gedacht. Aber schön war das nicht und ich bin nicht besonders zimperlich. Nicht, dass es wehgetan hÀtte, aber man bekommt halt alles mit, vor allem die GesprÀche ("Schieb mal das Fettgewebe auf die Seite." "Wo ist die Vene jetzt hin?" "Schneid da nocheinmal tiefer." usw.)

    Es hat auch eine ganze Stunde gedauert - allerdings habe ich hier auch schon gelesen, dass es auch in 15 Minuten erledigt sein kann. Rausmachen lasse ich ihn nur mit Beruhigungsmittel.

    Also setz dich durch! Allerdings schreibst du, dass du erst kĂŒrzlich eine Vollnarkose hattest. Dann muss das wohl jetzt nicht schon wieder sein. Aber eine Sedierung wĂŒrde ich mir schon gönnen.

    Alles Gute

    catchme

  • Kurze RĂŒckmeldung an euch. Port sitzt und ich musste stark nach etwas zur Beruhigung betteln. Angenehm wars trotzdem nicht. Aber geschafft ist geschafft. Ich muss leider die ganze Zeit spritzen. Zumindest in der Chemozeit. Das gehört da wohl zum Standard bei meiner Chemo wird aber von Brustzentrum zu Brustzentrum anders gehandhabt. Aber auch damit finde ich mich jetzt halt ab. Besser als eine Thrombose ist es auf jeden Fall!

  • Liebe Tina1984 ,

    jetzt hast Du die Portlegung hinter Dir, ein Schritt ist geschafft.:thumbup:

    Wenn Du Dir wĂ€hrend der ganzen Chemozeit die Thrombosespritzen setzen musst, wechsel die Einstichstellen oft ab. Ich habe die erste Zeit immer an der gleichen Stelle gespritzt, diese war dann ganz blau verfĂ€rbt und verhĂ€rtet. Zum Schluß konnte ich mir nur noch in die Oberschenkel spritzen, in den Bauch ging es schmerzfrei nicht mehr.:(

    Ich wĂŒnsche Dir alles Gute fĂŒr Deine Therapien.:*

    Ganz liebe GrĂŒĂŸe Kylie:hug::hug::hug:

  • ich habe meinen Port im Juni bekommen.Im August bekam ich dann eine Thrombose an der Verbindung amHals.

    Seither muß ich mich Spritzen.Am Anfang bis ende Januar 2mal am Tag und seit Februar 1 malm Tag.Es soll. so

    weitergehen bis der Port raus kommt.Am Anfang sollte er nach der Chemo raus kommen aber dann als die OP

    anstand sagten sie er soll drinnen bleiben.Ich bekomme ja noch Herceptin bis September.Hoffentlich kann ich

    danach den Port entfernen lassen.


    LG Siggi

  • HalloSiggi, nur wegen dem Herceptin muss der Port eigentlich nicht drinnenbleiben, das kann nĂ€mlich auch gut als normale Infusion ĂŒber eine Armvene gegeben werden. Bekommst du Tamoxifen oder Aromatasehemmer? Das Problem ist nĂ€mlich, dass das Heparin, wenn es ĂŒber mehrere Monate gegeben wird, eine Osteoporose verursachen kann-genauso wie die Antihormone...Wenn du allerdings sehr schlechte Armvenen hast, wĂ€re es besser den Port zu behalten. Ich hab ihn entfernen lassen um mit dem Heparin aufhören zu können und habe keine Probleme mit dem Herceptin . Es war eine echte Erleichterung einerseits den Port loszusein und andererseits nicht mehr spritzen zu mĂŒssen...:-)

    LG, Susanne1.

  • Hallo ihr Lieben,

    Herceptin alleine kann ĂŒbrigens auch als subcutane Spritze verabreicht werden. Machen einige Ärzte allerdings nicht gerne - schlecht bei den Krankenkassen abrechenbar, soweit ich weiss.

    Die subcutane Gabe funktioniert bei Perjeta allerdings nicht.

    Aber nur fĂŒrs Herceptin braucht ihr den Port nicht unbedingt.

    LG Katzi64

  • Ich habe meinen Port vor 9 Tagen gelegt bekommen und soll 14 Tage die Thrombosespritzen setzen.

    Die Gyn sagte mir vorher ich soll 3 Wochen spritzen, aber beim Port legen sagte mir der GefĂ€ĂŸchirurg, das man mittlerweile auf 2 Wochen runter ist, aber die mĂŒssen wohl sein, wegen der Thrombosegefahr.

    Schon komisch, wie unterschiedlich das gehÀndelt wird :/

  • Hallo Ronda,

    finde ich gut, dass du spritzen sollst. Ich hatte (ohne Spritzen) eine Portvenen Thrombose und musste dann ein ganzes Jahr lang Spritzen, bis die Therapie inclusive Herceptin durch war. Als Zugabe noch ein dicker enger Arm - Antithrombosestrumpf und Schmerzen obendrein.

    An dem Arm kann bis heute, 6 Jahre danach, kein Blut mehr abgezapft werden.

    Da ist prophylaktisches Spritzen allemal angenehmer.

    LG Katzi64

  • Hallo Ronda,

    mein Port wurde gleichzeitig mit der OP zur Tumorentfernung eingesetzt und ich brauchte auch keine Thrombosespritzen setzen. Teilweise bin ich schon ĂŒberrascht wie unterschiedlich es in den BZ in Deutschland gemacht wird.


    LG

    Elfriede

  • Als WiederholungstĂ€terin in Sachen Thrombose kann ich nur sagen: ICH nehme jede Thrombosespritze, die ich kriegen kann.

    Ich habe meinen Port mit der BET bekommen, bei Entlassung aus dem Krankenhaus war keine Rede von Thrombosespritzen. Mein Gyn hat mir dann aufgrund der Tatsache, dass ich schon mal Thrombose und Lungenembolie nach einem Beinbruch hatte, niedrig dosierte Spritzen verschrieben und trotzdem hatte ich 4 Wochen spÀter ne Thrombose am Port. Ich musste/durfte dann so lange spritzen bis der Port wieder raus kam und die Thrombose aufgelöst war. Klar sind die Dinger nicht schön, aber es gibt wirklich schlimmeres.