Tumor Luminal B und hoch östrogenabhängig

  • Ich war heute im KH zum Blut abnehmen. Da habe ich mich mit einer Dame unterhalten die das dritte mal an BK erkrankt ist . Jetzt hat sie beide abnehmen lassen. Morgen ist mein Ergebnis von der genetischen Beratung da . Sollte es positiv sein kommen beide weg

  • Liebe Sonnenglanz

    danke für deine Antwort. Welches Grading hat dein Tumor? Wurde bei dir aufgrund des pos SN eine Axilladissektion durchgeführt?

    Was die humanistische Testung anbelangt, stimme ich dir voll zu. Es ist wichtig sich in aller Ruhe klar zu machen, welche Konsequenzen man für sich aus dem Ergebnis zieht.

    Für mich persönlich war es bzgl des operativen Procederes wichtig, einen Paneltest durchzuführen. Mein Tumor war vor der Stanze 7mm danach 3mm und somit gut brusterhaltend zu operieren. Wäre der Paneltest auffällig gewesen, hätte ich mich für eine Mastektomie bds entschieden.

    Liebe Moni13 ich war auch froh meinen sichtbaren Tumor los zu sein....als nach dem Predigt Test fest stand, dass eine neoadjuvante Chemotherapie der Nutzen = dem Risiko wäre war ich erleichtert.... dafür werde ich- falls der Genexpressionstest für eine Chemotherapie ist- nie erfahren, ob die Chemotherapie überhaupt erfolgreich war. Validieren durch Messungen kann man das leider nicht mehr 🤷🏻‍♀️

    Diese Wartezeit im Moment finde ich psychisch sehr anstrengend, aber dank euch fühle ich mich mit meinen Fragen nicht nicht allein

    Danke dafür 😘

    Schönen Abend zusammen

    Herzlichen Gruß

    Laluna

  • Liebe Laluna ,


    das Grading war G2, allerdings weil die Mitoserate als niedrig eingestuft wurde. Ich halte diesen Mitoseraten-Wert inzwischen für einen Ausreißer, aber die Ärzte meinen, nein, wäre er nicht und damit wurde der Wert nicht nachkontrolliert.


    Der Wächterlymphknoten war klein und eingekapselt befallen, deswegen wurden zwei Wächter und 10 weitere Lymphknoten entfernt. Die 11 anderen Lymphknoten waren nicht befallen. Der Tumor war 3 cm und nicht in die Gefäße eingedrungen. Dagegen ist deiner ja ein Nichts. Mein Arzt ist total der Meinung, dass das Ding noch nicht gestreut hätte, das sagt er allerdings nur mündlich. Offiziell schriftlich heißt das : ganz am Anfang des Ausbreitungsverhaltens. Der Prof. hat mir mehrfach durch die Blume gesagt, dass die Chemo eigentlich nicht nötig sei. Aber nun gehen wir auf Nummer sicher.


    Es bedeutet einerseits, dass ich wie du nicht weiss, was der Nutzen wirklich ist. Aber wenn ich in den triple negativ Beiträgen lese, wird gut viele der Tumore auf EC oder / und Pacli anschlagen, dann denke ich, da dürfte hinterher keine einzige blöde, sich schnell teilende Zelle mehr unterwegs sein. Den Rest muss die AHT machen. Und dann bleibt noch etwas Unabwägbarkeit.


    Der Prosigna Test mischt für den Vergleich Daten von Frauen mit bis zu 3 befallenen Lymphknoten, da werden sicher auch einige dabei sein, bei denen die Lymphmetastasen aufgebrochen waren. Es bedeutet, dass der Test nur relativ wenig differenzieren kann, da der Cluster umfassend verschiedene Stadien umfasst. Ich bin allerdings der Ansicht, dass die Zukunft es bringen wird. In 20 Jahren kann man vielleicht sehr individuelle Prognosen machen. Ob man dann allerdings einen Gentest anwenden wird oder doch eher Proteinanalysen, bleibt abzuwarten. Diese Proteinanalysen sind preiswerter und ich wette, dass auch die Mediziner dran arbeiten, die Kosten zu senken. Aber das ist egal, im Moment wird es so gemacht und es gibt immerhin eine Chance, dass man um die Chemo drumherum kommt. Ich habe einen Zeitungsartikel gelesen, der sagt, dass onco predict inzwischen richtig gut sei und keine Fehler hinsichtlich des Ratschlags macht, auf eine Chemo zu verzichten. Das ist natürlich keine Aussage über Prosigna.


    Irgendwie sagt mein Bauchgefühl, dass das Ergebnis bei dir günstiger sein müsste.


    Meine Krankenkasse hat übrigens die Hälfte der Kosten für den Test übernommen, keine Ahnung, wieso. Aber mir war es das wert, zu wissen, ob 'man' eher zur Chemo rät oder nicht.


    Ich drück dir ganz fest die Daumen!!!!

    LG

    Sonnenglanz

  • Liebe Enibas , ja, das wabert auch in meinem Kopf rum. Sollte es eine genetische Belastung geben... wären eine Trennung von der Natur und ein künstlicher Wiederaufbau sinnvoller. Vielleicht lass ich den Test doch noch machen.


    Liebe Moni13 ja, das ist ein grosses Glück.


    Danke für die guten Wünsche, ich habe mal wieder viel geschlafen.


    LG


    Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz


    vielen Dank für deine ausführliche und sehr informative Antwort.

    Ich bin selbst sehr gespannt was sowohl bei der Histo als auch beim Genexpressionstest heraus kommt. Gedanklich befasse ich mich natürlich mit den akt Studien und habe einen Termin zur Zweitmeinung in einem anderen großen Brustzentrum.

    Auf ein Gefühl bzgl in welche Richtung es geht, kann ich nichts sagen. Bis zur OP war es ein sehr kleiner früher Befund, ohne auffällige LK im Sono, CT und auch nichts tastbar. Das einzige was für mich auffällig war, war die L1 Einstufung von der Stanze 🤷🏻‍♀️

    Trotzdem war ein SN im Schnellschnitt auffällig.

    Ich für mich habe beschlossen, so gut es geht die Zeit bis zur Besprechung zu überbrücken.... kennt ihr ja alle, das gelingt mal mehr und mal weniger gut... und dann eine für mich und meine Familie rationale Entscheidung zu treffen.

    Ich denke, selbst steinige 24 Wochen sollten zu schaffen sein, wenn man dadurch eine Option hat eine Verbesserung herbei zu führen.

    Wenn ich mir die Berichte hier so durchlese, scheint die Chemotherapie Zeit sehr individuell zu sein. .. und bei vielen sind sehr schlechte schwierige Tage dabei.... aber es sind eben Tage und nicht 24 schlechte Wochen am Stück. Da Angst prinzipiell ein schlechter Berater ist, werde ich mich davon NICHT leiten lassen (was nicht bedeutet, dass ich keine Angst habe.... klar habe ich die) und großen Respekt vor allen, die vor, mitten bzw die Chemotherapie schon hinter sich haben.


    Herzlichen Gruß

    Laluna



  • Liebe Laluna ,


    ja, leider ist es so, dass es immer wieder auch Überraschungen gibt. Der Chefarzt meinte, kleiner Befall eines Lymphknoten und eingekapselt im Wächter bedeutet, dass der den Krebs da fest gehalten hat. Deswegen würde man den Wächter auch Wächter nennen. Allerdings ist es schon erstaunlich, dass er bei dir befallen war. Ich versteh deine Sorge. Ich drück die Daumen weiter.


    Ach, liebe Enibas , das ist einerseits schade, andererseits weist es den Weg. Ich drück die Daumen, dass alles, was getan werden muss, gut verläuft.


    Vier Wochen warten, ich wünsche dir die nötige Geduld!


    Hattest du viele Familienmitglieder, die betroffen waren?


    Bei mir sind es 3.


    Urgrossmutter mütterlicherseits, an Brustkrebs gestorben mit 68 in einer Zeit ohne Behandlungsmöglichkeiten. Sie dürfte nach 50 erkrankt sein.


    Meine Mutter mit ungeklärtem Tumor, der erst im KH entdeckt wurde, als sie dort zum Sterben eingeliefert wurde. Sie war fast 78, als sie starb, und hatte starke Osteoporose. Keine Ahnung, ob man die damals gut gegen Metastasen differenzieren konnte.


    Meine Großmutter erkrankte jenseits der 80, hat sich nicht behandeln lassen und wurde über 94 Jahre alt.


    In der Familie meiner Mutter weiss ich meist nicht, woran die Frauen starben. Ich hatte aber eher das Gefühl, es waren TBC oder der Krieg die Ursachen.


    Väterlicherseits bin ich die erste ausser meiner Oma.


    Tja.


    Ich möchte jetzt erstmal diese Therapien abschließen. Irgendwie muss in der Zeit der Entschluss reifen.


    Euch alles Gute, möglichst wenig Beschwerden. Es gibt Tage, da will ich alles abbrechen, und Tage, wo es so lala geht. Ich denke immer, ich steh das irgendwie durch und dann habe ich noch mindestens 10 gute Jahre, hoffentlich. Dann bin ich fast 69. Klingt nicht ganz so jung zum Sterben.


    Was ich mache, falls es wieder kommen sollte, weiss ich nicht, dauernd so miese Tage und das schleppende Aufwärts - ich weiss wirklich nicht, ob das meins ist. Obwohl auch das oft noch gut anschlägt, was dann gemacht wird.


    Aber das steht nicht an. Ich blende das ziemlich aus. Ich geh davon aus, dass ich wieder gesund werde, was bedeutet, dass meine Angst nur noch sehr selten da ist. Letztes Mal war der Blutdruck bei 117 / 78. Die Schwestern bezeichnen mich als tiefen entspannt. Vor der nächsten Therapie wird es wahrscheinlich wieder etwas aufregender. Neues Mittel, neue Reaktionen.


    Weiss eh nicht, falls ich es schlecht vertrage, wie ich mein Gewicht halten soll. Bin 1,78 m und die Waage zeigte heute 64 kg. Die kommenden zwei Wochen kriege ich wieder was drauf, was aber, wenn ich die Zeit nicht mehr habe.


    OK, abwarten, irgendwie muss es gehen.


    Eine andere Mitpatientin bekommt von der Chemo Hunger. Vielleicht reagiere ich ja auch auf die Paclis so. Wäre mir fast lieber, zu dick zu werden als abzumagern.


    Jetzt versuche ich erstmal, die Pause zu genießen.


    LG


    Sonnenglanz

  • Danke. Ja, das war richtig, was du da gemacht hast. Alles Gute nochmal.


    Ich war grad auf dieser Seite, da kriege ich n'en Score von 2. Allerdings, wenn ich mich selber mitzähle, dann doch wieder 3. Oder auch nicht. Muss da nochmal in Ruhe ran.


    Beratung wird empfohlen bei score >= 3


    https://www.brca-netzwerk.de/familiaerer-brustkrebs/


    Phhhh

  • Bei mir waren als Punkte, dass meine Mutter Brustkrebs hatte und ich im Alter von 39 erkrankt bin. Das ergab dann den Score 3. Das hat der Oberarzt im BZ ausgefüllt und damit habe ich mich dann an das Genetik Zentrum gewandt. Die haben dann schon telefonisch alles abgefragt und so konnte ich ohne Überweisung zum Termin.

  • Liebe Angel12


    Also, nach dieser Liste ist es ein score von 2. Wenn ich rein faktisch ran gehe.


    Im BZ wollen sie den Test selber durchführen, da waren sie ganz schnell bei einem score von 3, obwohl ich immer gefragt habe, ob das wohl so richtig sein kann. Da waren sie sich aber irgendwie auch nicht sicher und das ganze fand im Sekretariat statt, ziemliches Durcheinander. Einer der wenigen Punkte, wo ich nicht zufrieden war.


    Mein Gott 39.ich bin fast 59 und finde das zuuuu jung. Ich wünsche dir von Herzen, dass deine kommenden 20 Jahre so schön werden wie meine letzten, auch wenn wir beide niemals wieder so unbeschwert sein können. Und danach geht es gesund und glücklich weiter!



    Wie lange hast du auf das Ergebnis gewartet?

  • So, bin nochmal in Ruhe mit den Ärztinnen des BZs durch meine Daten durch.


    Sie sagen, ich habe einen faktischen Score von 2.


    Und ich habe eine Adresse von Humangenetikern in Köln, dort kann ich mit Spezialisten nochmal alles durch gehen.


    Schauen wir mal.

  • Sonnenglanz   Angel12

    Ich finde 59 auch zu jung, 54 zu jung (ich bei der Diagnose) und 39 erst recht zu jung! Und es gibt noch jüngere Betroffene! Es ist unfair, aber wir werden weiter kämpfen! Schritt für Schritt, von OP über Chemo und Bestrahlung bis hin zu AHT oder Antikörpertherapie, nehmen wir alle Waffen, die uns zur Verfügung gestellt werden.

    Kill Bill!

    LG an alle, Moni13

  • Sonnenglanz und Moni13

    Ich finde uns auch alle zu jung. Am Anfang der Diagnose hab ich mich auch für jung gehalten. Mittlerweile seh ich hier so viele junge Frauen und bin echt entsetzt. Ich habe 2 Kinder und wenigstens muss ich mir darum.keine Gedanken machen.

    Wir ziehen das Programm voll durch und schaffen das. Ich habe noch einiges vor in meinem Leben.


    Sonnenglanz

    Ich war erst vorgestern in Düsseldorf und mir wurde gesagt, dass das Ergebnis 3 bis 4 Wochen dauert.

    Bei mir war auch für die Testung relevant, dass es noch jede Menge Krebserkrankungen in der Familie gab.