Fibrozystische Mastopathie und dichtes Brustgewebe

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    da ich wieder mal, vermutlich vom Kortison nicht schlafen kann (es könnte auch der Hubschrauber über dem Nachbar Haus schuld sein), habe ic mal nachgelesen, welche Faktoren den Brustkrebs begünstigen.

    Da ich mental zur Zeit stabil bin, war ich interessiert, was bei mir zuttraf.

    Unterm Strich scheint das Risiko für Brustkrebs bei dichtem Brustgewebe um das 5fache erhöht.

    Ich habe auf beiden Seiten Zysten, sowohl in der gesunden Brust immer mind 4, als auch in der erkranken Brust und zusätzlich die beiden Tumore.

    Bei der Diagnose hat die Ärztin die Bilder der Mammographie nicht mal auswerten können, weil sie nichts erkannte.

    Im Befund steht drin, dass aufgrund (vermutlich hormonellbedingt) das Drüsengewebe sehr dicht und schwer durchschaubar sei.

    Diese Ärztin hat mir die Diagnose auf echt emphatische Weise mitgeteilt, wofür ich ihr auch immer dankbar sein werde.


    Aber inzwischen...hmmm....sie sieht nicht ein, warum man aus dem Grund die andere Seite ebenfalls abnehmen und aufbauen sollte.

    Sie konnte mich verstehen, der Chefarzt ebenfalls, aber dennoch befürworten sie es nicht.

    Im Gegensatz zu meiner Gynäkologin, die das sofort bejahen würde und mich ins BZ geschickt hat.


    Ich frage mich nun...5fach erhöhtes Risiko, Brustkrebs zu bekommen, wie kann das nicht medizinisch notwendig sein?

    Der Chefarzt findet es ohne vorliegende Gen Mutation sehr problematisch, würde es wohl mschen, wenn die Kasse es zahlt, damit ich nicht bei Problemen die Folgekosten tragen muss.

    Welche Kasse zahlt es, wenn die Ärzte das nicht empfehlen?? Keine.

    Jetzt versuche ich in anderen Kliniken mein Glück.


    Ich bin wütend und enttäuscht und noch schlafloser als vorher. :hot:

    Ich frage mich manchmal, ob sie sich selbst in den Patienten hineinversetzen können oder das im. Laufe der Jahre verlernt haben.

    Ich möchte doch keine glatte Stirn (zumindest nicht per OP oder so) 😉 oder augespritze Lippen...ich möchte verhindern, mich in wenigen Jahren mit der anderen Seite im Wartezimmer einzufinden. Zumindest möchte ich, daß getan wird, worauf man Einfluss hat.


    Ein Gentest wurde übrigens nicht gemacht. Zu wenige Faktoren sprechen dafür. Alle eher dagegen.


    Am 23 April weiß ich mehr... Der Termin für die erste "Zweitmeinung"


    Drückt mir bitte die Daumen.

    Liebe Grüße

    Cookie, schlaflos im Ruhrgebiet.

  • Hallo Cookie

    Das ist wirklich unverständlich! Es geht ja in deinem Fall nicht um ein Luxusproblemchen, sondern eben darum, dass dir auf der gesunden Seite der ganze Kram erspart bleibt. Und warum ist ein Gentest denn nicht gemacht worden? Du bist doch auch noch relativ jung,oder??

    Sehr gut, dass du dir eine Zweiteilung einholst! Das mit der Kostenübernahme belastet mich auch noch. Ich wünsche mir psychisch einfach beidseitig Silikon (obwohl ich überhaupt kein dichtes Drüsengewebe habe und es immer hieß, dass man Tumore bei mir ja sooo gut erkennen würde, weil mein Drüsengewebe eben so locker und flockig ist... genutzt hat es mir auch nix!), aber ich vermute mal, dass die Krankenkasse da nicht mitmacht. Ich denke, dass ich dann die Kosten selber tragen möchte. Denn Brusterhaltend ist für mich keine Option. Ich wäre täglich panisch am Rumtasten, ob da ein Knoten ist....

    Ich wünsche dir eine sinnvolle Zweitmeinung.

  • Hallo Cookie,

    ich finde dass die Ärzte sich es echt zu leicht machen.Da kommt man sich wie eine Nummer vor.Man muß alles selber erfragen und hinterherlaufen.

    Ich mußte den Gentest ( habe noch kein Ergebnis) machen , da meine Mutter mit 59 Jahren und meine Cousine mütterlichseits mit 34 Jahren erkrankt sind.Ich war bei der Diagnose 45 Jahre.Auch ich habe sehr dichtes Brustgewebe und ich denke auch dass das Risiko Bruskrebs zu bekommen höher ist.


    Meine Situation ist momentan auch echt furchbar, da ich nach der Diagnose gleich die op hatte , Chemo , Bestrahlung , momentan Herceptin und Tamoxifen.

    Mir wurde am Anfang der Diagnose gesagt , dass ich nach der Therapie einen Gentest machen muß.Deshalb warte ich noch auf das Ergebnis.Der Witz daran ist, falls ich positiv bin, muß ich meine Brüste abnehmen lassen.Die Ärzte sagten mir aber nicht , dass man eine bestrahlte Brust nicht mehr aufbauen kann:cursing:


    Hab jetzt echt ein Problem:hot:


    Liebe Grüße sendet Giecher

  • Danke für euren Zuspruch 😘

    Ich bin nicht mehr jung, 47.

    Also eher der mittelalte Gouda 😉

    Ich habe mal eine Checkliste dafür eingesehen, da falle ich irgendwie raus.

    Aber auch ohne Mutation kann man ein Risiko mit sich bringen.

    Die Ärztin sagt, daß würde unter der Chemo und dann unter TAM besser mit der Unübersichtlichkeit.

    Warten wir doch also einfach mal 5-10 Jahre ab.

  • Hallo Cookie,

    wie sagte mein Arzt beim ersten Gespräch im Brustzentrum:

    Ich werde alles versuchen, bei einer so jungen Frau (er meinte mich) die Brust zu retten.

    - Also wenn Du der mittelalte Gouda bist, dann bin ich der alte Gouda.


    In diesem Sinne.


    LG Nani:)

  • giecher71 ,


    Ich habe gerade deinen Bericht gelesen. Wir haben ja wirklich das gleiche. Erst OP, dann Chemo, dann Bestrahlung, Herceptin und Tamoxifen.

    Auch ich habe Jetzt den Genttest gemacht, meine Oma war betroffen. Außerdem wollte ich auch Klarheit wegen meiner beiden Töchter.

    Was ich nicht wusste....dass ich im Falle einer Brustamputation auf der bestrahlten Seite keinen Aufbau mehr machen lassen kann, das hat mir keiner gesagt.....!

    Dann drücke ich uns mal die Daumen, dass unser beider Test negativ ist.

    Liebe Grüße Anja

  • Bisher hab ich mir nie Gedanken über diesen Test gemacht. Ich dachte das durch den aggressiven Befund die chemo sowieso unumgänglich ist. Allerdings ist meine Mutter 2000 an Brustkrebs erkrankt und da er auch bereits weit fortgeschritten war ist sie 2001 verstorben. Wahrscheinlich an Metastasen in Hirn und Wirbelsäule, genau wurde das nie gekärt, bekannt waren nur Metastasen im Hüftbereich.

    Damals war die Behandlung eher dürftig sie bekam keine chemo wurde Brusterhaltend operiert und bei Bestrahlung wurde ihre Haut so verbrannt das sie abgestorben ist.

    Zwei weitere Tanten mütterlicher Seits starben an krebs. Die eine an Darm, glaub ich, die andere an lungenkrebs mit Metas in der Leber. Auch eine Cousine starb mit 42 an Darmkrebs. Von der Seite meines Vaters weiß ich leider nichts, da ich nie wirklich kontakt hatte, er selbst ist über 80 und topfit, er stammt aus der Türkei, laut meiner Tante hat er eine Schwester die ihres wissens nach nicht krank ist also auch schon fast 80 und fit.

    Ich hab das Thema bei meiner Gyn mal angesprochen die meinte das es eher unwahrscheinlich ist das es erblich ist da meine Mutter einen anderen brustkrebs hatte. Ich hab keine Ahnung was sie für einen krebs hatte also TN oder Hormonabhänig, das wurde glaube ich gar nicht getestet nur das er halt bösartig war.

    Sonst gabs bisher keinen BK in der Familie. Meine Gyn meinte dann nur das dieser Test eventuell bei meinen Töchtern 14 und 17 gemacht werden sollte.

    Hmmmm....ich bin auch dafür, aber was ist mit mir? Ich bin 47, also so Mittelalter, wenn ich hier in sechs Monaten gesund rauskomme und in 5 Jahren wieder erkranke oder in zehn, dann bin ich auch erst mitte fünfzig.

    Wäre der Test nicht sinnvoll?

    Ich muss das dringend klären

  • Liebe Kaffeehaus. 2 , mit der Vorgeschichte würde ich den Ärzten wegen des Tests aber sowas von auf den Füssen stehen.

    Ja, er ist sinnvoll.

    Hellsehen kann niemand, aber wenn es belegbare Fakten gibt, die dir eine Wahrscheinlichkeit von über zb über 80 Prozent aufzeigen, noch an Eierstockkrebs oder nochmal an Brustkrebs zu erkranken, dann solltest du die Chance haben, vorbeugen zu dürfen.

    Ich würde den Test sofort machen lassen.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • deine Mutter Bk und du "bk unter 50", das reicht als Kriterien für den test. Wenn er negativ ist, brauchst du deine Tochter nicht stressen, dass sie es geerbt haben könnten. Bei positivem Ergebnis kannst du über eierstöcke und 2. Seite nachdenken und deine töchter frühzeitig in ein Früherkennungsprogramm gehen.

    Ich hab -trotz des Wissens, dass mein Vater genträger ist - den Test früher nicht gemacht weil ich nicht ständig dran denken wollte, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Bk kriege und die prophylaktischen ops mit Anfang 30 nicht wollte. als ich die Diagnose bekam, hab ich sofort um den Test gebeten. Angst vor Bk an sich brauch ich nicht mehr haben und es hat mir die umfangreicheren Ops ermöglicht. Da fiel die Entscheidung mich von brüsten und eierstöcken zu trennen ganz leicht.

  • Heideblüte , hast du dir nie gedacht, dass du vielleicht eher hättest handeln sollen? Das ist natürlich keine Kritik, nur eine interessierte Frage.

    Jetzt ist es, wie es ist, aber ich überlege schon ernsthaft, den Test selbst zu zahlen und ich bin aller Wahrscheinlichkeit nach, negativ.

    Ich will aber, dass ich im positiven Fall alle Möglichkeiten ausschöpfen kann... Eierstöcke, andere Brust etc...

    Liebe Grüße

    Cookie

  • nein. Ich hatte viele entspannte Jahre im Vorsorgeprogramm, die Ich nicht hätte missen wollen. Das einzige wo ich immer mal wieder dran denke ist, dass 1,5 Jahre vor der Diagnose auffälliger mikrokalk da war und die vakuumbiopsie abgebrochen wurde weil sie ihn nicht wiedergefunden haben. Dann hiess es ab sofort alle 6 Monate Ultraschall. Mein Bauch sagte "soll ich jetzt Krebs kriegen weil die kein Bock haben genauer zu gucken?" Aber dann hatte mich der Alltag wieder und die ersten 2x Ultraschall sah es auch gut aus. Der mikrokalk hatte sich sogar teilweise aufgelöst umso mehr war ich dann geschockt als der mikrokalk ganz weg war weil er einem Tumor Platz gemacht hat. Aber es ist nun wie es ist. Die Zeit zurückdrehen können wir nicht sondern müssen uns den aktuellen Herausforderungen stellen. Ich bin aber auch dankbar, dass der Tumor durch die intensivierte Vorsorge recht früh erkannt wurde und ich eine gute Chance auf Heilung habe. Mein Tumor war nur im Ultraschall zu sehen. Weder in der mammografie noch im MRT. Wenn ich mir vorstelle wie gross das Biest geworden wäre , bis er bei der normalen Reihenmammografie sichtbar geworden wäre, bin ich nur glücklich. Gebe aber jedem mit auf den Weg: lasst euch nie mit unklaren befunden abspeisen und hört auf euer Bauchgefühl. Mir wäre damit mein Tumor eventuell erspart geblieben.

  • Was ich erschreckend finde...warum sieht man im MRT einen Tumor nicht, der im Ultraschall zu sehen ist?

    Es muss doch eine Methode geben, die hundertprozentig eindeutig etwas nachweisen und erkennen kann.

    So kann man sich weder sicher sein, wenn der US negativ ist, noch wenn das MRT negativ ist.

    Nur aufmachen und nachsehen scheint sicher zu sein.

    Wie soll ich jemals denken, dass meine letztes MRT wirklich aussagekräftig war und die Tumore wirklich zurückgegangen sind?

    Hinterher machen die mich auf und es lachen sie zwei putzmuntere Knoten in unveränderter Größe an.

    Furchtbarer Gedanke.

  • Liebe Cookie,

    jaaaaa, solche Gedanken habe ich auch, da mein Tumor in der Mammographie nicht sichtbar war.<Xhabe ihn selber ertastet, danach beim Ultraschall wurde er auch gesehen.

    Aber ich hoffe dass die Ärzte schon wissen was sie tun.Ich würde beim MRT oder Mammographie zusätzlich auf Ultraschall bestehen, dann kann man sich schon relativ sicher fühlen.

    Alles Gute sendet Dir Giecher

  • Hallo Annillein,

    wir ähneln uns sehr ich habe auch zwei Töchter , deshalb ist der Gentest auch sehr wichtig für uns.

    Ich drücke Dir auch die Daumen :thumbup:und hoffe dass wir diese Karte nicht auch noch gezogen haben.

    Positiv denken:*


    Hallo Kaffehaus2,

    Ich sollte auch zum Gentest obwohl meine Mutter einen TN G2 Brusttumor hatte , ich bin ja Her2 3+ und hormon Positiv , G3.

    Ich denke dass es egal ist was für einen Tumor man hat.


    Hallo Cookie,

    Wegen dem Eigengewebe dass Du ja Annillein geraten hast, da hab ich noch nicht bei meiner Ärztin nachgefragt, aber das würde bei mir nichts bringen da ich kein Fettgewebe besitze<X


    Jetzt hoffen wir einfach mal ,dass wir keine Genträger sind:)


    Ich wünsche Euch allen einen sonnigen und schönen Tag

    Alles liebe wünscht Euch

    Giecher