Fibrozystische Mastopathie und dichtes Brustgewebe

  • Vielleicht darf ich mich zum Gentest noch mal einmischen. Seitens des Brustzentrum wurde bei mir dafür keine Notwendigkeit gesehen. Ich wäre zu alt (50 bei Diagnose) und der Tumor nicht Triplenegativ. Keine Krebsfaelle bei Mutter, Vater, Geschwister. Oma Darmkrebs und erst ihre Geschwister und deren Kinder wieder Krebs, u. a. Darmkrebs aber auch Brustkrebs und Unterleibskrebs. In der Survivershipsprechstunde, über 1 Jahr nach Chemo und OP, Monate nach Bestrahlung und Antikörperinfusion, empfahl man mir, doch aufgrund der Krebsfaelle in der entfernten Verwandtschaft einen Gentest zu machen. Nun habe ich vor einiger Zeit das Ergebnis bekommen: brca1. In der Sprechstunde würde man auch häufig auf Frauen über 50 und mit verschiedensten Tumoreigenschaften treffen. Ich habe den Test aufgrund der Empfehlung und meines Bauchgefuehls gemacht. Und obwohl eine erste Berechnung durch den Computer nur eine 10prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Genmutation bei mir berechnet hat, bin ich laut Testergebnis brca1 positiv. Ich war und bin vom Ergebnis noch etwas geschockt, aber nun weiß ich, was ursächlich für den Brustkrebs war. Ich werde mir aufgrund des hohen Erkrankungsrisikos voraussichtlich die Eierstöcke und den Eileiter entfernen lassen und ich bin nun in einem anderen, gruendlicheren, auf meine Risiken abgestimmten Vorsorgeprogramm.

    Was ich ausdrücken möchte : hört auf Euer Bauchgefuehl. Informiert Euch.

    Liebe Grüße an alle!

  • Danke, Kathrin2016 .

    Ist ja unglaublich. Hast du den Test dann selbst bezahlt?

    Bei mir in der Familie hat meine Oma väterlicherseits mal einen Tumor in der Gebärmutter gehabt, ist aber über 50 Jahre her und sie starb erst als sie alt war.

    Mein Opa mütterlicherseits hatte Krebs, aber ich glaube, es war kein Darmkrebs.

    Mehr gab es in meiner Familie nicht.

    Brustkrebs hatte niemand.

    Dennoch finde ich so einen Test wichtig, ich habe zwei Kinder und sowas sollte man doch wissen.

    Nutzt ja nichts, wenn es hinterher heisst, dass damit keiner gerechnet hat.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Ich hab es ähnlich erlebt: Oma und Onkel bk, Onkel brca-positiv, Vater auch, ich also mit 50% Wahrscheinlichkeit auch und daher im intensivierten Vorsorgeprogramm. Mit 49 erkrankt. Als ich sagte, dass ich nun den Test machen will, bekam ich von der oberärztin auch zu hören, man teste nur bei jungen Frauen und bei meinen tumordaten sowieso nicht. Bin dann direkt über den Flur zu den genetikern und hab es selbst organisiert. Die Härte war dann dass sie in ihren Bericht an den Gyn schrieb "Patientin erwägt testung". Was bitte hat die blöde k... an "ich will..." nicht verstanden?

    Was ist denn eine survivorshipsprechstunde? Machen das die Ärzte oder ist das ein Treffen der chemofrauen? Klingt interessant. Man hat ja doch so das ein oder andere was zwickt oder einen bewegt und bei den normalen Nachsorgen keinen interessiert.

  • Ich habe in einem der Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs angerufen und dann einen Beratungstermin bekommen. Zu diesem habe ich schon mal die familiäre Krankengeschichte mitgebracht. Man bekommt da Vorlagen zum Eintragen. Auf den Seiten des Netzwerkes gibt es einen Test zum Selbstausfüllen. Da war es bei mir grwntwertig, ob eine Testung angebracht wäre. In dem Beratungsgespräch hieß es dann, dass aufgrund der Häufung der Krebsfälle in der Familie ein Test angezeigt wäre. Bei mir hat ihn die (gesetzliche ) Kasse auch bezahlt.

    Diese SurvivorshipSprechstunde bieten einige Kliniken an. Ich kam über einen Zeitungsartikel drauf, habe dann gegoogelt und in 120 km Entfernung eine Klinik gefunden. Es war eines der besten Arztgespräche, die ich im Zusammenhang mit der Krebserkrankung hatte. Ich hatte auch das Gefühl, dass man sich Zeit und mich ernst nimmt. Die Ärztin hat mich sogar noch am Wochenende angerufen, um einiges nachzufragen und hat auch noch weitere Fragen, die mir erst später einfielen, beantwortet.

    Hallo Cookie. Für die Untersuchung von dichtem Drüsengewebes wird auch die 3 D Mammographie empfohlen. Eine Freundin bezahlt das selbst, das kostet sie dann etwa 90 Euro. Man findet im Netz einige Beiträge und Diskussionen dazu.

    Viele Grüße Kathrin

  • Kathrin2016

    Bei mir wurde an der Gesunden Brust ein eine 3D Mamo gemacht.

    Es war in einem Bereich etwas auffällig das nicht einzuschätzen war, direkt an der Narbe einer Brustverkleinerung von vor 20 jahren, Ergebnis war das trotzdem eine Biopsie gemacht werden musste, weil nicht eindeutig festzustellen war ob nun Narbengewebe oder Microkalk.

    Letztendlich war es harmlos.

    Aber die Untersuchung hätte man sich echt sparen können. Das sagte auch die zuständige Oberärztin die gleiche meinte das man das auch in 3D Verfahren nicht sehen wird.

    Na ja das Gerät war neu, ich glaub ich war die erste die da untersucht wurde, die kosten müssen ja wieder rein kommen.

    Soll jetzt nicht heißen das es generell nichts bringt. Aber mir hätte es eine Woche Nervenaufreibung erspart, wenn man gleich biobsiert hätte

    LG

  • Ich hatte mal nach dieser 3d Mammographie gefragt- ob es denn besser als Vor-und Nachsorge geeignet wäre. Daraufhin wurde mir gesagt, dass es nicht einfach sei, die Bilder auszuwerten und viele Ärzte damit nicht klar kommen würden. Ich habe aber auch schon über Diskussionen gelesen, die Vorsorge auf 3 D umzustellen. Allerdings wären da die Kosten für die neuen Geräte enorm und die Ärzte müssten auch geschult werden.

  • Nachdem ich euren Austausch über den Gentest gelesen habe, habe ich eine Frage an euch: Bisher hatte ich gedacht, dass nur Brust- und Eierstockkrebs, der in der Familie vorkam, ausschlaggebend sei. Ich wurde auch bei Vorsorgeuntersuchungen stets nur nach solchen in der Familie gefragt. Die (väterlicherseits Halb-) Schwester meines Vaters hatte als einzige meiner leiblichen Verwandten Brustkrebs. Darmkrebs gab es aber z.B. häufiger, u.a. ist meine Oma mütterlicherseits daran gestorben und auch mein Vater hatte häufig Polypen, die ein hohes Entartungsrisiko bargen. Zum Glück immer rechtzeitig gefunden und bei Koloskopie entfernt. Deshalb habe ich auch letztes Jahr erstmals eine Koloskopie machen lassen und bei mir wurde auch eine potentielle Vorstufe gefunden und entfernt.


    Für welche Krebsarten gilt denn das genetischer Risiko bei BRCA, wenn ich hier auch über Darmkrebs, etc. lese?

  • Hallo liebe Foris, mein erster Betatungstermin hat schon mal nicht das von mir erhoffte Ergebnis gebracht.

    Sie operieren die "gesunde" Brust nicht mit.

    Ich denke, ich werde für die kranke Brust Silikon versuchen.

    Kann mir bitte jemand seine Erfahrungen mit einer Silikon Brust und einer natürlichen Brust mitteilen?

    Ist der Unterschied groß? Wie ist das optisch?

    Was ist das für ein Gefühl, wenn es nur einseitig ist?

    Habe tausend Gedanken im Kopf.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Cookie,

    ich verstehe Deine Beweggründe, auch die gesunde Brust nicht mehr zu wollen.

    Wenn dies nun aber nicht von den Ärzten unterstützt wird, gibt es auch ein paar Vorteile: Deine gesunde Brust wird sich weiterhin wie Deine eigene anfühlen. Es kann nichts verrutschen, da alles echt ist. Und: Du hat volles Gefühl in der Brustwarze (Thema schönerer Sex).

    An die Silikonbrust gewöhnst Du Dich, aber es ist nicht das gleiche Gefühl. Kann ja nicht. Optisch brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

    Wird Dein Implantat so groß wie Deine gesunde Brust?
    Wenn nicht, kannst Du auf Krankenkassenkosten die gesunde Brust angleichen lassen. Bei dieser OP wird das entnommene Gewebe dann nochmals untersucht. Das gibt Sicherheit (hat mir gefühlsmäßig sehr geholfen)

    LG Kirsche

  • Liebe Kirsche , ich denke mal, das Implantat wird so groß wie die gesunde Brust, jedenfalls wird man nichts verkleinern müssen.

    Ich habe ja eh nur ein B/C Körbchen.

    Wenn ich nach Fotos frage, wie sowas aussieht (also nur eine Seite) zeigt man mir nichts. "wenn Sie sich die Haare wie Heidi Klum machen, sehen Sie danach trotzdem nicht so aus, hat also keinen Sinn, Ihnen andere OP Ergebnisse zu zeigen, jede Brust ist anders".

    Aber vielleicht könnte man mir die Angst nehmen, dass ich danach nicht mehr in den Spiegel schauen mag. (von der Angst, dass der Krebs auf der anderen Seite wieder kommt, man ganz abgesehen).

    Habe ja auch hier im Forum schon gelesen, dass es Frauen so ging. 😔

    Liebe Grüße

    Cookie

  • meine Ärztin hat mir einige Bilder gezeigt von einseitigen Brust-OPs mit Silikonaufbau. Ich war mega überrascht wie realistisch und ähnlich man dies operieren kann. Einfach super 👍🏼

    Ich würde dies persönlich definitiv machen lassen... aber bei mir sind leider beide Brüste betroffen und somit hab ich das "Anpassungsproblem" nicht. Ich bekomm übermorgen zwei neue Silikon-Bubis 😋

  • Liebe Moehrchen , da drücke ich dir die Daumen für deine OP 🍀 🍀 🍀

    Danke für deine Antwort, das beruhigt mich sehr.

    Hätte ja auch gerne Fotos gesehen, aber bisher konnte mir keiner welche zeigen.

    Bilder von beiden Seiten gibt es ja genug im Netz, aber nur eine Seite eher nicht.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Hallo,

    ich habe auch TN. Und es wurde nur die betroffene linke Brust abgenommen und mit Silikon aufgebaut. Die andere Seite nicht, obwohl ich auch sehr dichtes Drüsengewebe habe und noch dazu polyzystische Mastopathie 3. Grades. Die Ärzte sagen, normalerweise wird das von allein besser nach den Wechseljahren. Naja, das hoffe Ich nun.

    Ich bin übrigens keine Genträgerin.

  • Also man sieht schon Unterschiede. Die neue Brust ist straff und sitzt sehr hoch, der anderen merkt man die Auswirkungen von ueber 30 Jahre Schwerkraft natürlich an, sie sitzt geschätzte 5 Zentimeter tiefer. Der Prof. meinte, im Sommer 2019 soll die gesunde Seite ein angleichendes Lifting bekommen. Wahrscheinlich fuehle ich mich danach besser.

    Ehrlich gesagt, bin ich in dieser Frage gespalten. Einerseits freue ich mich, eine natürliche Brust zu behalten, andererseits habe ich Angst, dass diese auch irgendwann von Krebs befallen wird. Mit diesem Zwiespalt muss ich wohl leben.