Zum zweiten Mal Krebs

  • Liebe Jovi ,


    schön, dass du die Behandlung überstanden hast.:thumbup:

    Deine Ärzte sind wohl der gleichen Meinung wie meine....auch mir wurde gesagt, dass eine Bestrahlung zu riskant ist...


    Die Nachsorge macht meine Gyn nach den allgemeinen Leitlinien. So ganz zufrieden bin ich damit nicht, aber wenigstens wird einmal im Jahr eine Mammo und eine Sono in meinem Brustzentrum gemacht. Diese Untersuchungen geben mir dann Sicherheit.


    Ich wünsche dir, dass du dich jetzt rasch von der Behandlung erholst und dass du bei jeder Nachsorge ein gutes Ergebnis bekommst.


    Grüsse von Fanti :hug:

  • Danke Fanti , ich wünsche dir auch, dass bei Dir alles gut bleibt und der Krebs sich für immer verabschiedet hat. Es tut so gut zu hören, dass es Dir nun schon einige Zeit gut geht... das macht mir unheimlich Mut.
    Wegen der Nachsorge werde ich mal mit meiner Gyn reden, ob sie vielleicht wie bei dir einmal jährlich das Brustzentrum zur Rate zieht. Damit würde ich mich auch sicherer fühlen...


    Liebe Grüße 😘

  • Hallo Fanti


    Bei mir gibt es nicht so gute Neuigkeiten. Der Krebs ist zurück bzw. war wahrscheinlich nie weg... mir wurden damals nur vier Lymphknoten entfernt, die nicht befallen waren. Wegen meiner Vorgeschichte wurde auf eine Bestrahlung verzichtet - nun, zwei Monate nach Therapieende, sind 6 Lymphknoten befallen, die ich zufällig auf der noch geschwollenen Seite ertastet hatte. Bei der jetzigen OP wurden die Lymphknoten auch großflächig ausgeräumt (über 30 Stück). Es wird auf jeden Fall nachbestrahlt, evt. bekomme ich nochmals Chemo.


    Nun meine Frage: du hattest ja eine beidseitige Masektomie. Wurden die Lymphknoten bei Dir von vornherein großflächig entfernt? Mich quält die Frage, mit dem Verzicht auf Bestrahlung die falsche Entscheidung getroffen zu haben.
    Die befallenen Lymphknoten sind alle Level 1. Aber 6 sind viele..... Und es ging so schnell .. ich sehe es so, dass mein letztes Stündlein schon geschlagen hat und kann mich kaum beruhigen. 😢

    Gibt es hier vielleicht ähnliche Verläufe, also TN mit „Nachbesserung“ der primären Behandlung?


    Verzweifelte Grüße

    Jovi

  • Liebe Jovi,


    das tut mir schrecklich leid für dich ;(

    Bei mir wurden nur die Wächterknoten entfernt und die waren nicht befallen. Hast du denn noch Spielraum, dass du bestrahlt werden kannst? Hast du noch nicht deine ganze "Lebensdosis" erhalten beim letzten Mal? Dann ist das ja in deinem Fall wirklich noch eine Option, die dir helfen kann.:thumbup:

    Es ist bestimmt furchtbar für dich, dass du gleich weiter behandelt werden musst, aber dein letztes Stündlein hat noch nicht geschlagen :hug: Die Ärzte haben immer noch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in der Hinterhand.


    Ich drück dich und schicke dir ein großes Paket Mut und Kraft.


    Grüsse von Fanti :hug:

  • Liebe Jovi,


    leider kenne ich die Angst um sein eigenes Leben gut. Ich hatte 2014 Brustkrebs mit 5 befallenen Lymphknoten. ER und PR schwach positiv. Ich hatte Hochdosischemo und Bestrahlung nach der OP. Danach die ganze Zeit Antihormone. Lange war alles gut.


    Im April 2019 bekam ich dann die Schock- Diagnose Lungen- und Lymphknotenmetastasen, multipel und inoperabel. Triple negativ, G3. Da ging erstmal die Welt unter....


    Nun ist ein Jahr vergangen und es geht mir relativ gut! Ich hatte 12x Chemo und es wurde der Test auf PDL1 gemacht, der postiv ausfiel! Ebenso haben wir jetzt einen Test auf Androgenrezeptoren gemacht, der auch positiv ausfiel. Auch habe ich eine genetische Mutation.


    Ich kann dir nur dringend anraten, PDL1 testen zu lassen. Falls das positiv ist, hast du die Möglichkeit der Immuntherapie. Und die hat bei mir zusammen mit Chemo gute Wirkung erzielt, nämlich Ruhe rein zu bekommen. Momentan wurde es wieder nach Ende der Chemo im Oktober aktiv. Nun bekomme ich 4x. Pacli und danach testen wir Anti-Androgene als Medikament. Aber es fühlt sich so an, als ob nach der 2. schwächeren Chemo und dem Immunmittel der Körper stark aktiviert ist in Sachen Immunsystem.


    Also: Die Hoffnung stirbt zuletzt und es gibt häufig auch für uns triple negativen noch Hoffnung und Möglichkeiten!!! Die Immuntherapie ist ein wichtiger Baustein und seit letztes Jahr September für Mamma-Ca Patientinnen zugelassen.

    Die Anti-Androgene leider nicht. Ich habe erstmal eine Probepackung bekommen und manchmal gibt es ja Studien.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht und vielleicht die oben genannten Optionen!

    Liebe Grüße

  • Fanti,

    bei mir wurden in der ersten OP auch nur die Wächterlymphknoten entnommen, die nicht befallen waren. Jetzt im Nachhinein frage ich mich natürlich, warum ... aber wenn es bei Dir auch so war, scheint es ja doch - auch in Fällen wie unseren - gängige Praxis zu sein.

    Ja, ich kann noch bestrahlt werden, da gib es noch Spielraum 👍
    Ich danke Dir für Deine schnelle Antwort und die mutmachenden Worte ☺️

    Liebe Grüße 🤗

  • Liebe Debo30,


    ich werde vermutlich nächste Woche erfahren, für welche Therapie(n) sich die Tumorkonferenz in meinem Fall entschieden hat... die Bestrahlung der Lymphabflusswege gilt als sicher. Von der Immuntherapie habe ich schon gehört 🤔 Ich werde mal nach diesen Möglichkeiten fragen, danke für deinen Rat!!!
    Dir wünsche ich einen weiterhin positiven Verlauf, viel Kraft und Stärke, um das alles durchzustehen. Es ist nicht leicht ein zweites Mal betroffen zu sein, die Ängste sind enorm.

    Liebe Grüße 🤗

    Jovi

  • Ja, so ist es.


    Ich danke dir und wünsche dir auch alles Gute!! Es hilft schon mit Betroffenen Austausch zu haben.

    Außenstehende können es nicht so nachempfinden was da in einem alles passiert....


    Liebe Grüße

  • Brustkrebs und Eierstockkrebs


    Ja leider ich kann von nichts genug haben! Nachdem der Diagnose HER2 trippel negativfest stand, haben sie auf der linke Eierstock eine 2cm große Befund endekt. Bauchspiegelung, eierstöcke samt eileiter wurden entfernt, ergebnis: auch bösartig. Jetzt warte auf der Tumorkonferenz für den weitere behandlung nach der chemo und Brust op. Meine Ärztin hat mir eine große op zugesichert. Das heißt eine langschnitt von unten nach oben. Jetzr kommt meine frage, hat jemand schon von ehnliches gehört? Kann den sowas möglich sein, zwei Tumore föllig unabhängig von einander? :?:

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  • hallo Naiva hört sich an wie eine genetische Veranlagung. BRCA falls du noch nicht getestet worden bist, jetzt wäre es an der Zeit.

    Geben tut es leider alles.


    Wünsch dir erstmal viel Kraft.

  • Eierstockkrebs und Brustkrebs, können oft abhängig sein, besonders wenn bei einer Frau die Mutation BRCA1 oder BRCA2 vorhanden ist. Bei mir (habe die Mutation BRCA1) kam der Eierstockkrebs zuerst und drei Jahre danach wurden meine zwei Brüste prophylaktisch entfernt. Vielleicht wirst du auch getestet.

  • Liebe Debo30

    der PDL1-Test wurde gemacht und ist leider negativ 😢
    Androgenrezeptor ist positiv, aber ja noch nicht zugelassen .. erst ab Fernmetastasierung würde man darauf zurückgreifen. Jetzt bekomme ich erstmal Bestrahlung der Lymphabflusswege... aber ich zweifle daran, dass das reicht. Werde sehr engmaschig kontrolliert, aber was nutzt das schon.


    Naiva , das tut mir sehr leid für Dich. Es ist doppelt schwer, wenn man nicht zu den „Standard“-Fällen gehört. Das kenne ich zu gut 😔 Bin das zweite mal an Krebs erkrankt und es scheint ein sehr aggressives Monster zu sein, das mich fertig machen will.
    Vielleicht findest Du hier im Forum Frauen mit ähnlicher Geschichte, die Dir zu der Behandlung mehr sagen können.


    Liebe Grüße

    Jovi

  • Liebe Jovi,


    ach Mensch, das tut mir leid, dass PDL1 negativ war.


    Androgenpositiv und man braucht Fernmetastasen??? Das macht mich jetzt schon wieder total ärgerlich, wer überlegt sich diesen Blödsinn??

    Frage doch vielleicht nochmal nach einer Studie dazu!! Es ist so eine Sauerei, dass diese Medikamente sooo unfassbar überteuert sind, dass man sie auch nicht selbst bezahlen kann!

    Bist du gesetztlich oder Privat versichert?


    Ich habe Anti Androgentabletten als Probepackung bekommen vom Onkologen. Wenn die wirken, beantragen wir es bei meiner Beihilfe und Privaten. Ich denke versuchen kann man es ja immer, mehr als eine Absage kann man nicht bekommen!!?


    Hast Du dich mal mit dem Thema Hyperhtermie beschäftigt?? Habe ich gemacht in Kombi mit schwächerer Chemo. Bei Lunge funkitoniert das leider nicht so gut, bei der Leber wohl deutlich besser. Wie es bei Lymphknoten axillär aussieht, weiß ich nicht. Weiß auch nicht, welche Versicherungen/Kassen das übernehmen.


    Bitte bitte nicht aufgeben, kämpfe weiter und versuche irgendwie den guten Glauben/die Hoffnung nicht aufzugeben!!


    Ganz liebe Trostgrüße

  • Dies habe ich eben durch Zufall gefunden:

    ca. 20% aler krebserkrankten können an einem Zweittumor erkranken.


    Ich hatte danach gesucht, weil ich erschrocken war wie viele von Euch mehrere Erkrankungen hatten.

    Für mich bedeutet das: unbedingt alle Vorsorge-Termine wahrnehmen, also auch zur Darmspieglung gehen

    und zur Gyn-Vorsorge und nicht das Geld für den Ultraschall sparen


    https://www.krebsgesellschaft.…eine-krebserkrankung.html

    dies ist vom 11.06. 2020

    :/

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  • Beim vorigen Webinar der Sarkom-Stiftung zu GIST-Tumoren habe ich die Frage gestellt, ob man, wenn man bereits einen GIST-Tumor hat, zusätzlich auch noch an einem anderen Tumor erkranken kann. Antwort des Fachmanns: Ja, kann man. Das Erkrankungsrisiko an einem Tumor wie Prostatakrebs, Eierstock- oder Brustkrebs etc. bleibt ganz normal (hoch oder niedrig), das hat mit dem bereits vorhandenen GIST-Tumor nichts zu tun.

    Das ist wirklich ätzend, aber nicht zu ändern, leider.

    Am schönsten ist es für mich zwischen den Wurzeln meines "Wunderbaums", mit Blick in die Krone.

    Auch der Baum ist nicht mehr ganz gesund, so passen wir gut zusammen.

  • Ja, den gleichen Artikel habe ich auch gelesen.

    Leider ist man nicht "aus dem Schneider", wenn man schon einen Krebs hat.

    Wie du sagst, bluebirdi, man sollte die Vorsorgemaßnahmen einhalten. Damit kann man hoffentlich frühzeitig eingreifen.

  • bluebirdi, Nic46

    Mir wurde gesagt das man nach Brustkrebs ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs hat, deshalb Darmspiegelung alle 3 Jahre.


    Bei meiner Schilddrüsenkontrolle wegen meiner Knoten das gleiche. Bekomme da auch regelmässig Ultraschall.


    Ich möchte euch keine Angst machen, aber vllt geht ihr alle regelmässig zur Vorsorge.


    Alles liebe

    Mariechen

  • Zweittumor


    Hallo,

    ich komme ursprünglich aus dem Bereich Brustkrebs. Jetzt aufgrund des anhaltenden , hohen cea werte auf Zweittumorsuche. Gibt es hier Erfahrungen dazu? Darmtumor nach Brusttumor?

    Danke

    Karin

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  • Liebe KvB

    Ach was für ein Mist, bist also auch im Nervenkarussell durch Tumormarker. (hatte auf deinen Beitrag bisher nicht geantwortet)

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?