• Hallo zusammen, ich bin 33 Jahre alt und habe letzte Woche die Diagnose Brustkrebs erhalten. Ich stehe seit dem neben mir. Ich habe das Gefühl mit jedem Test wird der Befund noch schlimmer. Zunächst war der Verdacht ein harmloses Fibroadenom, dann letzte Woche der Stanzbiopsiebefund "Mammakarziom rechts". Gestern MRT. Heute mehrere Herde rechts. Ich habe massiv Angst und bin verunsichert. Es soll noch ein CT gemacht werden. Wegen meinem Alter auch ein Gentest. Ich fühle mich ziemlich überfordert. Der Therapievorschlag war 1. Chemo und Antikörpertherapie, dann OP, dann Bestrahlung. Kennt sich jemand mit dieser Therapie aus?

  • Hallo liebe DerKnuppimussweg ,


    willkommen hier im Forum. Kann Deinen Schock sehr gut nachvollzuehen, meine Diagnose liegt auch gerade knapp 4 Wochen zurück...seeehr sttessige 4 Wochen.

    Aber ich kann Dir versprechen es wird besser!!!! Dir steht jetzt ein nerviger Untersuchungsmarathon bevor, Unklarheiten die gerne am Ende harmlos sind, warten auf Befunde usw...aber damit bist Du bald durch und dann wird der Schlachtplan erstellt und ab dann wird es ruhiger, weil der Kampf losgeht.

    Brustkrebs ist KEIN Todesurteil, die Medizin hat gigantisch viele Optionen.


    Ich bekam heute meinen Port, am 28.5 startet meine Chemo, anschliessend OP und dann Bestrahlung, also ähnlich wie bei Dir.


    Ich drücke Dir für die nächsten sch... Wochen fest die Daumen:hug:

  • Hallo Ronda,


    danke Dir für Deine aufbauenden Worte. Das tat gerade richtig gut. Ich bekomme nächste Woche Mittwoch den Port und man untersucht den Wächterlymphknoten. Ich habe Angst vor der Narkose. Ich wurde bisher noch nie operiert. Wie war das bei Dir mit dem Port? :hug:

  • Hallo! Ich bin hier bisher nur als stille Leserin hier unterwegs – trotzdem ein herzliches Willkommen von mir! Das Forum hier ist wirklich toll, ich habe auf so viele Fragen antworten gefunden und mutmachende Geschichten gelesen.


    Wie dir bestimmt alle bestätigen können sind die ersten Wochen die schlimmste Zeit und mit Beginn der Chemo geht es emotional bergauf :-) Ich stehe kurz vor meiner letzten Chemo (Docetaxel, Carboplatin + Antikörper (Herceptin und Perjeta)), dann kommt die OP und dann die Bestrahlung. Also wahrscheinlich ein ähnliches Programm wie du es fahren wirst.


    Ich bin ebenfalls noch recht jung (36) und kenne das Gefühl das mit jedem Arztbesuch der Befund schlimmer wird 😕... zumindest am Anfang ging es mir so. Inzwischen bin ich sehr optimistisch – die Chemo war viel besser zu bewältigen als erwartet und wenn man sich vom ersten Schock erholt hat, die Psyche sich etwas stabilisiert hat sieht die Zukunft schon wieder rosiger aus 😊.


    Ich drück dich fest, das schlimmste ist bald überstanden!

  • Ja bis vor 3 Wochen hab ich meine Hausärztin auch einmal im Jahr wegen ner Wintererkältung gesehen:P, krank war ich nie und plötzlich hat man Krebs, obwohl erst alles nach einem Fibroadenom aussah.


    Port legen ist wirklich easy, habs unter örtlicher Betäubung machen lassen und war danach sofort fit, hab auch seitdem keine Schmerzmittel gebraucht, Eingriff war heut früh um 8 Uhr. Davor brauchst Du keine Angst haben:hug:


    Versuche Dich etwas abzulenken, das ist wichtig!! Brustkrebs ist sehr oft sehr gut und erfolgreich behandelbar:thumbup:

  • Hallo DerKnuppimussweg ,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum!

    Deine Ängste und Sorgen kann hier jeder gut nachvollziehen. Wenn alle Voruntersuchungen durch sind und dein Therapieplan steht, wird es dir besser gehen.

    Ich bin auch 33 und bekam meine Diagnose BK ende Februar. Jetzt stecke ich mitten in der Chemo. Ich habe wirklich kaum mit Nebenwirkungen zu kämpfen und mein Lachen habe ich auch wieder gefunden. Vorallem in unserem Alter steckt man alles ganz gut weg.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute

  • Liebe DerKnuppimussweg , willkommen hier im Forum, ich bin 39 Jahre und habe die Diagnose bestätigt auch erst seit 30.4. Es ist ein unglaublicher Schock, der erstmal verarbeitet werden muss. Lass dich erstmal drücken🤗 hier im Forum herrscht ein sehr schöner Ton, du kannst alles fragen und ganz viel Schwarmwissen ist hier zu finden. Man fühlt sich nicht so allein, schau vorbei, wenn du dich danach fühlst. Ich habe nächste Woche meine Mastektomie. Kann dir leider zum Port nichts sagen, bei mir läuft es danach auf eine Hormontherapie hinaus.

  • Liebe Ronda, danke Dir für das Angst nehmen vorm Port. Liebe Banane und liebe Tina, euch Danke für die aufbauenden Worte. Das hilft mir wirklich sehr weiter. Musstet ihr auch ins CT? Wie lange liegt man da? Im MRT hatte ich voll die Panik bekommen, weil mir da gerade wieder eingefallen ist, dass ich Brustkrebs habe. Vielleicht kennt ihr das auch. Man vergisst es und dann fällt es einem plötzlich wieder ein und man ist wieder unter Schock. Es geht auch alles so schnell. Vor einer Woche dachte ich noch über Kinderplanung nach und nun muss ich mich morgen wegen meiner Eizellen entscheiden. Ich fühl mich so überfahren. Wie geht ihr damit um? DANKE!:)

  • Erst heute saß ich ja wieder im Wartebereich der Uniklinik, hab die Leute beobachtet, die lachenden Krankenschwestern und fragte mich zum zigsten Mal "was läuft hier für ein Film und warum zur Hölle spiele ich die Hauptrolle???"X(X(X(X(


    Aber man arrangiert sich langsam damit.

    Ich musste ein MRT machen, Knochenszinti, CTs, nochmal zwischendrin ne Lymphknotenbiopsie, heute Port und Donnerstag noch Kardiologe, zwischendrin noch Befundbesprechungen mit Ärzten...

  • Bei mir wurde ein Lungen CT gemacht, das war aber überhaupt nicht schlimm, das MRT fand ich auch schrecklich. Aber das lag bei mir vor allem auch an der Psyche, ich war einfach komplett in Eimer. So schlecht ging es mir noch nie, noch nicht einmal ansatzweise...


    Das Thema Kinderplanung ist bei mir schon abgeschlossen, damit musste ich mich nicht beschäftigen.


    Ich drücke dir die Daumen das du die letzten Untersuchungen schnell hinter dich bringst und dein Therapie bald los geht :-)

  • hallo liebe derknuppimussweg!


    Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Das geht alles so wahnsinng schnell und dann sitzt man plötzlich neben all den Schocks auch noch im Kinderwunschzntrum. Alles viel zu viel. Und man fühlt sich völlig überrannt. Ich habe mich letztendlich für Eizellenentnahme und entnahme von Eierstockgewebe entschieden. Wollte mir das nicht später vorhalten müssen, nicht alles versucht zu haben. Bin auch schon 38 und wenn alle Therapien ( Chemotherapie mit anschließender antihormonbehandlung) abgeschlossen sind wäre ich 43. etwas spät fürs erste Kind... aber evtl kann man die anthormontherapie unterbrechen.

    Also ich würde es wieder machen. Die Nebenwirkungen waren absolut nicht schlimm und der Tumor ist dadurch nicht gewachsen.

    Das CT dauert glaub ich 40 min.

    Bei mir war das Gute daran, dass alles so schnell ging, dass ich gar keine Zeit hatte, darüber nachzudenken was noch sein könnte. Als ich darauf kam, waren schon alle Ergebnisse wieder da!

    Drücke Dir die Daumen!

    Liebe Grüße

  • Das kenne ich gut. Ich habe heute so geweint, dass ich eine Panik bekommen habe. Im Hintergrund kamen "gelangweilte" Leute vom Krankentransport und holten eine Omi ab, Krankenschwestern flitzten mit Kaffee rum...mittendrin ich mit der für mich neuen Info, dass eine Brust in jedem Fall weg muss. Man denkt immer wieder, dass das alles nicht sein kann. MRT hatte ich auch. CT kommt nächste Woche. Da muss ich wegen des Kontrastmittels nochmal nachhaken. Ich vertrage kein Jod. Am selben Tag kommt bei mir die Lymphknotenbiopsie und der Port. Wie war die Lymphknotenbiopsie für Dich? War die OP lang? Wie ging es Dir danach? Entschuldige die vielen Fragen. Ich habe einfach so Angst. Ich danke Dir ganz sehr für Deine Hilfe. :)

  • Liebe Witch148, das dachte ich mir heute auch so. Jetzt auch noch über den Kinderwunsch zu entscheiden, ist wirklich viel. Mir sagte die Ärztin es wäre sehr teuer und die Chancen wären ungefähr gleich, wenn man so alt wie ich ist, dass die Regel nach der Chemo wieder einsetzt und man schwanger wird. Aber ich bin morgen erst in der Kinderwunschsprechstunde und dort wird man sicher mehr dazu sagen.


    Liebe Ronda, ich glaube ich habe etwas verwechselt. Die Lymphknotenbiopsie ist wohl nicht die Untersuchung des Wächterlymphknotens, oder? Mir wurde was von Vollnarkose für Port und Wächterlymphkonten erzählt. Deswegen habe ich so Schiss davor...also wegen der Narkose.


    Liebe Banane81, danke Dir für die guten Wünsche. Ich hoffe, ihr habt alle Recht und es geht mir besser, sobald die Therapie begonnen hat. ;) Ihr seid alle so lieb und super. Mir hilft es unglaublich sehr mich mit euch auszutauschen.

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  • Liebe DerKnuppimussweg ,


    vielleicht hilft dir die Aussage meiner Ärztin: "Sie sind nirgendwo sicherer, als auf dem OP-Tisch, angeschlossen an all die Geräte, die Ihren Zustand überwachen." Im Nachhinein muss ich ihr recht geben.


    Vor der Narkose hatte ich auch eine Riesenangst, weil ich, genauso wie du, vorher nie operiert wurde, habe die Narkoseärzte mit unzähligen Fragen gelöchert und als Folge eine Beruhigungstablette vor der OP bekommen. Die würde ich nie mehr nehmen, weil die mich überhaupt nicht beruhigt 8o und heftige Kopfschmerzen nach dem Aufwachen verursacht hat.


    Von der Narkose selbst merkst du kaum was: es ist so, als ob man einen Lichtschalter betätigen würde. Auf einmal bist du weg und plötzlich wieder da. Bei mir war es ca. 2 Stunden später, aber eigentlich dauert so eine OP etwa 40 Minuten.


    Ansonsten hielt sich bei meiner Port-OP alles in Grenzen: mir war nur etwas übel und kalt und ich wollte nur noch schlafen. Aber schon am Abend bin ich nach Hause gegangen.


    Keine Angst, es ist wirklich nicht so schlimm, wie man denkt! Ausserdem sind diese Port-OPs für die Operateure so was wie Fließbandarbeit, das können sie gut.


    Drücke dir die Daumen für nächsten Mittwoch !!!:thumbup::thumbup::thumbup:🍀🍀🍀


    LG

    Elma

    und die Chancen wären ungefähr gleich, wenn man so alt wie ich ist, dass die Regel nach der Chemo wieder einsetzt und man schwanger wird.

    Da ist was dran. Während meiner ersten Chemobehandlung war ich 30 und 5 Monate nach dem Abschluss der Therapie habe ich meine Regel bekommen. Mit 32 wurde ich schwanger. :)

  • Hallo derknuppimussweg


    Auch von mir ein herzliches Wilkomen hier,

    ich kann deine Schockstarre verstehen, Mit Beginn der Therapie wird es besser,

    Ich war auch erst 30 Jahre bei meiner Diagnose.....

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

    Ganz liebe Grüße Josephin

  • Ich werde sicher auch eine Beruhigungspille bekommen. :) Ich habe schon heute sooo viele Fragen gestellt. Wie sieht/sah eure Therapie aus? Wie haltet ihr durch?

    Bei mir steht bis jetzt auch noch nicht alles von der Diagnose fest: Luminal B Her2-positiv. ER und PgR sind mit je 2 schwach, MiB1 (KI 67) ist bei 20%, HER2positiv (3+). Hat jemand eine ähnliche Diagnose oder Erfahrungen mit neoadjuvanter Chemotherapie + Antikörpertherapie?

  • Liebe Derknuppimussweg,

    herzluch willkommen in diesem schönen Fotum!

    Ich hatte auch mehrere Herde in der rechten Brust. Nach Chemo folgte OP und dann Bestrahlung. Schau gern mal in mein Profil, wenn Du möchtest.

    Ich hatte auch immer am meisten Angst vor den Narkosen. Mir hat jedes Mal die Vorstellung geholfen, dass die Foris im OP auf mich aufpassen. Versuch Dir vorzustellen, wo überall jemand sitzen, stehen oder liegen könnte. Es lenkt ab und beruhigt. Teile uns Deine OP-Termine mit, dann begleiten wir Dich. Ich passe von meiner Hängematte an der Decke aus auf.

    Fühl Dich hier gut aufgenommenen, verstanden und von mir zur Begrüßung geknuddelt :hug:

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe DerKnuppimussweg ,


    ich hatte 12 Chemozyklen neoadjuvant, danach die OP, in 2 Wochen beginnt die Bestrahlung, die antihormonelle Therapie hat schon angefangen. Aber mein Tumor ist im vergleich zu deinem stark östrogenabhängig.


    Mir hilft reden in jeder Form - mit Familie, Freunden, Ärzten, Psychoonkologen. Am Anfang hatte ich keine Lust zu gar nichts, die Diagnose war eben ein Schock. Dann habe ich verstanden, dass ich eine Beschäftigung brauche, die Konzentration verlangt, damit man nicht die ganze Zeit an die Erkrankung und alle damit verbundenen Eventualitäten denkt. Ich persönlich finde in der Hinsicht ein Musikinstrument spielen ideal (besonders wenn man es jahrelang nicht mehr gemacht hat, da muss man sein Können auffrischen ;) ). Sport ist auch eine gute Sache, wenn es geht.


    Vielleicht findest du auch etwas, was dir guttut! Muss nicht jetzt sein, bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis die Schockstarre nachgelassen hat, aber so was ist in der Situation normal.