Gelenkschmerzen nach Abschluss der Chemo

  • Hallo ,

    Ich war bisher stille mitleserin habe mich nun registriert und hoffe dass mir geholfen werden kann. Ich habe Brustkrebs triple negativ, habe 6x chemo carbonplatin und op hinter mir. Werde noch ca 20mal bestrahlt. Meine letzte chemo war am 9 März 2018. Seit drei Wochen habe ich akute Muskel ind gelenkschmerzen, erst dachte ich die pfunde die icj mir angefuttert habe sind dran schuld. Jeders Gelenk....bis in die Fingerspitzen schmerzt. Meine Ärztin meint das komme nicht von der chemo....dies sind Wechseljahrsbeschwerden aufgrund der fehlenden Hormone leidet die gelenkschmiere und verursacht Schmerzen. Da Ich triple negativ bin darf ich keine Hormone einnehmen. Hat jemand die gleichen Beschwerden und weiss Rat? Vielen Dank im Voraus...

  • Hallo Billy, ich hatte letztes Jahr im Oktober die letzte Chemo und schon während der Chemozeit hatte ich in den Beinen Gelenkshmerzen und auch Muskelschmerzen . Auch Nachts bin ich manchmal wach geworden weil die Beine weh taten. Wenn ich gesessen habe und aufgestanden bin, kam ich mir bei den ersten Schritten wie 80 Jahre vor 😉

    Vor ca. 4 Wochen kam ich auf die Idee einfach mal Magnesuim für die Nacht zu nehmen und ich kann echt sagen vom ersten Tag an, waren die Schmerzen fast weg. Ich hatte wohl einen richtig starken Magnesiummangel. Keine Ahnung ob es bei dir auch darein liegt, aber probieren kannst du es ja mal.

    Ich hatte auch TN, aber bin super froh das ich keine Hormone zu mir nehmen muss.


    LG 🌸

  • Hallo Billy01


    Anmerkung meinerseits...Magnesium wirkt unter anderem auch abführend....mir hat mein Onkologe Magnesium zur leichten Abführung verordnet. Sonst ist es perfekt bei Muskelbeinschmerzen....


    D.h. A bisserl aufpassen bei der Dosierung...


    Alles Liebe

  • hi ihr TNs. Wir hormonpositiven kriegen keine Hormone sondern antihormone. Also noch mehr Chance auf gelenk-aua.

    Ich nehm nun auch Magnesium und meinen Gelenken geht es deutlich besser. Immer noch weit entfernt von meinem Zustand vor der Erkrankung aber ich fühle mich nicht mehr wie 90 sondern nur noch wie 75. Ich nehme zur Zeit 3x tgl 150 mg (zum Frühstück, zum nachmittagskaffee und vorm schlafen gehen). Empfohlen sind zwar nur 2x, aber wenn ich was auslasse merke ich sofort wie ich wieder steif werde. Mir bekommt es in tablettenform übrigens besser als die sprudeltabletten. Von letzteren kriege ich sehr schnell durchfall.

  • Die ich nehme sind für die Nacht und sind dosiert mit 500 mg. Mittlerweile nehme ich nur noch 250 mg.

    Bei mir haben sie nicht abführend gewirkt 😀


    Ich hätte auch nicht gedacht, dass das Problem so simpel war. Warum auch immer, bei mir hat die Chemo wohl einen ordentlichen Magnesiummangel ausgelöst. Hatte vorher nämlich keine Muskelschmerzen. Drück dir die Daumen, dass es dir auch hilft.

    Heideblüte, 75 ist doch schon mal besser als 90 😉

    Ich habe gelesen das Magnesium für die Nacht besser wirkt. Irgendwie hat das mit den Muskeln zu tun. Weil man da nicht in Bewegung ist, kann das Magnesium besser wirken.


    LG

  • Vielen dank für die tipps... probiere es aus. Bewege mich wie eine greisin... ais der Hocke heraus komme ich nicht mehr hoch. Meine Ärztin meinte auch Sport wöre gut...weiß nicht wie da unter schmerzen gehen soll?(

    Liebe Niedi

    Bist du durch die chemo auch in den Wechseljahren?

  • nidie: genau. Und irgendwann passen meine Gelenke wieder zum Datum in meinem Ausweis! Ich hab gelesen dass der Körper nur 80 mg auf einmal aufnehmen kann und verteile es daher. Eventuell gilt das aber auch eher für die Sprudeltabletten, denn die anderen lösen sich ja nicht sofort komplett auf. Die Physio meinte, es wird besser mit calcium zusammen aufgenommen, Arzt hält sich ganz raus. Hab daher rumprobiert und wenn ich merke dass es mir gut geht werde ich sehen ob ich wieder reduziere. Bin leider sehr spät drauf gekommen, denn die Muskel schmerzen mir gar nicht so sehr. Lediglich die Gelenke und die Sehnen in Händen und Füssen sind total verkrampft. Daher dauerte die "Magnesium-erkenntnis" etwas.

    Billy: in die Hocke?! =OUm Himmels Willen, das trau ich mich nicht. Vorm Kühlschrank steht sogar nen hocker:) Sport kannst du eigentlich gut machen, musst mal schauen was bei dir passt. Ich gehe z.b. gern schwimmen (kraulen geht noch nicht so gut aber Brustschwimmen tut es auch. Beim frühschwimmen mit überwiegend Senioren fällt man damit auch nicht aus dem Rahmen) oder fahre Rad (warte gerade auf mein ebike um mir bei Steigungen das radeln zu erleichtern). Auch geh ich ins Fitnessstudio. die Trainer dort haben echt Ahnung und wissen was gut für mich ist. Mache dort vor allem Zirkeltraining und mittlerweile zusätzlich Dehn- und kraftübungen. Wenn ich mich nicht bewege, wird die steifigkeit in den Gelenken nur schlimmer. Also: trau dich! Irgendwas ist auch für dich dabei woran du Spass hast.

  • Liebe Billy01,

    Ich kann mich Heideblüte nur anschließen. Bewegung und Sport helfen tatsächlich gegen die Muskelschmerzen.

    Schwimmen, Fahrrad (ergometer) oder Walking beispielsweise. Danach bist du beweglicher und die Schmerzen lassen deutlich nach. Besser als manches Schmerzmittel!

    LG Katzi64

  • Liebe Heideblüte,

    Das sport gut sein soll hab ich oft gehört dann wird was dran sein. Werde diese Woche gleich damit anfangen. Bei mor sind es auch weniger die muskeln auch eher die Gelenke hand-Fußgelenk Hüfte Schultern Ellbogen Knie....wie lange wird sich das raisziehen??

    danke katzi

  • Wegen meiner heftigen Allergie (wahrscheinlich Autoimmunreaktion auf den Tumor) wurde ich zu einer Diät verdonnert, in der Obst und Nüsse, also auch Bananen, gestrichen waren. Als Folge hatte ich auch Magnesiummangel (und mehr), was zu Wadenkrämpfen, aber auch zu Herzrhythmusstörungen geführt hat, die fast die OP verhindert hätten. Meine Allergologin, der ich inzwischen bedingungslos vertraue, hat mir statt Nahrungsergänzungsmitteln Erdmandeln "verordnet". Ich wusste erst gar nicht, was das ist, habe sofort gegoogelt und bestellt, in gemahlenener Form, und muss sagen: das Zeug macht süchtig! Endlich mal wieder was Süßes! Und alles drin, was man zum Leben braucht, Magnesium, Kalium, Eisen ... und wenn ich das richtig verstanden habe, kann man auch nicht überdosieren. Gerade experimentiere ich mit Rezepten.

  • Bei den Gelenkschmerzen nach Chemo, kann ich mich auch einreihen. Ich bin durch die Chemo in die Wechseljahre gekommen und da ich Mitte 40 bin, wurde nach Hormonstatus Überprüfung entschieden, dass das so bleiben soll (daher nehme ich jetzt Letrozol).


    Alle Ärzte meinten,die Beschwerden kämen von der Chemo und gingen irgendwann wieder weg. Zur Zeit bekomme ich Bestrahlung und der Strahlendoc hat mir Physiotherapie verschrieben.


    Bei jedem Aufstehen habe ich Schmerzen und fühle mich wie 90. Im Supermarkt nehme ich nur noch Sachen, die in Augenhöhe sind, bloß nicht in die Hocke gehen.....auch aus einem normalen Auto auszusteigen ist nicht so einfach, Cabrio komme ich fast gar nicht raus, das ist viel zu tief!


    Bei mir wurde vor Bestrahlungsbeginn nochmal ein Knochenszintigramm gemacht und da sah es im Beckenbereich aus, wie bei einem rheumatischen Schub. Mittlerweile tun aber auch andere Gelenke weh.


    Danke für den Tipp mit dem Magnesium! werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

  • Billy, ja durch die Chemo bin ich auch in die Wechseljahre gekommen. Meine Haare sind zum Glück in meiner alten Haarfarbe nachgewachsen. Aber meine Regel ist bis jetzt ausgeblieben. Hitzewalungen waren zur Chemozeit mehr als jetzt. Wird immer weniger und immer nur ganz kurz. Aber die Regel kann gerne wegbleiben 😉

    Was bisschen schlechter geworden sind, sind die Augen, also die Sehschärfe. Hab mir schon währen der Chemozeit eine Lesebrille zugelegt.


    Heideblüte, mein Magnesium sind Tabletten mit zwei Phasen Depot.

    Aber als nächstes hol ich mir welche wo keine Zusatzstoffe drin sind. Wenn da jemand wissen möchte welche kann ich gerne über PN den Namen schicken.


    LG

    achja, in die Hocke gehe ich auch sehr ungerne, das mögen meine Beine nicht so gerne 😩


    Wenn ich Zeit habe, bin ich ständig draußen, viel gehen und Fahrrad fahren. Und in meinem Beruf gehe ich auch schon jeden Tag so 8000 bis 10000 Schritte. Aber ich liebe es auch zu laufen. Letztes Jahr währen der Chemo war ich fast jeden Tag über ne Stunde spazieren. Das tat mir immer super gut. Besser als jedes Studio 😀

  • die gelenkschmerzen sind zum einen chemofolge (Soll sich nach 1-3 Jahren geben) und bei den hormonpositiven von uns Nebenwirkungen der antihormontherapie (da dauert es entsprechend länger)

    Gundog: ich hab nen kleinen SUV. Super! Einfach rausrutschen und stehen:) Gleiches gilt für mein Bett, da hab ich extrahohe Füsse genommen. Direkt Loslaufen geht meist nicht, aber ich stehe schon mal.:)

    Erdmandel kenn ich auch noch nicht. Kann man ja mal probieren.

  • Ich hatte zwar keine Chemo, aber seit ich Tamoxifen nehme, schmerzen meine Ellbogen sehr, mal mehr und mal weniger. Meine Periode habe ich seit Oktober 17 nicht mehr gehabt, musste gleich nach Diagnose (Februar 18) die Pille weglassen, meine Ärztin sagt, das ist der Schockzustand, dass die Periode nicht kommt. Vielleicht liegt es jetzt auch am Tamoxifen, von mir aus kann das ruhig wegbleiben.

    Liebe grüße Amy48

  • Heideblüte fahre auch einen SUV, zum Glück! 😎

    Aus meinem ... Bett hüpfe ich nicht ganz so geschmeidig raus...

    Bewegung tut mir auch sehr gut. So oft es geht, laufe ich mit meinem Hund und fahre viel mit dem Rad. Nur auf und absteigen tut wiederum weh. Sobald die Bestrahlung beendet ist, habe ich auch vor schwimmen zu gehen.

    Viele Grüße Gundog

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