Hilfee5 - Bin 26 und habe BK triple negativ

  • Hallo ich bin 26 Jahre und habe Brustkrebs . Triple negativ . Der Tumor war 5,5 cm und 2 lymphe befallen . Habe die Operation bekommen bevor ich fertig war mit der chemo . Weil ich die nicht so gut ertragen habe . Am Zeitpunkt der Operation war der Tumor verschwunden . Es würden aber 10 Prozent lebende tumorzellen gefunden lymphknoten waren frei . Habe jetzt noch 3 Taxol mit carboplatin noch . Meint ihr die würden reichen Für eine komplettremisson? Ich werde nein erfahren ob es zu einer gekommen wäre.

  • Hilfee5

    Wenn du deinen KI Wert kennst (der wird in % angegeben), kannst du schon grob einschätzen, ob dein Tumor gut auf die Chemo reagiert. Mein Tumor ist z. B. hormonell und KI 35%. D.h. 35% der Krebszellen waren bei der pathologischen Untersuchung gerade in Teilung. Je höher die Teilungsrate, desto besser bei der Chemo. Denn die geht gegen die schnell teilenden Zellen. Dazu gehören neben den bösartigen auch die Zellen von Haarwurzeln, Haut, Schleimhäuten. Diese gesunden Zellen leiden ja auch am meisten unter der Chemo.

    Das war mein laienhafter Versuch zu erklären, was man mir am Beginn meiner Diagnose gesagt hat. Der Krebsinformationsdienst in Heidelberg oder dein Arzt können dir das natürlich viel besser und fundierter erläutern.

    LG, Moni13

  • Ja der Arzt meint die 3 Therapien hätten gereicht . Weil die Therapie sehr gut angeschlagen hat . Kennt ihr viele Frauen die Langzeitüberlebende sind trotz Brustkrebs ? Muss immer an den Tod denken 😓

  • Liebe Hilfee5 ,


    zuerst einmal herzlich Willkommen hier in diesem schönen Forum.

    Ja, ich kenne persönlich eine Langzeitüberlebende. Die Diagnose bekam sie mit etwa 30 Jahren, und vor kurzem feierte sie ihren 70. Geburstag. Sie hatte nie wieder etwas mit dieser Krankheit zu tun :).


    Ich kenne auch noch eine andere, deren Diagnose ca. 6 Jahre zurückliegt. Auch sie erfreut sich bester Gesundheit und hatte weder ein Rezidiv oder etwas anderes.


    Vielleicht macht dir das ja etwas Mut :)


    LG

    Pschureika

  • Hilfee5

    Also ich kenne im privaten Umfeld doch schon einige, die Brustkrebs seit vielen Jahren und Jahrzehnten überlebt haben. Gestorben ist nur eine Frau, die jegliche Behandlung aus Angst abgelehnt hat, was niemand verstanden hat. Eigentlich zählt das unter Selbstmord, finde ich.

    Und unter Prominenten kennst du bestimmt auch viele Bespiele. Silvie Meis, Anastacia (2x), Olivia Newton-John...

  • Ja ich habe ziemliche Angst . Da mein Tumor doch sehr groß war und zwei lymphknoten befallen waren . Ich bin so verzweifelt .

    und dann lese ich das diese Miriam Phillip dran gestorben ist und macht mich so fertig .

    und mein Arzt sagt jede 4 erkrankt an metastasen an der Krankheit nochmal . Sind nur Statistiken aber macht doch fertig

  • Liebe Hilfee5 ,


    ja, das ist traurig. Aber unsere aller Leben sind vergänglich! Wir alle werden irgendwann diese Welt hier verlassen - aber noch nicht jetzt :thumbup:.

    Und aus welchem Grund wir das tun, wissen wir doch auch nicht. Es kann ja auch passieren, dass ich jetzt das Haus verlasse und von einem LKW überfahren werde.

    Ich handhabe das so, dass ich jeden Tag bewusst genieße, viel bewusster als vor der Erkrankung. Mensch, das Leben hat so viel Schönes zu bieten, man muss es nur wahrnehmen können!

    Ich habe eine recht positive Grundeinstellung und glaube ganz fest daran, dass ich zu den 80 % der Erkrankten gehöre, die dauerhaft geheilt bleiben - und bin einfach nur dankbar, jeden Tag wieder die schönen Dinge der Natur, die netten Gespräche mit Mitmenschen usw. wahrnehmen zu können. Und das möchte ich noch ganz lange machen. Ich bin auch im Team99 - vor 99 Jahren wird hier nicht gestorben ;).


    LG
    Pschureika

  • Miriam Pielhau hatte wohl hormonell bedingten Brustkrebs, so hörte ich. Da muss man mindestens 5, oft auch 10 Jahre eine Antihormontherapie in Tablettenform machen. Sie wurde aber schwanger und bekam ein Kind. Deshalb wird spekuliert, geschlussfolgert, vermutet, dass sie diese Therapie nicht zu Ende gemacht hat wegen ihrem Kinderwunsch. Ich weiß es natürlich auch nicht, aber wegen der unklaren Begleitumstände ist sie vielleicht nicht das geeignete Beispiel für dich.

    Denk an die Frauen, bei denen es gut ausgegangen ist.

  • Liebe Hilfee5,


    du kannst mich ruhig duzen ;).

    Meine Erkrankung wurde im Mai 2017 diagnostiziert - seit März 2018 bin ich mit allen Behandlungen durch. (Chemo-OP-Bestrahlung). Im Moment nehme ich Tamoxifen für mindestens 5 oder auch 10 Jahre. (Habe einen hormonellen BK). Aktuell gelte ich als gesund und mir gehts auch wieder richtig gut :).


    LG
    Pschureika

  • Liebe Hilfee,


    vorige Woche habe ich während der Wartezeit auf das Arztgespräch eine älteres Ehepaar kennengelernten. Sie erkrankte 2002 an Brustkrebs, 2008 an Eierstockkrebs. Er meinte, er hat das auf der Männerseite durch. Sie lächelte und sagte, dass die Beiden sich bei der Chemo abwechseln. Ich fragte sie, ob das nicht richtig schei..... ist. Sie sagte, nein, keine Zeit für trübe Gedanken. Ich fand das schon sehr stark. Die Beiden gehen sehr lieb miteinander um und nehmen das Leben, wie es kommt. Sie sind ein Vorbild für mich. In meinem Wohnort gibt es eine Frau bekommt seit 17 Jahren Chemo. Jeden Monat eine leichte Chemo. Sie lebt für ihre Verhältnisse gut damit.


    Du bist noch sehr jung und Dein Körper ist noch viel leistungsfähiger als die Beispiele, die ich gerade aufgezählt habe. Ich denke, wir können viel mit unserer Einstellung bewirken. Die Krankheit gehört jetzt zu mir. Dafür nehme ich viele Einschränkungen auf mich, aber es gibt auch viele schöne Zeiten. Ich habe mich mit dem Tod auseinander gesetzt. Habe die üblichen Vorkehrungen getroffen, mit einem Hospitz, mit einem Palliativ Pflegedienst telefoniert und in der Klinik meinen eventuellen letzten Weg besprochen. Meine Familie weiß, was ich will und was ich im Endstadium brauche. Das war emotionale Schwerstarbeit. Aber jetzt habe ich den Kopf frei, das Leben zu genießen.


    Ich denke, dass Du noch viele Lebensjahre vor Dir hast. Brustkrebs ist gut behandelbar und gut erforscht. Unsere Körper halten viel ab. Ich kann nicht mehr so leben, wie früher. Aber wenn ich mich an die Spielregeln halte, lebe ich ganz gut. Klar gibt es auch dunkle Zeiten, aber die verscheuche ich meist mit Laufen, raus gehen, mit Freunden telefonieren etc.


    Ich wünsche Dir alles Gute und Du findest Deinen Weg. Wichtig ist, dass Du was gegen die Angst machst. Lesen, Psychonkologe und hier in dem Forum lesen. Liebe Grüße von Sylli :*

  • Liebe Hilfee5, herzlich willkommen hier im Forum. Deine Frage nach dem Warum....ich verstehe sie und ich habe sie mir selbst auch schon gestellt.

    Aber sie ist meiner Meinung nach sinnlos.

    Ich bin inzwischen der Meinung, dass alles, was funktioniert (der Körper zb), auch mal kaputt gehen kann.

    Das ist uns jetzt passiert und wir arbeiten an der Reparatur.

    Und dann hoffen wir, dass es hält und wir noch viele gesunde Jahrzehnte haben.

    Da niemand in die Zukunft gucken kann, hat man zwei Möglichkeiten.

    Man versucht, die Angst (und indirekt auch den Krebs) nicht die Oberhand gewinnen zu lasen und lebt sein Leben weiter oder man nimmt sich viel seiner Lebensqualität, indem man sich zermürbt und auf Krisen wartet, die möglicherweise nicht eintreten.

    Dann verschwendet man allerdings seine geschenkte Zeit, die einem durch die Reparatur gegeben wurde.

    Soweit die Theorie.

    Praktisch haben wir alle zwischendurch Angst, aber ich bin fest entschlossen, sie nicht mächtig werden zu lassen.

    Und sollte sie es doch versuchen, werde ich mich an eine Onko-Psychologin wenden, die mir helfen wird, damit umzugehen.

    Ich habe mich entschlossen, gegen den Krebs alles zu tun, was machbar ist. Auch gegen die Krebsangst.

    Also...keine Fragen nach dem warum und was wäre wenn...

    Denn darauf gibt es keine Antwort.


    Liebe Grüße

    Cookie

  • Hilfee5

    Warum wieder Frauen am Krebs erkranken, weiß niemand. Solche Fragen ziehen dich runter, sie machen nur Angst. Am Anfang habe ich mir natürlich auch diese Fragen gestellt, aber ich bin zum Schluß gekommen, es bringt gar nichts. Alle Frauen aus diesem Forum haben dem Krebs den Kampf angesagt und wir versuchen uns gegenseitig in schwierigen Situationen zu helfen.

    Deine ganze Kraft brauchst du um gesund zu werden und nicht um zu verzweifeln. Eine Dame aus dem Forum sagt immer: "Aufstehen, Krone richten und auf geht`s.


    LG

    Elfriede

  • Die meisten überleben es doch . Hoffentlich gehöre ich auch zu dennen .

    wieso muss man bei den hormonellen krebsartig . Hormonetherpie machen ? Was bewirkt das ?

  • Ja der Arzt meint die 3 Therapien hätten gereicht . Weil die Therapie sehr gut angeschlagen hat . Kennt ihr viele Frauen die Langzeitüberlebende sind trotz Brustkrebs ? Muss immer an den Tod denken 😓

    oh ja die kenne ich ...die erste Frau meines Bruders ...sie hatte Brustkrebs und ist seid über 8 Jahren kreisfrei 😁🤗

    Liebe Hilfee5

    Ich bin auch trible negativ ...zu Anfang hat mich das schier um den Vestand gebracht und ich war voller Panik . ABER dann habe ich realisiert das dieses Karzinom sehr gut auf Chemotherapie ansprechen soll , das sagt dein Ki Wert aus der in % angezeigt wird , dann war für mich klar ...Ok die Chemo macht den schnell platt , vielleicht auch ganz , das ist meine Chance, dieser Mietnomade fliegt raus der zahlt keine Miete , dem zeige ich das ich aggressiver bin , der lernt mich kennen ....ab in den Krieg , Kratzer stecke ich ein und ich werde gewinnen .

    Als meine Haare gefallen sind hab ich gesagt ich habe lieber eine Platte am Kopf als einen Zettel am Zeh , wenn ich zu erschlagen war von der Chemo hab ich gesagt : ok wer schläft macht keinen Schmutz dann brauch ich nicht sauber machen . ..als ich den Riechsinn und den Geschmacksinn hergeben mußte war ich auch dankbar , denn nicht jeder Mensch riecht gut , und wenn ich nichts schmecken kann muß ich wenigstens nicht kochen .....😉

    Du siehst es hat alles auch gute Seiten bei all dem Mist den wir durchstehen 😁😉

    Hab keine Angst du wirst das schaffen , und es gibt sehr viele Frauen die auch kein Rezidiv bekommen , nur hört man von denen kaum etwas in den Medien oder im Netz weil die halt nichts mehr von sich hören lassen . Also hab keine so große Angst 😘 Alles wird gut 😘:hug:

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Miriam Pielhau hatte wohl hormonell bedingten Brustkrebs, so hörte ich...

    Miriam Pielhaus hatte keinen hormonellen Tumor. Sie hatte TN

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Zitat gekürzt für mehr Übersichtlichkeit

  • Liebe Hilfee5,

    herzlich willkommen in diesem schönen Forum!
    Die Angst muss nicht Dein ständiger Begleiter bleiben. Lies Dir doch ein paar unserer Mutmachgeschichten durch. Dort haben einige Frauen geschrieben, die ihren unerwünschten Untermieter schon lange überlebt haben.

    Hier der Link: Mutmach-Geschichten

    Fühl Dich gut aufgenommen, verstanden und von mir zur Begrüßung geknuddelt :hug:

  • Liebe Hilfe,


    Man sollte nicht nach Negativem Ausscahu halten. Es gibt auch die Annette Rixrodt von Fircks, viele befallene LK und ein Riesentumor und sie hat seit über 20 Jahren nichts. Kopf hoch!