Tag der Krebsüberlebenden

  • Hallo ihr Lieben,

    dann melde ich mich mal als Langzeitüberlebende mit Hirnmetastasen.

    Meine Erstdiagnose Brustkrebs war 1/12. Her2 neu +++ , Hormonrezeptorpositiv. Chemo, radikale Mastektomie, Bestrahlung, 1Jahr Herceptin, Aromatasehemmer.

    12/ 15 solitäre große Hirnmetastase, 1/16 Op und Bestrahlung. Bei der Hirn Op Komplikationen, nochmal Notoperation, danach lange ohne Bewusstsein auf der neurochirurgischen Intensivstation. Entlassen im Rollstuhl wegen Gleichgewichtsstörungen ( Hör - und Gleichgewichtsnerv links funktioniert nicht mehr), mit Doppelbildern (1 Augenmuskelnerv gelähmt) und anderen Defiziten.

    Laufen habe ich mir wieder antrainiert und die Doppelbilder mittels einer Spezialbrille im Griff. Meine Gleichgewichtsstörungen sind ebenso wie meine neuropathischen Schmerzen in den Beinen geblieben, ebenso die einseitige Taubheit.

    Einige Monate später mehrere neue Hirnmetas, erfolgreich stereotaktisch bestrahlt. 1/17 dann der Gau, multiple Hirnmetastasen bei Meningeosis Carzinomatosa, ich solle meine Angelegenheiten regeln, mit Glück noch ein paar Monate, vielleicht auch ein Jahr.

    Seit der Ganzhirnbestrahlung 3/17 Stillstand, alles stabil!!! Ich bekomme alle 3 Wochen Trastuzumab und Pertuzumab, alle 3 Monate ein nervenaufreibendes Staging.

    Ich möchte vor allem Betroffenen mit Hirnmetastasen Mut machen. Trotz der schlechten Prognose lebe ich jetzt schon länger als 3 Jahre mit Hirnmetas und hoffe auf weitere Jahre.

  • Hallo ihr Lieben,


    auch von mir ein mutmachender Gruß zu diesem besonderen Tag (danke Kirsche für die Erinnerung).


    Meine BK Diagnose war 2008, ich habe aktuell also 11 Jahre danach geschafft. Das sind eine Menge Jahre, in denen ich viel Schönes erleben durfte, wofür ich unglaublich dankbar bin - die Konfirmation und der Abiball meiner Tochter, Urlaube mit meinem Mann, die Arbeit in der Selbsthilfe, kleine kulturelle Highlights... und immer wieder tolle Menschen.


    Zwei Jahre GnRH Analoga und 10 Jahre Tamoxifen haben ihre Spuren hinterlassen, bzw. Opfer gefordert, das muss auch gesagt werden, alles andere wäre Augenwischerei. Letztlich ist es eine Frage der Bewertung. Mir ist wichtig, dass ich lebe - anders, als ich es mir mit 20 oder 30 vorgestellt habe, aber trotzdem gut.


    Ich habe noch viele Wünsche und Pläne und hoffe sehr, dass ich noch einige davon erfüllen kann, und das wünsche ich euch allen auch von ganzem Herzen.

    Mögen wir uns hier noch oft lesen!


    Liebe Grüße von der Jo

  • Hallo liebe Mitkämpferinnen,


    Meine Diagnose bekam ich am 11.5.2016. Danach lief alles sehr leitlinienkonform ab. Erst OP brusterhaltend, obwohl der Tumor 4 cm groß war. Hormonpositiv, G2. Keine Streuung. Danach Chemo mit dem Schema 4 EC und eigentlich 12 Pacli, ich kam aber nur bis zur 8., da meine Haut sich richtig stark veränderte, ich würde wohl alllergisch auf das Zeug, und die Ärzte dann rieten, nicht weiterzumachen. Dann folgten noch 35 Bestrahlungen. Die AHB in Bad Soden Salmünster war einfach herrlich, noch heute haben wir einen kleinen Kreis, der noch in Kontakt ist.


    Nach einem Jahr kehrte ich in die Arbeit zurück, das erste halbe Jahr hatte ich noch Schonfrist. Dann ab Januar 2018 gab ich wieder mehr als 120%, was mich fast an den Burnout gebracht hat. Seitdem lass ich es ruhiger angehen, war auch nochmal auf Reha vor einem Jahr, wieder eine herrliche Auszeit.


    Im Moment bin ich zuhause, weil ich mir den Arm bei einem Sturz gebrochen habe. Und da hat die Krebsangst wieder mal voll übernommen, als man mir im Krankenhaus mitteilte, dass man auf alle Fälle abklären müsse, ob Knochenmetas vielleicht eine Rolle spielen. Da war ich wieder voll drin im Paniktunnel! Und da kann ich mich dann nur schwer beruhigen, da man ja schon mal gedacht hat „Ach mich wird’s schon nicht treffen“ und es hat einen getroffen. Zum Glück war alles ok, ich bin einfach nur richtig blöd gefallen.....


    Ich lese jeden Tag hier im Forum, ich setze mich nach wie vor sehr viel mit dem Thema auseinander, aber ich bin auch lebensfröhlich und positiv denkend und genieße das Leben. Muss nur mein Arbeitsleben noch besser in den Griff bekommen, sprich weniger tun.


    Toll, so viele positive Verläufe und Entwicklungen zu lesen, wo auf anderen Seiten hier im Forum soviel Trauriges passiert. Das ist der verdammte Fluch dieser Krankheit.

  • Hi Ihr Lieben (und danke Kirsche für den Reminder),


    ich war am 20.12.2016 zu meiner intensivierten Vorsorge, das erste mal seit Jahren völlig entspannt und dann: Bäm! Der anfängliche Schock saß tief, als ich dann im Januar 2017 auch noch erfuhr, dass ich eine Chemo brauche, habe ich in einer durchheulten Nacht dieses Forum entdeckt und mich hier gut aufgehoben und verstanden gefühlt und freue mich, dass heute so viele alte Hasen ein Piep von sich geben. Ich hatte anfangs sehr damit zu kämpfen, dass ich den Ärzten glauben musste, dass ich krank sei, ich fühlte mich super und konnte meinen Knoten auch nicht tasten. Nach BET und Chemo folgte bei mir wg. BrCa-Nachweis eine nipple and skinsparing Mastektomie inkl. Eierstock- und Portentfernung. Mein erstes Haar habe ich bereits nach der 3. EC hinterm Ohr entdeckt und war soooo glücklich, mittlerweile sind 2 Jahre vergangen und ich kann sie schon wieder zu einem Zopf zusammenbinden (o.k. ein kurzer) und niemand sieht mir mehr die "Chemofrise" an.


    Mit den EC hatte ich sehr zu kämpfen, bereits nach der ersten hatte ich eine Portthrombose, nach der 2. rauschten meine Leberwerte ab und ich kämpfte jedesmal 10 Tage lang mit Übelkeit, von den "kleineren" Unannehmlichkeiten fange ich erst gar nicht an. Bei den Paclis konnte ich dann sogar schon wieder Sport machen, allerdings hab ich trotz Kühlung und Kompressionsstrümpfe (die ich ohnehin getragen habe, ich wusste nicht, dass die auch Neuropathien vorbeugen sollen) ordentlich Neuropathien zurückbehalten. Ich kämpfe bis heute mit ihnen. Leider hat man das Thema weder im Brustzentrum noch bei der Gyn wirklich ernst genommen, so daß ich mich selbst um einen Termin beim Neurologen gekümmert habe und nach 6 Monaten Wartezeit dann auch endlich hatte. Seine Messwerte entsprachen leider meinen Symptomen: Taubheit, Balanceschwierigkeiten und Schmerzen. Er gab mir Pregabalin, welches bei mir sehr gut gewirkt hat, ich brauchte nur eine sehr geringe Dosis um meine Schmerzen in Schach zu halten und damit die Chance zu haben, mich zu bewegen. Aus anfänglich angedachten 4-6 Monaten wurden dann 1,5 Jahre. Mittlerweile habe ich die Tabletten abgesetzt und meine Neuropathien werden sehr langsam, aber kontinuierlich besser. Klar, es nervt, wenn einem ständig was aus den Händen fällt, sobald man abgelenkt ist oder stolpert sobald man nicht auf den Fussboden schaut, aber ich kann gehen und bin dankbar dafür.


    Die OP lief wirklich gut und ich bin mit meinen neuen Brüsten mehr als zufrieden. Bis auf ein Lymphödem machen sie so gar keine Probleme und ich empfinde die Sillis in keinster Weise als Fremdkörper. Klar, es gibt noch ein paar taube Stellen, aber auch da mache ich immer noch Fortschritte und warm und weich sind sie auch.


    Die Antihormontherapie ist nicht soooo schön, aber ich sehe es als Lebensversicherung und nehme meine "abendliche Sauna auf Kasse" gern in Kauf.


    Die Nachsorgetermine sind mittlerweile Routine geworden. Hatte letzten Monat die 7. und vorher gar keine Zeit, mir überhaupt einen Kopf zu machen, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte. By the way: meine Leber hat sich wieder komplett erholt, der Internist fand sie beim letzten Ultraschall ausserordentlich "schön", man sehe ihr nicht mehr im geringsten an, dass sie eine Chemo verdaut hat und auch sonst sind meine Untersuchungsergebnisse top: Die Knochendichte ist dank Bisphosphonate (die ich zur Vorbeugung gegen Knochenmetas 6 x alle 6 Monate bekomme), Vitamin D und Sport von Osteopenie wieder im Normalbereich und meine Blutwerte sind komplett im grünen Bereich (waren sie aber auch schon während der Pacli). Bis auf die Neuropathien, Schlafstörungen und knochen- und Gelenkschmerzen bin ich fast gesünder als vor dem Krebs.


    Ansonsten bin ich nicht mehr so belastbar wie früher aber auch viel gelassener. Einige Dinge interessieren mich einfach nicht mehr, weil sie mir nicht so wichtig sind, damit meine Lebenszeit zu verschwenden. Ich habe mich von Job und Wohnung getrennt und habe mir in meiner alten Heimat eine schöne Wohnung gesucht und bin derzeit dabei, einen passenden Job zur Finanzierung der Miete zu finden. Ich formuliere das bewusst so, denn die Arbeit wird nie wieder alleiniger Mittelpunkt meines Lebens sein. Mein Leben ist anders und ohne Not hätte ich das alte nicht hergegeben, aber das neue ist auch schön, nur anders. Ich lebe jetzt viel bewusster und bin dankbar, dass ich mein Leben so leben kann, wie ich es kann.


    Ein Ratschlag an die Neuen oder die, die gerade mit der Therapie durch sind: lernt in grösseren Abständen zu denken. Wann immer ich mit meinen Haaren hadere, gucke ich mir Bilder von vor einem Jahr an, nicht von vor einem Monat. Wenn mir mal wieder was runterfällt und mich drüber ärgere, denke ich an die Zeit der Chemo, wo ich bei jedem Ausräumen des Geschirrspülers diverse Teile zerdeppert habe. Wenn ich mal stolpere, denke ich an die Zeit, als ich mich treppab ans Geländer geklammert habe und jede Stufe einzeln in Angriff nehmen musste. Und manchmal denke ich beim Spazieren gehen an die Zeit in der AHB, wo ich für die 800 m bis zum Strand ne halbe Stunde gebraucht habe und jede Sitzgelegenheit auf dem Weg dorthin für eine Pause gebraucht habe. Immer wenn die Ungeduld mich überkommt, mache ich mir klar, welche ich Fortschritte ich in den nun fast 2 Jahren seit Therapieende gemacht habe. Glaubt mir: es sind eine Menge und ich bin noch lange nicht am Ende.


    Ich wünsche Euch allen alles Liebe und Gute für Befunde, Therapie, Eure Zukunft und und und…


    Herzliche Grüße

    Heideblüte

  • So, dann will ich auch mal:

    Meine Diagnose (lobulärer BK, T3) bekam ich im Dezember 2014, meine Kinder waren damals 4, 9 und 11.

    Es geht mir gut und ich bin sehr dankbar für viereinhalb geschenkte Jahre mit unseren Kindern. Damals hatte ich noch ein Kindergartenkind, jetzt ist mein Ältester schon fast 16 und wird so langsam flügge. Für meine Familie liegt die Diagnose ewig zurück, für mich nicht, aber es gibt viele Tage, da denke ich nur kurz abends daran, wenn ich mein Letrozol schlucke...

    Ich wünsche uns allen Gesundheit und, dass wir es schaffen, unsere geschenkte Zeit bewußt zu genießen!

    LG Schneeglöckchen

  • Liebe Mitstreiterinnen, Kämpferinnen, Foris!

    meine BK-Diagnose erhielt im im Januar 2018 und dachte, das sei mein Todesurteil. Erst allmählich lernte ich, dass das nicht der Fall sein muss. Auf meinen eigenen Wunsch ( mein Mann stand und steht hinter meiner Entscheidung) erfolgte die Mastektomie und Wächterlymphknotenentnahme. Dieser war befallen, obwohl er im Ultraschall unauffällig war. Es erfolgte eine zweite OP mit Entnahme von insgesamt 30 (!) Lymphknoten, wovon weitere drei befallen waren. Gleichzeitig wurde mir der Port gelegt. Ich erhielt Chemotherapie (4xEC und 12 Pacli). Das war zwar kein Zuckerschlecken, aber im Großen und Ģanzen bin ich recht gut durch die Chemos gekommen. Neben den üblichen Geschichten wie Müdigkeit, leichter Schwindel, schlechter Geschmack im Mund unter EC sowie extrem trockene Schleimhäute, Nagelverfärbungen und leichte Neuropathien an den Zehen gab es eine chemobedingt verstopfte Speicheldrüse, die sich entzündet hatte. Die Bestrahlung verlief ohne Komplikationen. Nun nehme ich schon sechs Monate Letrozol, habe dadurch Muskel- und Knochenschmerzen, sehe dieses Medikament aber als zusätzliche Waffe gegen den Krebs.

    Ich habe mein Leben und die Lebensfreude zurück, reise sehr viel und denke nicht mehr so oft an die Krankheit. Alle drei bisherigen Nachsorgen waren o.B. und ich hoffe, dass das so bleibt.

    LG, Moni13

  • Hallo ihr Lieben,

    ich melde mich auch selten, aber lese fleißig mit. Meine Brustkrebsdiagnose bekam ich im Dezember 2015. Die Ärzte habe mir bei dem goßen Tumor und den vielen befallenen Lymphknoten keine großen Heilungschancen gegeben. Ich habe einen schönen Leitspruch für mich gefunden.

    "Jeder von uns hat nur zwei Leben. Das 2. Leben beginnt, wenn wir merken, dass wir nur ein Leben haben... "

    Die Nebenwirkungen der Therapie haben mich nicht vergessen, aber ich lebe und ich genieße es.

    Ich freue mich auf die vielen 3. Juni Tage, die ich noch erleben werde. Danke für die Erinnerung an diesen Tag:):S


  • Hallo ihr Lieben, dann melde ich mich auch noch schnell.

    Meine Diagnose bekam ich im Juli 2016. Ich hatte hormonabhängigen BK, so dass ich nur eine Bestrahlung brauchte. Ich leide unter den NW von Letrozol, aber das geht vorüber.

    Durch die Diagnose bin ich nicht mehr so belastbar, aber ich lebe jetzt bewusster und genieße mein Leben.

    Ich wünsche allen weiterhin alles Gute und freue mich, die Eine oder Andere noch auf unseren tollen Treffen (die Kerstin immer so toll organisiert) wiederzusehen bzw. kennenzulernen.

  • Puuuh....noch rechtzeitig geschafft :


    Ihr Lieben ,


    Meine Diagnose bekam ich am 20.4.16- und ich habe 3 Jahre geschafft:thumbup:

    Aus der anfánglichen totalen Verzweiflung und Panik wurde im Laufe der Zeit ein Kampfgeist geweckt , den ich so nicht kannte .Mit Hilfe und Unterstützung von so vielen tollen Frauen hier konnte ich wieder nach vorne schauen .


    Die Unterstützung , die ich hier erfahren durfte macht so vieles mit einem!!! Ich habe die erste Woche das ganze Forum durchgeackert:D

    Hoffnung aus jeder winzigen , positiven Zeile gezogen ....einige von euch persönlich kennenlernen dürfen --- und möchte euch nie wieder missen :*


    Mir geht es gut , ich arbeite oft zuviel - aber es macht mir Spaß!!! Ich habe Gott sei Dank - bis auf Hitzewallungen - keine bis wenig Probleme mit Tamoxifen und das eine oder andere Zipperlein Schieb ich Mal aufs Alter...


    Seid lieb gegrüßt von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • so und jetzt ich noch schnell......


    Ich habe jetzt 2 Jahre und drei Monate seit Diagnose hinter mir. Routine-Mammo mit Auffälligkeit.

    Invasiv-duktuales Mamma Ca G2 Her2neu 1,2 cm, hormonsensitiv

    Das volle Programm: BET, 4 EC, 12 Pacli, 1 Jahr Antikörper, 28 Bestrahlung und 5 Jahre TAM

    Seit 01/18 bin ich wieder im Arbeitsleben, aber deutlich gelassener. Runter von der Autobahn des Lebens, überwiegend im jetzt und hier

    ein Schritt nach dem Anderen, so wie ich es während der Chemo gehalten habe, hat sich bewährt.

    Das Leben ist schön und soll noch lange so bleiben. Nur die Leichtigkeit ist etwas verloren gegangen.


    LG

    Ute63

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Guten Morgen und sorry für die Verspätung

    ;) Lieben Dank an Kirsche für die Erinnerung. Gestern hatte ich noch rein geschaut, aber im Büro wollte ich nicht schreiben. U d dann war ich bis abends in meinem Garten ;);)

    Meine Diagnose bekam ich im März oder April 2015. Die Behandlung zog sich ein Jahr und ist in meinem Profil nachzulesen.


    Viele alte Hasen haben hier schon das Wesentlichste geschrieben. Ich habe mich beim Durchlesen sehr gefreut, so viele alte Bekannte wieder zu "sehen" ;)


    Der Alltag hat mich nun seit drei Jahren wieder und ich habe sehr um mein altes Leben gekämpft. Es sollte alles wieder so wie früher sein..... Vor Wut habe ich im Wald auch mal gegen einen Baum getreten, oft laut geschrien und geflucht.... Ich konnte durch Gelenkschmerzen, taube Füße und Müdigkeit nicht mehr rennen, musste daher in die "Knüppelgarde" und habe plötzlich Gefallen an nordic walken gefunden.

    Die Müdigkeit verfolgt mich immer noch. Nach langer Quälerei durch eine 40-Stunden - Woche habe ich jetzt die Bremse gezogen und gehe seit gestern nur noch 30 Stunden in der Woche arbeiten.

    Der Weg der Erkenntnis, dass alles gut werden kann, aber nichts mehr so wie früher ist-dieser Weg war bei mir besonders lang und mühsam.

    Ich hoffe, ich habe die Kurve noch rechtzeitig bekommen.

    Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern und Enkelkindern, gehe mit meinem Mann viel wandern. Auch für ihn ist diese Entschleunigung gewöhnungsbedürftig :D

    Und meine Arbeit in der Frauenselbsthilfe hier im Ort gibt mir das Gefühl, gebraucht zu sein und helfen zu können.

    Vom Handy aus lese ich öfter hier kurz mit. Aber zum schreiben fehlt die Zeit. Und der Staffelstab wird hier gut weiter gereicht :thumbup:

    Liebe Grüße von Tanne und vergesst nicht, nach dem aufstehen die Krone wieder zu richten :hug::hug:

  • guten morgen auch ich schreibe mit Verspätung, sorry , aber gestern war unser Hochzeitstag und wir waren den ganzen Tag unterwegs ,da wir auch gleichzeitig im Urlaub sind , danke dir Kirsche für die Erinnerung.

    Ich habe im Februar 2015 die Diagnose Krebs bekommen ,inzwischen sind seit behandlungsende 3 Jahre her ,es ist nichts mehr wie es mal war ,wobei ich damit nicht sagen möchte das mein jetziges Leben schlechter ist, sondern einfach anders, ich bin viel müde und erschöpft, nehme mir auch soweit es geht Aus- zeiten ,ich habe seit Anfang an einen Lympharm der mich bei vielen was ich machen möchte immer dran erinnert auf mich acht zu geben ,ich habe gelernt vieles was mich ärgert einfach beiseite zu schieben wenn ich es eh nicht ändern kann ,und meine Zeit mit schönen Dingen zu füllen.momentan hänge ich mal wieder in der Warteschleife mit MRT und Knochenzinti um den Verdacht auf Metastasen auszuschließen da ich an zwei Stellen Schmerzen habe ,wo Ich gedacht habe KG und alles ist gut ,aber der Doc sagt Nein so einfach geht das eben nicht bei der vor Diagnose also abwarten und weiter das Leben genießen

    Viele liebe Grüße Trinchen50 :hug:

    Die gerade den Urlaub und Fahrrad fahren genießt 😍

  • Liebe Foris,
    als "alte Häsin" will ich mich in diesem Thread auch mal melden! (Danke, liebe Kirsche , für den Anschubser!):)
    Bei mir sind es nun 6 Jahre seit Diagnose BK und alles ist o.k.!
    Ende März 2013 wurde ich brusterhaltend operiert: G2, voll hormonabhängig, Ki67 von 5%.
    Jedoch stellte sich heraus, dass wider Erwarten 1 von 2 Wächterlymphknoten befallen war, nicht nur micro, sondern
    "1cm großer Lymphknoten mit 0,6cm großer metastatischer Karzinomabsiedelung".

    Mein Prof. erklärte mir, nach den Leitlinien würde man mindestens 10 weitere Lymphknoten entnehmen und wenn ich möchte, könnten wir dafür einen Termin ausmachen. Aber er berichtete mir auch von einer Studie, nach der --in meinem Fall-- die weitere Entnahme keinen Überlebensvorteil bringen würde. ( -mehr dazu auch in meinem Profil).
    Ich wusste, dass er sich mit diesem Thema sehr gut auskennt und darüber auch in San Antonio referierte. Nach einigen aufregenden Tagen mit Erkundigungen und Gesprächen sagte mir dann auch mein Bauchgefühl: keine weitere OP!! Das war mein Entschluss und so ist es für mich richtig und gut!

    Ach ja, durch dieses Forum habe ich viele tolle Frauen kennen gelernt , mit denen ich immer noch in Kontakt bin!
    Und ich freue mich so, dass sich in diesem Thread doch einige gemeldet haben, deren Namen ich von "früher" kenne!:hug:

    Ganz liebe Grüße
    von Mohnblume

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mohnblume ()

  • Guten morgen ihr Lieben Foris😘,,

    motiviert durch den kleinen Anschubser,liebe Kirsche ,möchte ich mich wenn auch mit Verspätung ,

    mal als "Langzeitüberlebendd"bei Euch melden ,um den Neuerkrannten Mut zu machen.

    Am 9.6. 2016, erhielt ich die Diagnose Brustkrebs-triple negativ 4mm,G3,L0,R0,M0,.

    Die Therapie Brusterhaltende OP und danach Chemo :4 × EC und 12 x Paclitaxel mit anschließenden 28 Bestrahlungen war kein Spaziergang,,aber doch besser zu schaffen,als ich zu Anfang befürchtet hatte.

    In dieser Zeit hat mir der Austausch hier im Forum sehr geholfen!😊💚

    Unsere kleine Enkeltochter war damals gerade 3 Monate alt und ich wollte sie unbedingt aufwachsen sehen.

    Nun sind es schon fast 3 Jahre her seid Erstdiagnose.

    Es geht mir soweit ganz gut.

    Geblieben sind PolyNeuropathien in den Füßen und Gelenkschmerzen.

    Das Leben hat sich verändert,aber ich lebe jetzt auch bewußter-habe meine Arbeitszeit von 40 auf 30 Stunden reduziert und bin etwas ruhiger geworden und geniesse die gewonnene Zeit mit meiner lieben Familie und lieben Freunden.

    Inzwischen wurde unser 2.Enkelkind ein kleiner Bub am 18.5. geboren, der sich aber nach einer Blutvergiftung zur Zeit noch tapfer gemeinsam mit Mama in der Klinik in ein hoffentlich gesundes Leben kämpft..!

    Ich lese noch häufig im Forum mit und wünsche allen lieben Kämpferinnen ganz viel Mut und Kraft und trotz Krankheit viele schöne erlebnisreiche Momente.

    Das Leben ist bunt - ich drücke Euch Allen ganz fest die Daumen und wünsche Euch alles erdenklich Gute !!!

    Ganz liebe Grüße

    schickt Euch Annemone😍❤❤❤