Brusterhaltende Operation (BET)

  • Frusti vielen lieben Dank.

    jetzt sitze ich mal wieder und warte auf das Ergebnis ob die Ränder frei waren usw.

    Aber erstmal ist er ausgezogen, um das kosmetische mach ich mir Gedanken wenn es alles abgeheilt ist,

    Falls nachgeschnitten werden muss lass ich alles ausräumen hab ich beschlossen!

    Ich werde nicht aufgeben, aber ich werde die ganze Zeit fluchen.

  • Waldsee1976

    Genau das wollte ich dir gerade schreiben. Hauptsache alles weg und nicht nochmal nachschneiden!

    Ist natürlich blöd, wenn man auf einen kleineren Eingriff vorbereitet wurde.

    Bei mir wurde "ein halbes Stück Butter" rausgeschnitten und die Brust durch eine Rotationslappenplastik wieder modeliert.

    Ich hoffe, dass du eine/n begnadete/n Operateur/in hattest, der alles wieder schönstmöglich zusammengenäht hat.

    Hat schon jemand vom Sanitätshaus bei dir vorbei geschaut? Eine gute Versorgung mit einer Brustbandage und ähnlichem ist bei einem so großen EIngriiff sicher hilfreich.

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Waldsee1976 Ich drücke dir die Daumen für die weiteren Ergebnisse!


    Nach dem was man hier im Forum so liest, ist das gar nicht so selten. Bei mir kam auch erst im MRT raus, dass der Tumor etwa 4cm groß ist, wobei sie es selbst im MRT nicht exakt messen konnten, weil da so ein "Schweif/Bogen" nach hinten geht. Ich glaube daher am Ende müssen die sich das anschauen, wenn sie die Brust eröffnet haben. Trotz aller bildgebender Technik, was ich selbst auch nicht vermutet hätte.


    Ich soll nun am Mittwoch erfahren, ob ich brusterhaltend operiert werden kann oder nicht.

  • Hallo ihr Lieben! Bei mir wird nun eine Chefärztin die BET durchführen, mit einer besonderen OP-Technik, die ich leider mir nicht merken konnte. Mit dieser sollte es wohl möglich sein, die Brust zu erhalten.

    Hierfür sollen vorher Markierungsdrähte unter MRT eingesetzt werden.


    Ich hoffe nun sehr, dass das klappt und das Ganze gelingt. Ich wäre so froh, wenn ich um Implantate herumkommen würde.

  • Das sind doch mal gute Nachrichten Winnie .

    Vermutlich sind die Markierungsdrähte um den Tumor zu markieren. So lässt sich das befallene Gewebe während der OP leichter erkennen. Die OP Technik dient vermutlich dazu die Brust so schön wie möglich wieder zu rekonstruieren.

    Am wichtigsten finde ich jedoch, dass das Mi..stück restlos entfernt wird.

    Ich drück dir beide Daumen dafür, dass das so klappt wie du es dir wünscht.

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Winnie

    super, dass du BET operiert werden kannst! Ich kann mir deine Erleichterung gut vorstellen! Tolle Sache!

    Die Drahtmarkierung tut nicht weh und es ist vergleichsweise sogar ganz witzig (wenn der Anlass nicht so traurig wäre).

    Man fühlt sich danach ein bisschen wie der "Onkel vorm Mars" da der Draht ein bisschen rausschaut.

    Es hat etwas futuristisches, spaciges.... Man ist so ein kleines lebendiges Kunstwerk und sieht aus wie aus dem technischen Museum.

  • Hallo zusammen,


    bei mir steht demnächst die BET an mit vermutlich gleichzeitiger "Anpassung" der gesunden Brust. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das alles gleich in der einer OP machen lassen soll.

    Mit welchen Einschränkungen hat man denn zu rechnen, wenn beide Seiten operiert werden? Bin ich dann überhaupt in der Lage mich alleine anzuziehen, geschweige denn aufs Klo zu gehen?:/

    Wie sind den eure Erfahrungen ? Wieviele Tag wäre man denn eingeschränkt?

    Vielen lieben Dank

    Angelika :hug:

  • geli

    Bei meiner Bettnachbarin damals wurde das in 2 OPs gemacht. Erstmal abwarten wie das Ergebnis aussieht. Das kann sich noch verändern. (Nachresektion, Betrahlung)

    Ich hatte wenig Schmerzen, war 2 Wochen massiv eingeschränkt, weil ich die DrainageflascheN (2 Stück!) so lange drinlassen musste. Vom Arzt wurde mir damals 9 Wochen genannt, bis das Gewebe auch in der Tiefe abgeheilt ist. Mit "Aufbausport" durfte ich glaube ich nach 4 Wochen wieder anfangen.

    Beide Seiten gleichzeitig will ich mir gar nicht vorstellen. Drainage auf beiden Seiten und die Dinge über die du dir schon Gedanken gemacht hast. Du brauchst du definitiv jemand für deinen Haushalt. Wie schlafen? Das war mit der einseitigen OP schon doof.

    Hier findest du gleich am Anfang jemand, bei der es gleichzeitig gemacht wurde.

    Brustangleichung / Brustverkleinerung

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Meine BET ist nun ca 3,5 Monate her, einseitig. Die operierte Brust ist zwar nun kleiner, insgesamt sieht es aber optisch ok aus und es ist gar keine Angleichung notwendig. Direkt nach der OP sah es extrem unterschied aus, jetzt schon nicht mehr. Bei mir ist noch nichtmal die eine Seite komplett in Ordnung und ich bin froh, dass nur eine Seite operiert wurde.

  • geli , ich hatte meine Krebs

    Op im September und im April darauf die Reduktionsplastik der gesunden Brust. Das war ein guter Abstand.

    Beides zusammen würde ich persönlich nicht machen, da bist du beidseitig blockiert/lädiert.

    Und man weiß auch erst ein paar Monate nach Operation und Bestrahlung, wie sich die Brust „entwickelt“

    Alles Gute!

  • Vielen lieben Dank für eure Antworten!:)

    Da werde ich mir wirklich noch viele Gedanken machen müssen, um die Vor - und Nachteile abzuwägen.

  • Guten Morgen. Noch gute fünf Wochen bis zur BET. Meine Gedanken kreisen. Heute Nacht konnte ich deswegen gar nicht schlafen.

    Vielleicht hat der ein oder andere Lust mir folgende Fragen zu beantworten:

    1. Wie wird der Wächterlymphknoten markiert und tut das weh 🥺?

    2. Wird man inturbiert oder kann man während der Op selbstständig atmen?

    3. bekommt man einen Blasenkatheter?

    4. wann und wie oft wird der Verband gewechselt?

    Da ich die Op in der Woche vor Ostern bekomme, habe ich vier Tage (Karfreitag bis Ostermontag) wo die Ärzte zu haben.


    Grundsätzlich bin ich so ein Angsthase. Ich muss es ständig mit meinen Kaiserschnitten vergleichen und da hatte ich solche Schmerzen beim aufstehen, bewegen usw. Und wenn ich mir dann vorstelle, da baumeln noch Drainageflaschen aus mir raus 🤢. Oh Gott oh Gott. Wie soll ich das überstehen.


    Vielen Dank für eure Antworten und ein schönes Wochenende

    Sabrina

  • Liebe Sternenfeuer Sabrina

    die OP ist im Vergleich zur Chemo, die du schon hinter dir hast, ein Klacks. Das schaffst du mit links. :thumbup:

    Also die Markierung des Wächterlymphknotens war bei mir wie folgt:

    es wurde eine radioaktive Flüssigkeit an (ich meine es waren) 3 oder 4 Stellen unter die Haut an der Brustwarze gespritzt. Davor hatte ich am meisten Angst. Es war unangenehm und hat auch etwas weh getan. Ich will das gar nicht schön reden. Aber das sind nur Sekunden. Danach hatte ich kurzzeitig kleine Quaddeln an den Einstichstellen. Das ist aber wohl normal, laut Arzthelferin. Danach musste ich 30 Minuten (oder etwas länger) meine Brust bzw. die Einstichstellen massieren. Danach kommt eine Art Röntgengerät, wo man sich hinlegen muss und dann erfolgt die eigentliche Aufnahme des Wächters. Also eher mal wieder Zeit tot schlagen bis zur eigentlichen Behandlung.

    Ob ich intubiert worden bin weiß ich leider nicht, aber ich schätze mal ja. Ich glaube das hat etwas mit der Anästhesie zu tun.

    Einen Blasenkatheter hatte ich nicht. Ich denke du wirst auch keinen bekommen, da du nicht am Unterleib operiert wirst. Den Blasenkatheter hatte ich persönlich nur bei meiner Gebärmutterentfernung (und das auch nur 1 Tag).

    Einen Verband hatte ich auch nicht wirklich. Ich hatte ganz viele Pflaster. Die wurden bei mir 1 x gewechselt. Das machen die ganz behutsam.

    Auch die Drahtmarkierung des Tumorbetts tut überhaupt nicht weh, weil das vorher alles betäubt wird. Ich fand es eher mega interessant, wie selbstsicher die Ärztin den Draht zum Tumor gebracht hat.

    Ich kann deine Ängste so gut verstehen. Mir ging es ganz genauso wie dir. Es ist mehr die Angst vorm Unbekannten, die einen nicht richtig schlafen und die Gedanken kreisen lässt, gell?

    Aber ich glaube, wenn du die OP hinter dir hast wirst du dich freuen wieder einen großen Meilenstein geschafft zu haben.

    Vielleicht beruhigt es dich zu wissen, dass ich nur kleine Wundheilungsstörungen hatte, weil die Fäden sich nicht so aufgelöst haben, wie es hätte sein sollen. Die mussten dann kurz vor der Bestrahlung noch "gezogen" werden. War aber auch nicht schmerzhaft. Deshalb denke ich, dass du Ostern bestimmt mit deinen Lieben genießen kannst, denn die meisten, die ich kenne, hatten dieses Problem nach der OP gar nicht.

    Ich denke du wirst auch kaum Schmerzen haben. Zumindest war es bei mir so. Bei der OP werden anscheinend alle Nerven durchtrennt, so dass es kaum weh tut. Ich kam super mit Ibu... über die Runden. Also ich denke, das ist kein Vergleich zu deiner Kaiserschnitterfahrung.

    Ich hoffe ich konnte dich ein wenig beruhigen.

    Fühl dich gedrückt. :hug:

  • Liebe Sternenfeuer,


    Erstmal tief atmen.

    Zu 1. meine OP ist schon eine Weile her. Ich bekam radioaktive Lösung in den Tumor gespritzt. Dann wird ungefähr 30 Min gewartet und dann sucht man mit einem bildgebenden Verfahren den „Wächter“, also den ersten Lymphknoten nach dem Tumor. Tut nicht weh.

    Zu 2. bei meiner OP wurde ich zum Glück intubiert, was man aber nicht merkt. Ich wollte auch nichts von der OP merken, sondern aufwachen und alles war ok und erledigt

    Ich hatte keinen Blasenkatheter. Den bekommt man, soviel ich weiß, wenn man nicht aufstehen kann.

    Verband wird mind täglich gewechselt.


    Ich hab die ganze Prozedur als wenig schmerzhaft in Erinnerung.


    Das schaffst du schon. Ich halte die Daumen ✊

  • Hallo Sternenfeuer

    Meine BET war im vergangenen Oktober. Ich habe mir auch viel zu viele Gedanken gemacht. Die Markierung des Wächterlymphknotens hat nur dreimal kurz gepikst. Habe ich nicht als schmerzhaft empfunden. Zwei Stunden später wurde ich bemalt, d.h. die Lymphknoten wurden schon mal auf der Haut markiert.

    Ob ich intubiert wurde, kann ich nicht sagen, aber ich denke ja, da ich die ersten beiden Tage nach der OP heiser war. Nach der OP hatte ich keine! Schmerzen. Das einzige was ein bischen gedrückt hat, waren die beiden Drainagen. Vor dem entfernen der Drainagen hatte ich Respekt, war aber nur einen kurzen Moment unangenehm. Ich war 4 Tage stationär,weil die Drainagen solange lagen. Nach einer Woche sollte ich selber die Pflaster entfernen. Bis zum Beginn der Bestrahlung war es schon relativ gut verheilt.

    Kurz gesagt ich hatte zu keiner Zeit Schmerzen, war aber sehr nervös was auf mich zukommt.

    Du schaffst das. Ich drücke dir die Daumen.

  • Liebe Briwo  Alphabet und @Sonne11

    Es tut so gut, das zu lesen. Vielen Dank dafür 😍. Bislang habe ich ja alles mehr oder weniger gut geschafft und bin sehr stolz und glücklich, dass mein Körper die chemo so gut weg gesteckt hat. Aber eine Op ist halt nochmal so eine Sache 😳. Etwas Zeit ist ja noch und bis dahin fallen mir bestimmt noch mehr fragen ein 🤣. Lieben Dank erstmal.

  • Liebe Sternenfeuer ,


    Bei mir war es auch easy.


    Markierung der Sentinels war völlig einfach. Man liegt halt blöd rum und fühlt sich ausgeliefert, völlig unnötigerweise.


    Vorher halt Aufklärung Narkose und EKG, furchtbar aufgeregt. Dauer OP 1 std, mit Nachresektion war alles raus. Leider muss man etwas warten, bis man weiß, dass nicht nochmal nachgeschnitten werden muss. Mental doof.


    Zwei Drainagen, völlig unkompliziert. Überhaupt null Schmerzen. Aufwachen gut, keine Erinnerung an die OP oder irgendwas im OP Raum. Ich durfte auch ziemlich schnell wieder duschen. Kein Katheter.


    Als ich im normalen Raum wach wurde, war mein Mann bei mir. Hoffentlich kannst du auch besucht werden. 2018 ist ja ohne Corona gewesen.


    Alles Gute für dich, vor allem ein super Ergebnis aus der Pathologie.


    LG Sonnenglanz

  • Hallo!


    Ich schildere mal meine Erfahrungen:


    1. Ich bekam 3-4 Injektionen rund herum um die Brustwarze, am Tag vor der OP. Das tat nicht wirklich weh, hat halt gepiekst. Dann musste ich nach einigen Stunden wiederkommen und dann wurde ein CT gemacht, dann mit einem Gerät nach dem Wächter geschaut und Kreuzchen drauf gemalt. Der 2. Teil war also völlig schmerzfrei.

    2. Ich wurde intubiert, weil meine OP auch lange angesetzt war, am Ende sogar noch länger dauerte (gut 3,5h Stunden...3 Tumore, einer 6cm groß). Ich hatte nach der OP starke Halsschmerzen für mehrere Tage, das war sehr unangenehm.

    3. Nein, weil man recht schnell nach der OP wieder aufstehen kann

    4. Ich hatte keinen Verband, sondern sehr gut haftende Pflaster und ich hatte nach der OP meinen Kompressions-BH direkt an, die haben den noch in Narkose angezogen. Die Pflaster wurden nur 1 oder 2x gewechselt und kamen dann ganz ab.


    Drainage konnte bei mir am 2. Tag nach der OP raus und dann bin ich auch aus dem KH raus und habe mich zu Hause auskuriert.


    Ich hatte auch mal (leider) einen Kaiserschnitt, den fand ich schlimmer. Schmerzen waren eigentlich erträglich. Am meisten hat mich der Schnitt von der LK-Entnahme beeinträchtigt. Meine OP ist jetzt 4 Monate her, die Brust ist noch taub und ziemlich empfindlich innen, aber ich kann meinen Arm normal bewegen. Schlafen auf der operierten Seite ist eher unangenehm. Ich habe nach der Kompressions-BH-Zeit mir im Fachgeschäft 2 gute, weiche, büggellose BHs mit tiefem Achselausschnitt gekauft, die sind sehr schick und man hat nicht mehr dieses Krankenhaus-Feeling durch den BH aus dem Sanitätshaus. Bei mir wurde die Brust auch gleich noch gestrafft und verkleinert, weil so viel entnommen werden musste. Bei mir stand vorher auf der Kippe, ob ich überhaupt BET operiert werden kann. Deshalb ist es bei mir vielleicht nicht so vergleichbar mit anderen BET. Die OP war nicht ohne und ich habe lange gebraucht, wieder fit zu werden. Heute werkel ich aber schon wieder an unserem alten Haus und buddel im Garten8o.

  • Sternenfeuer ,die BET fand ich auch überhaupt nicht schlimm.Natürlich bekommst du eine Vollnarkose,wen du aufwachst ist alles vorbei.Ich bin kurz nachdem ich wieder im Zimmer war,auch gleich aufgestanden. Drainagen hatte ich zwei ,die nach zwei Tagen gezogen wurden.Schmerzen hatte ich gar nicht.Die OP ist im Vergleich zur Chemo ein Klacks ,glaub mir.Das schaffst du mit links,da bin ich mir sicher.Alles gute dir.:)

  • Sternenfeuer


    ich kann mich den Mädels nur anschließen: ich hatte auch eine BET und es war kein Vergleich mit dem zuvor Erlebten!


    Die Markierung des Wächters ist schon erklärt worden. Mir hat das nur ein bisschen weh getan (also ein bisschen gebrannt hat es), aber das ist nach wenigen Sekunden vorbei. Man kommt auch ein cooles Bild von dem markierten Wächterlymphknoten. Das sieht ein bisschen aus wie ein Rohrschachtest. Den kannst du dir dann rahmen und an die Wand hängen (hab ich auch auf meiner "Wall of Strenght").

    Ich wurde nicht intubiert.

    Ich hatte keinen Blasenkatheder.

    Der Verband wurde bei mir gar nicht gewechselt. Ich habe so ganz feste OP-Pflaster um die Narbe herum bekommen. Es wurden selbstauflösende Nähte verwendet, also war da nicht viel zu tun.

    Ich hatte auch keine Drainagen.

    Am Tag nach der OP durfte ich wieder nach Hause gehen.


    Es hat mir danach gar nichts weh getan und ich konnte alles machen (auch Laufen)

    Ich hab mir damals eine Woche frei genommen für die Zeit nach der OP.

    Ehrlich gesagt: das hätte es gar nicht gebraucht :-) aber das konnte ich ja vorher nicht wissen.


    Toi toi toi für dich!!!