Und schon wieder...

  • Hallo liebes Team,

    Ich, 25, habe mich hier angemeldet, da ich einfach Hilfe von Menschen brauche die selbst betroffen sind.

    Meine Mutter, 53, ist seit 3 Jahren Krebs krank.

    Vor 3 Jahren, April 2015,wurde bei ihr ein bösartiger Tumor in der Brust entdeckt.

    Sie bekam chemo und bestrahlung, aber es half nichts... Er wurde größer und dann mit 38mm entfernt im. Dezember 2015.

    Daraufhin bekam sie reha und wir dachten es wäre besiegt.

    Dann mai 2016 nächste Diagnose: lungenmetastasen, noch ziemlich klein aber mehrere.

    Wieder chemo.

    Februar 2017 lympdrüsenkrebs!

    Wurde entfernt.

    Und jetzt wieder ein jahre drauf: mehrere Hirnmetastasen!

    Im groß und klein Hirn und die größte ist 2 cm.

    Jetzt stehen die Ärzte unter Druck.

    Meine Mama bekommt Cortison gegen den schwindel, immun Therapie und bestrahlung!

    Und ich bin fertig mit den Nerven!

    Ich habe viel über Hirnmetastasen gelesen und auch dir Lebenserwartung!

    Nur sind einem die Hände gebunden.

    Krebs ist ein A...loch 🙁 ;(


    Ich wollte einfach mein Herz aus schütten :(


    Lg

    Jenny

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Kraftausdruck entschärft

  • PrincezzIT


    JA... du hast recht, Krebs ist und bleibt ein Miststück!

    Du hast auch recht, schreib dir seine Sorgen von der Seele, wir können dir nicht helfen, wir können dir nur zuhören.

    Du schreibst so lieb über deine Mutter und ich merke daran wie gerne du sie hast und wie sehr dich die Situation belastet. Du musst eine ganz liebe Tochter sein und du hast in den letzten Jahren schon so viel mitgemacht und erleben müssen.


    Mag sein dass die Lebenserwartung nicht hoch ist, das ist bei vielen Krebsarten so, aber es ist Leben und wir Krebskranke geniessen jeden Tag an dem es uns gut geht und ich bin sicher auch deine Mutter ist froh über jeden Tag an dem sie sich gutfühlt.


    Mädl, ich umarme dich ganz vorsichtig und wünsche dir so, dass du nicht vergisst, dass auch du nur ein Leben hast....

  • Liebe PrinzessIT,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ja, für Angehörige ist es besonders schwer, den Weg der Patienten mitzuverfolgen. Da hilft es oft, sich fachliche Hilfe und Unetrstützung zu holen. Ich habe Dir hier den Thread herausgesucht, wo andere Angehörige über ihre Erfahrungen geschrieben haben: Angehörige. Ich wünsche Dir für die Zukunft viel Kraft, Geduld und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo PrincezzIT ,

    erstmal herzlich willkommen in diesem Forum!

    Ich habe seit 2,5 Jahren Hirnmetas, auch nach Brustkrebs. Bin mehrfach lokal am Kopf bestrahlt und habe vor knapp 1.5 Jahren auch eine Ganzhirnbestrahlung bekommen. Das waren anstrengende Wochen mit viel Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlappheit, aber es hat sich gelohnt. Die Metastasen haben sich grösstenteils zurück gebildet und seither ist Stillstand.

    Welche Immuntherapie bekommt deine Mutter? Ganzhirnbestrahlung oder lokale? Welche Strahlendosis?

    Ich bekam 30 Gy, aufgeteilt in 10 Sitzungen.

    Glaube bitte nicht alles, was über Hirnmetas im Netz steht.

    Am besten gar nicht googeln.

    Medizinische Informationen bekommst du beim Krebsinformationsdienst per Telefon oder E-Mail. Dort sitzen kompetente Ärzte und beraten kostenlos. Und ansonsten sind wir hier im Forum für dich da und du kannst hier Fragen stellen oder über deinen Kummer schreiben oder dich einfach mal ausheulen.

    Ich wünsche deiner Mutter und dir ganz viel Kraft und deiner Mutter eine gute Wirksamkeit der Bestrahlung ohne allzuviele Nebenwirkungen!

    LG Katzi64

  • Liebe PrincezzIT ,


    ich hoffe deiner Mutter und dir geht es aktuell gut. Ich kann sehr gut mit dir mitfühlen.

    Ich, 36, bin ebenso Angehörige und habe mich vor 2 Wochen in diesem Forum neu angemeldet. Meine Mama, 66, hat vor genau 2 Wochen die Diagnose Hirnmetastasen bekommen. Wir haben in den letzten Jahren auch viel mitgemacht - aber auch gute Zeiten gehabt. Nach der ersten Brustkrebsdiagnose mit Lymphknotenbefall vor über 10 Jahren gab es leider auch ein Rezidiv nach ca. 4 Jahren mit Metastasen damals im Knochenbereich und Leber. Dies konnte ebenfalls gut und erfolgreich mit erneuter Bestrahlung und Chemotherapie behandelt werden. Es gab immer wieder Tumormarker Erhöhungen und teils neu auftauchende Metastasen welche immer wieder durch die Behandlungen zurück gingen bzw. ganz verschwanden.

    Vor ca 1 1/2 Jahren bekam meine Mama eine neue Therapie mit Xeloda. Jedoch wurde diese Therapie wegen starker Nebenwirkungen (Blutbildungsstörung, starke Gewichtsabnahme) abgesetzt. Sie schlug aber wohl an, da der Tumormarkerwert zurück ging und die erneute Metastase an der Leber so gut wie weg war.

    Meine Mama erholte sich zwar langsam aber sicher. Vorallem die Geburt ihres ersten Elternkindes - meiner Tochter - November 2017 ließ sie wieder fit werden und sie war wieder fast so fit und mental stark wie vorher. Es wurde ihre Herceptin-Therapie fortgesetzt, da sie diese immer gut vertragen hatte.

    Nun begann vor ca. einem 1/2 Jahr, daß meine Mama Probleme mit dem linken Arm bekam. Sie schob es zunächst auf ihre alte Schulter-Skiverletzung. Da sie dort noch Drähte drin hatte kamen diese raus und es wurde eine Arthrose diagnostiziert. Den Arm konnte sie zunehmend schlechter bewegen und sie hatte auch etwas Gleichgewichtsstörungen. Dies erwähnte sie bei der letzten Tumorkontrolle. Da der Tumormarker plötzlich wieder gestiegen war handelte der Arzt sofort und veranlasste zu dem generellen CT und Sono die Untersuchung vom Kopf/Hirn. Und da war sie - die be....issene Diagnose Hirnmetastasen 😕. Wohl 3 Stück und eine davon größer. Genaueres wollte sie mir leider nicht sagen... Sofort wurde ein Termin zur Strahlentherapie gemacht. Sie bekommt jetzt Ganzkopfbestrahlungen - 30 Stück sind geplant. Bis jetzt hat sie 4 bekommen. Ihre Gleichgewichtsstörungen wurden zuletzt immer mehr. Seit gestern liegt sie jedoch stationär, da sie einen leichten epileptischen Anfall hatte. Es war ihr auch nach der 2. Bestrahlung stark übel und da bei der aktuellen Hitze viel Flüssigkeit wichtig ist bekommt sie Infusionen sowie eine höhere Cortisondosis, um die Hirnschwellung zu verringern. Morgen besuch ich sie gleich.

    Ich hoffe sehr die Bestrahlung schlägt an und sie hat noch ein paar Wochen/Monate zum Leben die sie mit uns und meiner Tochter verbringen kann. Sie war bisher eine so starke Kämpferin...

    So eine Diagnose wirft einen erst mal wieder so zurück. Aber man darf nicht aufgegeben und muss für einander da sein.

    Welche Therapie bekommt deine Mutter? Ich hoffe bei deiner Mutter verläuft die Therapie gut und ohne Nebenwirkungen. Ich drücke die Daumen. 😘🍀

  • Liebe Kylie ,

    vielen Dank. Hmm sie hat so viel bereits bekommen, dass ich mich selber schon gar nicht mehr auskenne. Das Medikament worauf meine Mutter Nebenwirkungen bekam hatte einen sehr komplizierten Namen... er fällt mir nicht mehr ein. Xeloda hatte sie jedoch weiter genommen, das war es nicht. Meine Mama hat ja schon relativ lange die Krebsdiagnose. Wobei wir andererseits sehr froh sind, dass bisher die Therapien immer gut angeschlagen haben. Doch der Krebs gibt leider auch nicht auf. Wir haben bisher die Krankheit kaum in den Mittelpunkt gestellt soweit es geht und uns auf die gemeinsame Zeit fokussiert. Doch die Hirnmetastasen machen uns jetzt alle Angst, da die Prognosen überall so schlecht gestellt werden.

  • Hallo Kylie , so jetzt weiß ich wieder wie das Medikament heißt welches meine Mama nicht vertragen hatte. Es war Kadcyla (ich hoffe das darf man hier so rein schreiben... ). Ihre Blutwerte wurden darauf sehr schlecht so wie auch die Leberwerte.

    Aktuell bekommt meine Mama die dritte Woche die Gznzkopfbestrahlung. Sie hatte nach der 5. Bestrahlung einen Krampfanfall weshalb sie stationär aufgenommen wurde. Dort haben sie ihr hochdosiert Cortison gegeben. Nach 3 Tagen konnte sie wieder heim. Vorgestern hatte sie noch mal einen leichten Krampfanfall den sie aber selber im Griff bekam, sie bekommt jetzt auch ein Medikament gegen die Krampfanfälle. Ich bin nervös was das nächste CT sagt. Hoffentlich schlägt die Behandlung an wie sie sie soll....

  • Hallo Bicicletta ,

    erstmal herzlich willkommen in diesem Forum!

    Ich lebe seit über 2,5 Jahren mit Hirnmetastasen und habe seit der Ganzhirnbestrahlung vor 1,5 Jahren einen Wachstums - Stillstand der Metastasen. Mir geht's relativ gut, habe gerade eine erfolgreiche AHB hinter mir.

    Glaube nicht alles, was im Internet steht. Schlechte Verläufe gibt's überall. Aber Hirnmetas sind nicht mehr gleich ein Todesurteil.

    Die Bestrahlung ist ein sehr gutes und wirksames Mittel. Die Strahlentherapie selbst ist zwar anstrengend, ich hatte starke Kopfschmerzen und Übelkeit, aber sie hat sich "gelohnt"!

    Ich wünsche deiner Mutter und dir ganz viel Kraft für die kommenden Therapien!

    LG Katzi64

  • Liebe Katzi64 , vielen Dank für deine Worte und Wünsche für meine Mama. Ich bewundere was du bereits gemeistert hast und finde es super, dass du mit deiner Erfahrung ganz viele hier im Forum bestimmt viel Mut und Hoffnung gibst. Auch mir hilft das viel. Habe auch meiner Mama gleich davon erzählt. Toll, dass es dir jetzt gut geht. Ich drück ganz fest die Daumen, dass das weiter so bleibt.

    Man darf absolut nicht das glauben was irgendwo steht - vorallem nicht Google oder sonst wo im Netz. Demnach wär meine Mama auch schon lange nicht mehr da...

    Morgen hat meine Mama das Gespräch mit den Ärzten, wo die weitere Behandlung und wie bisher die Strahlentherapie angeschlagen hat besprochen wird. Ich hoffe so sehr, dass es auch so erfolgreich wie bei dir sein wird vom weiteren Verlauf her. Hattest du nach der Bestrahlung noch Chemo bekommen?

    Seit heute hat meine Mama eine Perücke. Sie kommt aber relativ gut damit zurecht. Nächste Woche hat sie ihren 67. Geburtstag. Da werden wir als Familie etwas feiern. Hoffentlich ist sie fit genug.