Angst Rezidiv?!

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich bin neu hier. Ich finde dieses Forum toll, mit sehr vielen einfühlsamen und vor allem lieben Menschen.
    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Nach ausgiebigen Heulattacken nach Erhalt der Diagnose, habe ich die Gegebenheiten nun
    angenommen und versuch mich nun durch zu kämpfen. Ich habe Brustkrebs, ein paar Lymphknoten sind leider auch befallen.
    Ich werde in Kürze operiert und danach Chemo, Bestrahlung, Tam usw. Ich bin z.Zt. sehr verunsichert. Ich habe in einigen
    Foren etwas herum gestöbert und dabei ist mir aufgefallen, dass es viele Frauen gibt, die nach ungefähr ca. 6 Jahren erneut erkranken.
    Liegt es vielleicht daran, dass Tam nach 5 Jahren abgesetzt wurde? Ich dachte, die Rezidivrate läge bei 2%?
    Ich habe einfach nur schreckliche Angst.
    Ist jetzt ein bisschen lang geworden, tut mir leid.
    Liebe Grüße!
    sibel

  • Liebe sibel :P chen :hug:


    du brauchst keine Angst haben. Die Rezidiv-Rate ist schon niedrig. Ich persönlich kenne sehr viele
    die keine Rezidive haben und die Foren geben nicht den Durschnitt der an BK-erkrankten wieder.
    Viele sind nicht in den Foren aktiv und viele outen sich gar nicht, das sie an BK erkrankt sind und
    schon Jahrzehnten damit leben :thumbsup:
    Außerdem kann man auch mit Rezidiven lange lange leben... :P ...ich bin so eine Langzeitüberlebende :thumbup:
    Sei mal in den :hug: genommen und getröstet… ;) ……es wird gut!!!!
    Jetzt konzentriere dich erstmal auf das was kommen wird :love:


    Grüßle :) ika :)

  • Liebe Sibel, erstmal ein freundliches Hallo auch von meiner Seite!


    Die Angst vor Rezidiven und Metastasen teilen wir wohl alle.
    Bei meiner Tumorart, triple negativer BK, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs in den nächsten 2-3Jahren am höchsten,
    danach wird sie etwas geringer... Nun ja, ich habe auch Angst, mal mehr, mal weniger. :cursing: ;(


    Ich bin noch mitten in der Chemo, habe inzwischen 13 von 18 Gaben geschafft, und bin grundsätzlich ein sehr ungeduldiger Mensch.
    Jedoch musste ich lernen, dass ich nur Schritt für Schritt gehen kann. Und das was kommt, als solches nehme, egal was es ist.
    Sonst mache ich mich verrückt. :hug: :hug:
    Du stehst noch ganz am Anfang und ich kann mich gut an die Panik, die mich beschlich erinnern! Leider kann dir das niemand abnehmen,
    ich denke aber es ist wichtig, dass du diese Ängste aussprichst und dich damit auseinander setzt.
    Nur, verringere dein Tempo und wie Ika geschrieben hat ."Konzentriere dich auf das was kommen wird !!"


    Ich wünsche dir alles , alles Gute für deine Behandlungsschritte, Lulu

  • Liebe Sibel, sei ganz herzlich willkommen in dieser tollen Gemeinschaft.


    Wir alle verstehen nur zu gut Deine Ängste - heulen tut erst einmal gut - alles muss raus. Und jetzt hast Du schon einen wichtigen Schritt gemacht, denn Du hast Dich an unser Forum gewandt. Du bist aktiv- das ist super und wird Dir auch weiter helfen. Ich brauche jedenfalls soviel Infos wie möglich und hier bekomme ich dazu noch reichlich menschliche Unterstützung. Hab keine Angst, die Behandlung ist gut zu schaffen. Auch mir hat die Krebshilfe und besonders die Ges.für Biologische Krebsabwehr sehr geholfen. Ich hatte "erst" ein Rezidiv nach 20 Jahren und die Angst davor hatte ich nach den ersten Jahren völlig überwunden. Und auch jetzt (2 Jahre nach der 2.Erkrankung) will ich mir darüber keinen Kopf machen und vertraue auf den Schutz des Universums.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut - Du schaffst das.


    Liebe Grüße von Louisa

  • Hallo Sibel,
    herzlich willkommen hier im Forum :)
    Ja die Angst die kennt jede von uns. Die eine bewältigt die Situation besser die andere schlechter. Ich hatte auch im letzten Jahr ein Rezidiv nach 13 Jahren. Ich bin aber ein positiver und lebensfroher Mensch und genieße mein Leben heute viel bewusster.


    Hier im Forum kannst du dein Sorgen und Ängste teilen.....hier findest du immer ein offenes Ohr.
    Ich wünsche dir alles Gute.
    Lg Keinohrhase :hug:
    .

  • Ein liebes Hallo auch von mir. Schön dass Du zu uns gefunden hast und dass Du Dir Deine Angst von der Seele schreiben
    kannst . Das hilft manchmal auch etwas . Du bist mit der Angst vor einem Rückfall oder Neuerkrankung nicht alleine.
    Diese Angst kennen wir alle hier . Mit der Zeit wird diese Angst etwas geringer oder man hat gelernt damit umzugehen.
    Schon allein dass man diese Angst mit vielen anderen teilt , mindert diese ein bisschen. Fühl Dich hier wohl im Forum
    und frag alles was Du wissen möchtest und schreib wenn Du magst.Meine Erkrankung ist jetzt 9 Jahre her , bisher hatte
    ich kein Rezidiv , aber die Angst davor ist unterschwellig immer wieder mal da.
    Heute wird bei manchen Frauen die Antihormontherapie auch 10 Jahre lang gegeben.
    Für Deine vor Dir stehenden Behandlungsschritte wünsche ich Dir viel Kraft , Mut und Zuversicht.
    Fühl Dich :hug:
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Erstmal vielen Dank für Eure aufbauenden Worte. Das tat mir sehr gut. Es tut auch gut zu wissen, dass ich nicht allein bin mit dieser
    Diagnose. Für Außenstehende ist das ja eher schwierig zu begreifen.
    Heute geht es mir nicht gut. Ich dachte, ich hätte mich einigermaßen gefangen, aber es kommt immer wieder durch. Auch wenn ich
    mich ablenke, irgendwann kommt mir der Schlag wieder ins Gesicht. Am schlimmsten ist es morgens beim Aufwachen. Wenn einem gerade bewusst wird, was passiert ist. Ich hatte bisher immer Glück gehabt im Leben. Es ist alles immer so eingetreten,
    wie ich es mir immer vorgestellt habe. Manchmal (selten) beschlich mich auch das Gefühl "hoffentlich passiert nichts schlimmes". Weil alles so perfekt
    war. Ausser das letzte Jahr, als ich immer so oft krank war. Jetzt weiss ich auch warum...
    Liebe Lulu, du schreibst: "Und das was kommt, als solches nehme, egal was ist." Ich weiss, dass ich das auch tun muss, aber ich kann es nicht.
    Vielleicht noch nicht. Wenn ich ja wüsste, das nach OP, Chemo usw. , dass ich dann geheilt wäre und diese Episode in meinem Leben ganz
    schnell wieder vergessen könnte, dann würde es mir vielleicht gelingen. Einfach durchziehen und gut ist. Aber wenn ich erneut erkranken werde? Der Gedanke zieht mich immer wieder runter. Ich weiss, keiner kann in die Zukunft schauen, aber ich hätte so gern die Sicherheit, dass das nicht nochmal passiert. Ein zweites Mal halte ich das nicht durch. So leicht unterschwellig hatte ich vor Krebs schon immer Angst. Jetzt ist es tatsächlich eingetreten. Es kam schon einige Male in meinem Leben vor, dass mir gesagt wurde: "Du bist stark". Aber ich hab mich nie stark gefühlt. Ich weiss gar nicht, wie die Leute immer darauf kamen. Ich bin auch nicht jemand der sich verstellt, daran kann es also auch nicht gelegen haben.
    Ich bin einfach nur zutiefst verzweifelt und traurig und komme mir vor, wie in einem schlechten Traum vor dem ich nicht weglaufen kann.
    Liebe Grüße!
    Sibel

  • Liebe Sibel,


    auch von mir ein liebes Hallo an dich.


    Es tut mir leid, dass du gerade so verzweifelt bist. Ich möchte versuchen aus deinen wenigen Angaben etwas Positives herauszufinden, und eines hab ich schon gefunden. Du sagst, du wirst Tam bekommen, d.h. der Tumor ist hormonpositiv. Das ist schonmal sehr gut! Die AHT ist nämlich statistisch genauso wirksam wie eine Chemotherapie, was in deinem Fall sie zwar nicht ersetzt, dich aber zusätzlich vor Rezidiven schützt. Außerdem musst du die Therapie nicht nach 5 Jahren absetzen, die Tendenz geht eher dahin, noch weitere 5 Jahre dranzuhängen, weil eben die Rückfallquote nach neuesten Studien dann signifikant gesenkt wird.


    Nach der OP wird es dir psychisch besser gehen, einfach weil das Ding dann raus aus deinem Körper ist. Danach wirst du gut informiert einfach all das tun, was für dich nach jetzigem Stand der Wissenschaft am besten ist. Das wird dich beruhigen, und du fühlst dich nicht mehr einfach nur ausgeliefert, so wie im Moment gerade. Wann ist denn deine OP, und möchtest du etwas mehr zu deinen Tumordaten sagen?


    Wann immer es dir gut tut, schreibe hier, du wirst immer jemanden finden, der dich versteht und Gleiches durchgemacht hat.


    Ganz liebe Grüße
    bitterlemon

  • Willkommen Sibel,


    es ist sicher eine gute Entscheidung gewesen sich hier anzumelden... :thumbup:


    Hier hat Alles Platz, ob es Wut und Verzweiflung, Trauer oder Freude ist = hier kannst Du teilen, Dich mitteilen und irgendjemand wird da sein und Dich mal eben in den Arm nehmen :hug:


    Ich bin zur Zeit zur AHB nach Brustkrebs und Gebärmutterentfernung bei Krebs-Frühstadium..


    So stark die Trauer und die Verzweiflung auch war und wie belastend die Behandlungen auch sind, es geht vorbei und Du bekommst die Chance auf einen neuen Lebensabschnitt. Ich beginne jetzt wieder neu zu leben und auch zu ERleben , viele Dinge verlieren an Gewichtigkeit und machen Platz für Neues, Schönes..


    Es ist so normal wie Du jetzt reagierst - es geht ja nicht um eine Kleinigkeit, aber Du hast jetzt uns und wir werden Dich begleiten wenn Du es willst.


    UND ES GIBT NOCH EIN DANACH :rolleyes:


    Lossi grüßt und wünscht Dir Glück

  • Liebe Sibel,


    herzlich willkommen auch von mir, eine weitere Schicksalsgenossin. Du bist von der Diagnose gerade überrollt und alles ist durcheinander und du hast große Angst. Das kann hier jede nachvollziehen, ging uns allen ähnlich.


    Mich hat der Brustkrebs mit der Zeit gelehrt, mir erst dann Sorgen zu machen, wenn es einen konkreten Anlass dafür gibt. Ich gehe gerade durch die Therapien (Chemo gerade heute vorbei, bald Bestrahlung und AHT) und nutze auch komplementäre Methoden (Mistel), achte auf Ernährungsempfehlungen und darauf, dass ich weiterhin viel Sport mache. Ich bin gelassener geworden und ich mache mir immer wieder klar, dass Brustkrebs zwar ein heftiges Schicksal ist - aber nicht zwingend ein tödliches. Ich lebe mehr in der Gegenwart. Wer weiß, ob ich nicht auch mal in einem Flieger sitze, der dann abstürzt, auf einer Fähre die untergeht, in einem Zug, der entgleist oder ein LKW fährt mich Radlerin über den Haufen. Wir wissen nie, was die nächste Stunde bringt. Es gibt für nichts eine Garantie. Und klar, taucht der Gedanke an einen Rückfall trotzdem auf. Den kann ich aber schnell loslassen und mich darauf besinnen, den Moment zu genießen. Ich sage mir immer: darüber mache ich mir dann Gedanken, wenn es soweit ist. Bis dahin erlaube ich meinen Gedanken nicht, mir auf diese Weise Energie zu rauben.


    An den Punkt wirst du bestimmt auch noch kommen. Lossi hat ein tolles Motto: informieren-Angst verlieren. Für mich ist das auch ein guter Weg. Vielleicht auch für dich?!


    Ich wünsche dir viel Unterstützung durch liebe Menschen und gute Beratung und Betreuung durch deine Ärzte.


    Liebe Grüsse, :hug:

  • Liebe Sibel,
    ich hatte schon seit Oktober was in meiner linken Brust getastet. - Schön blöd, richtig gepasst hat es dann erst im Januar. Vorwürfe mache ich mir nicht, ist ohnehin nicht mehr zu ändern.
    Diagnose Brustkrebs, Brust ab und Chemo. Für mich gab es nur 2 Möglichkeiten - entweder gesund oder tot und so habe ich mich wie verrückt nach Tabletten umgeschaut. Inzwischen ist von der Diagnose Brust ab geblieben, Chemo vielleicht nicht. Am 11. März werde ich operiert. Den Gedanken insgesamt bekomme ich auch nicht aus dem Kopf. Aber ich gehe in kleineren Schritten vor - jetzt erstmal die OP , davor habe ich keine Angst. Joni hat schon Recht - passieren kann immerzu was.
    Und hier zu schreiben und zu lesen hilft auch. Es wird besser.
    Sei lieb gegrüßt,
    Suse

  • Hallo liebe Sibel,


    herzlich willkommen im Forum. Ich habe eine ähnliche Diagnose wie du. Brustkrebs mit befallenen Lymphknoten, Chemo, Bestrahlungen und Tam. Dies liegt jetzt jedoch schon 3 1/2 Jahre zurück und seit 3 Jahren nehme ich Tam. Ich kann deine Angst verstehen, mir ging es ähnlich. Ich habe aber inzwischen viele Frauen kennen gelernt, die gleiche durchgemacht haben und viele schon über 10 oder mehr Jahre ohne Rezidive gut überstanden haben. Man nimmt leider oft nur das Negative auf und vor allem sieht man in den Klinken die "Geheilten" nicht, nur die, die es wieder betrifft!!!!!


    Wünsch dir für die Behandlung alles Gute und lass den Kopf nicht hängen.


    Ich schicke dir ein paar Sonnenstrahlen aus Bayern!


    Viele Grüße
    Norderney

  • Liebe Sibel,
    auch ich möchte mich noch melden und Dich erst einmal hier begrüßen. Meine OP war Ende Januar, jetzt warte ich auf den Beginn der Bestrahlung. Die AHT hat schon begonnen.


    Ich kann Deine Verzweiflung und Deine Angst nur zu gut nachfühlen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es langsam besser wird. Ich musste mir einfach Zeit lassen. Für mich war die Diagnose ein Schock in einer Lebensphase, in der eigentlich alles so gut lief und ich glücklich war. Diesen Schock musste ich verarbeiten und mit dem Annehmen des Unveränderlichen tue ich mich auch noch sehr schwer. Bei mir kommt die Lebensenergie jetzt langsam wieder zurück; ich spüre wieder immer mehr, dass ich ja am Leben bin. Dieses Gefühl war zwischenzeitlich weg.


    Vielleicht hilft Dir der folgende Gedanke: Akzeptiere Deine Gefühle so wie sie heute sind, aber verlängere sie nicht in die Zukunft. Sie werden nicht so bleiben. Auch Du wirst wieder schöne Gefühle haben.


    Die Information, dass Rezidive auch nach mehr als fünf Jahren nicht untypisch sind, habe ich auch in meinem Brustzentrum erhalten. Daher hat man mir dort gesagt, dass ich Tam wahrscheinlich länger als 5 Jahre nehmen soll.


    Liebe Grüße
    Seagull

  • Ihr habt ja so recht! Jede einzelne von euch. Danke für eure einfühlsamen Worte, eure Geschichte und Gedanken. Ich habe den Eindruck, dass ihr sehr gut damit klar kommt und ich hoffe, es wird mir auch gelingen. Im Moment steht bei mir alles still. Bis zur OP dauert es noch ein bissl. Vielleicht ist es auch noch diese Warterei, die mich so verrückt macht. Alles was ich will, ist, dass hier irgendwie durchzustehen. Ich bin so froh, dass ihr alle da seid!
    Lossi:-) dein Reha-Tagebuch finde ich echt schön. Freu mich schon auf Deine nächsten Zeilen.


    Alles Liebe
    Sibel


    PS.: Danke für die Sonnenstrahlen, die kann ich gut gebrauchen!

  • Hallo ihr Lieben,


    ich brauche mal ein paar beruhigende Worte, soweit es Euch möglich ist, oder Tipps, was ich tun soll.


    Hatte vor zwei Jahren Brustkrebs, ohne Lymphknotenbefall und ohne Metas. Habe die komplette Therapie mit Chemo, Bestrahlung und 10 Jahre Tamoxifen.


    Ich werde aber meine Angst vor Wiedererkrankung nicht wirklich los.


    Hinzu kommt jetzt, dass ich seit zwei Wochen nicht zunehme, auch nicht bei erhöhter Kalorienaufnahme, was eigentlich vorher kein Problem war.


    Jetzt esse ich viel und achte nicht auf die Kalorienzahl. Trotzdem wird mein Gewicht (173 cm 64 kg) nicht mehr. Und viele nehmen doch zu unter Tamoxifen.


    Meine Onkologin sagt, es ist die Psyche und schickt mich zu keinerlei Untersuchungen, kleines Blutbild ja, da ist der Lipasewert ganz leicht erhöht und die Thrombozyten leicht unterm niedrigen Grenzwert.


    Bin oft leicht erschöpft und antriebslos. Schiebe das aber auf Tam. Nur meine Hüfte tut weh beim Gehen, mal mehr, mal weniger und zieht bis in die Leiste und Oberschenkel. Damals beim Knochenszinti wurden dort degenerative Veränderungen festgestellt.


    Ich weiss nicht, was ich machen soll. Meiner Ärztin vertrauen und es auf die Psyche schieben? Ich fühle mich überhaupt nicht wohl und mache mich immer mehr verrückt. Was kann ich tun? Hier lese ich oft, wie regelmäßig die Nachsorge mit Sono, CT und anderes gemacht wird. Das ist bei mir überhaupt nicht so. Würde gerne zu einem anderen Arzt gehen. Könnt ihr mir per PN vielleicht in Wismar oder Schwerin jemanden empfehlen? Oder meint ihr, ich brauche wirklich nur den Termin beim Psychologen? Danke im Voraus und liebe Grüße

  • Halli :P Hallo islandpferdefan09 :hug:


    ob du wirklich nur den Termin beim Psychologen/in brauchst kann ich nicht beurteilen.
    Ich für mich würde darauf bestehen, bei deiner Schmerzbeschreibung, dass eine Knochenszintigraphie gemacht wird,
    vielleicht auch eine Zielaufnahme von der Hüfte, wie auch OB-Sono um alle Eventualitäten auszuschließen!
    Ein K-szinti ist immer angebracht bei Dauerschmerz, auch wenn dieser Schmerz mal mehr, mal weniger auftritt!


    Nach deiner Beschreibung hört sich das wirklich nach Hüftverschleiß an und wenn schon eine Degeneration im letzten
    Bildlichen-Verfahren festgestellt wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch dass deine jetzigen Beschwerden
    daher rühren. An Metas würde ich von daher nicht unbedingt denken……aber leider springt unser Gedankenkarussell immer
    an und dieses anzuhalten geht fast nur wenn wir aktiv werden


    Ein Arztwechsel ist völlig legitim, wenn deine Ärztin nicht mit sich reden lässt, kein Vertrauen mehr vorhanden ist und
    alles auf die Psyche zu schieben, auch wenn viel vor der Psyche ausgeht, finde ich nicht OK


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von ika-ulm ()

  • Hallo islandpferdefan09,


    oh wie gut kann ich dich verstehen. Nun nach Abschluß meiner Therapie werde ich die Angst vor Metas oder einem Rezidiv auch nicht so richtig los. Unter Therapie habe ich mich doch um einiges sicherer gefühlt, aber damit müssen wir nun leben, wenn es auch sehr nerverzerrend ist. Ich glaube sich Hilfe von einem Psychoonkologen zu holen kann nie schaden, denke auch gerade drüber nach.


    Ansonsten kann ich mich Ika nur anschließen. Ich würde auch auf ein Knochenszinti drängen, nur zu deiner Beruhigung.
    Und die Idee mit dem Arztwechsel kann ich voll und ganz verstehen und würde mich nicht scheuen es zu tun. Ich wohne in der Nähe von Rostock aber was die Ärzte in deiner Region angeht, kann ich dir leider nicht weiterhelfen.


    Ich gehe morgen auch zum Lungen CT und wie mir zur Zeit zumute ist, kannst du dir sicher denken. Angst, Angst, Angst.....und dann noch dieses warten auf den Befund. Aber ich gehe natürlich von einem o.B.aus.


    Dir wünsche ich weiterhin alles Gute und liebe Grüße von Lexi

  • Liebe islandpferdefan,
    also zum ersten muss ich mal sagen das ich jedes mal einen fast anfall bekomme das fast alles auf die psyche geschoben wird,klar ist die angegangen.....
    Das problem was ich nun schön öfters festgestellt habe ist,das frauen die beim arzt oft äussern angst vor neuerkrankungen zu haben,sofort dort reingeschoben werden...
    Oft habe ich das gefühl die ärzte sind vollkommen überarbeitet und wenn man untersuchungen verlangt die sich das in gewisser weise sogar angepinklet fühlen in ihrer berufsehre....Ich würde dir definitiv empfehlen einen neuen arzt zu suchen,und das mit dem ganz sachlich zu klären,ohne ihm zu zeigen das du angst hast....Dann bekommst du sicher auch deine untersuchung,mach dich mal nicht zu sehr verrückt wegen der nicht zunamhme von deinem gewicht,viel wichtiger ist ja,das du nicht extrem viel pfunde einfach so verlierst..
    Nichts desto trotz solltest du dir iregndwann natürlich überlegen wenn du merkst das deine angst so gar nicht minimiert werden kann,einen psychologen in betracht zu ziehen oder aber was ich noch viel sinnvoller finde,also ich für mich eine selbsthife gruppe wo betroffene mit betroffenen reden können,denn grad da kann man ängste wesentlich bessser verstehen und auch da sitzt oft ein psychologe mit bei....
    Versuch das mal,und wie gesagt,macht dich jetzt nicht so knallig weil du unter tam nicht zunimmst,stell dir vor,du bekommst deine untersuchung,hast nichts,dann kannst du dich freuen das du nicht soviel zunimmst.....
    Also einmal tief luft geholt,google aufgemacht und nen netten doc gesucht,dafür gibt es google und viele ärzte werden dort bewertet,ich schau da immer nach..;-)
    Ganz dicken daumendrücker für dich..
    Bis dahin
    Toscha.

  • Liebe islandpferdefan,
    bei körperlichen Beschwerden ist es normalerweise so, dass zuerst einmal eine Diagnostik gemacht wird, also alle
    bildgebenden Untersuchungen, Blutuntersuchungen usw. durchgeführt werden, die notwendig sind.
    Wenn das deine Ärztin nicht macht, halte ich das eigentlich für verantwortungslos und das wäre für mich ein Grund, den
    Arzt zu wechseln.
    Ein Arztwechsel wirkt manchmal Wunder.
    Leider kann ich dir keinen Arzt empfehlen, weil ich am anderen Ende von Deutschland wohne..... ^^
    Wenn körperlich nichts gefunden wird, dann kann man sich Gedanken darüber machen, ob es eventuell psychosomatisch
    ist.
    Meine Mutter hatte ein Mamma Ca, da war sie 47 Jahre alt. Viele Jahre, eigentlich bis heute, lebte sie voller Angst, ob der
    Krebs zurückkommt. Bei jedem Pickel dachte sie, das sei Krebs.
    Meine Mutter feiert dieses Jahr im Dezember ihren 94.Geburtstag. Soviel zu dem Thema. :)
    Ich wünsche dir, dass du bald eine Ärztin findest, die dich ernst nimmt und zu der du Vertrauen haben kannst.
    Viele liebe Grüße von mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

  • Ich kann Deine Sorgen auch gut nachvollziehen. So lange nicht alles richtig abgeklärt ist- mit hundertprozentiger Sicherheit
    wird das auch nicht besser. Das zieht ja auch psychische Probleme nach sich, wenn man immer mit dieser Unruhe und
    Ungewissheit rumläuft. Ein Blutbild und ein paar andere Blutwerte sind da zu ungenau. Und wenn Deine Onkologin das
    nicht macht - würde es Dein Hausarzt machen ? ,dass er Dir die Überweisung für die Untersuchungen schreibt. Am besten
    Du gehst in das Brustzentrum wo Du behandelt worden bist . Da können vielleicht alle nötigen Untersuchungen auf einer
    Stelle gemacht werden. Die Onkologin würde ich wechseln , denn alles auf psychisch abschieben ist meiner Meinung
    nach etwas zu leichtfertig. Vielleicht sollte bei allen Untersuchungen die Schilddrüse mit untersucht werden, denn die
    ist ja das Organ welches für unseren Gesamtstoffwechsel zuständig ist und vielleicht reagierz die etwas über und
    produziert zu viele Hormone ihrerseits. Dann nimmt man auch nicht zu , obwohl man viel isst. Kann ja durch die ganzen
    Behandlungen die Du hinter Dir hast , dass die Schilddrüse in Mitleidenschaft gezogen ist.


    Oder Du sprichst das Thema nochmal offen an bei Deiner Onkologin und sagst ihr dass Dich das so beunruhigt , und bestehst
    auf weitere Untersuchungen. Wenn sie nicht reagiert , kannst Du immer noch wechseln.
    Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass weitete Untersuchungen im vernünftigem Rahmen gemacht werden ,
    dass dann nur ein o. B rauskommt und Du beruhigt bist , weil Du Sicherheit hast.
    Wenn organisch nichts rauskommt , kann man immer noch anderweitig was machen- Psychoonkologie , Rehasport usw.


    Es gibt jedoch dass manche Menschen vom Tamoxifen nicht so zunehmen. Ich habe auch 5 Jahre Tam genommen und ich
    habe durch das Tam nicht so viel zugenommen. Jetzt wo ich das Letrozol nehme, da muss ich mehr aufpassen , dass ich
    nicht so viel zunehme. Vielleicht liegt das ja auch am Alter und den Wechseljahren.
    Bei mir wird in der Nachsorge , unter Normalbedingungen auch keine weitere bildgebende Diagnostik gemacht , ausser
    der jährlichen Mammografie und Brustultraschall. Alle halbe Kahr wird bei mir Blut abgenommen, aber nur weil ich das
    Prolia zur Osteoporosevorbeugung bekomme.Wenn ich Beschwerden habe oder bei den Blutwerten etwas ist , dann wird
    weitere bildgebende Diagnostik gemacht.


    Ja, die Angst vor einem Rezidiv , Neuerkrankung oder Metastasierung , die lässt uns nie ganz los . Mit zunehmender Zeit
    je länger die Erkrankung zurückliegt und alles in Ordnung ist , desto mehr geht die Angst zurück oder wir lernen
    zunehmend besser damit umzugehen. Vielleicht lässt der Alltagstrott die Angst in den Hintergrund sinken , kann sein.
    Ich habe heute vor den Nachsorgen auch immer ein leicht mummliges Gefühl und bin immer froh , wenn ich mir ein
    o. B abholen darf und schnell nach Hause kann.
    Ich schicke Dir noch eine Umarmung :hug: und dass sich alles zum Guten für Dich klärt
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke