Motivation zur Bewegung

  • Hallo alle miteinander,

    Nachdem ich jetzt 2 Tage mit Glieder ,- u. Knochenschmerzen vor mich hingetümpelt habe und heute morgen " erst" um 9.00 Uhr aus dem Tiefschlaf aufgewacht bin, saß ich beim Frühstück und dachte: " Mensch ,eigentlich geht es dir doch wieder besser.Jetzt könntest du ja raus walken gehen.Das Wetter passt super,nicht zu heiß..."

    So der Gedanke!! Dann kam der altbekannte innere Schweinehund um die Ecke.Brauche ja nicht mehr dazu zu sagen,denn den kennt fast jeder.

    Ohne ein Ton und großem Überlegen trank ich gemütlich mein Kaffee aus ,schlüpfte in meine Sportsachen und schon lief ich los.

    Die ersten Schritte nach meinem 2 tätigen Tief waren ....🤔🤔.,aber es wurde immer besser.Aus 3 km ,würden am Ende 6 km mit Bergen....

    Jetzt sitze ich glücklich,schwitzend und stolz auf der Terrasse und muss ausdampfen. Gleich unter die Dusche und der Tag sieht gleich viel netter aus.Die Hausarbeit hat auch bis jetzt gewartet.Die geht jetzt sehr motiviert von der Hand.

    Was ich eigentlich sagen möchte..

    Nutzt die Gunst der Stunde und die guten Zeiten.Der Kopf wird frei und das ist gut für das Gemüt.Ein fitterer Körper hilft besser,durch die Chemo zu kommen.

    Ich weiß selbst,dass das Aufraffen nicht immer einfach ist,aber wenn man einmal losgelegt hat,macht es sogar Spaß...

    Die Chemo lässt uns schon genug unfreiwillig zur Couchptato werden.Und der Sommer ist dieses Jahr ideal zum rausgehen.

    Euch allen einen schönen Tag:)

  • Bin da ganz bei Dir Erdnuss :thumbup::thumbup:

    Es ist ein tückischer Kreislauf, im wahrsten Sinne des Wortes, denn wenn man müde und schlapp ist, legt man sich logischerweise hin.

    Wenn man sich aber nicht irgendwann mal selber tritt und aufsteht, kommt der Kreislauf einfach nicht in Gang und man kommt aus dem Schlapploch kaum noch raus.

    War heute auch schon mit Hund und Rad unterwegs, obwohl ich nach meinem Fenistilmassaker gestern echt noch müde war, aber seitdem ich draussen war, gehts mir soviel besser:love:

    Dafür ist dann, nach der kleinen Mittagsgassirunde wieder Sofa angesagt und heute abend wieder treten und nochmal ne halbe Stunde mit dem Hund raus:thumbup:

  • Mir hat Bewegung (und ich gehöre nicht zu den Supersportlern) auch sehr gut getan und mich gut durch die Behandlungen kommen lassen. Klar gabs auch Tage, da ging überhaupt nichts und das war auch ok. Es gab Ärzte die haben immer und immer gepredigt, wie wichtig regelmäßig Sport sei und das hat irgendwie bei mir ziemlich Druck aufgebaut und mich unter Stress gesetzt. Die Pschoonkologin meinte dann irgendwann " einen Sch… müssen Sie!" , tun Sie alles, was Ihnen guttut und wenn ihr Körper Ruhe braucht, gönnen Sie ihm diese." Und mit dieser Einstellung bin ich richtig gut durchgekommen und habe mich, wenn es ging auch viel bewegt. (zu Fuß zum Arzt, kleine Spaziergänge mit Hund und als es Frühling wurde, ganz viel Rad gefahren).

  • Ich kann den Beiträgen nur beipflichten. Ich habe an einer Studie teilgenommen, die die positiven Auswirkungen von Sport während der Chemo belegen soll. Ich (als vorher nicht sportlich Aktive) musste bzw durfte während der Chemo 2x wöchentlich im Fitnessstudio ein vorgegebenes Ausdauerprogramm absolvieren und zu Hause zusätzlich 1x wöchentlich trainieren. Und ich bin froh, an dieser Studie teilgenommen zu haben. Ja, an manchen Tagen wäre ich lieber auf der Couch geblieben 8o, aber wenn ich das Sportprogramm hinter mir hatte, ging es mir immer besser als vorher (nie schlechter). Natürlich gab es auch Tage, an denen es körperlich nicht möglich war, Sport zu treiben. Dann habe ich mir Ruhe gegönnt. Aber an den anderen Tagen muss man den inneren Schweinehund nur kurz überlisten und danach fühlt man sich besser :)

  • Hallo liebe Erdnuss,

    ich will Dir jetzt nicht empfehlen ,einen Hund anzuschaffen;),aber mein Personal Trainer ist unser Hund!

    Der will einfach raus und gibt sich nicht mit dem Garten zufrieden,das heisst auch für mich ,Gas geben .3 mal am Tag und das 5 mal die Woche,die anderen zwei Tage übernimmt mein Mann.

    Grüssle aus Schwaben:)

  • Hallo ihr Sportskanonen,

    das klingt ja alles super!!! Bleibt weiter dabei!!!!

    Und wenn wir alle die Therapie fertig haben,melden wir uns für die Olympiade an...😉😉😉😉


    Euch einen tollen Nachmittag

    Zum Glück habe ich heute schon gesportelt...es regnet!!!

  • Und allen die keinen Hund haben, empfehle ich einfach mal im örtlichen Tierheim vorbeizuschauen, die suchen doch immer frewillige Gassigeher für die Hunde...man tut was Gutes für sich und für die Tiere:thumbup:

  • Ich bin vom Sportmuffel auch zur (in meinem bescheidenen Umfang ;)) Bewegungsheldin geworden. Bis zur Erkrankung war es hauptsächlich Radfahren am Wochenende, viel Alltagsbewegung (großer Teil meines Weges zur Arbeit zu Fuß, etc.) und alle naselang, meist sogar nur im Urlaub, Nordic Walking, was ich früher mal sehr regelmäßig und auch einigermaßen sportlich gemacht habe.


    Da ich nun Letrozol, also einen Aromatasehemmer, nehme, ist meine Hauptmotivation zum Sport das erhöhte Osteoporoserisiko. Aus diesem Grund laufe ich seit April (OP war Ende Dezember) wieder zwei bis drei mal wöchentlich Nordic Walking, bei schlechtem Wetter hüpfe ich auf dem Minitrampolin und am Wochenende weiterhin Radfahren mit meinem Mann. Es soll aber noch mehr werden, denn in der Reha, aus der ich seit einer Woche zurück bin, habe ich jede Menge Sport gemacht inkl. dem Weg in den 6. Stock zu meinem Zimmer fast ausschließlich über die Treppen, und es hat mir richtig Spaß gemacht.


    Aktuell schaue ich mich nach Aquafitness um, werde mir Reha-Sport verordnen lassen und möchte in einem FItnessstudio, wo dieser angeboten wird, auch Gerätetraining und Kurse, wie Zumba und Yoga, belegen. Seit meiner Rückkehr bin ich immerhin schon 4 mal gelaufen und am Wochenende 35km Rad gefahren.


    Ich hoffe sehr, dass die Motivation anhält. Seit diesem Monat arbeite ich nur noch in einer halben Stelle, u.a. damit ich auch die Zeit dafür habe....

  • Hallo Ronda,

    das ist eine tolle Idee.Da stimme ich zu und werde auch mal darüber nachdenken.Bei uns liegt nur das Tierheim viel zu weit entfernt und um Moment soll ich von meinem Mann aus besser in einem Radius bleiben.Im Fallr doch mal was nicht in Ordnung ist.

    Im Moment motiviere ich mich nicht nur alleine,sondern auch einige gesunde Couchptatos aus der Nachbarschaft. 😎 Die staunen immer,wenn sie mich sehen.Irgendwann sagte ich,dass die gerne mitlaufen können,wenn die Lust haben.Einige brauchen halt jemanden,der sie dazu motiviert.

  • Hi-

    finde auch, dass es mir gut tut während der Chemotherapie zu sporteln.

    Leider geht mein Aikido gerade nicht wegen Port, aber ich fahre weiter Rad, bin montags im Park zum Tai Chi und habe Nordic Walking begonnen. Direkt an den doofen Tagen nach der Chemo werfe ich eine Feldenkrais Lektion ein und mache Übungen auf der Matte. Wirkt für mich bislang ganz gut, wenn der Kopf beschäftigt ist.

  • Ich bin in der Reha zur Sportlerin geworden, es macht Spaß, und was Spaß macht, tut auch gut. Ich bin seit zwei Wochen aus der Reha zurück und War in dieser Zeit drei Mal nicht Sportler. Ich habe das Nordic Walking für mich entdeckt und bin immer eine Bis anderthalb Stunden unterwegs. Ich schaffe in derselben Zeit immer mehr Strecke, das finde ich so schön. Ich bin viel fitter. Und bevor es losgeht, sage ich meinem Karl Ar..., daß er jetzt was aufs Dach kriegt in Form von Sauerstoff, denn Krebs Zellen mögen den nicht!^^

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Super die Einstellung habe ich auch. Mir pieksen die Beine auch und wenn ich dann mit Hund so 1 1/2 Stunden unterwegs bin, dann ist auch der Pudding in den Beinen weniger bzw. fast weg. Ich versuche alles zu geben, damit dieser Parasit echt was auf den Ar... kriegt. Der soll mich nicht unterkriegen. Ich bin stinkesauer auf den, da mein Leben gerade mal anders ist. Und das war nicht mein Plan. LG bijou

  • Ich war heute schwimmen und habe 50 Minuten meine Bahnen gezogen, es war einfach nur gut! Ich fühle mich fit. Am Wochenende gehen wir wieder ins Schwimmbad, und dazwischen mache ich Nordic Walking. Ich habe ein Ziel, ich möchte im Mai mit auf den Jakobsweg von Frankfurt/Oder nach Berlin, und ich weiß, ich werde das schaffen!

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Ich war am Sonntag wieder schwimmen und heute zwei Stunden Nordic Walken. Gestern und vorgestern hatte ich leider keine Zeit. Morgen geht es wieder ins Schwimmbad.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Danke, liebe Sonnenglanz! Ja, ich bin sehr zuversichtlich! Heute War ich wegen Halsschmerzen nicht schwimmen, aber anderthalb Stunden Nordic Walken!


    bijou

    Du hast genau die richtige Einstellung weiter so!


    Ich habe schon Muskulatur aufgebaut, die Beine sind fester, die Arme auch. Die Rückenmuskulatur ist kräftiger. Ich fühle mich gut! Das Gut fühlen wünsche ich allen anderen hier auch!:thumbup:

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liebe Bonny und Frieda ,

    ich kann Dich sooo gut verstehen. Ich bin auch erst in den letzten Monaten zur Sportlerin geworden. Ich gehe 4 mal die Woche ins Gerätetraining und erledige einige Sachen mittlerweile zu Fuß, anstatt mit dem Auto. Weil die Krebszellen keinen Sauerstoff mögen😉

    Es tut mir und meinen geschundenen Knochen einfach gut, wenn ich Sport mache.

    LG aus Frankfurt

  • Ihr macht Mut! Habe mir gerade eine Rehasportverordnung vom Hausarzt geholt. Kann damit mit einem kleinen Zusatzbeitrag von 22 Euro im Fitnessstudio die Geräte mit benutzen. Das ist schon ein finanzieller Unterschied zu einem vollen Beitrag. Nur noch auf Krankengeld hat man es ja auch nicht so dicke... Wenn meine Freundin von ihrer Reha zurück ist, werden wir 1x die Woche walken. Da freue ich mich richtig drauf.

  • Sehr für Bina_63.

    Das hört sich nach einem Plan an. Es kommt auch nicht auf die Gewichte an, sondern auf Stabilisierung und Ausdauer. Ich darf wegen Knochenbruchgefahr nicht alle Übungen machen. Aber es bleiben genügend Geräte übrig. Ich bin in einer Physiologischen Praxis angemeldet. Das ist genial, weil da immer jemand von den Physiotherapeuten ist, den man fragen kann. Viel Erfolg und Spaß!