Ein herzliches Hallo aus Bayern von jemandem, der eigentlich nie gedacht hätte, hier zu sein ...

  • Ein herzliches Hallo an Euch alle hier :)


    Mein Name ist Renate, 47 Jahre alt und ich bin hier wohl - wie wahrscheinlich einige andere - gelandet, weil ich den Fehler des "googelns" gemacht habe und ja ich weiß eigentlich, ich hätte es lassen sollen :( Aber ich hege alle Hoffnungen, dass der positive Aspekt dabei war, hier auf das Forum gestoßen zu sein, das mir beim lesen der Beiträge schon so viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft von Euch ausgestrahlt hat. Ich habe keine Kinder, bin aber mit meinem Mann nun seit knapp 30 Jahren zusammen. Auch sonst habe ich keine Angehörigen mehr, außer seitens meines Mannes. Da herrscht aber kein reger Kontakt. Macht es das leichter? Wird es das leichter machen, mit der Diagnose umzugehen? Ja... ich weiß... ich hege dumme Gedanken aktuell...

    Ich bin in Vollzeit berufstätig als Verwaltungsangestellte und liebe meinen Job an sich. Wir sind ein kleines Team und arbeiten schon sehr lange zusammen. Allerdings brauche ich jetzt irgendwie erst mal Abstand. Ich kann nicht reden .... nicht mit ihnen... nicht mit Bekannten.... das will ich einfach aktuell nicht, auch wenn ich es selbst nicht so wirklich verstehe.


    Also ich kann irgendwie eigentlich noch so gar nichts so richtig sagen über meine derzeitige "Situation" (blöder Ausdruck :(), außer dass ich völlig fertig und niedergeschlagen, traurig, hoffnungslos und zornig bin.... am Donnerstag war ich bei meinem Gynäkologen, weil ich in meiner rechten Brust einen Knoten, fast schon ein "Gewölbe" ertasten konnte seit einiger Zeit, das sich auch schon nach außen deutlich abzeichnete. Nach einer Woche bekam ich den Termin bei ihm.

    Er untersuchte mich sehr gründlich und machte auch einen sehr langen Ultraschall von meinen Brüsten. Dann schallen mir nur noch seine sehr ernsten Worte entgegegen, weil alles andere irgendwie verschwamm: "Frau R. ich möchte Ihnen direkt sagen, es sieht nicht gut aus. Ich will Ihnen keine Hoffnungen machen.... Verdacht auf Mammakarzinom.... Brustkrebs...weitere Untersuchungen schnellstmöglich.... Mammografie, Stanzbiopsie" ... so vieles, was ich nicht verstand... Er hat sich sehr viel Zeit genommen... ja wirklich ... sein ganzes Team eigentlich. Alle standen da und waren sehr einfühlsam und erklärend, aber meine Aufnahme war einfach irgendwann einfach nur noch 0... ich habe gehört, aber nicht verstanden. War wie in Nebel gepackt.

    Ich kann Euch den genauen Wortlaut nicht mehr so schildern. Er meinte, er habe einen ca. 1,5x1,6cm großen Tumor entdeckt und sein Verdacht und sein Blick..... in mir ist etwas ganz langsam zerbrochen an der Stelle.... aber ich glaube, Ihr wisst wahrscheinlich alle ganz genau, wie sich dieser Moment anfühlt...wenn der schwarze Vorhang fällt, aber er sich nur als lichter Grauschleier entpuppt, der alle bösen Gedanken einfach auf einen einpreschen lässt...Ich habe es ja auch selbst gesehen auf dem Bildschirm beim Ultraschall... ein großes schwarzes Irgendwas, das da einfach nicht hingehört :rolleyes:


    Nun stehe ich mit einer Überweisung zur Mammografie erst mal unter Schock und die Wartezeit zehrt so verdammt an meinen Nerven. Am kommenden Donnerstag ist sie geplant und am Dienstag darauf auch gleich die Stanzbiopsie bei meinem Gyn, dem ich bis jetzt eig sehr vertraue. Ich hoffe, das kann ich.

    Langsam will ich nur noch wissen, was Fakt ist.... ein Ergebnis schwarz auf weiß haben, einen Weg kennen....

    Bitte seid nachsichtig mit mir, wenn ich hier wahrscheinlich Fragen stelle, die schon tausendmal gestellt worden sind, aber ich werde versuchen, so gut und viel wie möglich hier zu lesen und zu suchen, damit es nicht zu arg wird.


    Ich hoffe so sehr, hier auf Menschen zu treffen, mit denen ich reden, die ich fragen kann.... die mir einfach das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.

    Ihr habt selbst so viel durch gemacht und erlitten und trotzdem liest sich hier alls so warmherzig und freundlich und mitfühlend.

    Ich hoffe, Ihr nehme mich mit in Eure Runde und freue mich sehr darauf, mit Euch zu schreiben. Insofern man hier von "Freude" reden kann... tut mir leid... ich weiß es gerade nicht anders auszudrücken.


    Falls Ihr noch irgendetwas über mich wissen wollt, fragt einfach. Ich weiß jetzt halt einfach nicht, was ich noch schreiben kann .... außer dass ich froh bin, Euch "beim googeln" entdeckt zu haben und das werde ich jetzt wirklich brav bleiben lassen.... das googeln ;)


    Alles Liebe Euch allen und habt einen positiven Tag <3

  • Liebe Ruby_47 ,


    herzlich willkommen in diesem schönen Forum, auch wenn der Anlass kein schöner ist. Du stehst noch ganz am Anfang, da ist im Kopf

    ein absolutes Caos, Starre, Wut, Ohnmacht, auch immer noch ein bissel Hoffnung.Als ich meine Diganose vor 9 Wochen erhielt, da ist für mich eine Welt zusammengebrochen, ich war voller Angst, teilweise auch ein wenig hysterisch, ich wurde hier im Forum sehr gut aufgefangen, zumal mein Mann die Chemotherapie zunächst absolut abgelehnt hat. Die Foris haben mir Kraft gegeben und sie haben mir immer wieder gesagt, wenn der Fahrplan feststeht geht es leicher, das wollte ich nicht glauben aber es ist tatsächlich so.

    Inzwischen habe 6 von 12 Chemos überstanden und es geht mir im Großen und Ganzen recht gut. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und die nötige Zuversicht und wenn ich darf, nehme ich Dich einmal ganz fest in den Arm.

  • Vielen Dank für Deine warmen Worte Conzi und natürlich darfst Du.... nichts tut mir jetzt besser, mich gedrückt zu fühlen, auch wenn es aus der Ferne ist.

    Ich hoffe auch so sehr, dass ich mit der Situation besser umgehen kann, wenn ich einen Weg kenne, der mir aufgezeigt wird und nicht mehr mit dieser Ungewissheit zurecht kommen zu müssen. Muss sich doof anhören, weil es ja eig nur ein paar Tage sind, aber es zieht sich so :rolleyes:

  • Hallo liebe Ruby_47 , herzlich Willkommen hier in diesem Forum, wo eigentlich niemand sein möchte, aber sich alle trotzdem wohl fühlen.


    Du kannst hier alle Fragen stellen, die Dir unter den Nägeln brennen und auch wenn diese Fragen schon 1000 mal gestellt wurden, wird hier niemand müde sie zum 1001 mal zu beantworten:*


    Die Zeit, die Du gerade durchmachst ist tausend mal schlimmer, also die anschliessende monatelange Behandlung?(

    Das Warten macht einen fertig und endet leider auch noch nicht mit der Diagnose:rolleyes:, sollte sich der Verdacht Deines Gyns bestätigen gehts leider erstmal weiter...es wird geguckt, ob das Vieh schon Metastasen gebildetet hat, heisst es folgen MRT, Knochenszintigrafie, CT von Lunge und Leber. Tut zwar alles nicht weh, aber man wartet weiter auf Ergebnisse:P, naja und sollte ein Chemo nötig sein, ist noch ein kleiner Eingriff nötig um den Port zu platzieren

    So nach 3-4 Wochen hat man es geschafft, dann wird der Schlachtplan ausgearbeitet und es geht dem Ding an den Kragen.


    Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es Dir gerade geht, meine Diagnose bekam ich Mitte April, noch nicht lange her und ich stecke mitten in der Behandlung.


    Sei tapfer und bombardiere uns mit Fragen:*

  • Ich danke Euch Ronda und @Sternchen72 <3

    Ich glaube, mich - wenn auch aus sch*** Beweggründen - hier her zu verlaufen haben, war das beste, was mir passieren konnte. Eure herzliche Aufnahme tut mir so gut :*

    Schon komisch, dass hier so viele "Neugestrandete" sind.... Wahnsinn, dass es so viele Frauen trifft.... auch wenn ich über Statistiken gelesen habe, ist das mehr als ein zusätzlicher Schock :(

  • Ja ich bin auch immer traurig, wenn sich Neue vorstellen. Das ist fies und soll so nicht sein:(


    Aber vielleicht beruhigt es Dich auch etwas, das Brustkrebs heute sehr gut therapierbar ist, es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten und eine davon wird auch Dir helfen:*, sofern es wirklich Brustkrebs ist, noch ist alles offen.

  • Liebe Ruby_47 ,


    es hört sich überhaupt nicht doof an, diese Ungewissheit macht ja so zu schaffen, da kann eine Stunde unendlich werden.Wenn Du die Diganose dann hast und die Termine für die ganzen Untersuchungen feststehen ist das auch nochmal ein Ritt, der nicht zu enden scheint, aber auch das ist zu schaffen. Und dann kommt der Therapiemaraton, ich habe Chemo zu meinem Schwert gemacht und trotzdem habe ich das Gefühl die Zeit vergeht nicht, aber letztendlich je mehr geschafft ist, umso züger geht es dann doch. was für mich ganz schwierig war, war das entschleunigen. Ich habe gern gerarbeitet und wollte eigentlich auch zumindest bis August noch arbeiten, aber es hätte zuviel durcheinader gebracht. Mein Sohn hat heute zu mir gesagt " Mama in 20 Jahren sagst Du, als der Jahrhundertsommer war, hab ich den sch....Krebs besiegt"

    Ich bin auch schockiert, wieviel Frauen an Brustkrebs erkranken und Viele sind noch so jung.

  • Hallo liebe @Ruby47,

    Auch von mir ein herzliches Hallo...

    Diese momentane Situation in der du dich gefunden fest,hat wohl jeder am Anfang durchgemacht.Die Nerven,das Kopfkino..alles spielt verrückt. Dazu kommt daß googeln,was natürlich vieles negative lesen lässt. Das lasse ganz schnell bleiben... Mich hat es am Anfang so runtergezogen,dass jeder aus meinem Umfeld dachte,ich habe mich aufgegeben.

    Man braucht einfach die Zeit,um es zu realisieren und zu verinnerlichen.Man hat den Eindruck,dass alles von Diagnose bis zur Therapie viel zu lange dauert.

    Aber ich kann nur von mir sprechen.Wenn es dann einmal losgeht,entwickelt man viel Kraft und vorallem Kampfgeist.

    Während meiner ersten Chemo rumorte es in meiner Brust und ich sagte mir : "So du unliebsamen Untermieter..Jetzt hast du deine Kündigung bekommen!!"

    Klar gab es vorher Tiefen,wo ich mich im Spiegel kaum wieder erkannte.Nur noch geweint,Angst...Hoffnungslosigkeit.Ich hatte jede Lebensfreude verloren. Dann stand ich eines Tages vorm Spiegel und bin erschrocken.Das war ich nicht mehr.Und ich blieb stehen.Habe viel nachgedacht.Hatte vorher diese Forum gefunden und dachte an all die tapferen Kämpferinnen.Man hat hier immer ein offenes Ohr und kann sich auch mal sorry " ausk...". Habe auch 2 Bekannte,dir vor 9 und 10 Jahren an BK erkrankt waren und heute gesund und glücklich leben.

    Ich denke nicht mehr weit in die Zukunft.Ich mache jeden Tag einen Schritt nach dem anderen.Freue mich über gute Tage und nutze die auch.Lache wieder und nehme am Leben teil.

    Meine kleine Familie,Freunde und Bekannten stehen voll und ganz hinter mir.Am meisten bin ich froh,dass mein Mann mir den Rücken stützt.

    Auch ich habe Geschwister,etc.wo ich keine Verbindung mehr habe.Es geht schon so viele Jahre so,dass die in meinem Leben keine Rolle mehr spielen. Es klingt hart,aber für mich ist es besser...

    Ich weiß ja nicht,in wie weit ihr euch so versteht. Dann kann man überlegen,ob man denen eben über die jetzige Erkrankung Bescheid gibt.Aber das musst du selbst entscheiden.in meiner Situation ist es besser so.

    Auch wenn es schwierig für dich im Moment ist, Igel dich nicht ein und du wirst sehen,wenn mal die ganzen Untersuchungen hinter dich gebracht sind,dann wird es besser und du bekommst wieder einen klaren Kopf..

    Aber niemals aufgeben!!!!

    Ich hatte letzte Woche nach der 4.Chemo meine erste Kontrolle.Mein Tumor ist schon zu 60 % geschrumpft.. Und es folgen weiter 8. Das gibt viel Kraft weiter zu kämpfen...

    Dir alles gute..und wenn Fragen sind,dann einfach melden.

    LG

  • Hallo liebe Ruby_47 ,

    Auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Du beschreibst die Gedankenwelt,die eigentlich jede hier durchmachen musste.

    Ich verstehe auch total, dass du nicht reden willst, ging mir genau so. Die nächsten Wochen werden, deine Nerven strapazieren. Aber danach wird ein Schlachtplan stehen und es wird dir besser gehen, weil du aktiv was dagegen tun kannst. Schau Dich ruhig hier um, schreib Deine Fragen auf, gut, dass dein Doc direkt reagiert hat. Das lesen wir hier leider auch öfter anders. Versuch dich abzulenken, wenn du nicht unter Leute willst, geh in den Wald oder in die Natur mit deinem Mann oder auch alleine, das tat mir immer sehr gut, mich nochmal bissl ins Gleichgewicht zu bringen.

  • Liebe Ruby_47

    Ich drück dich erstmal ganz fest und heiße dich auch herzlich willkommen hier in diesem tollen Forum.

    Ich selbst habe Ende Mai meine Diagnose bekommen und kann es auch so gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.

    Ich konnte nichts essen und war völlig im Schockzustand.

    Die Untersuchungen ziehen sich in die Länge und man fragt sich, warum niemand sofort etwas unternimmt...

    Aber wie schon die anderen geschrieben haben, wenn die Therapie losgeht, wirst du merken, dass noch eine Menge Kraft in dir steckt.

    In jedem Brustzentrum gibt es eigentlich eine Psychonkologin, die einem wirklich gut zur Seite stehen kann. Ich kann das nur weiterempfehlen. Auch, wenn du es dir jetzt nicht vorstellen kannst, es hilft wirklich der Seele.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und frag so viel du möchtest :)

  • Liebe Ruby,


    herzlich willkommen in unserem netten Forum!


    Dieser Schock, wenn etwas entdeckt wird, was da nicht hingehört, diese Ungewißheiten bis eine Diagnose steht, das kennen die meisten hier und daher können wir gut verstehen, was du gerade durchmachst. Du wirst feststellen, dass es sehr hilft, wenn man sich mit selbst Betroffenen austauscht, einige stehen wie du am Anfang, andere haben einen Teil oder die ganze Therapie schon hinter sich, aber alle werden dich gerne an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Es ist hier wie in einer großen Familie, wo man sich umeinander kümmert.

    Lies dich durchs Forum und fühle dich bei uns wohl!

  • servus und griasdee Ruby_47 ,

    ja diese Warterei ist extrem nervenaufreibend !

    aber wie meine lieben Vorredner schon geschrieben haben, wenn der "Schlachtplan" erst mal feststeht, geht es los und du kannst "tatkräftig" gegen den mistkerl ankämpfen !

    stell ruhig alle deine fragen.... hier bekommst du sicher immer eine antwort dafür :)

    hier bist du gut aufgehoben, wir sitzen/saßen alle im selben boot; und jeder hier weiß wie schlimm besonders diese erste zeit ist !

    glg :hug:

    Lilli

  • Liebe Ruby47,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Ich falle hier etwas aus dem Rahmen, weil mein Brustkrebs im Frühstadium - noch nicht invasiv - beim Screening entdeckt wurde, hat mir aber auch so eine Brust weggebissen. Vorteil: Keine weiteren Behandlungen. Das Warten auf die Untersuchungsergebnisse ist nervig. Irgendwie wußte ich bei der Biopsie, dass das Ergebnis nicht gut sein würde. Kalt erwischt hat es mich dann nach der ersten - brusterhaltenden - OP. Da hatte mir mein Baugefühl eigentlich signalisiert "alles gut". War aber nicht. Du musst auf Achterbahnfahrten tgefasst sein. Familiär bin ich in einer ähnlichen Situation wie Du. Mit mir stirbt meine Familie aus. Keine Geschwister, keine Kinder. Zu Vettern und Kusinen so gut wie keinen Kontakt. Losen Kontakt zu den über Deutschland verteilten Geschwistern meines Mannes. A Aber es gab schon mehrere Krebsfälle in der Familie: Meine Eltern, meine Schwiegereltern, ein Bruder, ein Neffe meines Mannes. Und auch eine enge Freundin. Ihr und ihrem Mann gegenüber habe ich meine Erkrankung ganz früh kommuniziert. Sie hatte dasselbe getan. Und als ich dann Gewissheit hatte, auch im Kreis der Familie meines Mannes und im Kollegen- und Bekanntenkreis. Ich fand den offenen Umgang mit der Krankheit weniger stressig als Heimlichtuerei. Ich habe übrigens ausnahmslos gute Erfahrungen damit gemacht. Aber das Ob, Wie und Wann muss jeder für sich entscheiden. Und es hängt nicht nur von einem selbst ab, sondern auch davon, was man dem Gegenüber abverlangen kann.


    Wenn ich Dein Foto anschaue, entdecke ich noch eine Gemeinsamkeit: die "hohe Stirn. Ich kaschiere meine (vernarbende) Alopezie im Frontbereich inzwischen mit Haarbändern und Perücken und mag weder mit noch ohne nicht fotografiert werden. Dein Foto sagt mir, dass Du eine starke Frau bist. Ich wünsche Dir trotzdem, dass Du Deine Stärke nicht brauchst und sich der Verdacht Deines Arztes nicht bestätigt.

  • Hallo liebe Ruby_47 , herzlich willkommen auch wenn mir ein Treffen in der Kneipe lieber gewesen wäre.


    Du hast ja schon gute Tips bekommen und den wichtigsten gleich beherzigt: nicht googeln. Der zweite lautet: Immer nur einen Schritt nach dem anderen setzen. Du siehst einen überwältigenden Berg vor dir liegen und denkst in alle Richtungen. So ging es mir zumindest. Ich habe dann immer nur von einem Termin zum nächsten gedacht und das hat viel besser funktioniert um die Grübelmaschine auszuschalten. Ablenken ist der nächste Tip, denn ich dir für diese Zeit geben kann. Du musst akzeptieren dass du nichts beschleunigen kannst, daher versuche dich abzulenken. Jetzt ist die Zeit für die schönen Dinge des Lebens! Geh auf ein Konzert, triff dich mit Freunden oder was auch immer dir Spass macht.

    Ich konnte am Anfang auch nicht meine Verwandschaft und nur wenige Freunde informieren, das ging erst nachdem der Fahrplan da war, da war ich dann gefestigter.

    Nur Mut! Wir sind bei dir.


    Alles Liebe vom Busenwunder

  • Liebe Ruby47,

    Die Diagnose wirft einem aus dem bisherigen Leben , so wie Du es beschreibst habe ich es auch erlebt trotz med. Hintergrund. Die andere Seite ist nicht schön. Bin auch jetzt 48 , bei Diagnose 47, nun auch 30 Jahre mit meinen Mann zusammen . Die Warterei ist das Schlimmste ban der ganzen Sache , hoffe für Dich dass die Zeit schnell rum geht

  • Guten Morgen Ihr Lieben, die Ihr mir gerade die Augen feucht werden lasst, wärend ich Eure herzlichen und warmherzigen Worte hier lese. Es tut so gut, Menschen zu lesen, die wissen, was mit einem los ist. Ihr schafft es, mir mit Euren Zeilen wieder ein wenig Mut zu geben und wenn ich hier im Forum lese und "teilhabe", so stärkt es ein wenig meinen Blick nach vorne, auch wenn ich noch (wahrsch) am Beginn eines sehr langen und steinigen Weges steht und mich nicht traue, den ersten zaghaften Schritt zu tappsen. Ich muss, das weiß ich. Und auf eine gewisse Art und Weise bin ich dann froh, wenn der Schubser kommt, der sich nicht aufhaltende, und ich drin stehe.... mitten in den Steinen. Aber ich hoffe, dass meine Füße auch noch auf weiche, frische Wiese dazwischen treffen. Das hoffe ich ganz, ganz fest. Noch 2x schlafen.... dann "endlich" der erste Schritt von hunderten.... die Mammografie.... ich will es endlich auf dem Papier.... schwarz auf weiß.... unabänderbar.... damit zu leben lernen und dann muss es losgehen.... das warten muss aufhören.

    Viele schreiben, auch nach der Biopsie dauert es noch, weil Untersuchungen .... immer wieder warten.... aber dann habe ich hoff nicht mehr das Gefühl des Nichtwissens und einen Feind zu haben, den ich besiegen will, das ist doch schon etwas oder? Dann kenn ich ihn zumindest :(


    Ich kann nur sagen, ich bin tief bewegt und so "glücklich" (ja ich weiß.... wer ist schon glücklich unter solchen Umständen :-( ) .... aber Ihr spendet so unwahrscheinlich viel Kraft. Googeln ist nicht mehr.... ich schwör ;)

    Ich habe jetzt dieses wunderbare Forum und Menschen, die keine alten, mittlerweile völlig verkommenen Geschichten erzählen, sondern Menschen aus dem Hier und Jetzt und ich weiß, dass ich dadurch iwann wieder so weit bin, es anzupacken und diesen beschissenen Steinen auf dem Weg einen Tritt zu geben. Daran glaube ich ganz, ganz fest :)


    So und jetzt wühle ich mich mal wieder ein wenig durch die sehr interessanten Threads hier und hoffe, ich darf mit Euch noch viele viele Stunden, Wochen und Tage oder Jahre hier verbringen und freue mich auf diese wundervolle Gemeinschaft <3

  • Hallo Ruby,


    auch von mir ein Willkommen hier.

    Ich habe mir letztes Jahr, als mich der Untermieter erwischt hat, ein Notizbuch angelegt.

    Da hab ich alles Wichtige aufgeschrieben. Termine, Befunde, Tips zum Nebenwirkungsmanagement, meine Fragen an meine Ärzte, die Feststellungen, wie es weitergeht mit der Therapie. Auch Nebenwirkungen, mein Befinden-- und was ich dagegen gemacht hab. erfolgreich oder nicht.. all das..


    Merken hätt ich mir nämlich nichts können..



    Diese Jahr ging schneller rum, als ich erwartet hätte. Unglaublich...


    Das Gute an dem Ganzen ist, dass die Zeit nicht langsamer verrinnt, und du weißt, dass es vorbei gehen wird. Auf jeden Fall.


    Hier im Forum wirst du immer Unterstützung finden.


    Liebe Grüße von

    MoKo

  • Liebe Ruby_47 du beschreibst hier wirklich mit sehr guten Worten, was das Forum für viele von uns bedeutet. Zum Thema Mammographie kann ich nur sagen, dass mein Tumor nicht zu erkennen war, ich kenne noch mehr Frauen, denen es auch so ging. Letztendlich bringt nur das Pathoergebnis der Stanze wirklich Gewissheit. Ich wünsche dir, dass der Keim der Zuversicht, die ich jetzt aus deinen Worten lese, zu einem riesigen Baum werden wird!! Sei lieb gegrüßt :hug: