Resttumor nach Chemo bei hormonellem BK

  • Guten Morgen,

    Ich habe jetzt keinen passenden Thread für die fehlende PCR bei hormonellem Brustkrebs gefunden.

    Ich bin vor gut 3 Wochen operiert worden und man hat "Reste" in meiner Brust gefunden, die teilweise größer waren als bei der Diagnose gemessen.

    Das hat mich ziemlich geschockt.

    Bei der Diagnosestellung hatte ich Tumore von ca 2 und 1cm.

    Nach der EC sagte man mir bei Ultraschallkontrolle und auch bei einem späteren MRT, dass die Größe um über 80% geschrumpft sei.


    Demnach hätten schon nach der EC nur noch ein paar Millimeter übrig sein dürfen. Ich habe dann noch zwölfmal Pacli bekommen.


    Bei jeder weiteren Ultraschallkontrolle hieß es, die Tumore wären noch 5 bis 7 mm groß. Sie wären nicht mehr gut abgrenzbar und man ging davon aus, dass sie sich aufgeweicht haben bzw es sich vermutlich nur noch um nekrotisches Gewebe handele.


    Einen Tumor hatte ich bei der Diagnose sehr gut tasten können, das konnte ich nach 2 ECs nicht mehr.

    Zumindest dieser Tumor muss durch die Chemo kleiner geworden sein.


    Dann kam die OP und die "Reste" waren 1,3 und 1,4 cm groß.

    Ich war geschockt und ich frage mich seit dem, was das bedeutet.

    Der Arzt sagte, sie hätten nur noch einen KI67 Wert von 5 % gehabt, vorher waren es 30%

    Es ist also etwas passiert und ich muss von einem, bzw ständigem Meßfehler ausgehen.

    Wie kann das sein???

    Meine LK waren bei Portlegung schon entnommen worden, 3 Stück, alle frei.

    Jetzt fragt sich der kleine miese Teufel auf der Schulter, ob sie ggf bei der Chemo doch in die LK gestreut haben können, da die Chemo ja offensichtlich nicht so viel ausgerichtet hat!?

    Bei der OP wurden die ja nicht mehr entnommen.

    Wie war das bei euch?

    Wie haben sich die hormonellen Terroristen durch die Chemo verkleinert?


    Liebe Grüße

    Cookie

  • Oh nein liebe Cookie wie kann das denn bitte sein das die sich scheinbar so vermessen haben 😳....keiner sind die Tumore ja geworden und auch der KI67 ist geringer geworden also muss die Chemo ja was gebracht haben . Aber die Ränder sind doch frei oder ? Hast du noch mal einen Termin im Brustzentrum oder beim Onkologen und kannst fragen ob sie die Lymphknoten noch entfernen können ? Dann werden die auch histologisch untersucht und du weißt dann das nichts gefunden wurde .

    Bin im Moment auch sprachlos wie das sein kann ....

    Drücke dich :hug:😘

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe kruemelmotte , da bei mir das gesamte Gewebe entfernt wurde, wurde auch in alle Richtungen im Gesunden entfernt. Immerhin.

    Der Arzt fand den KI67 5% wichtiger als die Größe der Tumore.

    Dennoch....etwas Verunsicherung bleibt.

    Dass hormonelle Tumore auf Chemo schlechter ansprechen, wusste ich.

    Auch durch den KI67 von 30 hat die Chemo nicht so bombig eingeschlagen.

    Jetzt wüsste ich gerne mal, ob hier noch Frauen sind, die solche Reste hatten und was deren Ärzte dazu sagten.


    Liebe Grüße

    Cookie

  • Enibas , aber das MRT müsste das doch können!? 🤔

    Unterm Strich weiss ich ja, dass solche Fehler passieren (siehe leider auch bei Kajuscha) und ich wusste, dass ich keine pcr haben werde, aber das war doch etwas erschreckend.

  • Liebe@Cooki, das der kleine Teufel auf deiner Schulter aktiv ist , kann ich verstehen. Ich frage mich wie man sich so vertun kann, denn es kann ja wohl nicht sein, dass die Tumore unter der Chemo wachsen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen. Ich hab ja den Krebsinformationsdienst angerufen, wiei ich mir mit der Therapie nicht sicher war, weil ja auch hormonpositiv bin und die haben gesagt, es sei richtig.Der Tumor hat bestimmt keine bösen Zellen mehr, du wirst sehen und die Lymphknoten werden doch Ultraschall kontrolliert. Ich drück dich ganz fest.

  • Liebe Conzi , der Arzt sagt, sie wären definitiv kleiner geworden.

    Ich konnte den einen Tumor ja auch nicht mehr ertasten.

    Er sagt, sie seien sicher zu Anfang ca 2,5 cm gewesen statt 2 und 1 cm.

    Mir ist unterm Strich ja auch lieber, dass sie anfangs größer waren und unter der Chemo dann kleiner wurden.

    Besser als wären sie unter der Chemo größer geworden, zumindrst einer von ihnen.

    Da sie aber beide die gleiche Histologie haben, kann ich mir das auch nicht vorstellen.

    Der Arzt wird schon recht haben, zumal ich sehr dichtes Gewebe hatte.

    Aber wie gesagt...etwas Unsicherheit bleibt.

    Ich muss Dienstag zur Kontrolle, da frage ich wegen der Lymphknoten noch mal.

    Liebe Grüße

    Cookie

    Liebe giecher71 , das bekomme ich nicht. Nur Tamoxifen. 🙈

  • Liebe Cookie da schauen sie bestimmt NOCH MAL, bekommst du noch Strahlen? Ich war gestern zur Sono und er ist auf ein Viertel geschmolzen und die Lymphknoten sind auch besser 2 sind sauber und einer noch ein bissel.Die Ärztin war sehr zufrieden, hat aber auch gleich gesagt, in die Tiefe könne sie nicht schauen.

  • Liebe Cookie- was ein Mist.

    Letztlich sind die US Untersuchungen nie so genau- vor allem wenn man dichtes Drüsengewebe hat. Bei der OP kommt dann einiges anders. Gut ist aber wirklich, dass der gefundene Tumor nicht mehr so aggressiv ist wie vorher vermutet. Das Rückfallrisiko minimiert sich dann schon gut. Und mit der folgenden Tamixofen Behandlung sollten auch noch alle hormonaktiven Mikrozellen eine auf die Mütze bekommen.

    Alles Liebe für Dich! <3

  • Liebe Cookie ,


    Leider finde ich das ziemlich logisch, was du schreibst. Die Chemo hat die schnell teilenden Zellen erwischt und die langsam teilenden nicht. Und die könnten sich tatsächlich im Tumor vermehrt haben, so dass er größer wurde.


    Bei mir haben sie vor der OP knappe 3 cm gemessen, bei der OP waren es 3. Ausserdem haben sie auch gesagt, sie hätten wahrscheinlich genügend Platz (Abstand zu Haut und Brustwarze) für eine brusterhaltende OP, aber das wisse man genau erst bei der OP. Hat auch gestimmt, ging 'gut' . Das Messen geht also prinzipiell schon ziemlich genau, aber wenn sich so ein Vieh durch die Chemo verändert, so kann es eben auch mehr Ungenauigkeiten geben, weil man ja beim Schallen immer eine andere Situation hat.


    Aber das, was bei dir gewachsen sein könnte, hat nur noch ein geringes Ausbreitungspotential. Es streut wenig. So verstehe ich den niedrigen KI 67. Du hattest vorher auch schon langsam teilende Krebs Zellen, die sich eventuell ausgebreitet haben könnten. Oder auch nicht. Das heisst, das trotz der Vergrößerung der Tumore die Gesamtsituation sich nicht verschlechtert hat. Und diesen langsam teilenden Zellen, von denen du ebenso wie ich in meine Fall nicht weisst, ob sie überhaupt existieren, geht es mir der AHT an den Kragen.


    Ich mach es ähnlich, mit einem KI 67 von 25. Allerdings ist der Tumor schon raus. Trotzdem versuche ich jetzt, erst die schnell teilenden Zellen, die noch da sein könnten, abzutöten (ich hoffe, mögliche Ableger zu killen), dann die langsam teilenden mit der AHT. Ich weiss gar überhaupt nicht, ob die Tumorzellen auf meine Chemo reagiert hätten. Es ist ein völliger Blindflug. Ich verlasse mich auf die Erfahrungen der Ärzte und den blöden Gentest, der möglicherweise für mich zu unspezifisch war. Du weisst es aber, dass das Zeug gewirkt hat. Es bedeutet, dass du auf alle Fälle ziemlich viele Ableger-Mistdinger erwischt hast, falls denn welche vorhanden waren.


    Mein Fazit daraus ist, dass das alles in allem nicht schön ist, weil du denkst, dass durch das Wachstum mehr Streuung hätte passiert sein können. Aber das ist meiner Meinung nach ein Fehler in der Denkweise, denn ein so niedriger KI 67 würde aufgrund der niedrigen Streuungsrate einer Empfehlung für eine Chemo entgegen stehen. Da dürfte nicht viel bis nichts im Vergleich zur Ausgangssituation vor der Chemo passiert sein.


    Vielleicht fragst du mal nach, ob man den Prozess so verstehen könnte. Bin ja auch keine Fachfrau.


    So etwas belastet ja, und wenn man das Gefühl hat, da hat man nicht schnell genug das Richtige getan, ist voll blöd. Ich wollte sofort mit der AHT anfangen. Sollten in mir irgendwo langsam wachsende, östrogensbhängige Krebs Zellen vorhanden sein, könnten die sich ja auch unbehelligt ausbreiten. Aber irgendwie sind die so langsam, dass die Ärzte da tiefenentspannt sind. Da tut sich zumindest im Ausbreitunsverhalten ewig nichts, auch nicht, wenn der Tumor die Größe verändert. .


    Meine Gyn sagt, während der Chemo hat man eh kein Östrogen, da braucht man keine AHT zusätzlich. Das allerdings ist mir nicht verständlich. Und das kann ich nicht nachvollziehen.


    Frag doch mal, was die Ärzte meinen, was an Zellen da wohl gewachsen sein könnte. Und ob diese Zellen dann eher gestreut haben könnten oder eher nicht.


    Das Ganze bleibt ein blödes Ding. Ich drück dir die Daumen, dass alles gut wird.


    LG


    Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz , ich gehe eigentlich nicht davon aus, dass sie gewachsen sind, sondern eher, dass zu Anfang und auch später Messfehler vorlagen.

    Dafür spricht, dass ich den einen Tumor nach der 2 EC nicht mehr fühlen konnte.

    Wegen dem bin ich zuvor überhaupt erst zur Gynäkologin gegangen.


    Ich spreche das mit den Lymphknoten am Dienstag mal an.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Cookie ,


    genau, frag nochmal nach. Vielleicht auch ob man den einen oder anderen Lymphknoten noch stanzen könnte, um auf Nummer sicher zu gehen. Falls du das möchtest.


    Das wären aber schon gewaltige Messfehler, aber nix ist unmöglich. Ich denke nicht, dass die langsam teilenden Zellen jetzt in den Lymphknoten so sitzen könnten, dass sie sich womöglich noch weiter ausbreiten. Deswegen heißen sie ja so, die sind träge.


    Aber lieber zu viel fragen als zu wenig. Fachleute sollten eine gut verständliche Erklärung haben.


    LG


    Sonnenglanz

  • Liebe Cookie, :hug::hug::hug::hug:


    bei mir war es (fast) ähnlich. Ich habe viele Beiträge dazu geschrieben und wir waren auch total geschockt und mit den Diagnosen völlig am Boden. Manches steht in meinem Profil. Ich habe jetzt gerade nicht die Zeit alles nochmal aufzuschreiben.

    Aber kurz zusammengefasst: Kiwert 25

    Tumor war größflächig ca 6 cm groß, nicht begrenzt, viele Knochenmetas am ganzen Skelett , stark befallene LK.

    Ich bekam erst Chemo 4x EC dann 12x Pacli.

    Die Ärzte haben von Komplettremission gesprochen, es war absolut nichts mehr sichtbar - weder in der Brust noch an den LK -

    nur noch ein kleiner Schatten wo der Krebs mal gesessen hat, deswegen Op- brusterhaltend.

    Nach dieser OP die schreckliche Wahrheit: Krebs nicht vollständig entfernt, war komplett umgebaut an anderer Stelle, größer wie zur Diagnose, alle entfernten 11 LK waren komplett metastasiert......

    Alle, auch die Ärzte waren fassungslos und niemand kann mir erklären was eigentlich passiert ist... und für mich und meinen Mann war eine Welt zusammengebrochen.......sie sprachen von "der Tumor hat komplett umgebaut".

    Viele Fragen, die alle unbeantwortet blieben: haben sie sich vermessen, den US an falscher Stelle gemacht? Wie kann der Krebs weg sein wenn er doch tatsächlich viel größer ist an anderer Stelle? Warum musste ich mich mit der Chemo quälen, die "null gebracht hat?

    Habe ich einen besonders aggressiven Krebs den nicht mal so eine Chemokuele juckt? Habe ich so überhaupt noch eine Chance zu überleben.....


    Momentan gehts mir recht gut aber fassen kann ich das immer noch nicht.


    Liebe Grüße Blume :hug::hug::hug:

  • Hallo Cookie , ich kann deine Verunsicherung gut verstehen. Bei mir ist die Lage etwas anders, weil ich zuerst operiert worden bin. Meine Ärztin war doch sehr erstaunt, dass mein Tumor trotz Früherkennung, kleiner Größe und einem ki von 12% einen Lymphknoten besucht hat. Deshalb quäle ich mich jetzt durch die Chemo und habe keine weiteren Anhaltspunkte, obs irgendwas bringt...

    Ich schwanke immer zwischen „nicht so viel lesen, diskutieren, Gedanken machen, Verantwortung an die Ärzte abgeben und sich fallen lassen“ und „was könnte, wäre, sollte, wenn ich mich nicht kümmere, wer dann?, was kann ich selbst tun, um die Prognose zu verbessern, Informationen einholen usw...“


    Letztere Denkweise empfinde ich jedoch häufig sehr anstrengend und tut mir nicht so gut. Wenn ich ein gewisses Maß an Selbstfürsorge geleistet habe, gelingt es mir immer ganz gut, tagelang abzuschalten und „Fünfe gerade sein zu lassen“. Diese Zeiten wünsche ich dir auch!!


    LG,

    Katinka

  • Hey Cookie

    Also bei mir war es ähnlich. Mir wurde das so erklärt, dass in der Mitte der Messebare Tumor sitzt und es überall so kleine Ausläufer gibt. Ich stell mir das vor wie ein Stern. Die Mitte ist kleiner geworden und die Ausläufer bleiben trotzdem lang. Gemessen wird bei der OP alles, im Ultraschall sieht man eben nur den dicken Teil in der Mitte. Das klingt für mich logisch.

    Ähm Cookie, steht in deinem Bericht nicht der Regressionsgrad? Der sagt dir doch wie gut die Chemo gewirkt hat.

    In meinem Thread L1 UND V1 NACH CHEMO geht's ja auch darum. Bei uns hormonabhänigen hilft die Chemo eben nur wenig. Dafür haben wir ja Tamoxifen. ES WIRD ALSO ALLE GUTE LIEBES!