Haare, Glatzen, Kopfbeckungen, Perücken

  • Bin am Überlegen... morgen geh ich vor meinem Urlaub noch mal zum Friseur. Mitte bis Ende August fängt die Chemo an. Ich habe jetzt etwa Kinnlange Haare... lass ich das nur ein wenig kürzen oder gleich eine richtige Kurzhaarfrisur, damit nachher der Unterschied nicht so groß ist... ist nicht gerade das wichtigste Problem, und eigentlich kann mir ja auch niemand helfen, auch wieder eine Entscheidung, die ich selbst treffen muss. Mein Mann ist da keine Hilfe, wenn es nach ihm ginge, sollten meine Haar noch länger sein. Er meint, ich soll machen was ich für richtig halte. Vielleicht ist für ihn so ein sozusagen stufenweises Vorgehen auch besser? Vielleicht hab ich ja morgen früh eine Eingebung, was ich mache... oder meine Friseurin hat eine tolle Idee - undercut ist ja in :P

  • Tiscali Hallo, ich wollte es am Anfang auch so machen, aber im Alltag mit Kleinkind und dem ganzen großen Durcheinander hab ich es garnicht geschafft mir die Haare kurz zu schneiden. Und letztlich war ich dann ganz froh, denn ich konnte meine immer zum Zopf machen und so sind die nicht überall in der Wohnung rumgeflogen. Aber wie du

    schon sagst, jeder muss da seinen Weg finden. Ich hab übrigens immer noch voll die stoppeln am Hinterkopf, wenn man dran zieht, gehen sie schon einfach raus, aber nicht von alleine🤷‍♀️ 3 Abs. ECs hab ich jetzt seit Donnerstag hinter mir.


    LG ☀️

  • Tiscali

    Ich glaube, da gibt es kein wirkliches Patentrezept. Meine Zimmernachbarin im Krankenhaus hatte bereits zur 1. Chemo auf 3mm abrasiert. Ich habe so lange gewartet bis es nicht mehr frisierbar war. Hatte aber davor kurze Haare (5 - 6 cm).

    Eine Friseurin meinte häppchenweise 3 cm, 2 cm usw. Viele sind auch einfühlsam und machen das im extra Raum oder decken den Spiegel ab.

    Entscheide das nach Bauchgefühl, das dann kommt. Meist haben die Fachleute eine Idee, da sie damit eher zu tun haben.

    Meine hat mir nun alles runterrasiert und die verbliebenen Ponyfransen stehen lassen.

    Da ich oft Mütze trage, lasse ich die rausgucken und es sieht mir noch ein klein wenig ähnlich.

  • So ähnlich hat das meine Friseurin gestern auch gesagt, wir tasten uns häppchenweise ran. Das mit dem Spiegel abdecken macht sie auch, und ihre Chefin gibt den Frauen dann abends nach Geschäftsschluss einen Termin :-)

    Und irgendwie sind die Haare ja auch das kleinste Problem, für mich zumindest.

  • Hallo u einen 🌞igen Gruß.

    Ich finde auch, dass das mit den Haaren irgendwie zweitrangig Ist, aber andererseits ist es nun auch offensichtlich. Ich hatte am 17.07. meine 1. EC u denke, dass es nun bald losgeht mit dem Haarausfall. Bei der 1. EC gab's in der Ambulanz gleich ne Perücke. War wie ein Modeshooting. Ich hab eh ganz kurze Haare u hab nachher einen Friseurtermin. 1x eigene Haare kürzen u 1x Perücke zurechtschneiden. Mal gucken.

    Noch nie war mir ne Frisur so egal....

    LG 🌞

  • Ich habe es auch so gemacht, dass ich drei Wochen vor meiner ersten EC mir eine Kurzhaarfrisur hab schneiden lassen. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Unterschied dann nicht so krass ist. War auch so:S. Ich habe mir dann auch eine Kurzhaarperücke besorgt, die meiner damaligen Frisur sehr ähnlich sieht. Dass ich sie wenig trage, steht auf einem anderen Blatt;)


    Übrigens habe ich auch noch ganz viele Stoppeln auf dem Kopf, obwohl ich schon vier ECs hinter mir habe. Zusätzlich wächst mir auch schon dieser komische weiße Flaum. Auch die Beinhaare sind immer wieder zwischen den ECs gewachsen. Sie sind zwar lange nicht so zahlreich und auch nicht so dick, aber sie wachsen. Einmal alle zwei Wochen muss ich rasieren.

  • Gestern hat mir eine Bekannte, die letztes Jahr die Chemoprozedur machen musste, ihre Perücke vorbeigebracht - passt einwandfrei und entspricht ziemlich dem, wie ich auch sonst die Haare habe - perfekt. Schon wieder ein Punkt weniger, um den ich mich kümmern muss :-)

  • Hallo liebe Tiscali ,

    Na das ist doch prima! Dann bist du auf jeden Fall vorbereitet. Mein Parrucche (Perückenmacher) hat mich darauf vorbereitet, dass 12 Tage nach der 1. Chemo die Haare rieseln. Ich hatte schon so einzelne Löcher entdeckt und in der Bürste war mehr Haar als normal. Nachdem ich auch noch ganze Büschel auf dem schwarzen T-shirt fand, bin ich bei ihm vorbei. Der hat dann rasiert, allerdings auf Stoppellänge und die Perücke noch angepasst. So schöne Haare hatte ich noch nie! Am gleichen Tag war ich noch in meiner Firma und niemandem ist aufgefallen, dass ich eine Perücke trage. Ich finds auch nicht so wichtig, aber man will trotzdem nicht, das es auf den ersten Blick ersichtlich ist, dass man krank ist.

    LG Doris

  • Ich habe mir damals (bei der erst Diagnose) auch eine Perrücke anfertigen lassen. Eine wirklich schöne mit langen Haaren. Sukurielerweise hab ich mich darauf gefreut, das mir die Haare ausfallen, sie abrasiert werden und erstmal nicht nachwachsen.

    Für mich war der Haarausfall ein Sichtbares Zeichen, das die Chemie irgendwie wirkt ( EC+Pacli). Es war auf eine Art befreiend, zu wissen, jetzt geht's vorwärts. Außerdem hat mich das Wissen darüber das der Haarverlust schmerzfrei ist, gestärkt.

    Hätte ich zu Beginn der Chemo gewusst, wie wenig ich die tolle Perrücke tatsächlich trage, hätt ich's gelassen. Ich hab Beanees und dicke Mützen getragen (Herbst/Winter) und daheim meist nix.

    Mir wurde auch empfohlen den Kopf ganz normal mit meinem Shampoo zu waschen. Gejuckt hat bei mir gar nix. Ich fand es ok ohne Haare zu sein, ich hab mich auch nicht von irgendwem runterziehen lassen.

    Heute bin ich davon überzeugt das meine neuen eigenen Haare nicht wieder ausfallen. Falls doch lauf ich erhobenen Hauptes durch die Gegend.

  • Ich habe inzwischen die dritte pacli hinter mir und meine Wimpern und Augenbrauen Süd schon recht dünn. Ich schminke mich jeden Morgen, denn ohne sehe ich mit meinen hellblauen Augen ziemlich fahl und krank aus. Nun fangen meine Augenbrauen an, richtig auszugehen. Wie lange Hat es bei euch gedauert, bis die brauen und die Wimpern wieder gewachsen sind. Ich finde das gerade ganz schlimm. Und wann kam das Kopfhaar wieder? Reichlich Stoppeln habe ich schon die ganze Zeit bzw. War nie ganz nackt auf dem Kopf. Nur die beinhaare , die niemand braucht , die wachsen ganz hervorragend nach

  • Guten Morgen zusammen, hallo Nicki 75 ,

    Ich muss morgen zu meiner 7. Pacli anrücken. Ich glaube, da wirst du ganz viele unterschiedliche Antworten bekommen. Sowohl der Verlust als auch das Wachstum sind wohl bei jedem individuell. Meine Wimpern zum Beispiel waren kurz vor meiner 4. EC plötzlich über Nacht verschwunden. Das untere Lid ist kahl, beim oberen sehen sie aus wie abgebrochen. Meine Augenbrauen sehen aus wie schlecht hingemalt. Zumindest wüsste ich, wo ich nachzeichnen müsste, denn da ist alle paar Millimeter eine 🤪. Sieht total blöd aus. Auf meinem Kopf hatte ich auch immer Stoppeln. Als ich irgendwann aussah wie ein Dalmatiner, habe ich sie abrasiert. Da kamen ziemlich schnell wieder Stoppeln nach. Allerdings sind die jetzt schneeweiß. Aber sie werden jetzt gerade dichter. Fühlt sich an wie ein Babykopf. 😁

    Du wirst sehen, dass du ganz unterschiedliche Geschichten zu lesen bekommst.

    Ich wünsche dir alles Gute für die weitere Therapie :hug:

  • liebe Nicki 75 wenn du hier im Thread zurückscrollst oder im Forum nach "Augenbrauen" suchst, dann wirst du sehen, dass es wirklich sehr unterschiedlich verläuft mit dem Haarverlust. Ich hatte meine Brauen und Wimpern zum Ende der Chemo noch spärlich und danach gingen sie erst ganz aus. Kamen dann aber innerhalb ca. 14 Tagen schnell wieder.

    Meine Kopfhaare wuchsen ab der 1. Pacli wieder sehr grau nach, dann gingen sie am Ende der Chemo vorne am Oberkopf wieder aus.

  • Hätte ich zu Beginn der Chemo gewusst, wie wenig ich die tolle Perrücke tatsächlich trage, hätt ich's gelassen. Ich hab Beanees und dicke Mützen getragen (Herbst/Winter) und daheim meist nix.

    Mir wurde auch empfohlen den Kopf ganz normal mit meinem Shampoo zu waschen.

    ich habe sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Würde rückblickend die günstigere Kunsthaarperücke wählen. Ich hatte meine teure ziemlich wenig an. Drinnen war es mir zu kalt ohne Kopfbedeckung (weil ich nicht so sehr heize vielleicht), hatte meist eine dünne Baumwollmütze. Mir wurde auch empfohlen, weiterhin den Kopf auch zu waschen. Mit ganz mildem Shampoo.

    Als es wieder wärmer wurde, Mützenzeit langsam vorbei, habe ich mir süße Baumwollkopftücher genäht. Da guckten schon meine Haare an den Ohren raus. Aber wie es auf dem Oberkopf aussah, wollte ich da noch nicht zeigen. Tonsur ;-)