Karzinomdiagnose bestätigt

  • Guten Morgen Ihr Lieben,


    inzwischen hab ich die Biopsie hinter mir. Ein Arztgespräch hat noch nicht stattgefunden, aber meine Frauenärztin hat mir mitgeteilt, dass ich ein schnellwachsendes Karzinom habe. Die OP findet am 17. 8. statt. Über den weiteren Verlauf weiß ich noch gar nichts. Das Wird mir erst bei der OP-Vorbereitung mitgeteilt. Was ich blöd fand, war die Reaktion der Schwester, die mir den OP-Termin mitgeteilt hat. Als ich sagte, dass noch kein Arztgespräch über den weiteren Verlauf stattgefunden hat und ich deshalb keine Ahnung habe was auf mich zu kommt, meinte sie: "das ist wahrscheinlich auch besser so!"

    Momentan bin ich noch völlig ruhig und kann mich auch durch meine Hobbys gut ablenken, aber ich merke auch, dass ab und zu die Nervosität kommt....


    Liebe Grüße Euch allen und einen GUTEN Tag

  • Liebe Bine, lass dich erst einmal drücken:hug:

    Wie kann man denn einen so kurzfristigen Op Termin machen, ohne vorher ganz ausführlich mit dir zu sprechen??? Ich bin fassungslos über die Aussage der SchwesterX(. Sowas geht gar nicht. Bist du sicher, dass du dort wo du behandelt wirst, gut aufgehoben bist? Ich finde, dabei geht es nicht nur um das Medizinische.

  • Liebe Bine, das tut mir sehr leid für dich. Lass dich einmal drücken. Die Aussage der Schwester ist ein Ding der Unmöglichkeit. Natürlich solltest du vorher ein Arztgespräch haben.

    Ich hatte schon ein Arztgespräch bzgl. der Op und habe trotzdem eine Woche vorher nochmal ein Vorgespräch, wo nochmal alles besprochen und erklärt wird.

  • Die Kinik ist sehr gut. Ja, ich glaube dort gut untergebracht zu sein. Die Schwester ist die Ausnahme. Direkt nach der Biopsie wollte die Ärztin einen Termin mit mir für's Gespräch machen, aber ich wollte das Ergebnis von meiner Frauenärztin erfahren. Ich wusste ja nicht, dass SIE mir keine weiteren Infos geben kann/wird. Hatte ja auch nicht geahnt, dass alles so schnell gehen muss...


    Manchmal fühlt es sich für mich an. als hätte ich einen schlechten Traum mit in den nächsten Tag genommen und mir alles nur eingebildet. Kennt Ihr das auch???

    Ich habe mir aber vorgenommen beim Arztgespräch die Bemerkung der Schwester anzusprechen, damit sowas bei zukünftigen Patientinnen nicht mehr vorkommt.

  • Liebe Bine,

    Ich begrüße dich hier ganz herzlich und wünsche dir einen guten Therapieverlauf.

    Wenn du in einem Brust Zentrum bist, dann bist du dort sicher in den besten Händen.

    Natürlich sind Ärzte und Schwestern auch nur Menschen und wir haben hier im thread :die dümmsten Sprüche schon gestaunt und gelacht, was manche so von sich geben.

    Ich bin sicher, dass vor der OP mit dir genau über die OP gesprochen wird. Manche Sachen ergeben sich erst dadurch, so dass ich mir vorstellen kann, dass danach erst der weitere Verlauf der Therapie festgelegt wird. Und die Behandlung ist dann maßgeschneidert für dich.

    Mir wurde ein paar Tage vor der OP gesagt, dass doch zuerst die Chemotherapie gemacht wird. Erst war ich fast kopflos, weil ich mit dem Ding in mir noch ein paar Monate rumlaufen sollte. Aber es hat sich gelohnt. Ich könnte fühlen, wie er geschrumpft ist und dann weg war.


    Also Kopf hoch und mutig sein. :)

    An deinem OP Tag sind wir in Gedanken bei dir. Wenn du den Termin in:Termine für Daumendrückliste einträgt, da stehst du auf der wöchentlichen Liste und wir können unsere Gedanken zu dir schicken.


    Du hast ein tolles Hobby :alte Möbel restaurieren? ;) da kann ich mir gut vorstellen, dass du so einige während der Therapie schaffst ;);););)

    Liebe Grüße von Tanne

  • Hallo Tanne,

    Danke für den Tipp mit der Daumen drück Liste. Da trage ich mich gleich ein. Je mehr Daumen, desto besser wird es laufen. Davon bin ich fest überzeugt.

  • also ich würde im brustzentrum anrufen und um einen zeitnahen Besprechungstermin bitten. Ob bei der op-vorbereitung so viel Zeit ist das alles in Ruhe durchzusprechen wage ich mal zu bezweifeln. Bei mir gingen diese Termine immer recht fix: op erklärt, Aufklärungsbogen unterschreiben und fertig. Beim therapiegespräch geht es um den ganzen Behandlungsplan, da kann der operateur evtl gar nicht so detailliert Auskunft geben. Brustkrebs ist üblicherweise kein Notfall, die op muss in der Regel nicht überstürzt stattfinden und sollte eine Chemo im Raum stehen, findet die häufig vor der op statt. Lass dir Zeit, lass dich nicht hetzen und informier dich Ggfs auch über eine zweitmeinung oder einen Anruf beim KID. Wenn deine gyn schon keine Details mit dir besprechen will, sollte sie dir wenigstens dein pathologiebericht aushändigen, darauf hast du Anspruch und kannst dich anderweitig gezielt beraten lassen, sofern du das möchtest. Ich bin eine von denen, die es immer ganz genau wissen und hinterfrage wollen. Nur so konnte ich entspannt entspannt in die Therapie gehen.

  • Es freut mich zu hören, dass du dort gut aufgehoben bist, das ist viel wert!

    Das Gefühl, dass etwas mit einem passiert, das völlig unwirklich und fremdgesteuert ist, wie in einem Traum, aus dem man nicht aufwacht, das kennen hier vermutlich die meisten. Mir hilft es sehr, hier zu lesen und zu sehen, dass andere es auch schaffen. Meine Ärztin hat zu mir gesagt “dieses Jahr wird schei...“. Manchmal ist es das, meistens aber nicht. Was immer bei dir geplant ist, du schaffst das!

  • Liebe Bine61 ich habe auch einen sehr agressiven Krebs, G3, mich wollte man auch zuerst operieren, aaaaaber dann im Brustzentrum wird immer einmal die Woche eine Ärztekonferenz einbehalten und da wird jeder Fall besprochen und da wurde bei mir entschlossen doch erst eine Chemo (4xEC 12xTaxol weekly also fast ein halbes Jahr) Chemo zu geben. Bitte hol dir deinen Pathologiebericht und geh zum Brustzentrum und laß dich nochmal beraten. Ich war auch im ersten Moment entsetzt mit so einem schnell wachsenden Tumor ein halbes Jahr rumzulaufen, aber man wird mittendrin untersucht inwieweit der Tumor schrumpft und das gibt dann richtig Hoffnung! Hattest du denn überhaupt schon ein Staging wie Leber,-Knochen,-Lungen Mrt?

    Ich wünsch dir alles Gute und Drück den :thumbup:

  • Hallo Scarlett,

    hab auch G3. bisher noch kein Staging. Mir wurde gesagt, dass der Tumor sehr klein ist und so "gut" liegt, dass er super einfach entfernt werden kann... wie gesagt findet das Gespräch bei der OP-Vorbereitung statt. Das Krankenhaus, in dem die OP stattfindet ist/hat ein Brustzentrum! ZUM GLÜCK!

    Hallo Heideblüte,

    Danke für deinen Rat! Eben habe ich im Krankenhaus angerufen und einen Gesprächstarmin für nächsten Mittwoch bekommen! Jetzt ist mir wohler bei der Sache. Was mich eben gewundert hat war, dass die Mitarbeiterin SOFORT meinen vollen Namen genannt hat, als ich gesagt hatte, dass ich Brustkrebs habe...:(

  • Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum bei uns .

    Sehr gut das du nun doch einen Termin bekommen hast 😁🤗

    Du kannst dir nicht nur den pathologischen Befund in Kopie geben lassen sondern alles andere auch vom OP Bericht über das Anästhesieprotokoll , Blutwerte und jegliche Befunde deiner Akte im Krankenhaus, MRT und andere radiologischen Befunde ... das ist dein Recht .

    Ich habe auch alles in Kopie daheim .

    Und man bekommt zusätzlich vom Brustzentrum eine eigene Akte wo auch Brfunde herinnen sind , aber eben nicht alle ...da mußt selber alles immer verlangen . 😉😁

  • Liebe @biene61,


    ja, das Gefühl, im falschen Film zu sein, kenn ich auch. Aber irgendwie scheinst du ja sehr gefasst.



    Also, Schnellschüsse müssen auch bei schnell wachsendem Tumor nicht sein. Notfalls hole dir eine Zweitmeinung von einem anderen BZ.


    Klar, wird das kommende Jahr doof, aber vielleicht nur das und dann folgen noch weitere gute Jahre, wer weiss. Wir investieren mit dem Schiet in die Zukunft, auch wenn uns keiner etwas zur Rendite sagen kann. Die Schwester sollte ihr Pflaster über den Mund geklebt bekommen. Gut, dass du das ansprechen wirst.


    Hör dir genau an, was die Ärzte warum wie machen wollen. Schnell wachsende Tumore sprechen in der Regel gut auf eine Chemo an, wenn er klein ist und gut zu operieren, kann es sein, dass sie ihn zuerst raus holen. Meiner war halbe halbe irgendwie, nicht soooo schnell wachsend aber auch nicht langsam, nicht mehr klein und trotzdem ist meine Prognose ganz gut. Ich wurde auch zuerst operiert. Der Nachteil ist, dass ich nicht weiss, wie der Tumor auf die Chemo reagiert hätte. Bin trotzdem froh, dass er raus ist, der macht nix mehr. Auch seine sich langsam teilenden Zellen, die er auch hatte, machen nix mehr.


    Bei mir geht es darum, Rezidive und Fernmetastasen für die Zukunft zu verhindern. Es ist eine ganz doooooofe Zeit, aber immerhin habe ich deswegen! eine gute Chance, ein krebsfreies Leben zu führen (BK). Die hätte ich ohne Chemo, Bestrahlung und AHT (Antihormontherapie) nicht.


    Vielleicht wird deine Chance auch gut sein. Jedenfalls wird sie mit einer Therapie wahrscheinlich besser. Und ausserdem, wenn du gar nicht willst, kannst du abbrechen... Oder gar nicht anfangen. Aber du entscheidest, was du wieso machst und ob du hoffst, dass du zu denen gehören kannst, die es schaffen. Und es schaffen viele.


    Du hoffentlich auch. Meine Meinung.


    Weiterhin Kopf hoch und alles Gute


    Sonnenglanz

  • Hallo@Biene61,

    ich sage auch erst Mal herzlich willkommen in diesem Forum m

    Ich weiß,wie du dich gerade fühlst.Jeder hat das von uns durchgemacht.Icjbear froh,dieses Forum gefunden zu haben,denn hier findet man viele tapfere Kämpferinnen .Die machen eine.imme rwiedr Mit.

    Ich habe eine aggressiven Triple negative Krebs,der dich schnell teilt.Konnte am Anfang gar nicht verstehen,warum man nicht gleich operiert.Das war auch alles Neuland für mich.Nun habe ich die Sicherheit,dass die Chemo überhaupt den Tumor angreift,denn er ist nach der 4.Chemo zu 60 % in sein Volumen geschrumpft. Da wollten wohl.dir Ärzte sicher gehen und deshalb erst die Chemo.

    Ich hoffe ja weiter,dass er am Ende nicht mehr zu sehen ist.

    Durch die Chemo wirst du auch durchkommenes gibt Höhen und Tiefen auf dem Weg.Jeder Körper reagiert anders darauf.Du darfst gerne hier schimpfen ,bekommst immer ein offenes Ohr..😊

    Die Hauptsache ist,dass am Ende auf der Ziellinie "Krebsfrei" steht..

    Es wird nicht einfach,aber es ist zu schaffen.Zussmmen sind wir hier ganz stark..💪💪

    Dir alles gute und viel Kraft....

    LG

  • Liebe Bine61 , mein behandelnder Arzt wollte mich auch zuerst operieren, aber bei der Ärztekonferenz wurde gesagt bei einem G3 sollte unbedingt eine Chemo erfolgen. Natürlich hätte er mich auch zuerst operiert wenn ich es unbedingt wollte, aber man hat mir zuerst zur Chemo und dann Op geraten, aus dem einfachen Grund damit man sieht wie (meine) Krebszellen darauf reagiert. Was ich auch nicht versteh ist das mit dem Staging, du hast Krebs egal wie groß, keiner kann hineinsehen, hast du da noch keine Termine?

    Ich möchte dich nicht verunsichern aber du sollst gut vorbereitet sein für dein Arztgespräch:hug:

  • Hi Scarlett , da gibt es wohl auch geteilte Meinungen. Bei meiner Diagnose sagten Gyn und KID übereinstimmend, ich bräuchte bei G3 definitiv eine Chemo und ein Staging. Das damalige Brustzentrum meinte "Nö, wir operieren erstmal und dann schauen wir weiter und wenn sich G3 bestätigt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Chemo schon recht hoch" Staging wollten die nur machen, wenn sie der Meinung seien, der Krebs könnte schon gestreut haben, aber das sei bei 1 cm eher nicht der Fall. Das war übrigens eine Uniklinik. Ich bin dann in ein kleineres BZ zur Zweitmeinung, die haben umgehend das Staging in die Wege geleitet und wollten neoadjuvante Chemo machen, ich wollte das ding aber raus haben, bevor er weiteren Schaden anrichten konnte. Auch für die war klar G3 = Chemo. Nun war ich vor einigen Monaten bei einem Onkologen, weil ich meine Bisphosphonat-Infusionen vor Ort machen lassen wollte. Der wiederum fragte, mich, wie ich denn ohne Endopredict-Test wissen könnte, dass meine Chemo notwendig war. Hä? Ich hatte einen G3 mit einem Ki67 von 60%. Da meinte er "ja schon, aber er war doch noch so klein". Also scheint es durchaus Ärzte zu geben, die die Leitlinien anders auslegen als die Mehrheit. Ich hab zwar ungern meine Haare geopfert, aber ich bin doch froh, die Chemo gemacht zu haben.

  • Liebe Heideblüte , die Uniklinik hier ist eigentlich gut. Ich habe das BZ gewählt, das zuerst einen OP Termin frei hatte, weil man mir auch geraten hatte, das Vieh sollte schnellstmöglich raus. Das war dann nicht die Uniklinik. Beide BZ arbeiten eng zusammen.


    Ich war trotzdem nicht ganz böse, weil an der Uniklinik Umstrukturierungen stattgefunden haben, in die ich voll reingerasselt wäre. Das war für mich zum damaligen Zeitpunkt aber nicht vorhersehbar. Und es ist bettenzahlenmäßig noch enger dort.


    Irgendwann müssen es die neuen ja auch lernen. Habe es nur geschrieben, für den Fall, dass es für jemanden eine Rolle spielt. Ansonsten sind sie dort ganz am 'Zahn der Zeit'.


    LG

    Sonnenglanz

  • Heideblüte so kocht jeder sein Süppchen, keine Ahnung warum das so unterschiedlich gehandhabt wird! Ich kann nur von meinem Fall ausgehen und da war es so, bei G3 unbedingt Chemo, am besten vor OP. Ich hoffe jetzt natürlich daß das auch richtig war und ich jetzt nicht irgenwelche Metas bekommen habe weil ich mich nicht vorher operiert habe lasse...||

  • ja, ich find's immer wieder erstaunlich. Da werden wir in zertifizierten brustzentren nach Leitlinien behandelt und trotzdem ist es sooo unterschiedlich. Die Ärztin in der survivorshipsprechstunde meinte "oh, da haben sie sich ja alles selbst zusammengebastelt". Genau so war es und das finde ich traurig, dass wir in kürzester Zeit zu Spezialisten in eigener Sache werden müssen oder hoffen müssen an einen Arzt zu geraten dem wir gerechtfertigt vertrauen. Ich hab mir bei nahezu allem 2-3 Meinungen eingeholt und mir dann meine eigene gebildet. Hab im letzten Jahr 2 brustzentren und 3 gynäkologen verschlissen.