• Hallo zusammen,


    Ich habe schon eine Frage gestellt, weil ich nicht genau wusste, wie
    es mit dem Vorstellen funktioniert, doch nun bekam ich einen Tipp.


    Ich finde es ganz wunderbar, dass es dieses Forum gibt und freue mich,
    es nun entdeckt zu haben!


    Hier nun etwas zu "Alsterufer", ich bin natürlich aus Hamburg,
    verbringe aber auch recht viel Zeit an der Ostsee.
    Ich arbeite als freie Journalistin im Bereich Wohnen/Design,
    auch noch mit 63, weils Spass macht und die Butter auf dem Brot
    bezahlt.


    Im Januar wurde bei mir hinter einer Zyste in der Brust,
    die ich entfernen liess, Brustkrebs entdeckt, schnell wachsend.
    Es war ein Plattenephitelkarzinom, G3 und triple negativ.
    Die Lymphknoten waren aber noch nicht befallen.
    Vielleicht gibt es hier eine Frau, die auch so einen Krebs hat?


    Ich habe ein halbes Jahr harter chemotherapie hinter mir: 4x EC, dann Paclitaxol,
    verordnet 12x. Das habe ich aber nicht ganz geschafft.


    Durch eine Vorerkrankung an ererbter Polyneuropathie (Nervenkrankheit in
    FÜssen und Beinen) bekam ich das Hand-Fuss-Syndrom. Das Medikament wurde
    gewechselt, dadurch war eine niedrigere Dosierung möglich. Aber die Nebenwirkungen
    kumulieren sich ja dennoch. Die 12. Runde habe ich dann weggelassen, denn
    es kann sein ,dass Taubheit in den fingerspitzen u.a. lebenslang bleiben, da
    musss man zwischen dem Nutzen der chemotherapie (Rezidiv voreugen) und
    Lebensqualität abwägen.


    Apropos Lebensqualität, da ist bei mir nur noch ganz wenig übrig, so sehr bin ich durch
    chemotherapie geschwächt und die anderen Nebenerscheinungen wie Geschmacksveränderungen,
    Knochenschmerzen etc. scheinen nicht so schnell zu verschwinden, wie ich gehofft hatte.


    Nun folgt schon demnächst die Bestrahlung 35x.
    Wie habt ihr das geschafft, alles so hintereinander weg. Es ist das übliche Programm,
    das weiß ich wohl...


    Ich finde es sehr schön, wie ihr euch hier gegenseitig Mut macht, denn den braucht man nach
    einer solchen Diagnose und Therapie.

  • Hallo Alsterufer,


    ein herzliches Willkommen hier im Forum der FSH. Schön, dass Du da bist, wenn es auch kein schöner Anlass ist. Wir sind hier alle Betroffene und wissen, was die Diagnose Krebs mit sich bringt. Fühle Dich bei uns wohl und schau Dich um. Es sind hoffentlich viele Beiträge dabei die Dich stärken, dies alles auf Dich zu nehmen. Es kostet ja alles ganz viel Kraft, die Wünsche ich Dir. Du hast schon so viel geschafft. Für Deine weiteren Behandlungen wünsche ich Dir alles Gute. Bis dann einmal :)

  • Hallo Alsterufer,


    aus dem Süden der Republik schicke ich mal ein "herzlich Willkommen" hinauf in den (von uns aus gesehen) "hohen Norden".


    Die heftigste Zeit Deiner Therapie liegt ja schon hinter Dir ... Es sind nur noch die Bestrahlungen übrig!!


    Wenn Du wissen willst, wie andere das geschafft haben, so kann ich für mich antworten: Augen zu und irgendwie durch und niemals zu weit nach vorne schauen, sondern nur von einer Chemo zur nächsten, von einer Woche Bestrahlung zur nächsten. Anders ging es nicht - aber auf diese Weise hab ich alles hinter mich gebracht.


    Und das schaffst Du auch - Schritt für Schritt!!!


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo


    die Hamburger vermehren sich :-)
    ich wünsche dir viel kraft für die kommende Zeit, schau dich um, hier sind wir alle eine große Familie und unterstützen uns gegenseitg


    alles liebe


    sally

  • Hallo und ganz liebe Grüße aus dem tiefsten Süden in den höchsten Norden oder so :)


    ich weiß nicht genau, wie ich alles schaffe - ich weine manchmal, manchmal bin ich wütend. Meistens bin ich "positiv", ich freue mich über die netten Menschen, die ich bisher kennen lernen durfte (ich habe selten so viele offene Menschen getroffen bisher), ich versuche Dinge zu tun, die mir Spaß machen, habe bisher (meine Familie glaubt ich bin wahnsinnig) 12 Mützen in verschiedenen Farbkombis gehäckelt. Habe Häckeln im KH gelernt, weil meine Augen nicht mehr so toll sind als Folge der Erkrankung un dich bei der dicken Wolle die Löcher nur beim Häkeln gut erkennen kann. Meine Augen sind nun ein bisschen besser und ich kann wieder lesen und hier schreiben und hab sogar wieder - nach vielen, vielen Jahren - Malen angefangen. Das lenkt mich oft vom Müdesein ab, manchmal träume ich auch einfach von schönen Orten oder auch von der Zukunft. Je nach dem wie ich mich gerade fühle.


    LG Wolke

  • Hallo,


    ich freue mich für Dich, dass Du, wie ich lese, wieder die schönen Seiten des Lebens siehst. Lass alles zu. Ob positiv oder müde, beides gehört dazu. Es freut mich auch, dass wieder die Künstlerin da ist. Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Hallo Alsterufer,mit diesen Vorstellen komme ich leider auch nicht klar.hab es schon mehrmals versucht.
    ich bin wohl mit meinen 70 Jahren hier die älteste in der Runde?leider ist vor 5 Wochen auch noch mein mann verstorben,er hatte COPD im Endstadium.ich glaub aber das ihn meine Krankheit auch noch zugesetzt hat.er war mehr geschockt wie ich,ich hatte mir es nur nicht so anmerken lassen.Mein Mann war praktisch auf meine Hilfe angewiesen,er hatte große Angst das ich mal nicht für ihn sorgen kann.meine Chemo hatte ich ganz gut verkraftet,nun geht es mit Bestrahlung weiter,bekomme 34 Bestrahlungen, 5 mal in der Woche,es zieht sich also über 7 Wochen hin,werde froh sein,wenn ich diese geschafft hab.
    L.G. SiKo72

  • Liebe SiKo,


    zuerst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Forum.


    Schön, dass Du nicht aufgegeben hast - und nun hast Du es ja geschafft, Deinen ersten Beitrag zu schreiben. Wenn Du mehr über die Funktionen des Forums wissen willst, kannst Du mal in der "Hilfe" schmökern: https://forum.frauenselbsthilfe.de/index.php?page=Help . Da ist vieles recht genau erklärt.


    Ansonsten hast Du ja eine Menge hinter Dir, was nicht einfach zu verkraften ist, viele Veränderungen, mit denen Du jetzt zurechtkommen musst.


    Aber Du wirst vielleicht feststellen, dass sich hier Frauen treffen, die oftmals ganz ähnliche Probleme haben und die einander, soweit möglich, unterstützen.


    Schau Dich also in aller Ruhe um, komme an, schreibe mit, wenn Du magst, und fühle Dich einfach "verstanden".


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Hallo Alsterufer!


    Schön, dass Du zu uns gefunden hast.
    Ja, es ist nicht einfach, so eine Chemo durchzustehen.
    ich hatte übrigens die gleichen Medikamente in der Chemo wie Du.
    Bei EC bekam ich schwere Infektionen, sodass die 4. Gabe abgesetzt wurde.
    Auch bei dem anderen Medikament ging es wieder los. Dann bekam ich gei ganze Zeit in der Chemo
    einen Antibiotikum.
    ich wünsche Dir viel Kraft für die Strahlentherapie, die ich nach der 19. absetzen musste.
    Es ist ganz klar, dass Du erst einmal sehr schwach bist. Es dauert eine lange Zeit bis der Körper das alles verkraftet hat.
    Es freut mich, dass Dir Dein Beruf so viel Freude bereitet, dass Du ihn noch weiter ausüben möchtest.


    Wir haben immer ein offenes Ohr für Dich.


    Mitfühlende Grüße


    Gabriele

  • Liebe Siko!


    Das tut mir sehr leid, dass Dein Mann verstorben ist.
    Da hast du ja viel Kummer. Noch dazu mit Deiner eigenen Erkrankung.


    Wir haben immer ein offenes Ohr für Dich.
    Wenn Du magst, kannst Du Dich hier ausweinen.
    Wir hören Dir zu.


    Liebe Grüße



    Gabriele