Bestrahlung trotz Silikonimplantat?

  • Hallo ihr lieben,

    ich brauche euren Rat...

    Nachdem ich Ende Juni operiert worden bin, der Tumor war nicht mehr vorhanden nach der Chemo und alles problemlos abgelaufen ist ( keine PCR, aber es wurden keine lebenden Krebszellen mehr gefunden, nur noch einige DCIS-Zellen, was laut Ärzten, auch ein sehr gutes Ergebnis wäre) wurde mir nun gesagt, dass ich trotz Masektomie und Silikonimplantat aufgrund der S3 Leitlinien besser bestrahlt werden sollte, da einige Faktoren wie jüngeres Alter(unter 40), G3, Ki 67%, 5,1cm) und so weiter, dafür sprechen zu bestrahlen. Da die Brust ja nicht erhalten werden konnte, wird nun die Brustwand bestrahlt. Ich habe die Chemo hinter mir, habe allerdings trotzdem etwas Bammel vor der Bestrahlung wegen anderen Organen und vor allem wurde ich auf die Gefahr einer Kapselfibrose hingewiesen.

    Gibt es jemanden in einer ähnlichen Situation, der trotz Silikonimplantat auch bestrahlt wurde ?

    und was meint ihr dazu?

    Mein Radiologe sagte mir, es gäbe kein hundertprozentiges ja oder nein für die Bestrahlung, es wäre lediglich eine Absicherung, dass man auf der sicheren Seite wäre, später mal keine Metastasen zu bekommen... ein anderer Arzt meinte er würde es auf keinen Fall machen, aufgrund von dem kosmetischen Ergebnis ,da die Brust darunter leiden würde und ich wäre mit den Medikamenten die ich weiterhin noch erhalte (Herceptin bis Februar und Zoladex + Letrozol für 5 Jahre) genügend abgesichert.

    Jetzt bin ich total verunsichert und weiß nicht was ich machen soll...:/:rolleyes:

  • Hallo Amal,


    5 cm war wahrscheinlich lobulär? Ich hatte auch Mastektomie / Ablatio allerdings und wurde noch bestrahlt. Versuch es doch mal beim Krebsinformationsdienst. Die sollen sehr hilfreich sein. Die Bestrahlung habe ich ohne Probleme und ohne Schäden durchbekommen. Eventuell kannst du sagen zur Not muss ein neues Implantat her.

  • Hallo Amal*78 ,

    eine Bestrahlung nach Mastektomie mit sofortigen Wiederaufbau mit Silikonimplantaten ist durchaus möglich. Es ist kein no Go bzw unmöglich sondern heutzutage auch gut machbar da diese inzwischen sehr fein einzustellen sind. Wie du schon sagst, es wird die Brustwand bestrahlt nicht dein ganzerKganzer Körper (also außen, nicht innen ... heutzutage wird alles genau vermessen und eingestellt. Deine Organe liegen gut geschützt im Thorax, das ist das gute bei Brustkrebs dass es außerhalb des Körperstammes ist).

    Hatte da mit meiner Ärztin ausgiebig darüber gesprochen ... auch wenn ich persönlich keine Bestrahlung benötige. Hab jedoch beruflich einen med. Hintergrund und bin sehr wissbegierig ;)

    Klar, alles hat Risiken und Nebenwirkungen. Es kann was passieren oder auch nicht ...


    Die wichtige Frage ist jedoch ob DU es möchtest????

    Wäge es für dich ab, ist es das Risiko wert um die Gefahr eines Rezidiv zu verringern?


    Ich hatte diese Entscheidung selbst für die adjuvante Chemotherapie. 2 BZ sagten ja, 1 BZ nein ... ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen dies für mich zu entscheiden und kam zu den Entschluss dass ich persönlich alles dafür tun möchte um bestmöglich gesund zu werden. Ich möchte mir nichts vorwerfen w

    Falls ich doch mal ein Rezidiv bekommen sollte (Ich bin Jung und hab hoffentlich noch mein halbes Leben vor mir). Statistisch gesehen erhöht die adjuvante Chemotherapie um 3-4% kein Rezidiv zu bekommen. Klingt für viele nicht viel, aber für mich eben schon! Ich habe mich für die Chemo entschieden, habe die 2. Von 12 wöchentlichen Sitzungen hinter mir und vertrage es recht gut.

    Wichtig ist es für dich zu entscheiden und dann fest hinter deiner Entscheidung zu stehen. Denke positiv, das macht so viel aus. Dein Körper ist auch viel Stärker als du denkst.

    Wenn du dich dagegen entscheiden solltest, dann ist es auch ok. Dann hast du deine Gründe - solltest es aber bitte nie bereuen.

    Keiner steckt in deiner Haut und eine 100% Sicherheit bekommt man leider nie.

    Viel Glück bei deiner Entscheidungsfindung 🍀

    LG Möhrchen 🥕

  • Hallo Amal*78 ,

    Ich werde trotz Mastektomie auch bestrahlt. Bei mir hieß es zuerst, ich bräuchte nur die OP. Leider war ein Lymphknoten befallen. Auch mir wurde deshalb die Bestrahlung und auch Chemo empfohlen.

    Die Chemo habe ich nach einem Endopredict Test abwählen können. Für die Bestrahlung habe ich mich entschieden. Mir ist das Risiko eines Rezidives zu hoch und falls eine Kapselfibrose auftreten sollte, werde ich die Chance nutzen und einen Wiederaufbau mit Eigengewebe machen lassen.


    LG Hendelriki

  • So ihr lieben, wollte mich erstmal für die Kommentare bedanken. ich war ja heute bei dem besagten Professor, der meinte es wäre kein großer Unterschied ob Silikon oder Expander eingesetzt worden wäre🤔🤨 da mit einem Expander das gleiche passieren könnte... ich hatte irgendwie das Gefühl er wollte sich rausreden und er meinte, dass die Wahrscheinlichkeit dass ein Rezidiv entsteht in meinem Fall läge bei 10% ohne Bestrahlung und bei 7 % mit Bestrahlung! das heißt wir reden hier gerade mal von 3%.🙄 morgen früh ist der Termin für die erste Bestrahlung & bin jetzt total konfus....

  • Hallo Amal*78,

    auch ich wurde nach der Mastektomie mit sofortigem Wiederaufbau mit Silikon bestrahlt.

    Insgesamt habe ich 28 Bestrahlungstermine gehabt, weil trotz der Mastektomie in den Sektionsrändern das DCIS noch vorhanden war. Mein Arzt wollte mit den Bestrahlungen einer Nach OP vorbeugen. Bis jetzt ist alles in Ordnung und ich hoffe, dass es so bleibt.

    LG Nani

  • Hallo,

    bei mir war die Begründung dass bei einer Nach OP das Gesamtbild nicht mehr so gut aussehen würde und mein Arzt hat das in der Tumorkonferenz so vorgeschlagen. Das wurde dann so gemacht. Das Silikonimplantat hätte bei einer Nach OP entfernt werden müssen.

    Ich hoffe, dass die Bestrahlung erfolgreich war.

  • Hallo,

    Nachdem ich die letzen Monate immer nur fleissig im Forum gelesen habe, möche ich heut doch auch mal einen Beitrag schreiben.

    Ich habe das gleiche Problem wie Amal*78, hatte eine subkutane Mastektomie mit Silikonaufbau und die Empfehlung zur Bestrahlung ist nicht ganz eindeutig.

    Ich bin 35 Jahre und hatte vor Chemo folgende Diagnose:

    Mama Ca links lobulär, T2 N1 M0 G3 ER95% PR80% Ki67 40% Her2 neu neg.

    Bin ausserdem BRCA2 Trägerin.

    Nach 12x wöchentlich Paclitaxel&Carboplatin bildgebend Komplettremission, leider hat der Pathologe doch noch Karzinomanteile bis 10mm gefunden, der Tumor war zwar zerfallen, war aber bis kurz unter die Brustwarze und deshalb vermutlich doch multifokal. Brustwarze wurde in der Nachresektion entfernt. Lymphknoten war wohl vor Chemo nur einer befallen, nach Chemo war dieser aber frei von Krebszellen.

    Ich habe nach der OP nun nochmal 4x EC bekommen und stehe jetzt vor der Frage der Bestrahlung.

    Mein Onkologe aus der Praxis ist unbedingt dafür, da man alle Möglichkeiten ausschöpfen sollte, mein Implantat ist ihm egal.

    Die operierende Chefärztin in der Klinik meinte, sie würde persönlich keine Bestrahlung machen, da die Chemo viel entscheidender ist und diese ja schon gut gewirkt hat, ausserdem wüsste man eh nie was kommt.

    Der Arzt im Strahlenzentrum wollte sich nicht festlegen, hat mir nochmal die Vor- und Nachteile erläutert und meinte ich solle es für mich persönlich entscheiden.

    Die Dame vom Krebsinformationsdienst hat sich viel Mühe gegeben, Studienergebnisse zu finden die man als Referenz nehmen könnte, aber da passe ich nirgendwo so richtig rein, die Tendenz ging aber pro Bestrahlung.

    Laut Leitlinien muss bei Mastektomie und nur einem befallenen Lymphknoten nicht zwingend bestrahlt werden, habe ja aber einige Risikofaktoren wie junges Alter, BRCA, G3, hoher Ki67 und vermutlich multifokal.

    Dagegen sprechen allgemeine Bestrahlungsrisiken und die hohe Wahrscheinlichkeit der Kapselfibrose. Aufbau mit Eigengewebe will ich nicht, bin zu dünn für Diep Flap und keine Lust noch weiter zerschnippelt zu werden.

    Mein aktuelles Risiko für ein Rezidiv liegt lt. Ärzten zwischen 5-10%, vielleicht auch höher aufgrund der Risikofaktoren. Bestrahlung reduziert das Risiko wohl um 2/3, aber das sind eventuell halt auch nur 2-3%. Und dem gegenüber das Risiko von 1% von der Bestrahlung selbst einen neuen Tumor zu bekommen plus das Risiko von mind. 50% der Kapselfibrose, und evetuelle Herz Schädigung weil linke Seite...

    Ich bin hin und her gerissen und würde mich freuen wenn ich von Euch Feedback dazu bekomme. Danke.

    Lg



  • liebe Amal,

    Du schildert genau mein Dilemma. Auch ich stand damals vor der Entscheidung trotz Implantat Bestrahlung ja oder nein. Ich fühlte mich sehr allein gelassen mit dem Problem. Jeder Arzt unterstrich seine Meinung und es endete immer damit: aber die Entscheidung müssen sie alleine treffen. Gut, ich habe mich entschieden: ich wollte alles tun, dass der Krebs keine Chance mehr hat - also Bestrahlung, nicht nur die Achsel, sondern auch die implantierte Brustseite. Bei mir ging es leider nicht so gut aus, ich habe eine starke kapselfibrose, die mich zunehmend stört. Das ist auch der Grund meines Beitritts, ich suche Frauen, die diesbezügliche Erfahrungen teilen können. Es tut mir sehr leid, dass ich nichts positiveres vermelden kann und drücke dir die Daumen, dass es nicht passiert. Trotz allem, alles gute für 2019

  • Hallo zusammen. Ich habe am 21.1.meine vierte OP in meinem Leben an der rechten Brust.nur dass ich weiß, dass dieses mal auch eine Bestrahlung folgen wird.morgen habe ich die Auswertung meiner mammografie.ich hoffe,dass die Ärzte im brustzentrum keine verkalkungen gefunden haben.hat jemand von euch Erfahrung mit der bestrahlung bei vorhandenem Implantaten?Ich habe meine Implantate seit 2010-also 9 jahren-und habe bis auf meine zellenveränderungen wirklich gar keine Probleme. Hab aber ein wenig schiss wegen einer bevorstehenden kapselfibrose .hat da jemand Erfahrung?

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  • liebe Amal,

    Du schildert genau mein Dilemma. Auch ich stand damals vor der Entscheidung trotz Implantat Bestrahlung ja oder nein. Ich fühlte mich sehr allein gelassen mit dem Problem. Jeder Arzt unterstrich seine Meinung und es endete immer damit: aber die Entscheidung müssen sie alleine treffen. Gut, ich habe mich entschieden: ich wollte alles tun, dass der Krebs keine Chance mehr hat - also Bestrahlung, nicht nur die Achsel, sondern auch die implantierte Brustseite. Bei mir ging es leider nicht so gut aus, ich habe eine starke kapselfibrose, die mich zunehmend stört. Das ist auch der Grund meines Beitritts, ich suche Frauen, die diesbezügliche Erfahrungen teilen können. Es tut mir sehr leid, dass ich nichts positiveres vermelden kann und drücke dir die Daumen, dass es nicht passiert. Trotz allem, alles gute für 2019

    Hallo celticwoman,hat sich die kapselfibrose recht zeitnah nach der bestrahlung entwickelt?mein Arzt meinte,dass so ein Umstand theoretisch auch nach 4 Jahren nach der bestrahlung eintreten kann.ich habe mir im Frühjahr 2010 Implantate einsetzen lassen und habe mit diesen auch gar keine Probleme,wenn nicht immer wieder diese anstrengenden op's und Untersuchungen wegen der papillome wären.ich bin sehr zufrieden mit meinen Implantaten und hoffe dass es zu keiner kapselfibrose kommt.ist deine kapselfibrose zuerst nur an einer Stelle entstanden oder hast du es gleich am ganzen Implantatrand gemerkt?

    Beste Genesungswünsche.

  • Hallo.wollte mich mal zurückmelden-falls hier noch aktive Leser sein sollten.vor meiner insgesamt 4ten OP wurden jetzt leider wieder 2 neue dcis papillome gefunden.dabei war die letzte OP am 10.12.18 und die nachresektion jetzt am 23.1.19.bin aus allen Wolken gefallen,dass in 6 Wochen 2 neue gewachsen sind.mein Implantat konnte erhalten werden.am 31.1.19 folgt nun die befundbesprechung und dann hoffentlich wie geplant die Bestrahlung Ende Februar für 6 Wochen.ich hoffe,das hat dann auch alles ein Ende.

  • hallo Celticwoman

    Leider hat es sich nun doch so ergeben, dass ich eine Kapselfibrose bekommen habe und das nur 5 Monate nach der Operation! es ist eine mäßig-schwere aber mir wurde geraten, da die Narbe an der einen Stelle so dünn ist, das Implantat in den nächsten Wochen entnehmen zu lassen, bevor die Narbe aufreißt! Nun habe ich einen Termin zu einer Rekonstruktion mit Eigengewebe; mir wurden zwei verschiedene Methoden angeboten, allerdings auch von zwei Kliniken...die einen wollen nur aus Po-Falte auffüllen und die anderen aus dem Oberschenkel .

    Jetzt suche ich Frauen die damit Erfahrung haben,da ich mich noch nicht entschieden habe und damit total überfordert bin...

  • Liebe @2003


    Ich habe auch eine Strahlentherapie der implantierten Brust empfohlen bekommen. Mein Arzt im BZ sagte eine Kapselfibrose kann sich immer bilden. Durch die Bestrahlung würde sich mein Risiko um etwa 10% diesbezüglich erhöhen. Meine Bestrahlung liegt jetzt ein gutes Jahr zurück. Das Implantat wird engmaschig kontrolliert, bis jetzt ist alles o.B. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die geplante Therapie gut anschlägt und du dann endlich Ruhe hast.


    LG und :hug:

  • Hallo Amal,

    ich bin auch auf mein Sikikonimplantat bestrahlt worden. Bin schon 2017 operiert worden und Bestrahlungsende war September 17. Ich habe leider auch eine Kapselfibrose entwickelt, daher werde ich um April nun einen Eigengewebsaufbau machen lassen. Das Gewebe wird- obwohl ich schlank bin- aus dem Bauch entnommen. Liebe Gruesse

  • hallo amal und sonnenschein,

    Ich wünsche euch alle Kraft dieser Welt,dass alles reibungslos verläuft, die Narben schnell heilen und vor allem,dass ihr schnell und endlich zur Ruhe kommt.ich bin jetzt in meiner zweiten bestrahlungswoche von 5 Wochen und bis auf kleine Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen,Übelkeit,kleine Fieberschübe und jetzt auch druck in der brust-vor allem an den 4 großen narben,nervt eigentlich nur das tägliche hinfahren. Bitte schreibt weiter wie es euch geht und wie ihr den Eingriff überstanden habt.ich denke an euch und drücke ganz fest die Daumen,dass dies die letzte OP bei euch sein wird.

    Und bitte immer dran denken:aufgeben ist Keine Option!!

    Liebe Grüße eure seit2003

  • Bestrahlung trotz Silikonimplantat?


    Ich muss mich für oder gegen Bestrahlung entscheiden und wäge nun die Folgen und Risiken gerade für mich, um

    zur Entscheidung zu finden. Der Wächterlymphknoten war befallen, weitere entnommene nicht und eigentlich sollte doch alles "schlechte" Gewebe draussen sein ?

    Hat jemand von euch Erfahrungen gemacht, die mir weiterhelfen könnten ?

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