Bestrahlung

  • Hallo,


    Ich habe jetzt schon 7 Bestrahlungen von 30 Bestrahlungen hinter mir.
    Es ist schon zur Routine geworden, jeden Tag die 40 km hin und zurück für wenige Minuten Behandlung anzutreten.
    Meine Brust ist schon ziemlich gerötet, aber bis jetzt keine Schmerzen.
    Zum Glück.
    Ich bin sehr müde jedesmal, aber das sei normal, sagt der Radiologe.


    Ich wünsche euch eine schöne Zeit
    liebe Grüsse
    Doris

  • Guten Abend,


    ich muss mich mal wieder melden. Ich habe in dieser Woche mit der Strahlentherapie nach BET angefangen. Alles ist prima ergangen. Nur nach der ersten Bestrahlung war ich etwas müde. Ich denke, dass alles davon abhing, weil ich sehr angespannt war und habe in der Nacht vorher schlecht geschlafen. Die CT-Planung war auch nicht schlimm und die Markierungen halten gut und werden je nach dem Bedarf nachgezeichnet. Zum Glück habe ich einen guten Appetit. Ich bin nämlich nicht dick und darf auf keinen Fall abnehmen. Strapazierbar bin ich auch. Ich habe jeden Tag nach der Bestrahlung viele Sachen erledigt. An einem Abend hatte ich einen Abendkurs. Ich habe ihn gut verkraftet. Niemand hat gemerkt, dass ich in einer besonderen Situation wäre.


    Ich habe erst 4 Bestrahlungen hinter mir und kann natürlich noch nicht vieles dazu sagen. Eines nach dem andern. Auf jeden Fall ist die Angst verschwunden, und deshalb bin ich nicht mehr so angespannt. Jedes Mal nach der Bestrahlung ging es mir auch psychisch wunderbar. Es ist auch eine große Erleichterung, wenn ich daran denke, dass die eventuell noch vorhandenen Krebszellen durch die Bestrahlung zerstört werden. Ich bin viel ruhiger geworden.
    Im Warteraum trifft man auch andere Frauen, die das gleiche Schicksal haben. Die Frauen, die bald mit der Bestrahlung fertig sind, sind teilweise schon munter und geben uns Anderen dadurch Mut und Ausdauer.


    Apropos, man muss schon ab und zu daran denken, dass man eine schwere Krankheit hat, aber schöne Augenblicke muss man genießen, die es auch gibt. Meine Ärger und Kummer vor der Krankheit haben keine Bedeutung mehr. Sie sind teilweise nur Kleinigkeiten gewesen. Das sehe ich jetzt ganz klar.


    Ich hoffe, dass ich jemand mit meinem Bericht etwas geholfen haben. Ich melde mich wieder, wenn ich etwas Neues zu erzählen habe.


    Schönes Wochenende.


    sitarita :)

  • das ist ja ein schöner, positiver Bericht!
    Ich bin mir auch sicher, dass er für viele hilfreich sein kann, gerade wenn sie vor ihrer ersten Strahlentherapie stehen :) . Auch in der Krankheit kann man noch viele gute Erfahrungen machen! Ich wünsche dir, dass die Strahentherapie weiterhin so prima verläuft und - danke für deinen Bericht!


    Liebe Grüße
    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Sitarita,


    vielen Dank für Deine ermutigenden Zeilen. Ich habe nun diese Woche die Chemo, Gott sei Dank beendet. Noch eine von meinem letzten Zyklus hätte ich nicht mehr geschafft!!!!!!!!!!! Es war grauenvoll. Musste mich schon vor der Chemo übergeben. Danach war es noch viel schrecklicher!!!!!!!!!!! Nun folgt ab 28.01. die Strahlentherapie der Brustwand und der LAW. Wovor ich schon Bammel habe. Was mich am meisten zerrt, ist immer die Fahrt. Ich habe 160 km hin und zurück am Tag. Das 6 Wochen lang. Aber die werden hoffentlich auch bald vergehen.


    Ich wünsche auch Dir, dass es weiterhin so gut läuft und es Dir gut geht. :thumbsup: :hug:


    Wenn ich mich von der Chemo etwas erholt habe, will ich unbedingt mit Reha Sport beginnen. :thumbsup:


    Lg Miami

  • auch wenn die Chemo für dich so unschön war, bedeutet das noch lange nicht, dass das auch bei der Strahlentherapie so sein muss!!!
    Das mit dem Rehasport ist eine tolle Idee und das baut dich vielleicht soweit auf, dass du vor allem gewappnet bist!!! Und als stolzer Ritter besiegst du dann jeden Drachen :thumbsup: !


    Alles Gute :)
    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Wölfin,


    vielen Dank für Deine lieben Zeilen! :hug:


    Nun geht es mir schon etwas besser und wie Du schon schreibst, will ich wie ein Ritter, dann mit der Strahlentherapie die letzten Drachen besiegen!!!!!!!!!!!! :thumbsup: :thumbsup:


    Ich danke Dir und wünsche auch Dir weiterhin viel Kraft und Lebensfreude!!!! :thumbsup: :hug:


    Lg Miami

  • Hallo sitarita, vielen Dank für deinen aufmunternden Bericht. ich hatte heute meine erste Bestrahlung. Ich sehe es wie du. Es war nicht schmerzhaft oder bedrückend. Und auch ich habe mir immer vorgestellt, wie auch die letzten möglicherweise vorhandenen Krebszellen verschwinden.
    Den Rest des Tages habe ich sonst nichts gemerkt und konnte allen Aktivitäten nachgehen. Ich hoffe, dass es so gut weiter geht und freue mich jetzt erst einmal über den Abend nach ersten Bestrahlung und dass es mir heute gut geht.


    Seit letzter Woche nehme ich wieder am Laufkurs teil und gehe zur Bauch-Beine-Po-Gymnastik. Es war super. Ich kann nur jedem empfehlen, so bald wie möglich wieder Sport zu machen. Ich hatte das Gefühl, dass mir endlich mein Körper wieder selbst gehören würde.


    Und auch im letzten Punkt kann ich dir nur zustimmen. Viele Dinge, die mich früher runtergezogen haben, haben sich relativiert. Es ist einfach nicht mehr so wichtig. Und damit geht es mir viel besser.


    Lg Sigge

  • Ich habe über die Strahlentherapie auch Positives zu berichten.


    Ich hatte anfangs den absoluten Horror und war sowohl beim Vorgespräch wie auch beim Planungs-CT in Tränen aufgelöst. Zum Glück hatten die Docs in der Strahlenklinik großes Verständnis für mich und waren total einfühlsam, ebenso wie das ganze Team dort.


    Und was soll ich sagen: meine Ängste waren unbegründet. Ich habe die Strahlentherapie problemlos überstanden: keine Müdigkeit, keine überhitzte Brust, keine Hautreizungen. Nur nach der Boost-Bestrahlung ganz am Ende hatte ich eine etwa kleine Stelle (etwa 4 cm Durchmesser), die aussah wie nach einem leichten Sonnenbrand. Also insgesamt alles völlig problemlos ...


    Es ist halt wie immer: Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Planschente.
    Auf deine Frage will ich dir antworten. Ob die Bestrahlungen stattfinden, entscheidet der Strahlenarzt. Ich hatte auch einen Bluterguss. Trotzdem habe ich die Bestrahlung angefangen. Ich hatte keine weiteren Problem deswegen.
    Alles Gute
    Lilli

  • Hallo Planschente,


    das ist natürlich eine Frage, die aus der Ferne schwer zu beantworten ist.


    Hast Du schon einen Termin in der Strahlenklinik oder -praxis? Denn ich kenne die Vorgehensweise so, dass zunächst ein Vorgespräch in der Strahlenklinik oder -praxis stattfindet (mit dem Planungs-CT), dann die sog. "Simulation", in der die Bestrahlungsfelder festgelegt werden, und erst danach die "echten" Bestrahlungen losgehen. Es dauert also vom ersten Termin bis zum Beginn der Bestrahlungen auf jeden Fall ein paar Tage.


    Das ergibt einerseits einen Zeitgewinn, damit sich der Bluterguss ggf. weiter abbauen kann, und andererseits hast Du die Möglichkeit, im Vorgespräch die Ärzte zu fragen, ob durch den vorhandenen Bluterguss der Beginn der Strahlentherapie verändert werden muss oder ob trotzdem bestrahlt werden kann.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Planschente,
    wie Lilli schon sagt entscheidet das der Strahlenarzt. Bei mir haben die Bestrahlungen stattgefunden obwohl die Narben noch hart waren (sind noch immer nicht weich obwohl die letzte Bestrahlung am 23.10 war). Hab das nicht ganz verstanden, denn ich sollte ja mit Narbensalbe "cremen" und während der Bestrahlungen ging das ja nicht ?( Dafür "creme" ich jetzt immer noch.
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo Planschente, wie süß dein Nickname,


    also bei mir war die Narbe auch noch hart bei der Bestrahlung, jetzt ist sie teilweise noch hart, (jetzt creme ich sie laufend schön ein) und ich hatte dann auch Wassereinlagerungen in der Brust. Wie die anderen schon geschrieben haben, bestimmt der Bestrahlungsarzt wie und ob. Es werden auch zwischen den Bestrahlungen immer Kontrollen von den Ärzten gemacht und man konnte auch zwischendurch immer fragen.
    Wichtig ist pudern, damit die Haut trocken bleibt und die Markierungen nicht weggehen.
    Sie wurden bei mir fast jedesmal nachgezeichnet aus Sicherheit.

  • Hallöchen,


    Strandnixe hatte das Thema Hautpflege während der Bestrahlung angeschnitten. Dazu der wichtige Hinweis, dass Ihr unbedingt die Vorgaben der Strahlenärzte beachten solltet.


    Die Handhabung ist (erstaunlicherweise) von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Manchmal wird gepudert, manchmal nicht (ich habe nie Puder verwendet). Manchmal darf man vorsichtig duschen (aber keine Seife oder Waschlotion auf den Bestrahlungsbereich bringen und nur ganz kurz, damit die Haut nicht aufweicht), manchmal wird davon abgeraten. Manchmal werden die Markierungen täglich nachgezeichnet, manchmal werden sie mit einem durchsichtigem Pflaster angeklebt, damit sie nicht so schnell verwischen ...


    Sollten Hautprobleme während der Strahlentherapie auftreten, dann sprecht mit den Ärzten und lasst Euch von ihnen sagen, was ihr dagegen tun könnt. Selbst herumzuprobieren ist nicht empfehlenswert.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich habe mich an die Anweisungen der Klinik gehalten, durfte "nix". Bekam, als es kaum mehr auszuhalten war, von der Klinik ein Rezept über eine eigens "angemischte" Creme/Salbe die ich abends ganz dünn auftragen durfte und die "gut gemeinten Worte da müssen sie jetzt durch".
    Beim Abschlußgespräch kam dann noch "sie sind ein extrem seltener Fall"... Meine Freundin durfte vor 10 Jahren "pudern" und hatte keinerlei Probleme.
    Rückblickend, mit einem gewissen Abstand würde ich mich dennoch wieder an die Anweisungen halten. Aber: Ich würde mich wehren und darauf bestehen dass sich ein weiterer Arzt die Haut anschaut! ! !
    Die überwiegende Anzahl der Mädels hier hatte weniger Probleme. Was ich allerdings nicht verstehe ist dass es, wie Flora schon sagt, von Klinik zu Klink unterschiedlich gehandhabt wird. Das bestärkt die Unsicherheit und auch Angst! ?(
    Alles Liebe für alle die momentan "in den Strahlen stecken"
    Lisa