Bestrahlung

  • Hallo Ihr Lieben


    ich habe heute die letzte von 35 Bestrahlungen. Ich habe mir gleich zu Beginn Talkumpuder aus der Apotheke besorgt und den Strahlenbereich seit nunmehr 2 Monaten keinem Wasser ausgesetzt. Das ging ganz gut. Irgendwann fing es fürchterlich an zu jucken. Da hat man mir geraten, Kühlpacks zu benutzen. Das war eine super Erleichterung! Als der Doc das dann gesehen hat, hatte er mir eine Kortisonlotion aufgeschrieben.


    Durch die Malerei sind die BH's schön bunt geworden:) Aber was soll's - das ist noch das geringste Übel.


    Was ich mir nicht vorstellen konnte: wie müde und kaputt mich die Strahlen gemacht haben. Als ich dem Doc davon erzählte meinte er erst, ich solle mal zum Internisten gehen. Das kann nicht sein. Letzte Woche hat er mir das dann aber bestätigt. Es ist einfach unerklärlich, sagt er, es wird nur ein kleiner Teil des Körpers den Strahlen ausgesetzt und trotzdem klagen einige über Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen in Knochen und Gelenken.


    Der bestrahlte Brustbereich ist bei mir dunkel verfärbt und pulvertrocken. Wann seid Ihr mit Wasser da ran - wie lange soll ich warten, bis ich mal wieder ins Schwimmbad gehen kann?? Ich habe mich gestern auf eine Warteliste für Rehasport -Wassergymnastik- setzen lassen. =ich stehe in den Startlöchern!!= könnte losgehen


    Lieben Gruß
    Greta

  • Hallo Greta,


    ich habe mich während der Bestrahlung ohne Probleme ganz normal gewaschen. Lediglich auf Seife und Creme sollte man verzichten, laut Strahlendoc. Ich musste nur wegen der Markierung aufpassen, dass man da nichts wegwischt. Nach einiger Zeit habe ich auch ganz wenig Seife genommen. Es war Sommer und sehr heiß. Ohne Seife hatte ich nicht das Gefühl sauber zu sein.


    Mit dem Schwimmbad würde ich an Deiner Stelle aber noch ein bißchen warten. Bei zu viel Wasser qulit die Haut doch auf. Das ist sicher nicht gut.


    Liebe Grüße
    Paula

  • Ich habe die Strahlentherapie gut herumgebracht. Ohne Pudern oder Cremen. Aber ich durfte duschen, natürlich nicht zu lange und ohne Seife oder Waschlotionen an die Bestrahlungsstellen zu bringen. Obwohl es - wie bei Paula - Hochsommer war, bin ich damit gut klargekommen.


    Hautreizungen hatte ich während der normalen Bestrahlungen absolut nicht, es trat lediglich ein "Bräunungseffekt" auf. Nur nach den Boost-Bestrahlungen hatte ich eine kleine sonnenbrandähnliche Rötung, und zwar nicht auf der Brust, sondern auf dem Rücken, knapp oberhalb des Schulterblatts, die sich aber recht schnell auch wieder verflüchtigt hat.


    Insgesamt habe ich die Bestrahlungen wirklich als nicht besonders beeinträchtigend empfunden. Es war mir nur lästig, täglich zur Strahlentherapie fahren zu müssen.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Guten Morgen,


    ich hatte jetzt auch mein erstes Gespräch zur Bestrahlung. Der Professor begrüsste mich nicht mit den Worten :" Guten Morgen, nehmen Sie Platz, sondern Sie müßen die Bestrahlung haben, sonst liegt der Rückfall bei 40 %.Musste ihm dann sofort ins Wort fallen und ihm sagen, dass es nicht stimmt, denn laut OnkoType liegt der Rückfall bei 9 % . Nach dem Satz war klar das wir keine Freunde werden. Soll 35 Bestrahlungen bekommen. Der Brief vom Brustkrebszentrum, der die Nebenwirkungen von Bestrahlungen beschreibt, denn könne ich in den Müll werfen. Bestrahlung hat keine Nebenwirkungen und auch keine Spätfolgen!! Dann frage ich mich, warum vom Zentrum sowas geschrieben wird. Kann es sein, dass man alle Therapien einfach nur macht, weil es so die Norm ist ? Das die Ärzte zum Teil sehr mit allem überfordert sind ? Ich bin echt unsicher :-(


    LG Sonja

  • Hallo Sonja,
    du weißt schon, dass es das Sprichwort gibt: "Vier Ärzte und fünf Meinungen". Lass dich nicht durch das Strahlenvorgespräch mit dem Leiter deiner Strahlenklinik verunsichern.
    Es stimmt, dass nach brusterhaltender OP die Bestrahlung Standard ist und das Rückfallrisiko signifikativ senkt - um wieviel Prozent, weiß ich allerdings auch nicht. Das kannst du vielleicht über "Dr. Suchmaschine" herausbekommen.
    Welche Nebenwirkungen du spüren wirst, kannst du vor der Bestrahlungsphase nicht wissen. Es gibt hier Foris, die berichten darüber, dass die Bestrahlungen am Ende so wirkten, wie ein leichter Sonnenbrand und andere berichten von mehreren Nebenwirkungen. Zu welcher Gruppe du gehörst, wirst du erst im Laufe der nächsten Wochen herausfinden. Also lass die Bestrahlungen auf dich zu kommen, halte dich an die Anweisungen des Personals und suche immer dann ein Gespräch mit den Ärzten, die den Ablauf betreuen, wenn es dir danach ist. Also, nur Mut - das wird schon! :D
    Hier noch ein Link zum Krebsinformationsdienst, zum Thema Bestrahlung, vielleicht kennst du es ja schon. Ich finde die Infos, die dort veröffentlicht werden immer sehr hilfreich.
    https://www.krebsinformationsdienst.de/.../brustkrebs/strahlentherapie.ph...‎
    Liebe Grüße
    Angie

  • Hallo Sonja,


    wie Angie schon richtig schreibt, ist es wichtig, dass Du Dich von widersprüchlichen Aussagen der weißen Gilde nicht verunsichern läßt. Das ist zwar leicht gesagt wie getan, weil Du Dich auf unsicherem Terrain befindest. Ich habe selbst erlebt, dass die Nebenwirkungen zwar nicht angenehm, aber auszuhalten waren. Immer im Hinblick darauf, dass das möglichste getan wird, das Rückfallrisiko zu senken. Es kommt immer auch auf die persönliche Hautstruktur an, von leichten Rötungen bis zum ausgewachsenen Sonnenbrand kann, muss aber nicht, alles vorkommen. Ich habe im Laufe der Zeit einiges von Betroffenen mitbekommen, es war bei jedem anders. Außerdem, wenn Dir was merkwürdig vorkommt oder Du unsicher bist, such Dir eine oder mehrere Personen Deines Vertrauens während der Behandlung, die Deine Fragen nicht abtun.


    Außerdem sind wir ja auch noch da, alle mehr oder weniger Experten in eigener Sache! :thumbsup: Wobei, wie Du ja weißt, jede Behandlung ihre eigenen individuellen Merkmale hat. Der Tipp mit dem Krebsinformationsdienst ist sehr gut und hilft Dir vielleicht ein wenig, deine Unsicherheit abzubauen. Ich wünsche Dir jedenfalls alles, alles Gute und ein wenig Vertrauen. Ich :hug: Dich und wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag ohne schlimmes Grübeln. ^^

  • Hallo Sonjavs,


    der Einstieg in das Gespräch vor Deiner Bestrahlung war sicherlich sehr unglücklich. Denn normalerweise lässt man eine Patientin erst Platz nehmen und erläutert danach in aller Ruhe die Gründe, warum eine Bestrahlung bei Brustkrebs nach brusterhaltender Operation sinnvoll ist. Aufgrund des Gesprächsbeginns war natürlich eine vernünftige Aufklärung nicht mehr möglich, da Du zu diesem Zeitpunkt bereits das Vertrauen in den Arzt verloren hattest.


    Wahrscheinlich hat Dir bisher niemand näher erklärt, warum Brustkrebspatientinnen nach einer brusterhaltenden Operationeine Strahlentherapie angeraten wird. Der Grund ist folgender: Selbst wenn die Ärzte mit allergrößter Sorgfalt operieren und selbst wenn die Histologie zeigt, dass die Resektionsränder frei waren, so besteht immer noch die Möglichkeit, dass im Brustdrüsengewebe (entweder im Tumorbett oder auch etwas weiter entfernt) mikroskopisch kleine Tumorreste verstreut sind, die bei der Operation nicht gefunden wurden. Diese kleinsten Tumorreste sollen durch die Stahlentherapie, die ja im Gegensatz zu einer Chemo lediglich lokal wirkt, abgetötet werden, um zu verhindern, dass ein Lokalrezidiv auftritt.


    Die Empfehlung für eine Strahlentherapie steht im Grunde nicht in Zusammenhang mit der lt. Onkotype ermittelten Rückfallrate. Denn falls tatsächlich noch kleine Ansammlungen von Krebszellen im Brustdrüsengewebe vorhanden sind, dann können diese eben fröhlich weiterwachsen (da ja noch vorhanden, während Onkotype geht davon ausgeht, dass keine Krebszellen mehr in Deinem Körper sind) und ein Lokalrezidiv bilden.


    Um Deine Fragen zur Strahlentherapie stellen zu können, bietet es sich für Dich möglicherweise an, eine Zweitmeinung einzuholen - oder telefonisch oder per Mail beim Krebsinformationsdienst anzufragen. Denn es ist wichtig, sich gut informiert für oder gegen eine Therapie zu entscheiden und nicht nur aufgrund der (möglichen!!!!) Nebenwirkungen. Schlimm wäre es, wenn es zu einem Rückfall kommt und man sich sagen müsste "Hätte ich doch damals dies oder jenes getan ..."


    Ich wünsche Dir, dass Du gut informiert die für Dich richtige Entscheidung treffen kannst.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo ihr Lieben, es hat mir richtig gut getan, eure Beiträge zu lesen. Nächsten Mittwoch geht bei mir die Bestrahlung nach BET los.Vorgespräch war informativ , der Arzt war nett, CT war nicht schlimm-das einzige, was bei mir schwierig ist, sind die Markierungen. Ohne Pflaster sind die nach ner Stunde weg und wenn das Plaster abfällt, ist die Markierung mit weg.Vielleicht habt ihr ja noch ne Idee. Trotzdem hab ich Angst, zumal meine Stimmung im Moment schlecht ist- warum auch immer gerade jetzt.Da war es genau das, was ich hören wollte: Bestrahlung war nicht so schlimm.... Hoffe, bei mir das auch so und ich kriege keinen Abendtermin, damit ich weiter tanzen kann. LG, bellydancer

  • Hallo Ballydancer!


    habe diese Woche "Bergfest" bei der Strahlentherapie! :thumbsup: Die Hälfte ist geschafft und die andere wird ein Klacks! Ich habe kaum Nebenwirkungen bis jetzt. So soll es auch bleiben. Am nervigsten ist die tägliche Fahrt zur Strahlenklinik, da ich 100 km entfernt wohne. :thumbdown: Aber das schaffe ich auch noch!


    Ich Puder täglich mindestens zweimal. Dann halten die Markierungen auch besser und um einen "Sonnenbrand" zu vermeiden! :thumbsup:


    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine "Strahlensitzungen", es wird wirklich nicht schlimm.


    Lg Miami :hug:

  • Guten Morgen,


    ich hatte gestern meine letzte Bestrahlung. Ich will allen Interessierten erzählen, wie es mir ging.


    Nach jeder Bestrahlung hatte ich ein Glücksgefühl. Ich bin dann anschließend in die Cafeteria des Krankenhauses gegangen. Zu hause habe ich mich hingelegt. Ich habe nicht geschlafen, sondern nur die Augen zugemacht. Spätestens nach einer Stunde war ich wieder fit und habe Hausarbeiten gemacht und etwas gelesen. Der Appetit war gut. Ich bin jeden Tag aus dem Haus gegangen und Sachen erledigt.


    Ich konnte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Bestrahlung fahren. Es hat mich überhaupt nicht angestrengt.


    Ich hatte 36 Bestrahlungen. Die bestrahlte Brusthaut ist trocken geworden und war ab und zu etwas gerötet. Schmerzen hatte ich nicht, aber gelegentlich habe ich gespürt, dass etwas gemacht wurde, aber es ist nicht erwähnenswert. Jetzt muss ich abends und morgens eine Salbe leicht auf die Brust auftragen.


    Die ganze Zeit war ich sehr durstig, aber es ist normal. Man muss viel trinken - mindestens 2-3 l. Das habe ich auch geschafft.


    Demnächst beginnt die Antihormontherapie für die nächsten 5 Jahre (Tamoxifen und anschließend Aromatasehemmer). Man darf keine Vorurteile haben. Jeder Mensch reagiert anders auf Therapien! Am 25.03. gehe ich zur ambulanten Reha.


    Ich muss mein Leben ändern. Kein Hormon einnehmen, mäßig oder gar keinen Wein, Süßigkeiten vermeiden und mehr Sport treiben. Bis jetzt habe ich nur Gymnastik jeden Tag gemacht und natürlich spazieren gegangen. In der Reha können sie mir sicherlich ein paar gute Tipps geben.


    Obwohl ich so positive Erfahrungen gehabt habe, vergesse ich natürlich nicht, was ich hatte/habe. Nach der Diagnose habe ich viel über das Mamma Karzinoma und allgemein über das Karzinoma gelesen. Ich finde, dass man gut informiert sein muss.


    Ich finde, dass es meine Pflicht ist, über meine positiven Erfahrungen zu erzählen. Ich weiß, dass viele Frauen eine höllische Angst vor der Bestrahlung haben. Ich hatte natürlich auch Angst.


    Ich wünsche Euch Allen einen schönen Tag.


    Sitarita

  • Hallo,


    endlich habe ich jemanden gefunden, der über die Bestrahlung schreibt. (steht mir auch bald bevor) Ich muss jetzt noch insgesamt 3 x zur Chemo. :thumbsup: Eine Antihormon-Therapie soll ich auch noch bekommen.
    Allerdings weiss ich nicht, ob ich diese ablehnen werde.(allein wegen der Nebenwirkungen) Mein Frauenarzt, bei dem ich gestern nur kurz war, um mein Rezept für die Lymphdrainage abzuholen, sagte mir, das man die Therapie eigentlich ganz gut verträgt. Ich habe leider durch die Chemo einiges an Gewicht zugenommen und das soll auch nicht besser werden wenn man die Hormone nimmt. :( Ich weiss im Moment nicht was ich machen soll. Muss wahrscheinlich erstmal abwarten wie die Bestrahlung wird und dann mit den Ärzten sprechen, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt oder ob die AHT das einzigste ist was hilf.
    Es kann einem auch keiner sagen, ob man nach 5 Jahren AHT alles hinter sich hat. Ist alles gar nicht so einfach. :( Ach ja, du hast gestrieben, das die bestrahlte Haut ziemlich trocken ist. Bei der Lymphdrainage erzählte man mir, das man die Stelle einpudern soll und nicht cremen. (mehrmals am Tag pudern) Das mit den Süßigkeiten ist nicht so einfach und mit dem Sport auch nicht. Ich hoffe auch in der Reha wieder fit zu werden. Ich gehe zwar jeden Tag mit dem Hund ca. 4 - 5 Kilometer spazieren, habe aber das Gefühl, das es gar nichts
    bringt. :( Ich finde es gut, das du so positiv über die Bestrahlung schreibst. Nimmt mir ein bißchen die Angst davor, da ich nicht weiss was da auf mich zukommt. Vielen Dank. ^^


    Bis bald


    Gartenfee

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Überflüssige Zeilenschaltungen entfernt.

  • Liebe Gartenfee,


    Ich hatte auch über 30 Bestrahlungen, auch ich hatte nur mit Müdigkeit zu kämpfen.
    Mich machte es sehr müde, aber ich habe auch eine grosse Brust, da ist das bestrahlungsfeld grösser.
    Ich habe verschiedene Salben bekommen, die ich täglich einstreichen müsste.
    Meine Brust war ziemlich rot und mit der Zeit braun, das hat sich aber fast wieder aufgelöst.


    Ich wünsche dir weiterhin alles gute
    liebe Grüsse
    Doris

  • @ Sitarita: Es ist wirklich toll, wie sachlich Du über Deine Bestrahlungen berichtest. Sicherlich ist das sehr hilfreich für andere Leser! :thumbsup:


    @ Gartenfee: Auch meine 33 Bestrahlungen waren völlig unproblematisch. Ich war nicht übermäßig müde (und eventuelle Müdigkeit habe ich als Nachwirkungen der Chemo betrachtet, während der ich dauermüde gewesen bin), ich bin täglich selbst in die Strahlenklinik gefahren (eine Strecke ca. 25 km) und meine Haut war am Ende nur gebräunt (lediglich am Rücken hatte ich nach den Bestrahlungen auf das Tumorbett - das waren die letzten drei - einen kleinen Fleck, der aussah wie ein leichter Sonnenbrand). Gecremt oder gepudert habe ich nicht. Davon wurde mir in meiner Klinik abgeraten. Auch Dir werden Deine Ärzte in der Strahlenklinik oder -praxis sagen, wie Du Dich wegen der Hautpflege verhalten sollst (das wird von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich gehandhabt).


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe satarita,


    das hast Du sehr gut geschrieben!!


    Gartenfee – nein – vor den Strahlen brauchst Du wirklich keine Bange zu haben. Mein Strahlendoc meinte, die die von der Chemo kommen, sehen die Strahlen als Spaziergang an.


    Am 23.10. wurde ich brusterhaltend operiert, keine Chemo, es gab eine kl Komplikation und der Start der Therapie wurde somit auf den 18.12. verschoben. Ab 20.12. habe ich mich wieder arbeitsfähig gemeldet. Ich bin morgens um 6 aus dem Hause, habe etwas früher Feierabend gemacht und war gegen 14.45 zurück. Um 15 Uhr wartete die Taxe bereits auf mich. Das wurde mir angeboten und ich wäre ja dumm, wenn ich es ablehnen würde.


    Wo kriegst Du denn die Strahlen? In der 6 km von Dir entfernten Kleinstadt oder musst Du 30 km in die nächste größere Stadt?
    Jede Klinik scheint es anders zu handhaben: ich sollte mehrmals täglich pudern. Ich habe mir 100 g Talkum (viel zu viel) in der Apotheke für 1.17 € abfüllen lassen. Das Puder habe ich in einen Würzstreuer umgefüllt und mit Wattepads aufgetragen. Bei jedem Strahlentermin wurde ich mit rotem und blauen Edding bemalt. Wie das so ist… frau zieht den besten BH an.. Den hat nie jemand zu sehen bekommen und die Farbe konnte ich nicht wieder rauskriegen. Ich würde jetzt ein älteres Modell wählen.


    Ich wurde in dieser Zeit sehr sehr müde und meine Kondition hat echt ganz stark gelitten. Am 11. Febr. hatte ich meinen 35. Termin. Nun arbeite ich daran, körperlich wieder fit zu werden.


    Kopf hoch – wenn Du Fragen hast, dann frag.


    LG Greta

  • Hallo Gartenfee,
    die Forumsfrauen haben dir ja schon sehr gute Tipps gegeben. Das finde ich toll!
    Vor den Bestrahlungen und vor der AHT brauchst du wirklich keine Angst zu haben. Bevor die Bestrahlungen beginnen, hast du doch einen Termin zum Planungsgespräch und zur Info im Strahleninstitut. So war es jedenfalls bei mir. Da wird dir alles Wichtige gesagt und du kannst Fragen stellen. Ich bekam auch ein Infoblatt mit und der Strahlendoc hatte da schon Anmerkungen ( u.a. Auto fahren, duschen,..) zu meinem Fall gemacht. Es gibt doch die blauen Ratgeber von der Krebshilfe, auch zum Thema Strahlentherapie.
    Ja, es ist von Klinik zu Klinik verschieden ob sie Puder oder Creme empfehlen. Als sich meine Brust etwas rötete, bekam ich Linola Salbe verschrieben. Es gibt da extra eine für Strahlentherapie. War prima! In einer anderen Klinik waren sie mit dem Puder sehr zufrieden. Wichtig ist, was dein Strahlendoc dir vorschlägt.
    Es wird auch empfohlen, Unterwäsche aus Naturfasern zu tragen. Ich hatte mir dann extra einen Baumwoll-BH gekauft, der aber eine Naht hatte. Die hat mich dann gestört und ich habe ein Seidentaschentuch reingelegt!
    Ich muss voraussichtlich 10 Jahre lang Antihormone nehmen. Ich habe mit einem Aromatasehemmer begonnen, den ich jetzt seit 10 Monaten nehme und bis jetzt habe ich keine größeren Nebenwirkungen gemerkt.
    Ich habe mich während der Strahlentherapie wirklich aufgehoben gefühlt, man hat ja immer fachliche Ansprechpartner. Nach dieser Therapie kam ich mir auf einmal verlassen vor!! Die Ansprechpartner waren weg! Die anschließende AHB habe ich dann sehr genossen und kann sie nur empfehlen.
    Falls du noch was wissen möchtest, frag nur!
    Liebe Grüße
    von Mohnblume

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich habe gerade 10 von 28 Bestrahlungen hinter mich gebracht. Die einzige Nebenwirkung, die ich bisher bemerkt habe, ist Müdigkeit. Aber das ist kein Problem, kann mich ja ausruhen. Seit Sonntag entwickelt sich nun eine Erkältung- Nasennebenhöhlenentzündung, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, leicht erhöhte Temperatur, beginnende Bronchitis.Obwohl ich ein Antibiotikum und Scheimlöser nehme und inhaliere und die Nase spüle, habe ich das Gefühl, meine Immunabwehr hat, statt zu kämpfen, die Flucht ergriffen. Kann das von der Bestrahlung kommen, ich brauchte keine Chemo ? Und kann ich etwas tun dagegen? Ich bin für jede Erfahrung dankbar. LG, bellydancer

  • :thumbup: Ich hatte während der Chemo eine hartnäckige Erkältung, die lange andauerte. Da habe ich es mal mit Ingwertee probiert, nachdem andere Massnahmen nicht halfen. Ich habe dann noch ein Enzympräparat genommen. Der Ingwertee muss am besten mit frischem Ingwer gemacht werden. Dazu muss manden Ingwer schälen , in Scheiben schneiden und mit heissem Wasser übergiessen und ziehen lassen. Dann die Ingwerscheiben herausnehmen und den Tee trinken. Man kann auch etwas Honig und /oder Zitrone zur Geschmacksverbesserung dazugeben. Ich habe jeden Tag 2 Tassen davon getrunken. Nach 2Wochen ging es mir besser . Ich weiss nicht , ob das von dem Ingwer kam , oder vom Enzympräparat. Ich hoffe, dass es Dir auch etwas hilft- ich drücke Dir die Daumen.
    Gute Besserung :thumbsup:
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo zusammen,


    am 11.Febr war ich durch mit meinen 35 Bestrahlungen. Die Hautrötungen sind weg und es sieht alles ganz gut aus. Im Schwimmbad war ich auch schon ein paar mal, einen Platz in einer Reha-Wassergymnastik-Gruppe wurde mir für Anfang April zugesagt. -Alles schön!


    Am Montag, 24.03. habe ich morgens einen Termin in der Strahlenklinik.... Was machen die??? Nur die Haut begutachten?


    Ganz liebe Grüße
    Greta