Tabletten gegen die Angst ...

  • Hallo
    Durch die BK bin ich psychisch völlig am Boden meine Neurologin hat mir nun Antidepressiva verschrieben doch ich hab nun Angst diese zu nehmen wegen Nebenwirkungen das iss eigentlich total idiotisch als ob durch die Chemo nich schon genug ist gibt es jemand der welche Einnimmt u es ihm dann auch besser ging LG Stanzi

  • Liebe stanzi,


    Mensch, komm her, ich nehme dich mal in den Arm und drücke dich.
    :hug:


    Weißt du, so eine Situation, in der du dich gerade befindest, dafür gibt es diese Medis.
    Deine Ärztin hat bestimmt die NWs des Antidepressivums im Blick, ist aber wohl der Meinung, dass es dir mehr bringt, als
    dass es schadet, sonst hätte sie es dir nicht verschrieben.
    Wenn du Vertrauen zu deiner Ärztin hast, kannn ich dir nur raten, dir helfen zu lassen und es dir damit leichter zu machen.
    Das heißt ja nicht, dass du das Antidepressivum für immer und ewig nehmen musst. Wenn es dir besser geht, kannst du das
    mit deiner Ärztin besprechen und es wieder langsam absetzen.
    Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht.
    Liebe Grüße von lala63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

  • Liebe Stanzi,


    meine Hausärztin hat mir damals, als ich ihr meine BK Diagnose berichtete, gemeint, dass ich wohl genug Probleme hätte und es mir gar nicht gut tut, auch noch von der Angst zerfressen zu werden und so hat sie mir auch zu den Glückspillen geraten und dann auch verordnet. Und was soll ich sagen, es ging mir sehr viel besser und ich sah bald viel optimistischer in die Zukunft. Hab die Pillen etwa 14 Monate genommen. Hab sie ein und dann natürlich langsam auch ausgeschlichen. Und Nebenwirkungen hatte ich nur POSITIVE - nämlich es ging mir psychisch sehr viel besser.


    Es ist immer einen Versuch wert, mach alles damit dir es dir psychisch gut geht. Das ist nämlich ganz wichtig im Kampf den K...s.


    Wünsche dir alles,alles Gute und ganz viel Kraft.

  • Liebe Stanzi,


    ich nehme ein Antidepressivum, das Citalopram. Mir hat es geholfen. Du hast vermutlich eine reaktive Depression, d.h. die Gesamtumstände waren einfach Zuviel . Neben der medikamentösen Therapie macht auch eine Gesprächstherapie Sinn. Außerdem ist die Therapie für eine Übergangszeit sinnvoll.
    Ich hatte das AD von der Hausärztin, die nicht viel Ahnung hatte von den NW, aber eine Psychiaterin hat mir ein zusätzliches beruhigendes AD Begleitend gegeben und die NW habe ich dann nicht mehr gespürt.
    Es gibt AD zum Aktivieren oder zum Sedieren. Welches für Dich in Frage kommt muß der Arzt anhand Deiner Beschwerden entscheiden. Falls Du konkrete Fragen hast, dann kannst Du mir schreiben.
    Ansonsten denke bitte daran, daß wir physisch und psychisch starken Belastungen ausgesetzt sind, die phasenweise sich mit Symptomen bemerkbar machen, aber nicht für immer bleiben müssen. Möchtest Du keine AD nehmen, dann wäre eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie ggf. sinnvoll, aber daß solltest Du mit Deinem Arzt besprechen.



    Liebe Grüße


    Gül

  • Ich danke euch für die Worte die mir geholfen haben da ich so weiß das es warscheinlich noch mehr betroffene gibt die auch AD nehmen so fällt es mir leichter u ich hab sie heute gleich genommen es ist einfach nur toll euch hier zu haben LG Stanzi

  • Hallöchen,


    auch ich habe es während meiner behandlung und auch bis kurz danach genommen, dann langsam ausgeschlichen und es hat mir geholfen.
    einfach auch ein bissle positiver in die zukunft zu blicken.
    grüßle
    Ingrid

  • Hallo,
    ich nehme ein Antidepressiva und das niedrig dosiert. Ich bin noch mitten in der Chemotherapie, aber das macht keine Probleme. Ich nehme es aufgrund von Panikattacken und es hilft mir. Ich hatte anfangs auch Angst, dass meine Symptome schlimmer werden, aber das war nur kurzfristig der Fall und gut zu ertragen.
    Lieben Gruß.

  • Hallo Stanzi!


    ich drücke dich mal.
    Ich nahme seit 2001 Antidepressiva. Bisher hatte ich keine Nebenwirkungen.
    Mir geht es gut damit.
    Die Neurologen gucken schon, ob alles bei dir in Ordnung ist.
    Du brauchst keine Angst zu haben, es dauert aber ein wenig, bis die Medikamente Wirkung zeigen.


    Falls du noch Fragen hast, schreibe einfach.


    Mitfühlende Grüße


    Reigenlilie

  • Hallo ihr Lieben. Ich finde es auch mit dem positiven denken so wichtig. Eigentlich klappt es ganz gut. Momentan nur leider nicht. Leider Ängste...hat jemand Erfahrung mit tavor? Hab jetzt 2 Tage welche genommen. Scheint gut zu wirken. Nur für die akutphase. Will natürlich wieder weg davon. Momentan nur zu viel. Selber Infekt und Vater zum sterben von palliativstation morgen nach Hause. Das ist alles sehr schmerzlich....

  • Ines69

    Vorsicht mit Tavor!!!! Die Tabletten machen relativ schnell süchtig und greifen mittel- und langfristig Nieren und Herz an. Ich habe meine Mutter gesehen, die ihre Ängste mit Tavor/Lorazepam unter Kontrolle halten wollte. Letztendlich vergrößert dieses Mittel die Probleme nur. Sei also ernsthaft gewarnt.

  • @Ines,

    oh ja tavor soll überhaupt nicht gut sein, bitte sei vorsichtig. Ich mußte dieses Jahr in eine Psychosomatische Reha und habe da nichts Gutes von gehört! Mir wurde escitalopram verschrieben, welches mich jetzt auch gut unterstützt!

    LG Taci

  • Hallo Ines69 Ich habe in der Akutphase nach meiner großen OP diverse härtere Beruhigungs-, Schmerz- u Schlafmittel "ausprobiert". Darunter auch Tavor. Habe es eine knappe Woche genommen und dann selbstständig abgesetzt. Abhängigkeit habe ich da definitiv noch keine bemerkt, allerdings schon deutliche Nebenwirkungen. Hatte insgesamt das Gefühl, dass mir das Ganze deutlich mehr schadet wie nützt und es mir damit nicht gut geht. Das muss aber nicht bei jedem so sein. Lag bei evtl auch an Dosierung u Wechselwirkungen. Im Nachhinein würde ich das Zeug definitiv nicht mehr anrühren. Mit haben dann die Gespräche mit der Psychologin im Krankenhaus definitiv mehr geholfen, sie hat mir praktische Tipps gegeben, meine Panikattacken besser in den Griff zu kriegen. Evtl wäre das auch etw für dich?

    LG

  • Ein Angstbewältigungsseminar oder Gesprächskreise, so bescheuert das auch klingt, hilft dir evt eher.


    Und wenn du dir jeden Tag 15 Minuten Zeit für seine Angst nimmst, dir einen Gegenstand nimmst, als Symbol für die Amgst als Teil von dir (kann ein Kuscheltier oder ein Ast oder großer Stein sein)' dann rede mit dem Gegenstand und schreib Protokoll. Lege dir den Termin fest und halte ihn ein.

    Nimm ein Gummiband und trage es um dein Handgelenk, wenn die Angst kommt, flitsche es auf deine Haut. Die Angst bekommt nur Raum, in dem 15 Minuten Zeitraum, den du festlegst.

    Nicht aber den ganzen Tag oder gar, wann sie möchte.


    Vielleicht hilft dir das ein bisschen. Es gibt noch mehr Wege, such dir denjenigen, der zu dir passt. Das gibt deutlich mehr Lebensqualität.

    Drück die Daumen Eli

  • Direkt nach der BK Diagnose ließ ich mir von meinem Hausarzt für vor jedem Gespräch mit einem Facharzt sowie für vor jeder OP immer 2 Tavor geben. Die unterdrückten meine innere Panik und meine Tränen (es war mir peinlich, als hysterische Heulsuse dazustehen) bei Gesprächen mit den Ärzten und ich konnte die Nächte vor den OPs ausgezeichnet schlafen.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Tavor vor ähnlichen Stresssituationen wieder nehmen würde. Ich denke eher nein und tendiere mittlerweile dazu Situationen ohne Chemie auszuhalten, gerne auch zum Heulen und Gefühle zuzulassen. Und ich glaube, das mich das dann stärker macht. Aber wenn ich schon im Voraus weiß, das auf mich Unerträgliches zukommt, würde ich schauen, wer mich psychisch aufbauen kann. Manchmal hilft es ja auch schon, über seine Ängste zu sprechen.



    Liebe Ines69 , ich wünsche Dir, das Du einen für Dich guten Weg findest. :hug:

  • Liebe Ines69 ,


    Da hast Du aber auch ein großes Paket auf Deinen Schultern zu tragen.

    Ich bin auch jemand, der lieber ohne Medikamente klarkommen will, aber ich denke, dass es manchmal schon ganz nützlich ist.


    Vor allem, wenn so alles auf Dich einstürzt. Wenn man selber krank ist und dann noch der eigene Vater zum Sterben nach Hause kommt. Da bleibt ja gefühlt auch keine Zeit, um sich einen Therapeuten zu suchen.

    Als damals meine Mutter so schwer erkrankte, mein Vater viel weinte, da war ich noch gesund, aber meine damalige Beziehung ging zu dem Zeitpunkt auch noch in die Brüche.

    Meine damalige Ärztin sagte zu mir, dass meine Seele jetzt krank sei, bei einem gebrochenen Arm würde man ja auch die Schmerzen nicht aushalten wollen.

    Ich nahm Tavor, aber nur abends, damit ich schlafen konnte, das hat schon geholfen, dadurch, dass ich ausgeschlafen war, konnte ich besser mit den Ängsten umgehen.

    Wenn der eigene Vater im Sterben liegt, da hilft meines Erachtens auch kein Angstbewältigungsseminar.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man manchmal eben auch mal auf Tabletten zurückgreifen darf, wie Du auch sagst: in der Endphase.


    Ich denke an Dich

    Milli

  • Ich versuche so wenig wie möglich tavor zu nehmen. Es waren nur diese zwei Tage. Jetzt geht's wieder. Versuche es mit positiv denken. Auch wenn das manchmal echt schwer ist. Die Kinder geben einem gut Kraft.

    Danke für eure sonstigen Tips. Werde ich auf jeden Fall probieren. Liebe Grüße und allen ganz viel Kraft

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich gehe seit der MS Diagnose zur Psychologin und war gut stabilisiert. Die Diagnose des Vulva-Ca hat mir total Angst gemacht. Abgst vor der OP, Angst vor dem "dabach", Angst vor dem Tod, Angst um meine Kinder...

    Um mich zu erden verschrieb mir meine Psychologin ein angstlösendes Präparat auf. Dieses habe ich auch 3 mal vor der OP genommen (es half mir immer für mehrere Tage, ich musste knapp 1 Monat bis zur OP warten) und es hatte mir geholfen nicht weiter dieses Gedankenkreisen rund um meine Ängste zu haben. Ich habe es nicht weiter gebraucht.

    Nun habe ich am Do Kontroll-MRT und dann am Mittwoch meine erste Nachsorge. Nun bin ich mit Krebs-Albtraum wach geworden und habe einfach Angst. Meine Psychologin ist leider im Urlaub, aber ob ich heute Abend noch mal eine Tablette nehmen kann?

    LG Mia

  • Mia1981

    Hmm, mit sowas kenne ich mich gar nicht aus... aber wenn deine Psychologin nicht da ist, hat sie doch sicher eine Vertretung, bei der du anrufen kannst? Oder sonst einfach in der Apotheke mal nachfragen?


    Ich hoffe, du findest schnell Rat und das mit der Angst ist absolut verständlich :hug: