Ichbinich - mir kann sowas nicht passieren

  • Hallo!

    Aufgewacht und alles ist anders...mir kann sowas nicht passieren..ich ernährte mich gesund..rauchte nicht..machte sport und trotzdem hats mich erwischt: mammakarzinom Hormonrezeptor piaitiv..2 mal brusterhaltende op..6 wochen bestrahlung... Zur zeit auf onkologischer reha in st.veit im pongau... Ich habe mich gegen die Antihirmonkur entschieden... Aus angst vor den nebenwirkungen und weil mein"innerer arzt" das auch abgelehnt hat. Natürlich weiss ich, dass das nicht vernünftig ist,aber ich kann meine innere stimme nicht ignorieren.wo sind all die menschen die nicht nur der schulmedizin vertrauen. Es sind für mich drei wichtige ebenen: SCHULMEDIZIN-GOTT-ICH

    L.g.brigitte

  • @Ichbinich

    Natürlich ist es deine Entscheidung, aber Angst (vor eventuellen Nebenwirkungen) ist ein denkbar schlechter Berater. Ich bitte dich, noch einmal in dich zugehen und ernsthaft über die Antihormontherapie nachzudenken. Diese zusätzliche Sicherheit bekommen nur Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs geboten. Wieso solltest du diese Chance ungenutzt verstreichen lassen? Was denkst du, wenn Rezidiv und/oder Metastasen auftreten?

  • Hallo moni!

    Es gibt ihn schon den zweifler,der mich ab und zu in die angstfalle lockt, doch in wirklichkeit kann ich meine entscheidung nicht rational begründen...man geht anfangs durch tiefer täler der furcht, wut,verzweiflung...doch dann fängt langsam das gras zu wachsen an...und jetzt wo ich vei der onkoreha umgeben von krebspatienten rückt das thema wieder nahe und ich habe mit einigen gesprochen, die trotz aller maßnahmen rezidive bekommen haben. Ich will einfach den teil mit alternativer medizin ergänzen und mich nicht ganz ausliefern....

    Wielange nimmst du das medikament schon?

    L.g.brigitte

  • @Ichbinich

    Noch gar nicht. Ich habe gerade vorgestern die letzte Chemo hinter mich gebracht, bekomme noch Bestrahlung und laut meinem Arzt 10 Jahre Aromatasehemmer. Natürlich ist das keine Garantie. Aber zusätzliche Sicherheit. Und ich möchte alles tun, was möglich ist. Operiert wurde ich schon bei Diagnosestellung im Februar diesen Jahres. Mastektomie auf eigenen Wunsch. Weg damit. Ich kämpfe wirklich mit allen Mitteln, die mir zur Verfügung gestellt werden. Deshalb erscheint mir deine Einstellung zu leichtfertig. Entschuldige meine Offenheit, ich möchte dich nur zum Nachdenken anregen.

  • Liebe @Ichbinich

    Nicht alle, die Aromatasehemmer nehmen, haben katastrophale Nebenwirkungen. Wer weiss wie es bei dir wäre? Ich nehme sie seit 4 Jahren und komme ganz gut klar damit. Im ersten Jahr moderate Schlafstörungen und moderate Hitzewallungen, aber das hätte ich in einer normalen Menopause ja auch gehabt. Ich werde sie allerdings nur 5 Jahre nehmen, nicht 10, das ist mir wegen der Osteoporosegefahr zu gefährlich.


    Übrigens auch ich habe Brustkrebs bekommen, obwohl ich der klassische Bio Mensch bin, gesunde Ernährung, mein ganzes Leben lang mnd. 3h Sport pro Woche, nie geraucht, nie hormonell verhütet, Kinder lange gestillt, usw... Und siehe da, nun habe ich schon den 2. Krebs, ausgelöst durch die Radiotherapie! Diese ist also viel viel "gefährlicher" als die Aromatasehemmer, zumindest bei mir.


    LG, Viviane

  • Hallo, hier reiht sich noch ein " Bio" Mensch ein. Ebenfalls 2 gestillte Kinder, Sport und insgesamt positiv eingestellt. Mein Tumor war hormonrezeptorpositiv. Nach der OP Ende Mai begann ich Anfang Juli mit Tamoxifen. Nach meiner Eierstock OP vor 2 Wochen bin ich auf Letrozol umgestiegen. Mir geht es bis auf Hitzewallungen und Schlafstörungen nachts gut. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob dies von dem plötzlichen Hormonabfall durch die Eierstockentnahme oder das Letrozol bedingt ist. Ich vermute eine Mischung aus beidem. Bitte denk noch einmal darüber nach, klar gibt es immer wieder Frauen, die trotzdem nochmals erkranken, aber sicher auch ganz viele die es aus diesem Grund eben nicht tun. Aber das musst du ganz für dich allein entscheiden. Du wirst deinen Weg finden. Ich vertraue sehr auf die Naturmedizin. Nur im Falle dieser Krankheit schieße ich lieber so scharf es möglich ist. Das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Du kannst sicher trotzdem ganz viel für dich und dein Immunsystem tun. Ganz liebe Grüße

  • Hallo in diese Runde,


    Die Aromatasehemmer verhindern die "Ernährung" der Hormon"fressenden" Tumore. Die neusten Studien besagen, dass diese Mittel die absolut grundlegende Therapie für diese Art Tumore sind!


    Mein lobuläres Karzinom ist zu fast 100% Hormon abhängig. Wenn man sich näher mit der Tumorbiologie beschäftigt kann man eigentlich nicht umhin kommen, das Zeug zumindest zu versuchen.


    Denn: Es gibt keine komplementärmedizinische Alternative für diese Mittel!


    Aber es gibt zumindest 3 Sorten und verschiedene Firmen, die jeweils verschiedene Trägersubstanzen anwenden. So hat man schon diverse Möglichkeiten bis man vielleicht (!) am Ende feststellt, dass man die Behandlung nicht aushält.


    Ich nehme Letrozol jetzt seit Mai und habe bis auf ein paar psychische Hänger und etwas mehr Erschöpfung (was beides durchaus auch den 2 OPs und der Gesamtsituation geschuldet sein kann) und auch ein paar Hitzewallungen NULL Nebenwirkungen. Das nehme ich gerne in Kauf wenn ich dafür meinem Tumor das Wasser abgraben kann!


    Natürlich ist jede selbst verantwortlich für die Therapieform. Aber auf ein möglicherweise (Lebens)entscheidendes Medikament zu verzichten ohne es versucht zu haben...

    Da frage ich mich, ob das vernünftig ist?


    Die Naturheilkunde ist eine tolle Sache, aber sie hat ihre Grenzen.


    Liebe Grüße

    Aussiemaus

  • Hallo,

    habe eine Weile hier mitgelesen und möchte mich jetzt auch mal zu Wort melden. Mein hormonsensibler Tumor wurde am 15.08. entfernt und bald startet die Bestrahlung.

    Meine Erbse wurde von meinem Gyn übrigens auch als Fibroadenom eingestuft, sie hat mich, nachdem ich sie selbst ertastet habe, 2 Jahre begleitet.

    Auch in meinem Leben gibt es wenig Krebsrisikofaktoren, ich mache wirklich viel Sport und trotzdem hat es mich erwischt. Mit der Antihormontherapie hatte ich auch große Probleme, da Eingriffe/Veränderungen des Hormonhaushaltes immer schwierig und symptomreich für mich waren.

    Aber ich habe mich jetzt entschieden sie zu machen, ich will einfach alles tun, damit der Krebs nicht wiederkommt.

    Die Syptomen des Hormonmangels werde ich einfach mit anderen Hormonen bekämpfen: Endorphine und Adrenalin, da weiß ich, wo ich die herbekomme, ohne Rezept.

    Es war ein Prozess, diese Entscheidung zu fällen, aber jetzt bin ich mir sicher. Bleibt nur noch die Frage wann ich anfange, dazu habe ich hier schon einiges gelesen...

    Danke, dass es Euch gibt, liebes Forum, Ihr helft sehr. Gute Genesung & viel Kraft für alle.

    Liebe Grüße, Rike

  • Liebe ichbinich,


    Ich glaube, es viele Betroffene, die kritisch mit der Behandlung umgehen und dann ihrem Gefühl vertrauen. Da solltest Du keine Bedenken haben. Das Bauchgefühl ist meines Erachtens sehr wichtig.


    Ich habe mich nach der Diagnose und dem Oncotype, der grenzwertig ausfiel, gegen eine Chemo entschieden (Bauchgefühl?). Meine Ärztin konnte die Entscheidung verstehen und den Weg mit gehen. Ihre Empfehlung war dann der Armoatasehemmer. Ich habe länger gezögert, ich dann aber entschieden, es zu versuchen. Nun nehme ich seit über einem Jahr Anastrozol. Und ich haber keine Nebenwirkungen.

    Es ist also durchaus einen Versuch wert. Absetzen geht immer, war meine Devise!


    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen für gute Entscheidungen.


    LG

    Birgit

  • Alecto

    Hat den Titel des Themas von „mir kann sowas nicht passieren“ zu „Ichbinich - mir kann sowas nicht passieren“ geändert.
  • Alecto

    Hat das Thema geschlossen