Umstellung von Tamoxifen auf Letrozol

  • Hallo Renate,

    ich habe 4 Jahre Tamoxifen genommen und jetzt nehme ich seit 1.5 Jahren Anastrozol.Tja das Schwitzen ist gleich geblieben.Trock.Schleimhäute etwas mehr.Und an Gelenkschmerzen hab ich hauptsächl.steife Fussgelenke.Aber alles in allem bin ich zufrieden.Nehme dazu auch ein Enzym was mir wahrscheinl.etwas hilft.

    Alles Liebe

    Mariechen

  • Hallo Renate,

    Ich kann mich Mariechen nur anschließen. 2 Jahre TAM und seit 1,5 Jahren Letrozol. Bewegung ist sehr wichtig, sonst steif wie mit 80. Aber jeden Tag Bewegung ca 20 Min. Leichter Sport das bringt echt was. Nehme auch E....zym, aber nur halbe Dosierung. Merke ich sofort wenn ich sie weglasse, leider recht teuer....

    Knochendichte im Auge behalten. Ich nehme Vitamin D und Calciumkautabletten, aber vorher sollte man beim Arzt die Werte checken lassen, zu viel ist auch nicht gut....

    Grüsse

    Tschetan

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  • Hallo Mariechen und Tschetan, danke für eure Antworten. Habe 1,5 Jahre Tamoxifen genommen, jetzt Letrozol. Was ist das denn für ein Enzym?... Hab ich noch nie gehört. Tschetan, geht es dir mit Letrozol besser als mit Tamoxifen?

    lg Renate

  • Schleimhautmäßig ging es unter T A M besser, der Rest ist unverändert. Ich werde Letrozol so lange nehmen, wie ich ein Rezept bekomme, bei meinem hohen Rückfallrisiko will ich lieber die Nebenwirkungen ertragen als auf diese Chance zu verzichten. Eins noch, die Haare sind doch recht dünn geworden. Das war unter T A M nicht so. Liegt halt auch am Hormonmangel. Da hilft Re... So läppert sich das zusammen...

    Gruß

    Tschetan

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  • Hallo, ihr Lieben :hug:

    Auch ich stehe vor der Entscheidung, nach 5 Jahren Tam (1.11.13) für die nächsten 5 Jahre (oder mehr ?) auf einen Aromatasehemmer zu wechseln.... In den ersten Arztbriefen hieß es immer, 10 Jahre Tam, erst im letzten dann eventuell Switch auf Aromatasehemmer nach 5 Jahren. Bei letztem Vorsorgetermin bei meiner Gyn im Juni haben wir lange über Nutzen eines Wechels geredet. Demnach soll es wohl Studien geben, dass ein Switch von einem zum anderen 1-2% Benefit ergaben, das Risiko eines Rezidivs oder Metastasen zu senken.

    Ich bin pragmatisch veranlagt, vergleiche NW und Ergebnis/Wirkung. EIGENTLICH ist für mich die Entscheidung gefallen. Bei Tam habe ich wirklich reichlich und heftige NW mitgenommen, besonders im Zeitrahmen zwischen 9 Monaten und 30 nach Einnahmebeginn - aber mittlerweile kommen Tam und ich miteinander klar, irgendwie haben wir uns arrangiert, ich akzeptiere die inzwischen nur noch gelegentlichen Wallungen und die Morgensteifigkeit, gegen Schmerzen in Knochen hilft Bewegung, die habe ich mit den Hunden - und tatsächlich, je mehr, desto weniger Probleme.

    Einen Wechsel sehe ich für mich ganz persönlich als Risiko. NW sind andere und vor allem, dass Knochen unter Aromatasehemmern mehr Probleme machen (daher auch Dexa) , schreckt MICH ab . ICH habe meinen Frieden mit Tam gemacht und denke, für den geringen Benefit möchte ich keine neue Baustelle "aufmachen". Aber die Werte können natürlich von Fall zu Fall variieren - und jede muss ihre Entscheidung treffen.

    Ich habe es für mich - glaube ich - getan, stand ja bei mir schon im Arztbrief: eventuell . .....

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Guten Morgen Sonnenblümchen ,


    Denke gerade an dich. Gestern gab es bei uns im Brzstzentrum das quartalsmäßige BK Patientinnencafe und einen Vortag zu u.a. Dieser Studien Tam /AH

    Über einen Zeitraum von 2 bzw, 5 Jahre zu Verlängern.

    (ich kann ihn morgen Fragen, ob ich seine Präsentation als Kopie bekommen kann)


    Seit ca. 100 Tagen nehme ich Letrozol und komme da mittlerweile recht gut zurecht. Wie du schon sagst, Moderate Bewegung, das Calzium/D3 Präperat als Kautablette dazu und Magnesium. Ab und an kommt mal eine Hitzewelle und hin und wieder spüre ich mein Motorradunfall Knie Abends, aber das war es auch.

    Hitzewellen hätte ich in der Menopause eh bekommen, das muss ich nicht unbedingt auf das Letrozol schieben.

    Vielleicht einfach 3 Monate Pause machen und Letrozol ausprobieren?

    (Es läuft gerade eine weitere Studie, wo man die Pille 9 Monate nimmt, dann 3 Monate nicht, läßt quasi den Krebszellen 3 Monate Zeit sich zu entwickeln und gibt ihnen dann wieder eines mit dem Hammer, aber die Ergebnisse sind noch nicht richtig aussagekräftig)

    Grüße Elenear

    Glaube, Liebe, Hoffnung...

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  • Hallo ihr Lieben,

    ich nehme nach 1 Jahr Tamoxifen-Tbl. nun seit 6 Monaten Letrozol-Tbl.

    Dadurch nimmt meine Osteoporose zu, was ich jetzt schon erkennen kann. Auch habe ich seit der Chemo starke Schmerzen in den Gliedern und Füssen.

    Letrozol wird ja eigentlich präventiv gegeben. Jetzt überlege ich, ob ich nicht damit aufhören sollte, da die Nebenwirkungen wie Osteoporose viel zu hoch sind. Auch bekomme ich in 1 Woche meine 1.Infusion Bisphornate, die ja auch hohe Nebenwirkungen zeigen können.

    Ich überlege die ganze Zeit, ob das Sinn macht oder ich meinen Körper eher Schaden zufüge.

    Was hat man davon, immer mit Schmerzen leben zu müssen und Osteoporose zu bekommen?

    Ich war vor der Erkrankung nie krank und fit. Auch schwitze ich extrem und habe Schlafstörungen. Der Onkologe sagt nur immer: sind halt die Nebenwirkungen , weil man mir die Hormone entzieht.

    Was denkt ihr darüber? Soll man das Risiko eines Rezidives eingehen und seinen Körper "kaputt" machen?

    Würde mich über einen Austausch sehr freuen. :-)

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  • Hallo Kerstin68 , gib dem ganzen doch noch ein wenig, nach 6 Monaten werden die NW vom Letrozol ja of langsam weniger. Auch kann man noch einen anderen Aromatasehemmer ausprobieren. Die Bisphosphonate sind im halbjährlichen Turnus auch zu ertragen, finde ich, und dann ist das Kiefernekroserisiko auch nicht so hoch, meine ich... Letztendlich muss man das aber natürlich selbst entscheiden, ob man sich dann Vorwürfe macht, wenn es wiederkommt, etc., das ist sehr individuell! Viel Kraft für die Entscheidung!

  • Kerstin68 entscheiden kannst nur Du allein, denn Du bist diejenige, die damit umgehen muss, wenn es doch ein Rezidiv gibt (was natürlich auch mit AHT passieren kann). Wenn Du es dann schaffen kannst, Dir keine Selbstvorwürfe zu machen, dann ist es m.E. ok, zugunsten der Lebensqualität auf die Therapie zu verzichten. Ich z.B. habe vor Jahren bewusst auf den Gentest verzichtet, obwohl ich mir sehr sicher war, dass ich BrCa2-positiv bin. Ich habe mich für die intensivierte Vorsorge entschieden statt prophylaktischer OPs. Okay, ich war nicht soooo gut informiert und war immer der Meinung, dass man durch die Vorsorge (die ich auch immer pünktlich absolviert habe) ein Frühstadium erkennt, dann operiert und fertig. ich war dann doch einigermaßen geschockt, dass ich das volle Programm inkl. Chemo gewonnen hatte. Aber ich hadere nicht mit meiner damaligen Entscheidung. Mit den Informationen von damals war es die richtige Entscheidung und ich hatte noch viele recht unbeschwerte Jahre. Mit dem Wissen von heute (und den mittlerweile deutlich optimierten OP-Möglichkeiten), würde die Entscheidung evtl. anders ausfallen, aber diese Frage stelle ich mir nicht. Sie ist nicht relevant.

    Ich würde an Deiner Stelle evtl. auch erst noch einen anderen Aromatasehemmer probieren. Oder evtl. wieder zurück auf Tamoxifen? Die Bisphosphonate alle 6 Monate sind gut zu schaffen. Nach der ersten ging es mir ziemlich bescheiden, fühlte mich als ob ich Grippe hätte. Die anderen waren dann deutlich besser verträglich. Mag vielleicht auch daran liegen, dass sie ab der 2. angefangen haben, das Zeugs nicht mehr pur zu geben sondern die Infusion mit Kochsalzlösung zu "verdünnen". hat dann halt deutlich länger gedauert.

    Hast Du "nur" Schmerzen in den Füssen oder sind sie auch taub? Ich habe von der Chemo Neuropathien zurückbehalten. Die Schmerzen habe ich (bzw. der Neurologe) dann mit Pregabalin in den Griff bekommen, welches ich nach gut knapp 1,5 Jahren auch wieder absetzen konnte. Die Taubheit leider nicht. Aber damit habe ich gelernt umzugehen.

    Meine Schlafstörungen habe ich - entgegen allen ärztlichen Empfehlungen - mit Glotze, Handy und Licht im Griff. Ich bin abends hundemüde, aber sobald ich das licht ausknipse, bin ich hellwach. Also lass ich jetzt einfach das kleine Lämpchen auf dem Nachttisch an, daddel noch ein bisschen am Handy und schlafe dabei ein (muss nur manchmal morgens das Handy im Bett suchen). Und wenn das nicht reicht, leg ich mich aufs Sofa, schalte die Glotze an, drehe den Ton so leise, dass ich ihn gerade noch so eben höre und schwupps bin ich eingepennt. Jetzt muss ich nur noch schaffen, dass meine Blase auch mal ne Nacht durchschlafen möchte.

  • Hallo Kerstin68 ,

    Also ich bin seit 09/19 mit Anastrozol dabei.

    Die Nebenwirkungen sind manchmal extrem.

    Hitzewellen,Schlafstörungen, eingeschlafene Arme und schwindende Schleimhäute sind Nebenwirkungen mit denen ich umgehen kann.

    Nur die Knochen/ Gelenk/ Muskel

    Schmerzen machen mir zu schaffen

    An manchen Tagen kann ich keine Faust machen so schmerzen die kleinen Knöchelchen in den Fingern oder ich schleiche die kellertreppe hinunter weil die Fußgelenke sich total instabil anfühlen.

    An diesen Tagen verfluche ich die Krankheit!

    Aber ich lebe und ich bin dankbar dafür.

    Also versuche ich alles um mir (persönlich) hinterher keine Vorwürfe machen zu müssen, sollte ein rezidiv kommen.

    Aber letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden

    Herzliche Grüße Narja