DCIS - nach brusterh. OP geheilt (?)

  • Ihr Lieben,


    gestern hatte ich eine Gesprächstermin im Brustzentrum für den weiteren Fahrplan (OP/Bestrahlung) nach Biopsie (DCIS, pTis, G3, B5a). Die (sehr nette) Ärztin sagte mir, es wäre nur ein sehr kleiner Befund (6mm). BE OP sei deshalb kein großes Ding (sinngemäß). Nach Abheilung noch Bestrahlung und damit wäre ich „geheilt“ .Hier im Forum lese ich von Rezidiven sowie Nach-OP‘s - weil nicht alles entfernt wurde, was sich für mich aber weniger harmlos anhört. Jetzt bin ich doch ziemlich verunsichert.

    Auf meine Nachfrage, ob bei der OP vlt. doch invasive Zellen gefunden werden könnten meinte sie, dass man dies nicht 100%ig ausschließen könne und dann wäre der Fahrplan ein anderer.

    Vielleicht wollte sie mich auch nur beruhigen, keine Ahnung, andererseits glaube ich nicht, dass ich einen aufgeregten Eindruck erweckt haben könnte, weil ich wirklich relativ gelassen - fast schon emotionslos zu dem Gespräch gegangen bin. Aber nun nachdem ich hier so einiges gelesen habe weiß ich nicht was ich von der Aussage „geheilt“ halten soll. Wie sehr Ihr das?


    Lieben Gruß Anne

  • Hallo Liebe Anne7

    Erst mal herzlich willkommen in diesem Forum mit lauter netten Mädels .

    Wie hoch ist denn dein Ki und der Her2 neu Status wäre auch interessant zu wissen.

    Ich würde erst mal die Op abwarten und die entgültige Histologie des Tumors.Sind denn Lymphknoten befallen?

    Bin auch 2 mal operiert worden innerhalb von 2 Wochen,das kann schon mal sein.Aber dann hat man alles erwischt.In welchem Brustzentrum bist du denn?

    Wenn Du dir nicht sicher bist würde ich mir eine zweitmeinung einholen.

    Liebe Grüsse und alles liebe

    steffi:hug:

  • Hallo Anne7 ,

    mir ist im April 2017 ein DCIS entfernt worden - natürlich brusterhaltend 😏, obwohl ich eine Mastektomie wollte. Habe mich leider nicht durchgesetzt und auf die Ärztin gehört. Die Nach-OP war dann 2 Wochen später, weil an einer Stelle zu wenig weggeschnitten wurde. Es erfolgten noch 30 Bestrahlungen. Anfang 2018 hat sich dann in dieser Brust trotz der Bestrahlung ein inflammatorisches Mammakarzinom entwickelt. Da die Brust ja bestrahlt wurde und deshalb nichts mehr „passieren“ kann, hat es bis Mitte März gedauert, bis endlich eine Stanzbiopsie gemacht wurde. Du siehst, es gibt keine Garantie! Nun habe ich 5 Monate Chemotherapie hinter mir und nächste Woche dann erfolgt die beidseitige Mastektomie; übrigens auf Anraten der gleichen Ärztin 🤨! Alles Gute für Dich! LG Conny 🙋🏼‍♀️

  • Hallo,

    bei mir wurde im Juni 2018 nach einem Mammascrenning " nur " ein DCIS G3 durch Stanzbiopsie festgestellt. Anfang Juli die erste brusterhaltende OP, nach ca. 10 Tagen kam die Ansage, das der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde, also ein paar Tage später die 2. brusterhaltende OP. Laut Aussage der Ärztin ist alles gut gelaufen. Nach der Wundheilung wurde am 22.08. die 1. von 16 Bestrahlungen (2,66 Gy - 42,56 Gy) begonnen. Ursprünglich waren 28 Bestrahlungen geplant. Da ich aber einen Urlaub geplant habe, konnten die Bestrahlungen anders dosiert und damit verkürzt werden. Seit einer Woche sind die Bestrahlungen beendet, jedoch habe ich jetzt kleine Brandblasen auf der Brust und unter der Achsel eine größere Brandblase. Alles ist rot , warm und juckt. Seit gestern behandel ich mich mit einem trockenen Öl-Spray.

    Gibt es noch andere hilfreiche Tipps, was ich machen kann?

    Lieben Gruß Regina

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  • Liebe Anne7,

    bei meiner BET-OP sind 7 x 4 cm entfernt worden. Eine invasive Zelle war nicht darin enthalten. Alles war carcinoma in situ. Aber die Ränder waren leider nicht "sauber". Das wird zwar schon in der OP kontrolliert, aber nur mit Schnellschnitten. Die umfassende Histologie braucht etwa 10 Tage. Da an allen vier Rändern weiter geschnitten werden musste und der Pathologe eine strahlenförmige Ausdehnung des DCIS annahm, bedeutete dies Mastektomie. Dabei wurden Haut und Brustwarze erhalten und es wurde noch in derselben OP ein Silikonimplantat eingesetzt. Die Histologie der entnommenen Brustdrüse bestätigte dann die Einschätzung des Pathologen bzgl. eines ausgedehnten DCIS. Eine Mikroinvasion wurde zum Glück nicht gefunden. Der entfernte Wächterlymphknoten war ohne Befund. Es wurde weder eine Bestrahlung (wäre für das Implantat auch problematisch) noch eine Antihormon- oder Chemotherapie für erforderlich erachtet. Die Ausdehnung eines DCIS kann man mit den bildgebenden Verfahren nicht sicher erkennen. Mein DCIS war in der Mammo durch Mikrokalk aufgefallen, aber der Mikrokalk war bei Weitem nicht so ausgedehnt wie das DCIS. Hätte man die Ausdehnung des DCIS erkannt, wäre gleich eine Mastektomie durchgeführt worden.

    Bei Erhalt der Haut und der Brustwarze bleibt ein Restrisiko, dass doch noch eine bösartige Zelle verblieben ist. Deshalb erfolgt drei Jahre lang eine Nachsorge mit Ultraschall alle 3 Monate, danach halbjährlich. Der Begriff "geheilt" darf nicht absolut verstanden werden. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht.

    Meine Erfahrung ist in der Tat, dass Ärzte geneigt sind, "Beruhigungspillen" zu verteilen. Ich hatte mich vor dem ersten Arztgespräch in der Klinik über DCIS umfassend informiert und gleich die Frage nach Ausdehnung und Multizentrizität gestellt. Wurde aber für unwahrscheinlich erachtet. Tatsächlich hat sich in der Histologie der entfernten Brustdrüse herausgestellt, dass ich auch noch ein 2. DCIS - nur 4 mm groß - in der Brust hatte. Von der evtl. Erforderlichkeit einer Mastektomie fiel im Arztgespräch vor der 1. OP kein Wort. So bin ich ziemlich relaxt in die OP gegangen und 10 Tage später "abgestürzt". Der Brustverlust war und ist immer noch - trotz Rekonstruktion - für mich belastender als die Krebserkrankung. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass ich mich, auch wenn ich mit der möglichen Erforderlichkeit einer Mastektomie im 1. Arztgespräch konfrontiert worden wäre, doch zunächst für die BET entschieden hätte in der Hoffnung, dass das reicht.

    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht beunruhigt und wünsche Dir trotz allem ein schönes Wochenende

    Lavara18

  • Hallo Anne7 ,

    eine Garantie gibt es leider nie!

    Ich hatte eine beidseitige Mastektomie mit sofortigen Wiederaufbau mit Silikonimplantaten ... DCIS, G3, Her2neu+++, 100% hormonabhängig, KI67 20%, Microinvasiven Anteil.

    Eine BET kam für mich nie in Frage ... weder meinerseits noch seitens der Ärzte da die Brüste auch "voll" mit Mikrokalk waren. Trotz Mastektomie gab es eine 2. Nach-OP da in der Brustwarze noch Reste waren. Aktuell bekomme ich eine adjuvante Chemotherapie + 1 Jahr Antikörpertherapie und dann noch 10-15 Jahre AntiHormonTherapie.

    Du siehst, es gehört auch ein bisschen Glück dazu. Denn erst bei der OP sieht der Chirurg die tatsächlichen Ausmaße und der Pathologe hat zudem noch das letzte Wort.

    Informiere dich ausführlich, höre auf dein Bauchgefühl und glaub an dich. Für sie Entscheidung darf man sich auch gerne etwas Zeit nehmen: dein Körper, dein Leben, deine Gesundheit. Auch du wirst eine gute Entscheidung für dich finden.

    Ansonsten sind wir Mädels hier für dich da 😊

    LG Möhrchen 🥕

  • Moehrchen

    Wie ich hier lese sind wir im gleichen Boot. Der Unteschied ist nur G2, ansonsten. Habe nur eine Brust weg. kann aber damit gut leben. Aufbaub wurde erwähnt, aber es kam für nicht in Frage. Bei mir hat diese ganze Sache an der Brustwarze angefangen. Was ist eine adjuvante Chemo? ich habe 4 CE dann 12 Pacil, und dann noch ein Jahr Antikörper.

    Würde mich freuen von Dir zu hören.

    Übrigens ich habe meine 2. chemo wenn die Lyoks stimmen am kommenden montag.


    LG Ruth

  • Trotz allem: Herzlich willkommen!

    Meine Geschichte ähnelt der von Lavara18. Nur hab ich mich für eine Diep-flap entschieden. Nach der Biopsie hieß es DCIS Low grade, nach der Nachresektion: DCIS mit intermediärem Kerngrad... Auf den letzen Histobefund warte ich gerade.

    Du merkst: Sicherheit gibt es immer erst nach der OP. Aber es muss ja nicht so kommen. Eine Bekannte hat nach einmaliger BET und Bestrahlungen ihre Therapie beendet.

    Es hilft ja nichts, irgendwie müssen wir alle hier da durch, keine hat eine 100% Sicherheit.

    LG friluftsliv


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    Man muss das Leben nicht verstehen, es reicht, wenn man sich darin zurecht findet.

  • Ihr Lieben,

    Danke an alle für’ s Willkommen, die guten Wünsche, Ratschläge und aufmunternden Worte, kann Sie gebrauchen. :-)


    steffi66

    Keine Ahnung was Ki ist und Her2 Status sagt mir auch nichts. Davon steht nichts im Befund Bericht der Biopsie, sondern nur: Anteile DCIS mit hohem Kernmalignitätsgrad, Comedonekrosen, assoziierte u. regressive Mikrokalzifikationen, Anteile eines intraduct. Papillons, sklerosierende Läsion, cyst. Duktasien, blunt-dukt Adenose. Was immer das alles ist, es geht hauptsächlich um das DCIS (6mm) , die anderen Sachen sind alle gutartig sagte man mir

    Das Brustzentrum darf ich hier sicher nicht nennen lt. Forenregeln ;-)


    Conny1967

    Ja, es gibt keine Garantie, das ist mir klar. Aber nachdem was ich hier alles lese finde ich die Aussage, dass ich danach geheilt sei etwas gewagt. Aber gut, dass es euch und dieses Forum gibt, damit bin ich auf gewisse Eventualitäten etwas vorbereitet ;-)


    Lavara18

    Wie gut für dich, dass nichts invasives gefunden wurde, auch wenn es völlig anders gelaufen ist als gedacht. Dein Post beunruhigt mich nicht sehr, aber bringt mich doch ins Grübeln und Zweifeln. Dir auch ein schönes Wochenende.


    Moehrchen

    Ein Bauchgefühl habe ich irgendwie noch nicht. Die OP ist In 14 Tagen... mal schauen, ob ich es schaffe, bis dahin eine zweite Meinung zu erhalten. Aber ich habe hier schon gelesen, dass es einen Krebsinformationsdienst gibt, den man anrufen kann, vielleicht sollte ich es da auch versuchen!?


    Ich wünsche Euch allen, dass es für Euch positiv ausgeht und Ihr genügend Kraft und Geduld aufbringen könnt.....und mir natürlich auch ;-)


    Liebe Grüße Anne

  • Liebe Anne7

    Ich hatte fast die gleiche Diagnose wie du. DCIS Grading 3 ,BIRADS 4a und bin letztes Jahr BRT operiert worden mit sauberen Resektionsrändern und genügend Sicherheitsabstand. Ich hatte nur ein DCIS und es war 12mm groß.

    Danach bekam ich 25 Bestrahlungen, laut der Leitlinie und Aussage meines Professors bei meinem Befund . Nun befinde ich mich in der Nachsorge und mir geht es gut.


    Mach dich nicht verrückt, informiere dich gut, hab Vertrauen zu deinen Ärzten. Wenn du dich sicherer fühlst dann hole dir eine Zweitmeinung, habe ich auch gemacht.

    Das einzige was ich bereue ist, dass ich vor der OP nicht ein MRT habe machen lassen.

    Ich habe eine sehr dichte Brust und bei einem Grading 3 hätte man wahrscheinlich sehen können wo es liegt und wie weit es ausgebreitet ist. So mußte ich erst 6 Mammo machen lassen bevor man endlich wusste wo es genau lag, nämlich ganz dicht innen an der Thoraxwand.


    Würde mich freuen, wenn ich was von dir höre wie es gelaufen ist


    Liebe Grüße

    Anemone66

  • moin Anne7 ,

    Klar das ist defintiv eine gute Möglichkeit eine Zweitmeinung zu bekommen. Nutz die Chance mit dem Krebsinformationsdienst.

    Grundsätzlich sagt man jedoch schon dass man beim DCIS gute Chancen hat wieder "gesund" zu werden ... das ist richtig. BET ist da auch oft Standard wenn es um kleine Tumor geht. Kann somit klappen 😉 Aber erst nach OP und Pathobefund weiß man es wirklich ob der Plan funktioniert hat.

    LG Möhrchen 🥕

  • Liebe Anne7 ,

    ich hatte ein DCIS High Grade. Brusterhaltend ging nichts mehr bei mir, weil es DCIS so ausgeprägt war (von der Brustwarze ausgehend 10 cm). Also musste eine Mastektomie gemacht werden. Ich habe gleich einen Wiederaufbau machen lassen. Danach hatte ich 28 Bestrahlungstermine und jetzt nehme ich Tamoxifen.

    Auf meine Frage, ob ich gesund bin und das alles beseitigt wurde, hat mir mein Arzt erklärt, dass es eine 100 %-ige Sicherheit nicht gibt. Das wird die Zukunft zeigen.

    Ich werde jetzt engmaschig kontrolliert.

    Bei mir war das DCIS bis in den Resektionsrändern, so dass sogar überlegt wurde, noch einmal zu operieren.

    Ich hoffe, dass ich gesund bin und dass nicht irgendwann einmal der gleiche Mist in der rechten Brust auftritt.

    Ich wünsche Dir alles Gute.


    LG Nani

  • N‘ Abend zusammen :-)


    Anemone66

    Ein MRT ist bei mir nicht angezeigt, hatte auch danach gefragt. Es sei klar wo das DCSI liegt und ein Clip wurde mit der Biopsie gesetzt, damit die Stelle bei der OP gut gefunden wird. Und die anderen gutartigen’ Funde liegen alle im Bereich des DCIS. 6 Mammos sind schon happig :-o

    Ich werde berichten :-)


    Moehrchen

    …werde ich nächste Woche anrufen ;-)


    nani

    Danke für die Wünsche ! :-)


    Liebe Grüße Anne

  • Hallo Anne7,


    auch ich bin im März 2018 an einem DCIS operiert worden. 10 Tage später dann noch einmal weil der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde. Dann im Mai 28 Bestrahlungen.


    Bisher geht es mir soweit gut. Ich hatte am Freitag meine erste Nachuntersuchung und es war alles ok.


    Mach Dich nicht fertig... ich durfte bei der 1. OP nach 4 Tagen nach Hause und bei der 2. OP am gleichen Abend.


    Ich habe auch während der Bestrahlung weitergearbeitet, weil ich die Ablenkung brauchte. Wenn ich müde war, dann habe ich mich hingelegt und Pause gemacht.


    Alles Gute - Du schaffst das schon


    LG


    Brima

  • Ich möchte allen DCIS Patientinnen raten, wenn es irgendein Indiz dafür gibt, einen Gen Test machen zu lassen.


    Ich hatte im Abstand von 5 Jahren DCIS in beiden Brüsten. Mit je 2x OP und Bestrahlung.


    Dann wieder nach 5 Jahren invasiver Tumor.

    Erst danach habe ich einen Test machen lassen der positiv ausfiel.


    Ein Aufbau misslang bei mir, wegen der bestrahlten Haut, sagte man mir.


    Im Rückblick, hätte ich mich dann nicht bestrahlen lassen und sofort beidseitig Mastektomie mit Soforttaufbau gewählt.