Eigener Gentest positiv - Verhalten nicht erkrankter Familienmitglieder

  • Hallo ihr Lieben,

    ich habe auch BRCA2 und bin an Brustkrebs erkrankt.

    Ich möchte keinem zu nahe treten, aber trotzdem mal meine Gedanken zu dem eigentlichen Thema äußern.

    Was ich persönlich nicht verstehe ist, dass es Euch teilweise soo wichtig ist, ob sich andere Familienmitglieder testen lassen oder nicht. Jeder kann es doch halten wie er will? Mir ist das komischerweise nicht wichtig, obwohl mein Bruder sich testen läßt.

    Zum Zweiten kann ich nicht verstehen, dass es einige schlimm empfinden, dass sie wissen, dass der Gendefekt da ist und sie sich ständig Sorgen machen. Ich hätte damit kein Problem gehabt.

    Ich wäre sogar seht froh gewesen, von dem BRCA2 in der Familie zu wissen, dann hätte ich früher vorsorgen können. Jetzt bin ich leider schon erkrankt und nur dadurch haben wir von dem familiären Risiko erfahren. Ich hätte den Feind lieber vorher gekannt, dann hätte ich mich wenigstens darauf vorbereiten können. So kam es aus heiterem Himmel.

    Ein dritter Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann ist der, dass wenn ich weiß, in der Familie gibt es ein Risiko, dann kann ich es doch garnicht komplett ausblenden, auch wenn ich mich nicht testen lasse. Man hat es doch trotzdem irgendwie im Hinterkopf. Da würde ich, wie gesagt, das Wissen über BRCA2 der Ahnungslosigkeit vorziehen.

    Weiterhin würde ich auch keinen Neid oder Missgunst verspüren, wenn ein Familienmitglied den Gendefekt nicht geerbt hätte. So eine Denkweise habe ich nicht.


    Verzeiht mir bitte, falls sich jemand auf die Füße getreten fühlt. Ich wollte einfach nur meine Gedanken mitteilen und nicht kritisieren.


    Liebe Grüße

    Kuestenkind_70


    Verpasse nicht Deine Verabredung mit dem Leben!

  • Danke an Euch das ihr mich versteht....ich weiß das meine fanatische Schwester mehr denn je an den absurden Theorien der Germanischen Neuen Medizin festhält und auch schon ein innerer Teil des Netzwerkes geworden ist Schuld am Tod unserer Mutter ist natürlich sie selbst...da sie ihren Konflikt nicht gelöst hat....Ja die sind schon echt übel, meine andere Schwester macht da auch fleissig mit...meinen alten Vater bearbeiten sie auch immer fleissig.Zum Glück hat der keinen Krebs bisher und ist recht gesund für seine 84 Jahre.Ich hoffe das er nicht das Gleiche durchmachen muss wie meine Mutter.Aber leider lebt er ganz in der Nähe meiner beiden fanatischen Schwestern und ist denen voll und ganz ausgeliefert.Ich würde so gerne den Kontakt zu meiner Familie abbrechen aber solange mein Vater noch lebt geht das nicht.Ich bin nicht gegen eine Einstellung die Jeder für sich selber hat,was ich nur nicht verzeihen kann ist das meine Mutter massivst beeinflusst wurde und von alleine gar nicht diesen Weg eingeschlagen hätte.Da wurde richtig Druck ausgeübt...so nach dem Motto, wenn du das nicht einhältst dann stirbst Du.Angst und Hass auf die Wissenschaftsmedizin wurde ihr und Jedem in unserem Umfeld versucht ein zureden...hatte man einen anderen Standpunkt dann war man dumm, naiv und nicht im Besitz der Wahrheit.Ich hatte mich damals auch an die Sektenberatungstelle gewandt und die haben mir gesagt das je länger Jemand in solch einer Ideologie verstrickt ist die Wahrscheinlichkeit umso kleiner ist das er da wieder rausfindet.Leider habe ich auch in meinen Kollegenkreis einige solche Leute die solchen Theorien anhängen,den Tod meiner Mutter kommentierten sie mit...da hat sie was nicht richtig gemacht.Da ist mir der Hals geplatzt und ich bin ausgerastet wie noch nie zuvor.Seitdem sind diese Kollegen für mich echt tabu.