Leben nach Krebs, Behandlung von Spätfolgen

  • Ich habe keine Krämpfe, aber wenn ich meinen Arm strecke, zieht es unter der bestrahlten Brust, ist auch sehr unangenehm, weil ich dadurch nicht voll beweglich bin. Ich hab Anfang September Nachsorge und werde es dort ansprechen!

  • Liebe Kirsche

    Dir geht es also auch so...

    Bei mir kommen die Krämpfe leider oft völlig aus dem nichts. Und an manchen Tagen hab ich gar nichts, an anderen krampft der Muskel fast den ganzen Tag. Echt nervig!

    Das Magnesium nehme ich auch wegen Tamoxifen, weil ich sonst nachts Wadenkrämpfe habe.

    Ich denke auch, dass es mit der Bestrahlung zu tun hat, weil ich das Problem ja nur auf einer Seite habe.

    Lass uns gern in Kontakt bleiben. Vielleicht hat ja auch meine Physiotherapeutin eine Idee.

    Liebe Grüße

    Thienah

  • Hallo klekih-petra ,


    mein Mann hat seit 3 Jahren ein Thrombozytenproblem, keine Erkrankung im Vorfeld. Eine Knochenmarkpunktion hat bei ihm keine neue Erkenntnisse gebracht. Seit dem muss er halbjährlich zur Blutuntersuchung. Seine Hämatologin hat gesagt solange er keine Probleme mit Einblutungen, sprich blaue Flecke ohne Grund, bekommt, wird das nicht weiter behandelt. Er gehört zu dem Drittel, bei dem nicht festgestellt werden kann, was die Ursachen sind.


    LG

    Kalinchen

  • Hallo Kirsche!

    Hast Du in Deiner Reha schon was erfahren wegen der Brustmuskelkrämpfe?

    Ich bin mit meiner Physiotherapeutin im Moment darbei, den Muskel wieder etwas geschmeidiger zu machen, Sie streicht den Muskel aus und ich soll mit einem weichen Ball den Bereich auch vorsichtig massieren. Zusätzlich soll ich viel dehnen und auch Übungen mit dem Theraband machen. Sie ist zuversichtlich, dass es besser werden wird. Ich bin gespannt.

    Liebe Grüße

  • Hallo Thienah ,ich habe nicht wirklich Neuigkeiten.

    Keine ruckartigen Bewegungen, Ausstreichen, Massieren, Dehnen

    Wissen wir also alles schon.

    Ich habe manchmal tagelang gar keine Probleme (ohne Schonung) und dann mache ich unbewusst irgendeine Bewegung und zack ist die rechte obere Seite ein einziger Krampf und steinhart. Hatte gerade gestern mal wieder das Vergnügen :(

    Ich wünsche Dir weiterhin frohes Kneten und Streichen und bin auch sehr gespannt, ob eine anhaltende Besserung eintritt.

    LG Kirsche

  • Hallo Kirsche !

    Ich wollte nach so langer Zeit mal eine Rückmeldung geben. Ich habe seit Beginn der Physiotherapie (insgesamt 12 x) bisher keine Krämpfe mehr gehabt. Meine Physiotherapeutin sagt aber, dass das eine lebenslange Baustelle bleiben wird. Ich werde also in größeren Abständen immer wieder zu ihr gehen und zu Hause möglichst täglich (schaff ich nicht immer) meine Dehnübungen machen. Mit dem derzeitigen Zustand bin ich erstmal zufrieden.

    Liebe Grüße und schöne Weihnachten 🎄

  • Dieses Thema habe ich bis jetzt noch nicht gefunden, daher starte ich mal diesen Thread....hoffe auf Erfahrungsaustausch ....

    Chemotherapie- eine der wichtigsten Säulen in der Krebstherapie....lebensnotwendig und gut, das es diese Therapie gibt, die unsere Grossmütter noch nicht zur Verfügung hatten.

    Die Ärzte klären vor der Chemotherapie gut auf über Nebenwirkungen, akute Schäden und Behandlung, am Rand werden auch Spätfolgen erwähnt.

    Doch was, wenn Spätfolgen eintreten? Das Brustzentrum ist dann nicht mehr zuständig und man muss zu den Fachärzten. Dort erfährt man dann, das man die eine oder andere Erkrankung hat, die durch die Chemotherapie ausgelöst wurde ( begonnen bei psychischen Problemen über Fettleber oder Leberentzündung bzw. Entzündungen anderer Organe, im schlimmsten Fall drohen Zweitkarzinome. Man erinnert sich dann vage, das die Chemo-Ärzte das erwähnt haben, aber man fühlt sich irgendwie damit allein gelassen.


    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?Wie findet Ihr den richtigen Facharzt? Und sind diese Nebenwirkungen rückgängig zu machen?

    Im Moment betrifft das bei mir Leber, Speiseröhre und Magen. Wie erging es Euch? Mit Spätfolgen meine ich auch, Erkrankungen die Jahre später auftreten ( nachdem Frauen nach 5 Jahren als "geheilt" gelten.Genauso wie auch Erkrankungen, die im Anschluss an die Chemotherapie auftreten....

  • Liebe Viviane1968 ....es ist schlimm zu lesen, was Dir passiert ist mit einem G1 Tumor , der noch vor Jahren bei uns mit AHT ohne Bestrahlung therapiert worden wäre.

    Noch schlimmer zu lesen, das Du nicht über alle Nebenwirkungen aufgeklärt worden bist.Vielleicht wollten die Ärzte keine Panik verbreiten, in der Hoffnung, das die Rate bei dieser Krankheit sehr gering ist.

    Meine Nichte, eine Radiologie-Assistentin bestätigt aber die Zunahme dieser Erkrankung seit Einführung der BET MIT BESTRAHLUNG laut Leitlinien.


    Ich finde es gut, das Du aufklären willst, denn viele Frauen haben ich erlebt, die die Bestrahlung während der Behandlung niemals hinterfragt haben, auch nicht Frauen mit G1 Tumoren. Umso wichtiger ist es, das Ärzte richtig aufklären und Frauen bewusst für oder gegen eine Behandlung entscheiden können. Wenn man Nebenwirkungen der AHT hat, kann man sie umstellen oder absetzen.Wenn man einmal Bestrahlung hatte, ist das unumkehrbar.


    Ich finde es sehr verantwortungsvoll, das Du durch Dein Schicksal aufklären und andere Frauen vor Schaden bewahren willst...Danke!

  • Polyneuropathien... Tote Hose, gibt nicht wirklich was dagegen. Ich teste alles durch, es ist wesentlich besser geworden, die Ärzte behandeln nach Trial ans Error.


    Es tut alles gut, aber richtig weg geht es auch nicht. Gut Ding will Weile haben 8o


    Etwas Fatigue kommt dazu, also von jetzt auf gleich manchmal und eben,wenn ich lange konzentriert gearbeitet habe.


    Da gibt es auch nicht wirklich was. Sport und Ablenkung sind gut.


    Und die Schlimmen Folgen, da denke ich möglichst nicht drüber nach. Sie sind genauso schrecklich wie die Vorstellung, das Biest ist back.


    Teufel mit Beelzebub austreiben....

  • tja, ICH hatte vor sowas Angst und habe mich trotzdem überreden lassen, weil ALLE das für selbstverständlich hielten. Ich bin immer noch nicht ganz mit dieser Behandlung ausgesöhnt und hoffe einfach, dass ich Glück haben werde. Denn wenn ich nicht auf MEIN Gefühl gehört habe, dass eben das alles nicht wollte, und dann sowas bekommen würde, dann wäre es so ziemlich das Schlimmste was passieren kann.


    Ich hatte sowas vorher angesprochen, das wird nur runtergespielt und dann wirste hingestellt, als wärst du nur ein Verweigerer, der Angst hat. Ich durfte mir anhören, dass ich mir die Jahre vorher wohl viel mehr mit meinem Rauchen geschadet hatte als das nun die Bestrahlung machen würde. Aus dem Grund dürfte ich mir darüber auch keine Sorgen machen, hab ich hinzunehmen, weil ich ja auch geraucht hatte. Dass ich Angst hatte meiner Lunge den Rest zu geben, zählte nicht. Bestrahlung bei Brustkrebs ist das nonplusultra bei BET. Fertig!


    Genau so die Nebenwirkungen der Antihormontabletten. Friss oder stirb. Einfühlsam hab ich nicht erlebt. Ich habe halt einfach Angst vor manchen Nebenwirkungen. Ich denke, ich nehme die ne Weile und wenn Nebenwirkungen kommen, nehm ich die einfach nicht mehr.

  • Ich wusste vor meiner Therapie um die Spätfolgen, doch hat man letztlich eine Wahl? Über Spätfolgen mache ich mir erst Gedanken, wenn bei mir welche kommen. Denn es müssen nicht unbedingt Spätfolgen kommen. Ich lebe im Hier und Jetzt, da habe ich keine Spätfolgen. Ich persönlich will mich auch nicht mit ungelegten Eiern befassen. Ich gebe hier nur meine Meinung wieder, jeder muss für sich entscheiden, wie er mit dem Thema umgeht.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Viviane1968 , ich war zur AHB , da war eine Frau, die im Jahr 2000 bestrahlt worden ist, weil sie 1 Fernmetastase hatte bei ED. Die Ärzte wollten sie heilen, sie wurde kurativ mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt....

    Zum 1. mit Erfolg....der Brustkrebs kam NICHT zurück, trotz Fernmetastase damals KEIN Brustkrebsrückfall.

    Zum 2. dieses Jahr kam das Angiosarkom....eine Nebenwirkung der Bestrahlung, es kann nicht mehr operiert werden.


    Eine andere Frau bei der AHB hatte diese Brachytherapie -Bestrahlung wegen einem G3 Tumor, sie war zur AHB wegen Herzinsuffizienz.

    Auch eine Folge der Bestrahlung.

    Wir lernten in Vorträgen in der AHB das auch nach Chemotherapie regelmässig Herz & Blutsystem kontrolliert werden soll. Leukämie-Risiko hat man nicht nur wegen Bestrahlung,sondern auch wegen Chemotherapie...aber kombiniert eben doppelt.

  • Ich wurde auch gut aufgeklärt bei meinen Krebserkrankungen und den dazugehörigen Therapien. Fühlte mich auch sehr ernstgenommen.

    Ich lebe genau wie Bonny und Frieda im Hier und Jetzt, vielleicht kriege ich keine Spätfolgen mit, weil mich vorher ein Auto überfährt?

    Im Ernst, ich lasse es auf moch zukommen, bin froh, dass der Krebs raus ist, und wenn ich irgendwann eine Spätfolge haben sollte, dann mache ich mir dann Gedanken.

    Die Nebenwirkungen, die ich jetzt habe durch die Ops und AHT, damit kann ich mittlerweile ganz gut umgehen. Was soll ich sonst auch machen?

    Es gibt ja nun mal keine Alternativen.

  • Sonnenglanz ,

    ja die Polyneuropathien sind leider schlecht behandelbar.

    2012 bekam ich u.a. die Pacli - Chemo (14×).

    Die Polyneuropathie ist seitdem schleichend schlimmer geworden. Mittlerweile bin ich in schmerzmedizinischer Behandlung und bekomme neben dem Wirkstoff Gabapentin auch ein Oxycodon - Präparat ( starkes Schmerzmittel). An manchen Tagen ist es trotzdem schwer auszuhalten. Solange ich mich bewege, geht es. Aber abends.......

  • Also ich nehme schon ewig lange diesen Wirkstoff und Verträge den ausgesprochen gut 😊

    Und wenn ich die mal weglasse dan tanze ich im Karree. Ich habe seid etlichen Jahren eine große Hiatushernie und des Öfteren eine Refluxösophagitis ...da bleibt einem nix anderes übrig denn ständiges Soodbrennen und eine Entzündung der Speiseröhre kann auch derbe Nebenwirkungen beinhalten ...und solange ich keine OP haben muß

    werd ich nicht dran rühren . Ich gehöre zu den Leuten die das Pantro ..als Dauermedikation nehmen müssen und bei mir stimmen alle Blutwerte einschließlich der ganzen Vitamine und auch meine Knochendichte ist nicht anders als bei anderen in meinem Alter ...da hilft auch nix an Homäopathie , die mag unterstützend wirken ....aber ich bin da ich eher der Schulmedizin zugeneigt ....

    Hey liebe cancer-capricornus ich sehe gerade das wir aus der gleichen Stadt kommen 😉👍🏽😘

    kruemelmotte , also ich habe von den PPI schon viele durch. Panto vertrage ich nicht, deshalb nehme ich Esomeprazol ist aber extrem teuer in der Zuzahlung, da es das Originalpräparat ist.

    Refluxösophagitis und Gastritis plagen mich auch und nach der Chemo sah der Patho-Bericht schlimmer aus als vor der Chemo...lasse mich beraten wegen einer OP , die minimalinvasiv durchgeführt wird, leider gibts nur wenige Zentren für diese spezielle Operation.

    Meine Hausärztin hatte gerade geschafft, den starken Säureblocker mit Gaviscon auszuschleichen...ich war so froh, es hatte nach 2 Jahren geklappt. Gestern hiess es wieder...."Auf Höchstdosis zurück" ....in 3 Wochen weitere Entscheidung. Ich bin am Boden zerstört, ich nehm Eisentabletten gegen Anämie, aber Nexium blockt die Eisenaufnahme zu grossem Teil, so das die Anämie nicht richtig behandelt werden kann.

    Aber vermutlich muss ich die Säureblocker lebenslang nehmen. B 12 und Knochendichte sind okay, aber Jod & Selenmangel....

    Trotzdem muss ich die Therapie durchhalten wie Du...nur mit mehr Nebenwirkungen.

  • Ja, liebe Katzi64 , nachts ist es am Schlimmsten.


    Es verändert sich dauernd, und es fällt mir schwer, zu sagen, dass es sich verschlimmert. Aber bei dir ist es ja noch grauslicher. Sollte es weiterhin so sein, dass ich die meisten Nächte nicht durch schlafen kann, versuche ich es auch mit Gabapentin. Das andere Mittel hab ich notiert.


    Nach der Chemo war es eigentlich nur taub, das wurde in der Fläche weniger, also kleiner. Es ist jetzt nur noch der jeweilige Vorderfuß etwas taub. Dafür hab ich nachts Krämpfe. Der Physiotherapeut meint, es könnte auch von Iliosakralgelenk kommen und oder von der Schulter:rolleyes::/


    Danke für die Rückmeldung und ich hoffe für uns beide, dass da doch nochmal was besser wird.


    Alles Gute für dich


    Sonnenglanz

  • Ja,da kann ich auch was zu beitragen...also die PNP damit habe ich mich nun abgefunden...ist so. Das kaputte Herz durch Chemo,nuja,da musste ich schon schlucken.... aber nun isses eben so...andere Wehwehchen Versuch ich zu ignorieren...,bin eigentlich froh,das ich nur fünf Mal Bestrahlung hatte und das dann meine monatelange Wundheilungsstörung verhinderte...denn was da danach kommen kann...

    Nun wurschtle ich mich durch....für die Lungenembolie ist wohl die Tumorerkrankung an sich verantwortlich...ich Versuche einfach nicht so sehr darüber nachzudenken.Es ist wie es ist.

  • Liebe @Toyota


    Zum 2. dieses Jahr kam das Angiosarkom....eine Nebenwirkung der Bestrahlung, es kann nicht mehr operiert werden.

    Da in meiner Gegend erst seit ca. 10 Jahren BET mit Bestrahlung angewandt wird, davor nur Mastektomie ohne Bestrahlung, denke ich auch, dass die Fälle zunehmen werden. Für deine Gastro OP wünsche ich dir das Allerbeste!

    LG, Viviane

  • Viviane1968 , bei mir hat das Tumorboard KEINE BESTRAHLUNG vorgeschlagen....da Mastektomie. Ich fragte meine Ärztin zur Visite, ob dies ein Nachteil sei...? Sie sagte " Nein, in ihrem Fall ist es ein Vorteil" Und sie hat das Angio-Sarkom als Spätfolge genannt.


    Im Nachhinein bin ich froh, das meine Behandlung KEINE Bestrahlung vorsah. Meine Gyn. sagte das Gleiche wie die Krankenhaus-Ärzte.

    Sie sagte, sie hat Patientinnen mit Angio-Sarkom und auch, das die Fälle zunehmen, seit die Leitlinien bei BET Bestrahlung empfehlen.


    Und jetzt gibts an einigen Unis die Studien mit hypofraktionierter Bestrahlung, da wird man in einigen Jahren erst sehen, ob es Vorteil oder Nachteil ist...