Biopsien, Fragen, Angstbewältigung Eli's Threat

  • Liebe Kylie laut Ultraschall sind 4 Metastasierte Lymphknoten zu sehen. 2 axilliär und 2 am Hals über dem Schlüsselbein. Jetzt wird am Freitag der Halslymphknoten, der seit letzte Woche Montag stark angeschwollen ist entfernt.


    Mir erscheint das eher planlos. Würde es nicht Sinn machen, dann das Lymphsystem breiter zu schallen. Die erste Empfehlung jetzt wäre dann Bestrahlung der Axel und des Halses. Aber wenn noch mehr Zellen herum schwirren macht das Sinn?


    Was bedeutet das überhaupt?

    Danke für deine Antwort. Etwas ratlos Ele

  • Liebe Elenear ,

    mein Brustkrebs wurde erst durch eine axilläre Metastase festgestellt. Während der Untersuchungphase (dauerte über 2 Monate) haben sich am Hals und auch über dem Schlüsselbein Metastasen gebildet.=O

    Bestrahlt wurde ich noch nie, da bei mir schon Krebszellen in den Lymph- und Blutbahnen gefunden wurden.

    Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse, daß es doch Sinn macht, die Lymphknoten am Hals und in der Axilla zu bestrahlen? Ich weiß es leider nicht.

    Für Freitag wünsche ich Dir alles Gute.:*

    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:

  • Hallo Kylie , habe jetzt einfach beim KID angerufen. Leider gibt es in deren Datenbank und auch im Netz fast keine Infos zum Thema Metas in Lymphknoten außerhalb des lokalen Brust/Achselbereiches. (Also lokales Rezidiv).


    Die Meinung vom KId hab ich so verstanden, das man einen der zervikalen Lymphknoten entfernt (mit kurzer Vollnarkose , wie beim Port) und dann histologisch untersuchen läßt. danach kann dann erst festgestellt werden, wie man weiter vorgeht.

    Vielleicht hab ich ganz viel Glück und die sind nicht TN sonder Herr +.


    Also muss ich wohl noch mind. Einen Lymphknoten opfern.

    Was mich sorgt, ist ob die bösen Krebsmetazellen tatsächlich nicht weiter laufen, als bis zu den zervikalen Hals Lymphknoten auf der operierten Seite.


    Fragen über Fragen. Liebe Grüße Ele

  • Vielleicht hast du ja ganz viel Glück und der schlimme Verdacht bestätigt sich nicht. Denn bei weitem nicht jede Vergrößerung und Schwellung eines Lymphknotens ist bösartig. Oder sehen sie im Ultraschall mehr?


    Irgendwer hat hier geschrieben, dass man Lymphknoten auch stanzen kann.


    Was ein Käse. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, daß das irgendein Fehlalarm ist.


    LG

    Sonnenglanz

  • Liebe Elenear ,

    mir ist auch aufgefallen, daß es sich bei befallenen Lymphknoten meistens um lokales Geschehen handelt. Lymphknoten-Metastasen (lymphogene Metastasierung) kommen anscheinend nicht so häufig vor.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, daß der entnommene zervikale Lymphknoten nicht TN ist.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Wie die bösen Krebsmetazellen sich im Körper verteilen, weiß ich nicht. Ich hoffe für Dich, daß diese sich noch nicht in den Lymphbahnen ausgebreitet haben.

    Ich wünsche Dir alles Gute.:*

    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:

  • Kylie , bist du denn deine Lymphknoten Metas losgeworden, oder wie würden diese behandelt.


    Sonnenglanz , Lymphknoten werden wohl nicht mehr gestanzt, da die meisten Gewebeproben nicht ausreichend waren. Heute entnimmt man diese ganz. Bzw. nach KID entnimmt Man einen befallenen und schaut sich die Histologie an.


    Grüße Ele

  • Liebe Elenear ,

    so richtig los geworden bin ich meine Halslymphknoten-Metastasen nicht. Ich erhielt 9 Zyklen EC-Chemos, danach waren sie erstmal weg. Leider kamen sie nach einem Jahr wieder, zusammen mit Lungenmetastasen und Metas im Mediastinum.;( Daraufhin erhielt ich verschiedene Therapien. 3 Zyklen Ibrance und Faslodex - hat nicht gewirkt, anschließend 3 Zyklen Capecitabin (Xeloda), auch wieder erfolglos. Erst die nachfolgenden 15 Zyklen Paclitaxel- und 2 Docetaxel-Chemos waren von Erfolg gekrönt.:) Die letzte Chemo hatte ich am 21.11.2017, seitdem herrscht Stillstand. Am 23.10. habe ich das nächste CT, ich hoffe, daß kein Progress stattgefunden hat.

    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:

  • Laut KID wird weder EC noch Taxane empfohlen.


    Das kann ja noch was werden.

    4 ECs hatte ich schon und 12 Paclis, trotzdem sind die jetzt da.

    Waren deine auch in 24 Stunden von null auf Daumenagel groß. Sehr erschreckend. Aber wenn man es schafft die einzudämmen.

    Seufzt. Schade. Wäre gerne fertig gewesen, mit diesem Thema.

    Danke. Ele

  • Danke, liebe Schnupseline , für Deine netten Worte.:*


    Liebe Elenear , ich wollte Dir keine Angst machen, ich habe Dir nur meine Situation geschildert. Das muss ja bei Dir nicht so sein, ich hoffe sehr, daß es sich bei Dir um etwas Harmloses handelt.:thumbup:

    Ich kann mich noch erinnern, daß die Lymphknoten am Hals und über dem Schlüsselbein rasant gewachsen sind und besonders die am Hals mir ziemliche Beschwerden verursacht hat, da sie auf Nerven gedrückt hatten.;( Mit dem Thema Krebs hätte ich gerne abgeschlossen, geht leider nicht, bin Palliativ-Patientin. Bin allerdings seit der letzten Chemo am 21.11.2017 beschwerdefrei, was die Metastasen angeht.:)

    Verliere bitte nicht den Mut und die Hoffnung, wenn das Ergebnis der Biopsie nicht gut ausfällt. Es gibt immer Therapien, die Dir ein Weiterleben mit guter Lebensqualität ermöglichen (bei mir schon 3 1/2 Jahre).

    Lass Dich mal ganz vorsichtig in den Arm nehmen.:hug: Ich werde am Freitag an Dich denken und Dir die Daumen drücken.:thumbup:

    Ganz liebe Grüße Kylie :*

  • Ihr Lieben,

    die Angst vor Metastasen treibt uns sicher alle. Ich hatte diesbezüglich ja glücklicherweise eine Fehldiagnose. Allerdings hat mich diese nur (!!!) vier Wochen dauernde Phase mental deutlich mehr beansprucht, als die drei Jahre fortgeschrittener BK bislang insgesamt. Obwohl ich auch 12 Abraxane, 4 EC, eine OP und 30 Besteahlungen hatte und seitdem alle drei Wochen Herceptin/Perjeta und Tamoxifen.

    Gestern habe ich im Internet von einer Frau gelesen, die seit 33 Jahren (!!!) mit Metastasen in Knochen und Organen lebt.

    Das macht mir unglaublich viel Mut und schenkt mir Zuversicht.

    Euch vielleicht auch?

    Ganz liebe Grüße,

    Schnupseline

  • Liebe Schnupseline, lieben Dank für deinen Mutmachpost. nachdem ich gestern nervlich noch gut von den letzten Wochen zehren konnte, hab ich gerade 30 Minuten vor meiner Fahrt zum Narkosegespräch etc. Für Freitag ein tiefes Tief.

    Die dunklen Wolken hängen trotz blauem Himmel und Sonnenschein virtuell dick über mir.

    Die Nachricht von Shirley hat mich noch mehr wieder in die Angst geschupst. Und 2 Wochen bekommt meine kleine Schwester meine erste "eigene" Nichte. Ich wäre lieber fröhlich und muss mich schon wieder um Chemo und Nebenwirkungen sorgen. Einen Monat Pause hätte der Himmel mir wirklich gönnen können.

    Grüße Recht frustriert heute

    Eli

  • Hallo,


    bin aus der "Lymphom-Liga" und kann daher zu BK nichts sagen. Aber auch bei mir ist ein Lymphknoten am Hals entfernt worden. Man zieht die totale Entfernung vor, da ein Stanz-Biopsie an den evt. vorhandenen Krebszellen vorbeizielen könnte. Ein Untersuchung des gesamten entnommen Knotens liefert ein sicheres Ergebnis. War bei mir keine große Sache: kleiner Schnitt in der Halsfalte unter Narkose am Vorabend (stationär), zur Kontrolle über Nacht bleiben (mit Drainage wg. evt. Wundflüssigkeit) und da am nächsten Morgen alles o. k. war, Ziehen der Drainage (davor hatte ich am meisten "Bammel" aber war überhaupt nicht schlimm) und ab nach Hause. Ich sollte mich für ein paar Tage nicht anstrengen aber das ist ja nach jedem kleinen Eingriff so. Das Ergebnis hat (lange!) 10 Tage gedauert (vielleicht aber auch, weil es eine externe Klinik gemacht hat) aber dann hatte ich ein 100% Ergebnis.


    Nur Mut, Du schaffst auch das! Aber ich drücke Dir ganz fest die Daumen, daß ein gutes Ergebnis dabei rauskommt.


    Ich sende Dir eine Mutmach-Umarmung :hug:


    marita

  • Hallo ihr Lieben, bin wieder Zuhause.

    Die Biopsie war recht fix, die Vorbereitungs- und Wartezeiten, waren länger, als der eigentliche Eingriff selber. Der Narkosearzt hat mich sehr schön schnell schlafen gelegt, vorher durfte ich noch ein bisschen plaudern mit unserem Leiter des Brustkrebszentrums, der immer ein nettes Wort für seine Patienten hat. Wenn auch die Nachrichten, die er überbringt weniger schön sind.


    Er ist sich ganz sicher, das in den Lymphknoten auch am Hals Methastasen sind, also der Krebs damit überall seine Schläferzellen verschickt hat (Blut und Lymphe), die bei G3 immer das Potential haben von heute auf Morgen Hallo zu sagen. (Mistzellen :cursing:)


    Man kann nix dafür, es hat weder was mit Stress, noch Ernährund oder Bewegung zu tun. Die Geschichte unseres Krankheitsverlaufes ist schon fest geschrieben in unserem persönlichen Krebsbuch.

    Nun ja, das nehm ich mal so hin, gefällt mir aber nicht und ich denke mit positiver Energie kann Frau durchaus dagegen torpedieren. Ich hoffe bis ich das Ergebnis vom Patologen schwarz

    Auf weiß sehe!


    Daumen noch auf Gedrückt für alle, die es heute brauchen.

    Liebe Grüße Ele