Immer wieder diese Angst

  • Wie geht ihr mit Angst um ? Ich habe gerade das Gefühl , dass ich gar nicht mehr rauskomme. Ja, ich habe immer mal wieder Schmerzen, wie vielleicht viele von euch, auch durch die AHT

    Meine LWS schmerzt besonders nachts, aber ich weiß auch, dass da ein Vorfall ist.

    Ich gerate einfach ganz schnell in Panik und nachts finde ich kaum noch Schlaf.

    Habt ihr Tipps, wie ich mich beruhigen kann und wie geht ihr mit Schmerzen, Missempfindungen, Schwindel etc um ?

  • Hallo Ghetta, ich hatte zu Anfang sehr viel Angst. Habe mich immer genau beobachtet und war sehr schnell beunruhigt. Es hat mir geholfen diese Ängste mit der Psychoonkologin zu besprechen und auch den Ärztinnen so lange Fragen zu stellen, bis ich beruhigter war. Und dann habe ich meine Angst aufgemalt. Ist ein recht niedliches Angst- und Sorgentierchen bei raus gekommen. Mit dem hbe ich dann geradet, ihm gesagt! dass es gut ist, wenn es aufpasst und dass es mir einfach Bescheid sagen soll, wenn wirklich was ist. Damit hatte es einen Aufgabe, einen Platzt, ich habe nicht mehr versuchtmeine Angst in eine Ecke zu verbannen, sondern bin ihr mit Verständnis begegnet. Das hat mir geholfen. Und dann natürlich einfach die Erfahrung, zu merken, heute ist alles gut gegangen.

    Trotzdem kommen gerade nachts manchmal Ängste, dann hilft es mir mich abzulenken, z.B. indem ich ein Hörbuch höre.

  • Liebe Ghetta , ich kann dich so gut verstehen, die Antennen sind einfach extrem ausgefahren und bei jedem zwicken kommt ein kurzer Panikschub 😩 Ich hatte letztens ein mini Pickelchen auf dem Bauch, den ich früher nicht mal beachtet hätte, jetzt hat er mich in Panik versetzt weil ich dachte es könnte eine Hautmetastase sein🙄 Nach ein paar Tage war der Pickel verschwunden😀

    Dann zwickt es ab und zu in der Brust, ich wurde brusterhaltend operiert, und schon hat man wieder Angst 🙃

    ABER ich glaube mit jedem gesunden Jahr wird es besser und man geht wieder ganz normal mit Zipperlein um.

    Denn letztendlich hat mich zum Glück das normale Leben wieder und ich bin sehr dankbar dafür 🙂


    LG 🌸

  • Hallo Liebe Ghetta, ich kann dich so gut verstehen. Ich habe auch immer noch tierische Angst es zwickt mich auch überall. Habe Schwierigkeiten im dem Darm der ist schon seid Jahren mit der Bauchdecke verwachsen da zwickt es im Monent auch viel, Schwindel keine ich auch echt blöd und zu guter letzt auch Ischias Beschwerden muss noch ins MRT. Im Moment bin ich wieder ganz unten. Hört das den nie auf:(

  • Mir hilft es das ‚Jetzt‘ bewusst zu leben.

    Heute.... was kann ich heute schönes tun?

    Mich mit einem Cappuccino nach draußen setzen, Blumen pflücken vom Blumenfeld,

    Etwas schönes kochen , singen, seit ein paar Tagen mache ich wieder PMR nach Jacobsen, das entspannt mich ,

    Einen Massagetermin wollte ich mir noch besorgen .....

    alles, was mir nicht gut tut auf Abstand halten, so gut es geht

    Natürlich gibt es auch jede Menge zu tun in Haus, Garten und Job , aber auch das mache ich ganz gerne😀

  • Könnt ihr mir helfen?

    Ich sollte Freitag eine Leberbiopsie bekommen. Wurde nach CT dann aber doch nicht gemacht, weil zu schwierig.

    Noch auf der CT Liege liegend, fragte ich den Arzt, ob sich die Befunde verändert hätten. Er sagte Nein und dass er nicht glaube, dass es Metastasen sind.

    Das hat mich erstmal beruhigt.

    Dann sagte der Pfleger beim verabschieden, ich solle nie aufgeben, es gäbe so viele Mittel, bla bla...

    Morgen habe ich nun noch die Besprechung im Bz. Ich hab vorhin angerufen, weil ich auch möchte, dass sie sich einen LK anschauen, der schmerzt.

    Zu der Besprechung meinte ich zu der Schwester, aber bei dem Befund sei doch alles in Ordnung, hat der Radiologe gesagt. Da kam dann so eine kurze Pause und dann: sie wisse das nicht und es wird alles morgen besprochen.

    So eine Pause gab's auch, als ich die Diagnose bekam....

    Ich hab jetzt schreckliche Angst, dass der Arzt mich entweder angelogen hat, oder was verschwiegen hat, weil der Pfleger ja sowas komisches gesagt hat.

    Machen Radiologen sowas? Dürfen die das? Weil ich im CT lag und kein seelischer Beistand dabei war?

    Ich bin gerade nur am heulen, auch weil ich seit 2 Tagen leichten Schwindel habe und halt diesen LK entdeckt habe, allerdings auf der gesunden Seite.

  • Liebe Dija , das sind wieder solche Situationen, wo wir als Kranker wirklich alles reininterpretieren was geht, und sich das Pflegepersonal aber meistens gar nixc bei denkt.

    Ich weiß noch, als ich zur Knochenszinti musste. Da wurde mir bei der Aufklärung der Ablauf erklärt, unter anderem auch, das es sein kann, das ich danach noch ins CT muss, falls irgendwas unklar sein sollte.

    Ja und es kam, wie es kommen musste. Nachm Szinti konnte ich nicht gleich gehen, ich musste noch ins CT. Warum hat mir niemand gesagt, ich erfahre die Ergebnisse dann alle beim Befundgespräch von meinen Ärzten ( 3 Tage später), das war die knappe Antwort, als ich wissem wollte, warum jetzt doch noch CT. Für mich war alles klar, hatte schon die Bilder im Kopf, wie mein Mann mich in ein paar Monaten ins Hospiz fährt.

    Zur Befundbesprechung bin ich dan wie ein Nervenbündel, hab die Ärztin gleich bei ihrem fröhlichen Guten Tag unterbrochen, sie soll mir jetzt sofort sagen, was raus kam. Sie hat mich angeguckt wie ne Kuh, wenns donnert und verstand meine Aufregung nicht, ist doch alles in Ordnung, alle Stagings ohne Befund. Hab ihr dann das mit dem CT erzählt und das tat ihr so leid. Es wird seitens der Ärzte IMMER auf ein CT nachm Szinti bestanden, das ist Standart.

    Warum konnten wir das die Idioten ausm Strahlenbunker beim Szinti nicht einfach sagen?????X(X(X(X(

    Die haben sich natürlich nix dabei gedacht, aber ich als Betroffener spiele zig Horrorfilme in meinem Kopfkino ab.

    So wirds bei Dir auch sein:hug::hug:

  • Liebe Dija , ich kann Deine Ängste gut verstehen, mir geht es auch oft so.Aber ich glaube nicht , dass der Arzt Dich angelogen hat, dann hätte er wohl eher Nichts gesagt.

    Ich nehme Dich einfach Mal ganz fest in den Arm und schicke Dir ganz viel Kraft.L G

  • Liebe Dija , oh man...so was unmögliches. Ich kann Dich so gut verstehen.. Mach Dich nicht verrückt, ich denke auch, dass der Radiologe nix falsches sagen darf. Ist bestimmt wirklich alles okay:*...

    Versuch Dich heute abzulenken, vielleicht kann morgen Jemand mitkommen der Dich unterstützt und Du alle Fragen und Dinge wie LK abklären kannst. Ganz ganz liebe Grüße Ernie :hug:

  • Liebe Dija ,


    mein Radiologe sagte ganz am Anfang: "Das wird jetzt eine ganz unschöne Zeit. Und dann wird alles gut". Ich fragte ihn, wo er das hernähme. Er antwortete "Weil ich das seit 30 Jahren mache". Da habe ich ihm vertraut, denn meine eigene "Urteilskraft" aus Erfahrung heraus ist normalerweise auch sehr gut. Ich denke, er hätte eher nichts gesagt als Hoffnung zu machen, wenn es seiner Ansicht nach keine gegeben hätte.


    Weder Pfleger noch Schwestern dürfen Auskunft geben. Sie können nicht anders, als auf den Arzt zu verweisen. Und ich sag mal so, alles in Ordnung ist in deren Augen vielleicht auch ganz etwas anderes ... nämlich der Nachweis, dass es keine Metastasen sind.


    Bei mir haben alle Ärzte vor der "großen" Besprechung Entwarnung gegeben, obwohl sie das so auch nicht gedurft hätten. Das war so ein Gegrummele... z.B. beim LungenRöntgen am ehesten eindeutig "Das sieht schon mal gut aus". Beim CT: "ich kann da nichts erkennen" Und beim Bauchsono wurde die ganze Litanei runter geleiert, dass alles "regelrecht" (also normal) aussähe, bis hin, dass ich keine Gallensteine habe.


    Es ist tatsächlich alles so gelaufen, wie die Ärzte gesagt haben. Wenn sie unsicher waren, z.B. bei der Prognose für den Lymphknotenbefall, dann haben sie auch vorsichtig formuliert.


    Das soll jetzt keine Entwarnung sein, jeder kann sich mal irren und seine Ansicht ändern, etwas übersehen etc, aber ich denke auch, der hat dich nicht einfach nur beruhigen wollen.


    Alles Gute für dich und die Daumen sind gedrückt, dass du bald bestätigst bekommst, dass er Recht hat.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe Ronda , Linolinchen92 , Conzi   Ernie und Sonnenglanz ,

    Danke euch für eure Worte und Berichte.

    Ich habe inzwischen mit einigen Lieben Menschen drüber geredet und es geht schon etwas besser. Es ist wirklich erschreckend, so schnell in Panik verfallen zu können. Aber ich versuche es zu verdrängen, zumindest für heute.

    Mein Mann hat sich für morgen Mittag freigeschaufelt und kommt mit.

    Es ist einfach heftig, was wir alles so mitmachen müssen. Und natürlich, die Pfleger wissen auch nicht immer, wie das alles rüberkommt.

    Meine Schwiegermutter sagte vorhin:

    Man soll ein Macher und Kämpfer sein.

    Das weiss ich ja eigentlich, aber manchmal hilft es, wenn einer es nochmal laut sagt.


    Ich drück euch, bin froh, so viele liebe Menschen zu kennen<3

  • Liebe Dija , hab eben gelesen, dass Du ja heute die Befundbesprechung hast. Ganz feste sind die Daumen gedrückt, dass dieses unsichere Gelaber NICHTS bedeutet hat.

    Deine Schwiegermutter muntert Dich auf und viele liebe Menschen um Dich herum auch. Aber auch Kämpfer und Macher müssen mal ausruhen und da ist so ein Weine-Tag eben auch mal dabei.

    Ich denk an Dich und freu mich wenn Du uns nachher eine gute Nachricht schreibst.

    LG YOLO🍁

  • Danke Lilyrose und YOLO72 ,

    Das Gespräch war gut, ich habe mich wirklich einfach nur verrückt gemacht, mich reingesteigert, würde sagen, ne richtige Panikattacke oder Nervenzusammenbruch...werde darüber erstmal mit meiner Freundin reden, die ist Psychotherapeutin.

    Ich werde nöchste Woche dann Brust- und Leber MRT (mit speziellem Kontrastmittel für Hämangiome) bekommen und dann endlich die OP. Leider sind dann schon 5 Wochen nach der Chemo rum.

    Euch allen einen schönen Abend!

  • ich bin wieder in ein tiefes loch gefallen. Ich habe das Gefühl, ich gebe mich auf. Diese Tumormarker Geschichte hat mir doch zugesetzt. Die Freude von Gestern, dass MRT und Ct ohne Befund waren, hat leider nur ein Tag gehalten. Nun fange ich an zu glauben, dass die Chemotherapie wegen höherer CA 15-3 nicht gewirkt hat. Meine Onkologin meinte heute, wie können nur behandeln, was da ist. Also ich muss auf ein Rezidiv oder Metas warten. Es gibt hier in Forum einige Fälle, wo es ähnlich angefangen ist und diese Personen haben leider nicht lange gelebt. ;(

    Ich stressen mich selbst und weiß kein Ausweg. Am Freitag habe ich mein Thermin bei Psychologin. Aber ich muss mir selbst helfen lernen. Wie geht ihr mit der Angst um?

  • Hallo Amulett,

    ich habe mich nach 1Jahr nach Beendigung der Akuttherapie zu einer Verhaltenstherapie entschlossen. Ich würde bei der Reha oder dem Arzt im BZ mal nach empfehlenswerten Adressen fragen. Termine sind etwas mühsam zu erhalten, die KK muss es genehmigen die ersten 5 Sitzungen werden immer genehmigt zum Kennenlernen. Mit der Onkopsycho im KK bin ich überhaupt nicht klar gekommen. Die Angst wird immer da sein, im Hintergrund mal mehr mal weniger. Sie soll aber nicht die Oberhand behalten. Damit das klappen kann, da hilft mir die Therapie sehr auch wenn es oft schmerzhaft ist. Lass die Marker nach 14 Tagen nochmal bestimmen, ob sich was ändert. Danach alle 3 Monate. Entscheidend ist nicht der absolute Wert. Sondern der Verlauf, es sollte auch mal wieder sinken. Die Werte direkt nach der Chemo können auch auf Zellschrott dr abgestorbenen Zellen beruhen, das sollte sich dann normalisieren. Ich weiß wie du dich fühlst, aber das kann man nicht ewig durchhalten, da brauchst du Hilfe, ich drück die Daumen. Vielleicht fragst du mal einen Gynäkolog.Onkologen, normale Gynäkolog sind da oft nicht die beste Wahl. Die ziehen ihr Leitlinienprogramm durch und werden erst munter, wenn durch Beschwerden „was da ist“.

    Alles Gute

    Tschetan

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Arztname entnommen.

  • Liebe Amulett

    Ich habe auch Angst, Angst vor morgen, weil ich dann die Ergebnisse CT und zweier MRTs erfahre und weil meine Prognose so sehr schlecht ist. Ich versteh dich also voll und ganz. Ich versuche, mich abzulenken mit Sport, ich versuche mir zu sagen, es reicht, mich schlecht zu fühlen, wenn es mir dann auch wirklich schlecht geht (bin topfit derzeit), ich versuche, wieder Vertrauen aufzubauen in meinen Körper. Das Sarkomzentrum hat mir nahegelegt, eine Onkologin zu konsultieren, die auf Hypnose spezialisiert ist. Bisher hat mich davon abgehalten, dass ich schon dermassen viele Arzttermine habe, aber ich denke, ich werde das im neuen Jahr angehen. Vielleicht wäre Hypnose auch was für dich?

    LG, Viviane

  • liebe Tschetan und Viviane1968 danke für eure Tipps. Ich werde sie mir auf jeden Fall anschauen. Das ist zum Verrückt werden. Im Kopf verstehe ich wohl, dass so weiter nicht gehen darf. Die Angst kann ich irgendwie doch nicht unterbinden. Ich war immer der Meinung, was ich nicht ändern kann, muss ich akzeptieren und damit leben. Jetzt scheint das nicht mehr zu helfen. Die letzten Tage war ich wie gelähmt, habe alles liegen lassen, kein Sport gemacht und im Internet nach einem Ausweg gesucht. Es gibt aber keinen. Habe heute mit meinem Mann darüber gesprochen. Ich habe beschlossen für die nächsten 2 Wochen kein Internet zu nutzen, kein googlen etc. Werde mich dem Weihnachten und meinem Hobby witmen und mehr Sport und Entspannung.

    So wie früher wird nicht mehr sein, vielleicht kann ich etwas vergleichbares hinkriegen.

    Wenn der Krebs wiederkehren sollte, dann kämpfe ich weiter. Heulen und mich selbst zu bemitleiden werden nichts ändern.

    Liebe Viviane ich drücke die für morgen die :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüße :hug: