Konisation

  • Hallo zusammen


    Ich hatte vor 2 Tagen meine konisation an der gebärmutter und Blute seit dem mal mehr mal wenig ich versuche mich so gut es geht zu schonen hab gelegentlich mit Kreislauf zu tun und mal wieder etwas Angst ob die Blutungen noch normal sind


    Habt ihr Erfahrungen?

    Tut mir leid meine extreme Sorge aber aktuell hab ich bissle was zu verarbeiten

  • Ich bin jetzt kein Fachmann dafür, habe aber mal auf der Gynäkologischen Abteilung gearbeitet --- mit 1 Woche muss man aber wohl mindestens rechnen. Man fragt sich natürlich (wie bei jedem Eingriff), ist die momentane Situation noch normal, oder treten Komplikationen auf. Wahrscheinlich hast Du einen Kontrollbesuch nach spätestens 7 Tagen, .....? Wenn Du beunruhigt bist, ruf' dort an, schildere Deine Ängste und bitte um einen früheren Termin. Du wirst wahrscheinlich erst zur Ruhe kommen, wenn ein Arzt Dir bestätigt "Alles okay"".

    Ich wünsch' Dir alles Gute !

  • Da bei meiner Konisation ein ziemlich großes Stück entfernt wurde, mussten zum Wundverschluss 2 Nähte gesetzt werden. Das hat mir der Frauenarzt nach der Koni mitgeteilt. Dadurch habe ich so gut wie keine Blutungen gehabt. Ich denke, dass kommt auf die Op- Methode und die Art des Wundverschlusses an. Immerhin ist es ja eine Wunde, und daher sind Nachblutungen möglich. Hast du Infos darüber wie operiert wurde? 😊

  • Ich denke es ist normal wenn es dann noch etwas nachblutet. Ich hatte dann zwei Wochen nach der Koni die Cystoskopie und Rektoskopie unter Vollnarkose. Dabei ist wohl eine Naht der Koni aufgegangen und ich habe danach stark geblutet, so dass ich abends noch mal in den Op und neu genäht werden musste. Das war von der Blutmenge ein deutlicher Unterschied zum Nachbluten nach der Koni ( da musste ich wirklich halbstündlich die Vorlage wechseln) und hörte allein nicht mehr auf. Daher glaube ich, du wirst merken wenn es nicht mehr nur das Nachbluten ist, sondern wenn ein Gefäß blutet. Das ist wirklich viel mehr und hellrot. Schone dich schön und wenn es stärker blutet und auch beim Liegen nicht aufhört, dann bitte ab zum Arzt.

    Liebe Grüße an dich und ich drück weiter die Daumen.

  • Konisation unter ASS 100


    Hat jemand das gleiche Problem zwecks Blutung?

    Ca.in situ,Konisation,dann starke Nachblutung und es wurde verödet.3 Tage Ruhe,jetzt wieder stärkere Blutung.

    Das ASS darf ich nicht absetzen.

  • Erfahrungsbericht Schlingenkonisation bei örtlicher Betäubung / HPV High Risk / CIN III Befund


    Hallo zusammen, ich habe in den letzten Tagen verzweifelt nach Erfahrungsberichten gesucht, aber nichts gefunden. Deshalb schreibe ich euch meine Erfahrungen mit der örtlichen Betäubung bei der Schlingenkonisation / LLETZ, vielleicht hilft es ja der einen oder anderen. Ich war mir nicht sicher ob ich die örtliche Betäubung wählen sollte oder die Vollnarkose, letzteres scheint gängiger zu sein und manche Ärzte bieten wohl auch nur die an. Kurz zu meiner Vorgeschichte, ich habe seit mindestens sieben Jahren HPV 18, was einer der High Risk Typen ist. Für die Impfung war ich damals schon zu alt und wahrscheinlich hatte ich die Infektion zu diesem Zeitpunkt bereits, wer weiß. Der Abstrich war immer gut, bis er dann auf einmal nicht mehr gut war. Das ging echt schnell von gut auf schlecht, also kann ich nur jeder raten, geht regelmäßig zur Vorsorge, es kann Leben retten. Nach dem Befund dann das ganze Procedere, Kolposkopie machen lassen, Biopsie entnommen, CIN III festgestellt. Das ist die höchste Krebvorstufe, wenn ich das recht verstanden habe. Also wurde mir eine Schlingenkonisation nahegelegt, weil sich das Gewebe aller Wahrscheinlichkeit nach innerhalb von fünf Jahren in Krebs wandeln würde.


    Ich hatte die Wahl zwischen Vollnarkose und örtliche Betäubung. Ich habe mich für letzteres entschieden und bin froh darüber - es war so viel weniger schlimm als erwartet. Der ganze Termin inklusive Gespräch und Umziehen hat eine knappe halbe Stunde gedauert, der Eingriff als solcher mit Betäubung, Entfernung und Blutung stoppen vielleicht fünf.

    Meine Ärztin hat zunächst eine weitere Kolposkopie gemacht, das heißt sie hat ein Spekulum eingeführt, eine Jodlösung aufgetragen und die betroffenen Stellen haben sich verfärbt. Dann hat sie das Spekulum weiter aufgeschraubt und meinte das würde etwas mehr Druck verursachen. Hat es, aber das war nicht schlimm. Sie hat vier Betäubungen gesetzt, auf 12 Uhr, 3, 6 und 9. Sie hatte mir das vorher in der Besprechung aufgemalt, man muss sich das wie eine Röhre vorstellen. Sie hatte mir gesagt, dass die erste Spritze einen scharfen Schmerz verursachen könne, die zweite sollte dann weniger weh tun und von den beiden anderen merkt man wohl überhaupt nichts mehr. Wer schon mal eine Betäubung beim Zahnarzt hatte, weiß, wie sich das anfühlt, nicht großartig, aber definitiv auszuhalten. Hatte es mir schlimmer vorgestellt. Sie hatte mich vorgewarnt, dass mein Herz anfangen könnte zu rasen und dass mir kurzzeitig heiß werden könne. Das war nett von ihr, denn es kam auch so und ich war nicht beunruhigt. Es war eine kurze, heiße Welle und danach war alles taub. Sie hat irgendwie an dem Gewebe gekratzt und meinte ob ich noch etwas fühlen kann. Ich meinte, schwer zu sagen, weil ich überhaupt gar nichts gespürt habe, nicht mal eine Bewegung und sie meinte, gut, so soll es sein. Sie hatte mir gesagt, dass die elektrische Schlinge Hitze verursachen würde und dass es wichtig sei, dass ich mich auf keinen Fall bewege. Falls ich etwas spüren sollte, solle ich stopp sagen und nicht bewegen. Ich habe weder Hitze noch Bewegung noch sonst irgendwas gespürt. Nach ein paar Sekunden war die Schlinge dann auch fertig und sie hat die Blutung gestoppt. Keine Ahnung ob das viel geblutet hat, ich denke nicht, weil ich danach nur zwei winzige Tropfen im Slip hatte.

    Ich durfte mich wieder anziehen und soll in sechs Wochen zur Nachkontrolle kommen. Sie meinte ich könne Unterleibsschmerzen wie Periodenkrämpfe erfahren, Nachblutungen und einen wässrigen Ausfluss mit der Zeit. Mein Termin war gestern und ich habe bis jetzt weder Schmerzen erfahren noch Blutungen. Hatte eine dicke Slipeinlage eingelegt, aber das war ganz und gar unnötig, aktuell brauche ich überhaupt keine. Das Gefühl ist fast nicht wahrnehmbar, ein so leichtes Ziehen, dass ich schon gar nicht mehr an den Eingriff denke. Hatte Bedenken große Schmerzen erleiden zu müssen und bin sehr positiv überrascht, es ist so viel besser als gedacht! Trotzdem, Schonen ist angesagt. Kein Sport und keine schweren Sachen heben für ein paar Tage, Sex, Tampons und Baden / Schwimmen erst in drei, vier oder sechs Wochen, da gehen die Meinungen auseinander. Ich warte einfach ab wie es sich entwickelt und denke besser ein bisschen länger schonen als nachher die Wunde wieder aufzureißen. Es geht auch ein paar Wochen ohne ;)

    Für mich persönlich wäre eine Vollnarkose die anstrengendere Variante gewesen, allerdings ist da jeder anders. Alles war gut auszuhalten, Schmerzen hatte ich kaum. Im Gesamteindruck kann ich sagen, dass das Spekulum wohl das Unangenehmste an dem Ganzen war und ein bisschen die erste Betäubung. Der Rest war nicht zu spüren und auch so schnell vorbei, da hätte sich für mich keine Vollnarkose gelohnt. Natürlich bekommt man alles mit, auch das Geräusch von dem Luftabzug (der die Hitze ableiten soll, denke ich) und der Geruch ist auch nicht der tollste, aber das ist so schnell vorbei, das lässt sich wirklich aushalten. Und das Beste daran ist, wenn alles klappt, bin ich danach endlich das elende HPV 18 los! Ich habe die Infektion schon seit Ewigkeiten und es ist wirklich nicht schön damit zu leben. Klar, es gibt Schlimmeres, aber ständig zu wissen, dass der Krebs sehr wahrscheinlich irgendwann kommen wird, ist belastend. Meine Ärztin hat mir immer gesagt, ich müsse mit dem Rauchen aufhören, sonst würde ich die Infektion nie loswerden. Ich habe es tatsächlich geschafft und bin seit 1,5 Jahren rauchfrei. Aber geholfen mit der HPV Infektion hat es leider auch nicht. Gesunde Ernährung und ein gesundes Immunsystem sind wichtig, aber offenbar nicht alles. Ich esse super gesund, trinke nicht und werde nie krank. Aber das HPV bin ich trotzdem nicht losgeworden. Frustrierend, aber so ist es eben manchmal im Leben.

    Vor dem Eingriff als solchem hatte ich weniger Bedenken als vor der Tatsache, dass da vielleicht ein nicht wieder zu reparierender Schaden entsteht, der vielleicht eine Frühgeburt zur Folge hätte. Meine Ärztin hat mir das so erklärt, sie entnimmt nur so viel wie nötig, um das gesunde Gewebe zu schonen. Aber so viel wie nötig, um die abnormalen Zellen an der Ausbreitung zu hindern. Daraus ergeben sich zwei mögliche Komplikationen bei einer Schwangerschaft: Die Vernarbung und die Stabilität. Bei der Vernarbung kann es sein, dass sich das Gewebe nicht wie geplant für die Geburt öffnet. Das Baby würde man dann mit einem Kaiserschnitt auf die Welt bringen. Bei der zweiten Variante ist es so, dass das Gewebe Stabilität einbüßt, weil man ein Stück herausgeschnitten hat, und möglicherweise das Gewicht des Babys nicht halten kann, was zu einer Frühgeburt führen kann. Sie meinte in einem solchen Fall würde man das erkennen können und eine Schlinge einsetzen, die dann in der 35. Woche entfernt wird.


    Ich hoffe ich konnte der Einen oder Anderen einen Erfahrungsbericht geben, der bei der Entscheidung hilft ob Vollnarkose oder örtliche Betäubung. Und der ein bisschen die Angst nimmt vor dem Unbekannten. Wie auch immer ihr euch entscheidet, meine Erfahrung war, dass es halb so wild war. Gute Besserung:)

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  • hallo zusammen, kann mir mal jemand helfen.

    Meine koni war am Dienstag diese Woche. Das man sich körperlich schonen soll, weiß ich. Zumindest sagte mir das der doc im KH. Ist ja auch an sich in Ordnung. ABER... ich habe eine 2 Jährige Tochter und auch wenn mein Mann zu Hause ist für 3 Wochen, kann ich nicht nur im Bett liegen. Das macht mich a) irre b) bekomm kvj kreuzweh u Hummeln im popo.

    Also hab ich heute morgen etwas mit ihr gespielt u musste sie 2x hoch nehmen (sie wiegt 12 Kilo ca) , habe sie aber nicht umher getragen. Dann hab ich die spülmaschine gemacht und sonst eigentlich nichts. Meinem Kreislauf tat es echt gut mal in Bewegung zu sein.

    Jetzt sind meine beiden einkaufen und ich habe mich brav hingelegt. Mein Problem (und ich bin alles andere als wehleidig und stecke echt einiges an Schmerzen weg) ich hab jetzt keine Schmerzen im Unterleib, aber einen schon recht ordentlichen druck. Hab ich zuviel gemacht? Ich weiß in mom gar net, was ich überhaupt machen kann, wenn jetzt schon solch ein Druck im Unterleib ist. Ich muss mich bewegen... sonst werde ich völlig irre. Zumal ich rückenkrank bin und Bewegung für meine Bandscheiben das a und o ist. Ich hoffe ich hab mir nichts versaut und bekomme keine starke Blutung oder sowas.


    Lg an euch alle

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  • Liebe Joschmi8705 , Du kannst Dich ganz normal bewegen, habe ich auch gemacht, durfte ich auch. Tut ja auch gut, wie Du selber merkst. Mit dem Heben würde ich noch ein bisschen vorsichtig sein, aber sonst kannst Du alles machen.

    Du brauchst nicht nur rumliegen.


    Herzliche Grüße

    Milli

  • Joschmi8705 , ja, einen leichten Druck hatte ich in den ersten Tagen auch. Ich habe auch einmal schwerer getragen, war wie Muskelkater im Unterbauch.

    Ansonsten sprich noch einmal mit Deinem Arzt, wenn es Dir solche Angst macht.

    Aber eigentlich sollte das nach ein paar Tagen verschwinden.

  • wie lang heut es beineuch gedauert bis nach der koni eure Periode kam? Meine koni war letzten Dienstag und ich müsste morgen meine Periode bekommen. Blute heute stärker.... der echt meinte aber das sie ausschaben und ich keine Regelblutung bekommen würde.

  • Schmerzen 5 Tage nach konisation

    hallo ihr lieben.

    Am Dienstag war meine koni.

    Seitdem habe ich leichte Blutungen, was ja normal ist. Schmerzen hatte ich bis heute keine.

    Seit heut allerdings zieht es im Unterleib, nicht wie bei der Periode sondern eher wie seitenstechen. Auch im unteren Rücken hab ich das. Ich bin jetzt leicht verunsichert ob das normal ist. Es tut weh (ich kann aber einiges aushalten an schmerzen), aber nicht so, dass ich Schmerzmittel benötigen würde.

    Ich habe auch keine dunkle Blutung heute sondern hell rosa/rot. Irgendwie verunsichert mich das ganze sehr.

    Ich hab keine Bettruhe gemacht außer die 1. 3 Tage, da ich da sehr starke Kreislauf Probleme hatte. Waren heute spazieren 1 std. Ansonsten nur Zuhause mit meiner Tochter 2 Jahre alt gespielt. 2x musste ich sie hoch heben (ca. 12 kilo) was aber unvermeidbar war. Das Gefühl hab ich aber nicht seitdem, sonder seit gestern Abend schon.

    Hoffe ihr lacht mich nicht aus... ich hab Zuviel erlebt das letzte Jahr und einfach etwas Angst. Lg

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  • Erfahrungsbericht Messerkonisation / Kegelkonisation bei örtlicher Betäubung nach CIS / CIN III


    Hallo zusammen, nachdem ich meine LEETZ / Schlingenkonisation mit örtlicher Betäubung gut überstanden habe (nachzulesen hier), stand nun eine Messerkonisation an, da der Befund ein CIS ergeben hat, 0,15mm, welches durch die LEETZ im Guten und komplett entfernt wurde, die Ränder des entnommenen Gewebes allerdings leider immer noch CIN III aufwiesen. Meine Gyn meinte ich könne auch engmaschig zur Kontrolle kommen, vielleicht würde es sich von alleine zurückbilden, aber der schulmedizinische Weg wäre eine Konisation. Ich habe HPV 18 seit 7 Jahren und gehe seit dem (bis auf das letzte Jahr) alle drei Monate zur Kontrolle, immer mit dem Wissen, dass der Befund wahrscheinlich irgendwann schlechter wird. Dazu sollte ich noch sagen, dass ich aufgrund eines Auslandsaufenhalt das letzte Mal vor einem Jahr einen Pap hab machen lassen, das Resultat war Pap I. Ich hatte immer, wirklich immer Pap I, was asymptomatisch ist, habe mich aber aufgrund der jahrelangen guten Ergebnisse in Sicherheit gewiegt. Ganz falsch! Der Krebs kommt viel schneller als man denkt. Deshalb noch mein nachdrücklicher Rat an alle: Geht zur Vorsorge, insbesondere bei einer Infektion mit HPV! Ich war genau 11 Monate nicht und bin von Pap I auf CIS! Die Koni hätte ich vermutlich nicht gebraucht, wenn ich nicht so lange gewartet hätte. Aber was nutzt es über verschüttete Milch zu weinen, mir war lieber die Koni machen zu lassen und daraufhin (hoffentlich) ein für alle Mal durch zu sein mit dem Thema.


    Meine Erfahrung heute im KH: Ich sollte um 10 da sein, die OP sollte um 11.30 sein. Ich musste fasten, obwohl nur die lokale Betäubung geplant war und keine Vollnarkose. Sehr ärgerlich, denn mir geht es richtig schlecht, wenn ich nicht wenigstens eine Kleinigkeit morgens essen kann. Ich bin dann also um 2 Uhr nachts aufgestanden und hab mir eine Schale Haferflocken reingezwungen. Und um 8 Uhr morgens einen schwarzen Tee (durfte leider nicht mal Zucker reintun). Habe es nur mit Mühe ins KH geschafft, weil ich so unterzuckert war. Dort angekommen waren alle sehr, sehr freundlich, ich habe die normale Routine durchlaufen, Gewicht, Größe, tausend Fragen über Allergien, medizinisch relevante Besonderheiten. Ich habe gefroren wie ein Eisblock, an alle, die ebenso kälteempfindlich sind, mein Rat, zieht euch warm an, egal wie lächerlich das aussieht ;) Die Schwestern haben mir eine Reihe von angewärmten Decken gegeben, war ich dankbar dafür! Habe dann kurz mit der Chirurgin gesprochen und sie gebeten ein ordentliches Stück rauszuschneiden, denn ich wäre das Thema gerne los. Ich habe ihr gesagt, dass ich lieber keine Kinder hätte als mit dem Wissen weiterhin zu leben, dass der Krebs irgendwann (wieder)kommt. Die psychische Komponente des Ganzen ist wirklich niederschmetternd, auch wenn man sich zehnmal sagt, dass es schlimmere Krebsarten gibt, andere schlimmer dran sind... Ja, und ich möchte niemandes Leid klein reden, aber ich habe unter dem jahrelangen "Wann kommt der Krebs" Zustand echt gelitten. Sie meinte sie würde tief gehen und ich war froh, hoffentlich hat sie alles erwischt (das erfahre ich erst in ein paar Tagen). Ich habe dann kurz mit dem Anästhesisten gesprochen, er hat mir für alle Fälle einen Zugang gelegt. Das war ganz und gar nicht schlimm und er meinte, er würde mir Paracetamol und eine Lösung geben (Kochsalz, wie ich es verstanden habe, aber ohne Medikament). Im OP war ich erstmal überrascht wie viele Leute da waren, es war meine erste OP. Alle haben nett hallo gesagt und ich wurde auf dem Bett positioniert, die Beine dann in so einer Vorrichtung wie beim Frauenarzt, nur, dass das irgendwie ans Bett rangeschraubt wurde. Ich hab gezittert wie Espenlaub, weil mir so extrem kalt war, also habe ich eine Reihe von angewärmten Bettdecken bekommen und sogar noch eine Art Fön mit warmer Luft. Die Schwestern sind wirklich Engel! Sie haben eine provisorische Sichtblende aufgebaut, so konnte ich meine Chirurgin nicht sehen. Bei der LEETZ konnte ich sie sehen, aber nicht was sie tat, weil der Winkel nicht stimmte. Von mir aus hätte es auch heute keiner Sichtblende gebraucht, aber manchen ist das wohl lieber so. Ich habe eine Weile zuschauen können was sie macht in der Spiegelung der Lampe (die gigantisch groß war aber nicht angeschaltet), man hat mich mit dieser braunen Lösung großflächig eingerieben, auch von innen (brrr, kalt!) und dann ein blaues OP Tuch drüber gemacht, dass nur noch der Bereich frei war direkt zwischen den Beinen. Da musste ich schon fast ein bisschen lachen, weil mir dann auch noch ein Medizinstudent vorstellt wurde. Da liegt man da völlig entblößt und entwürdigt und sagt freundlich hallo :) Die ganze Atmosphäre war sehr professionell aber trotzdem absolut freundlich, die Schwestern haben sich untereinander unterhalten und auch mit mir gesprochen. Der Anästhesist hat mich quasi durch die Prozedur gequatscht, ich hatte ein richtig nettes Gespräch mit ihm! Er hatte ja nicht so viel zu tun und meinte das müsse man ausnutzen, wenn der Patient wach ist ^^ Die Chirurgin hat mir, wie schon bei der LEETZ, das Lokalanästhetikum gespritzt, diesmal schätze ich ordentlich mehr, denn mein Herz begann ganz wild zu rasen. Das ist aber normal wegen des darin enthaltenen Adrenalins, sie hatte mir das gesagt und ich kannte es auch schon von der LEETZ, also hab ich ein bisschen gehechelt bis der Rausch vorbei war. Sie hat danach (soweit ich weiß) noch mehr Betäubungsmittel gespritzt, aber das hab ich kaum gemerkt, es war schon alles taub. Zwischendurch hat sie das Gewebe noch mit Essig eingepinselt, um die Farbänderungen zu sehen. Sie hat zwischenzeitlich auch noch ein anderes Spekulum eingeführt. Was genau sie dann gemacht hat, weiß ich nicht, ich konnte nichts, wirklich gar nichts fühlen von dem Schnitt als solchem. Zwischendurch hat sie (soweit ich weiß) noch die Ränder abgeschabt, um eventuell verbliebene Zellreste zu beseitigen. Sie meinte dann alles sei geschafft und sie würde nun das Gewebe kauterisieren, das heißt mit Elektrizität verschmoren, um die Blutung zu stoppen. Und sie hatte eine Art Sauger, der ein komisches Geräusch gemacht hat. Entweder der Sauger oder die Hitze hat einmal kurz gezeckt, aber es war so schnell vorbei, dass ich nicht so recht wusste was passiert, da war es schon vorbei.


    Ich weiß nicht mehr genau wann wir angefangen haben, aber die eigentliche Prozedur hat vielleicht 15 Minuten gedauert, vielleicht sogar weniger. Das Ganze drum herum hat so viel mehr Zeit gebraucht, das Positionieren auf der Liege, die Desinfektion vorher, das Tuch drapieren und so. Für mich persönlich war es überhaupt nicht schlimm und ich würde der Lokalanästhesie jedes Mal den Vorrang geben vor einer Vollnarkose. Ich konnte danach direkt etwas essen (endlich :P) und mich sofort auf den Weg machen. Geblutet hat es kaum, nur beim Wasserlassen am Nachmittag sah man wie das Blut ausgespült wurde. Schmerzen hatte ich überhaupt keine, es war maximal ein leichtes, sehr leichtes Ziehen wie eine sich ankündigende Periode. Soweit ich weiß, kann man die Behandlung auch im Dämmerschlaf machen, das ist ein Zustand, in dem man wach ist, aber entspannt und auch selbständig atmen kann. Nachher soll man sich angeblich nicht mehr an die Prozedur erinnern können, aber es soll schonender sein als eine Vollnarkose. Für jemanden, der beim Gedanken an Krankenhaus schon eine Panikattacke bekommt, ist die Lokalbetäubung nichts, aber für die Frauen, die das Ganze eher nüchtern sehen, denke ich ist es eine gute Alternative.


    Keine Angst, ihr Lieben, es ist wirklich halb so schlimm!

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  • Hallo,

    Ich hatte im März meine 2 Meinung wo wieder ein pap3d2 raus kam..sollte erst im Oktober wieder kommen was mir zu lange dauerte.

    Dürfte im Juni schon zur dysplasiesprechstunde kommen..kolposkopie,Essig..nichts..sehr guter ,prächtiger Gebärmutterhals.

    Befund war dann..Pap2a und mindestens Cin 1.

    Durch diese Befunde die immer nicht passten,bekam ich vorgestern meine konisation unter örtlicher Betäubung.

    Verlief alles super..keine Schmerzen und Blutungen.

    Aber heute nach 2 Tagen,blute ich.warum so spät,weis das jemand ?

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