Negative Gedanken loswerden

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich habe einen triple negativ K67 40%, der bis jetzt nur in der Brust ist. Um so mehr ich mir meine Diagnose zusammenreime, weil kein Arzt so wirklich auf die Details eingeht, wird mein Kopfkino immer schlimmer. Erst am 26.10 2018 habe ich den nächsten Termin, Vorstellung im Krankenhaus.

    Wie kriege ich nur meine Zweifel und negativen Gedanken los? Das ist ja nicht förderlich für die Heilung. Ich mache schon Sport, gehe mit dem Hund aber die Gedanken machen mich verrückt. Wird es wirklich besser, wenn man seine erste Behandlung bekommt?

  • Bini

    Es wird tatsächlich besser, wenn der Behandlungsplan steht und die Behandlung beginnt.

    Bis dahin hilft (ein wenig) gegen die zermürbende Wartezeit Ablenkung. Und bitte nicht googlen. Da finden sich teils alte, längst überholte Informationen, die unnötig Angst machen. Falls du dich informieren möchtest, mach das auf der Webseite http://www.krebsinformationsdienst.de

    Wenn dein Gespräch im Krankenhaus ansteht, wirst du sicherlich weitere Informationen bekommen.

    Ich wünsche dir Mut und Zuversicht.

    LG, Moni13

  • Hallo Bini ,

    ich habe auch einen Triple negativen Tumor, meiner hatte sich jedoch schon auf die direkt anliegenden Lymphknoten ausgebreitet.

    Ich habe meine Diagnose Ende Juni bekommen, seit Mitte Juli läuft meine Chemo. Ich denke, das wird bei Dir auch so laufen. Die Triple negativen werden, wenn ich das so richtig verstanden hab, wohl lieber neoadjuvant erstmal per Chemotherapie behandelt und dann folgt im Anschluss OP und Bestrahlung.

    Die Zeit, bis die Chemo endlich losging, fand ich auch am schlimmsten. Man hat irgendwie das Gefühl, einem läuft die Zeit weg. Das wird besser, wenn die Chemo erstmal läuft. Aber auch da wird es sicher immer wieder Löcher geben, in die Du reinplumpst. War bei mir zumindest schon ein paar Mal so. Da trifft man auch teils auf wirklich völlig Empathie-lose Mitmenschen, bei mir wars zum Beispiel eine Ärztin in der Sprechstunde für familiären Brustkrebs der hiesigen Uniklinik, wo ich mich vorgestellt hatte, um einen Gentest machen zu lassen. Diese Frau hat mich auch förmlich in so ein Loch reinkatapultiert... Ist dann schon mühselig, da immer wieder rauszukrabbeln, aber spätestens, wenn man dann bei der Verlaufskontrolle während der Chemos selbst im Ultraschall sieht, daß dieser blöde Untermieter schrumpft und die Chemo wirkt, kriegt man wieder einen richtigen Schub und Motivation. Ich hatte nach 6 und nach 12 Wochen je eine Verlaufskontrolle und mein Tumor ist von über 5cm Durchmesser auf zunächst 3cm und zuletzt vor 2 Wochen auf 1,4cm geschrumpft. Es lohnt sich also, die Chemo auf sich zu nehmen. Und bei Dir sieht die Prognose ja ohne befallene Lymphknoten noch viel besser aus als bei mir. Also nicht den Kopf hängen lassen, Ablenkung ist ne gute Idee, vielleicht einfach nochmal n paar Tage wegfahren, wenn das grad noch zeitlich reinpasst, bevor die Behandlung losgeht.


    Und wirklich bitte nicht einfach wild drauflos googeln. Die Entwicklung der Krebsforschung und -Behandlung hat so viele Fortschritte gemacht in den letzten Jahren und viele Seiten und Artikel, die man im WWW findet sind völlig überaltet, also garnicht mehr relevant. Zum andern ist das ja auch wie bei Hotelbewertungen: Meist liest man ja im WWW nur die schlechten Meldungen. Die abertausenden Fälle, wo alles gut gegangen ist, findet man ja nur selten.


    LG

    Tanja

  • Liebe Bini ,


    meiner ist zwar zum Glück nicht Triple negativ. Aber auch so reichte es mir, weil ich nach den ganzen Untersuchungen meinen Termin zur Vorstellung um Krankenhaus erst 2 1/2 Wochen später hatte. Das kam mir vor wie die Ewigkeit. Danach ging es aber ganz schnell. Noch am selben Nachmittag war die Tumorkonferenz und eine halbe Woche später waren der Port für die Chemo gesetzt und die Wächter-Lymphknoten entnommen.


    Als die Chemo dann endlich anfing, ging es mir deutlich besser. Und als ich nach 6 Wochen die erste Rückmeldung hatte, das der Mistkerl von 5 auf 3 cm geschrumpft ist, bzw. im Volumen von 39 auf 15, weiß ich so richtig, wofür ich die Tortur auf mich nehme. Und ich spüre auch so klar und deutlich, dass er inzwischen weiter geschrumpft ist. Die Kontrolle ist zwar erst am 30., aber es wird alles.


    Mach viele schöne Sachen, die dich ablenken. Triff dich mit Freunden, verreise wirklich ein paar Tage, wenn es möglich ist. Schau dir in der Heimat schöne Dinge an, die einfach da sind, aber eher nur von Touris besucht werden. Hast du eure "neue Altstadt" schon angesehen, von der im Fernsehen so viel berichtet wurde? (Sofern dein Frankfurt am Main liegt.)


    Und bedenke immer: Heute ist schon der 18., es sind nur noch 8 Tage! :thumbup:


    Alles Gute

    Birgit

  • Liebe Bini und liebe TanjaJ1972

    Seid lieb Willkommen hier im Forum 😘

    Ich hatte auch eine Triple negatives Mammakarzinom bin gerade fast fertig mit den Bestrahlungen und habe die Chemotherapie und die OP schon hinter mir , ich hatte gleich zu Anfang der Diagnosestellung schon zwei befallene Lymphknoten und während der Chemotherapie bei den bildgebende Kontrollen ist mein Mietnomade geschrumpft und bei der letzten Kontrolle war er bildgebende nicht mehr zu sehen und die befallenen Lymphknoten waren bei de4 ersten Kontrolle deutlich kleiner und bei der letzten Kontrolle unauffällig und zart . Ja auch ich bin auf einige emoathielose Menschen getroffen , sogar aus meiner eingehen Familie und bin erneut in ein großes Loch gefallen wie zu Diagnosestellung aber ich bin da wieder raus gekrabbelt .klar Triple negativ ist mal eine ganz schlimme Ansage ...aber mal ehrlich jedes Karzinom ist schrecklich egal ob hormonabhängig oder Antikörper positiv oder eben Triple negativ. Brustkrebs ist heute sehr gut behandelbar und es werden immer mehr Patienten so gut therapiert das sie auch gesund werden ...ich mit meinen zwei befallenen Lymphknoten und G3 mit einem Ki 67 von 50% habe es geschafft es ist wirklich zu schaffen auch mit befallenen Lymphknoten 😘und eine positive Einstellung und Kampfbreitschaft ist wie ich sage da und O ..wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken die heilen wieder ...auch die Verletzungen der Seele ...wirklich .ich bin gerade dabei wirklich zu begreifen was in diesem Jahr passiert ist und fange an zu verarbeiten vorher war dafür keine Zeit da war ich auf Kampf programmiert . Ich kann euch raten alles zu machen was der Seele gut tut , bewegt euch viel an der frischen Luft ...denkt immer daran alles hat auch positive Seiten , wenn die Haare fallen ist es besser eine Glatze zu haben als einen Zettel am Zeh ...wenn der Gruchsinn weg ist dann seid dankbar denn nicht jeder und alles duftet schön ....ich hab während meiner Chemo oft gedacht wie gut das ich nichts rieche 😉 oder wenn ihr nichts mehr schmeckt oder verschroben schmeckt dann braucht ihr nimmer kochen , wer viel schläft macht weniger Schmutz und mußt weniger in der Wohnung richten , wenn schlechte Tage dabei sind dann genießt man die schönen Tage viel intensiver und denkt immer daran mit jedem Tropfen Chemo rückt ihr eurem Mietnomaden an den Kragen denn Feenstaub mag der überhaupt nicht 😁 Chemo ist Feenstaub und der Poert euer Freund un Verbündeter ...zusammen genommen habt ihr die besten Freunde an eurer Seite die euch helfen wieder gesund zu werden ...hey wer will schon andere Freunde haben ? Ich habe versucht immer mit erhobenem Haupt und guten Gedanken die Zeit zu schaffen ...ich glaube es ist mir schon irgendwie gelungen , jedenfalls hat es mir wirklich sehr gut geholfen . Mit jedem guten Gedanken und Lachen stirbt irgendwo die Angst 😘 ihr schafft es auch ...auch wenn es euch momentan so viel und weit erscheint es ist wirklich zu schaffen auch wenn zu Anfang alles schrecklich aussieht und ist ...bewahrt euch eure guten Gedanken und den Kampfgeist es sind so viele schöne Tage dabei und auch ihr werdet über euch hinaus wachsen 😘 ich drücke euch :hug:

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe Bini ,

    Die Zeit bis zum Aufklärungsgespräch ist die schlimmste. Bis alle Befunde des Stagings einlangen, das kann oft dauern, aber du wirst sehen, sobald der Schlachtplan steht, und du endlich etwas gegen diesen Feind in deinem Körper tun kannst, geht es dir besser! Sende dir ein Kraftpaket, lenke dich mit Aktivitäten im Freien ab, auch wenns vielleicht schwer fällt. Liebe Grüsse leni79

  • Liebe kruemelmotte ,


    vielen Dank. Das war sehr aufbauend. Ich finde das Warten echt nervig.

    Ich mache mir viele Gedanken. Ich würde am liebsten eine Zeitlang mich stationär behandeln lassen, um auch dem Alltag zu entfliehen. Habe im Internet eine Krebsklinik in den Bergen entdeckt. Ich liebe die Berge. Was glaubt ihr, ob eine stationäre Behandlung Sinn macht oder gesundet man besser in seiner vertrauten Umgebung?

    LG Bini

  • Liebe Bini

    Hmmm...meines wäre es nicht , überhaupt nicht ...kaum eine Privatsphäre....ist kaum allein wenn man es braucht und ständig sind andere Mitpatienten um einen herum , ungewohnte unkuschelige Umgebung und und ....nööööö so überhaupt nicht meines .

    Vielleicht kannst du versuchen einen Psychoonkologen zu bekommen der dir helfen kann ?

    Ein Ausflug in die Berge bevor die Therapie beginnt ?

    Wann beginnt deine Therapie ?

    Ich bin als ich klare Gedanken gefasst habe direkt auf die Therapie zugelaufen und habe mich darauf gefreut endlich selber auch etwas unternehmen zu können und den Krieg zu beginnen um meinen Mietnomaden raus zu werfen .

    Vielleicht ein Kurzurlaub in den Bergen wenn du Halbzeit hast und die Chemos wechseln ?

    Aber ich bin nicht du und nur du kannst wissen was du brauchst um kampfbereit zu sein ...ich wünsche dir nur das Beste und du bist stark und schaffst das , Zweifel nie an dir du schaffst das 😘

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Hallo,


    Ich schätze mich auch als Kämpfer ein und will endlich, das man für mich auch eine geeignete Therapie entwickelt. Ich habe erst am 26.10. mein Gespräch im Brustzentrum. Ich habe schon die Voruntersuchungen hinter mir.

    Meine Diagnose ist mir seit 3 Wochen bekannt. Die Ärzte sind aber alle tiefenentspannt.Das ist mir echt unheimlich. Ja, die klinik ist in B....

    LG Bini

  • liebe Bini mit der stationären Behandlung haben sie mir auch angeboten ich überlege auch und da ich jetzt ja alleine bin ist es schwer so ein Loch zu verlassen nimm Hilfe an wenn es besser ist ich weiss wenn ich hier lese wie viele es gut wegstecken alles und dann ist,bekommt ja auch,jeder andere Chemo wird ja trotzdem auf,jeden abgestimmt vielleicht weniger vielleicht mehr Dosis mancher bekommt auch garkeine jeder verträgt sie anders bei mir,vor drei Jahren die EC habe ich besser vertragen wie jetzt die Carboplatin warum auch immer aber hier habe gelernt durch die lieben mache was dir hilft und wenn es eben eine Klinik erstmal ist dann ist es eben so mir heben sie gesagt es muss ja nicht lange sein lg,Lissy

  • Guten Morgen,

    "Negative Gedanken" ... hier habe ich am Anfang auch gestanden. Vollkommen den Boden unter den Füssen verloren. Hilflos, voller Angst....

    Und heute? Heute bin ich dankbar. Ich HATTE Brustkrebs. Der frühzeitig erkannt wurde. 3 Lymphen wurden mit entfernt.

    Ich habe 14 von 28 Bestrahlungen schon geschafft. Brauche keine Chemo.

    Mir geht es gut. Freue mich über viele Kleinigkeiten. Sicherlich habe ich auch noch Weintage... aber die darf ich haben.

    Ich habe das ganz grosse Glück, einen tollen Freundeskreis zuhaben. Ich kann nicht alleine sein. Und irgendwer ist immer für mich da.

    Ich sage auch nicht, dass ich krank bin. Ich habe ein formtief. Alles negative versuche ich zu vermeiden.

    Man muss sich mit der Diagnose auseinandersetzen, aber man muss auch aufpassen, dass sie nicht dich bestimmt.

    Das Leben geht weiter. Und wir leben. Anders...intensiver....aber wir leben.

    Wir schaffen den Rest des Weges, wenn wir das wollen. Uns kann niemand den Weg abnehmen, aber wir können und dürfen zulassen, dass wir begleitet werden. Das macht es um so vieles einfacher.

    Ich wünsche Euch allen alles Gute, ganz viel Kraft und Stärke.

    LG Kerstin