Arthrose, Synovitis

  • Hallo Ihr,


    ich habe mal Arthrose als Suchwort eingegeben und war erstaunt wie viele Treffer ich hatte, aber nur überall zwischendrin, kein Thread wo es quasi als Hauptthema ist.

    Daher denke ich, es ist vielleicht nicht so übel die Erfahrungen mal zu sammeln, ich habe natürlich auch Fragen!


    Ich (w. 48, seit fast 2 Jahren auf Letrozol) wurde nun im MRT diagnostiziert mit Knie-Knorpel Abnutzung Grad 2 und 3, Meniskus Grad 2, sowie Synovitis mit Erguss ( Gelenkhaut Entzündung). Alleine mein Röntgen Bild fand der Arzt schon schlimm und meinte ich brauche eine Arthroskopie. (Ich fand es nicht sooo schlimm, habe auch keine großen Schmerzen, mein Bein schwillt aber so stark an, dass ich nicht mehr laufen kann und mein Kreislauf sackt ab.)


    So nun meine Fragen, was habt ihr für Erfahrungen? Ich habe schon gelesen, dass AHT Arthrose verursachen kann bzw. Arthrose sicher nicht helfen wird. Die Chemo genauso, da Schleimhäute ja stark von der Chemo angegriffen erden.

    Aber was habt ihr getan? Die AHT abgesetzt, wurde es denn besser ? Variationen von OP's ? Mit welchem Erfolg? Ernährung? Globuli?

    Ab welchen Schäden, Schmerzen habt ihr operieren lassen?

    Wurde bei Euch Rheuma getestet? Viele Fragen, gerne höre ich Eure Erfahrungen.

  • Vor dem Knochensinti Wüste ich gar nicht das ich eine Athrose habe. Hatte keine Schmerzen und Einschränkungen. Jetzt zwei Jahre nach Diagnose und Behandlung mit Chemo, Zoladex, Tamoxifen und 1 Jahr Ibrance. Ist meine Athrose (Hüft Kopf) soweit fortgeschritten das ich nicht mehr Schmerz frei laufen kann und bestimmte Bewegungen nicht mehr ausführen kann da die Hüfte blockiert. Um wieder Lebensqualität zu erreichen komme ich um eine OP nicht herrum. AHT nehme ich natürlich weiter.

  • Hallo,

    ich habe so hier und da Arthrose (Wirbelgelenke, Knie, Schulter), habe das durch Sport im Griff, meistens keine Beschwerden.

    Ich ernähre mich gesund, mache aber nix Spezielles, keine Nahrungsergänzungsmittel, wenig Fleisch, viel Schokolade.

    Beginne bald mit Tamoxifen, werde dann hier berichten wie's läuft, bin gespannt.

    Meine neue Gyn meinte übrigens, das sei doch kein Problem, Tamoxifen würde meistens gut vertragen.

    Wir werden sehen.

    LG Rike

  • m

    Hi Vael , meine gelenkbeschwerden hatte bisher keiner ernst genommen, obwohl es schon vorm Krebs das ein oder andere zipperlein hatte. Nun war ich wenigstens mit der Schulter im MRT, konnte den arm kaum noch gebrauchen, was halt blöd ist, weil das meine "gesunde" Seite war, auf der anderen hab ich das lymphödem. Bericht klingt ähnlich "schön". Krieg jetzt erst einmal Physio und dann sehen wir weiter. Beim nächsten Termin schaut sich der Orthopäde die nächste Baustelle an, leider dauert das alles ewig. Ansonsten bin ich bei @Rike " viel Bewegung". Solange ich in Bewegung bin, geht es den gelenken etwas besser. Exemestan absetzen kommt für mich nicht in Frage.

    Mein Orthopäde hat mir noch mit auf den weg gegeben (schon vor dem MRT), dass bei allen gelenkschmerzen meist auch ein entzündlicher Prozess beteiligt ist und man daher auch auf die Ernährung achten soll. Z.b. hat er mir Vitamin b12 empfohlen und gesagt, ich solle wenig schlechte, dafür mehr gute Öle verwenden. Auch soll ich mein Müsli besser selbst zusammen stellen und z.b. ordentlich chia-samen dazugeben. So richtig in die Tiefe sind wir nicht gegangen, aber ich bin eh immer noch dabei, meine Ernährung zu optimieren und bleibe an dem Thema dran.

  • Ich habe 9 Monate lang 3 verschiedene Aromatasehemmer genommen. Immer wieder habe ich gewechselt, in der Hoffnung, dass ich den nächsten Hemmer besser vertragen würde. Die Gelenkbeschwerden wurden immer schlimmer, so schlimm, dass ich meine Finger kaum benutzen konnte und einfache Bewegung nur mit starken Schmerzmitteln möglich war. Auf Anraten mehrerer Ärzte habe ich dann die AHT vor Monaten abgebrochen, obwohl mein Krebs zu 98% hormonabhängig war. Das war nicht einfach, aber das Leben war so nicht mehr lebenswert für mich. Schon 2 Wochen nach Absetzen waren Schulter, Knie und Rücken beschwerdefrei, nur die Finger sind noch geschwollen. Aber auch da wird es besser. Aus Angst vor einem Rückfall ohne jegliche Vorwarnung habe ich vor kurzem in einem Universitätsklinikum meine zirkulierenden Tumorzellen zählen lassen, mit dem Ergebnis, dass keine Tumorzellen in der Blutprobe nachgewiesen wurden. Die Besprechung darüber steht noch aus.

    LG Jonna

  • Heideblüte statt Chiasamen kannst Du auch Leinsamen nutzen. Denke, es geht um die Omega3 Fettsäuren. Die sind in Leinsamen genauso enthalten, er ist aber günstiger und oft refional (zumindest aus Deutschland) zu erhalten. Und immer auf die Ausgewogenheit achten (weniger auf die „ordentliche“) Menge.


    Ich hatte bis vor 8 Jahren auch Probleme mit geschwollenen Gelenken (vor allem an den Fingern), allerdings waren alle Tests ohne Befund. Ich wurde damals Veganer und schwupps die Beschwerden waren weg.

    Das soll nun nicht heißen, dass alle vegan werden sollen und das die Ernährung DIE Lösung schlechthin ist. Aber ich bin überzeugt, dass sie helfen kann, Beschwerden zu verbessern. Auf gesunde, ausgewogene Ernährung achten, weniger Fett aus Fleisch und Milchprodukten, mehr gesunde Öle (auch in Nüssen enthalten) verwenden etc.


    Mir wird auch in Kürze eine AHT bevorstehen. Noch bin ich hin und her gerissen und frage mich, ob es sich lohnt, neue Baustellen am Körper zu produzieren (wie Ihr sie teilweise schildert) und Lebensqualität einzubüßen oder ein erhöhtes Rückfallrisiko in Kauf zu nehmen. Immer diese Entscheidungen, bei denen frau das Gefühl hat, eh nicht die richtige zu treffen

    Jonna berichte mal, wenn Du das Gespräch hattest. Ich habe auch überlegt, einen solchen Test vor der AHT zu machen, um mir danach ein Argument dagegegn zurecht legen zu können. Bin aber unsicher, welche Aussagekraft er hat

    "Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen!" (Goethe)

  • Liebe Vael,


    der tread ist bestimmt gut.


    Ich nehme seit 2 Wochen Letrozol. Was die Schmerzen angeht, ist alles paletti. Bisher nur Hitzewallungen und manchmal schwitzen.


    Allerdings bin ich der Ansicht, dass eine Arthrose sich wahrscheinlich erst langfristig bemerkbar macht. Im Szinti waren Hüfte, Schultern und ein Sprunggelenk betroffen (macht aber bisher keine wirklichen Probleme).


    Man hat mir gesagt, Sport sei das Mittel der Wahl. Es heisst, dass durch Bewegung die Gelenke Östrogene bilden und die seien für die Krebsentwicklung unerheblich.


    Ausserdem hat man mir Eq.. novo empfohlen. Das nehme ich zur Zeit auch, weil die Strahlen-Ärztin es mir empfohlen hat.


    Man nimmt laut Empfehlung 2 Tabletten täglich, eine Stunde vorher und nachher darf man nichts essen (steht so im Beipackzettel und wurde mir vom Arzt auch so empfohlen).


    Es sind in 1 Tablette Eq... : bromelianhaltiger Ananasextrakt 200 mg; Papainhaltigen Papayaextrakt 200 mg;


    lektinhaltigen Linsenextrakt 10 mg; Selen 150 µg plus Biotin 25 µg.

    Mein Apotheker sagt, die Einzelstoffe seien preiswerter, aber ich hab grad null Freude an vielen Tabletten. Wenn die Bestrahlung um ist, werde ich es vielleicht ändern...


    Das Mittel soll gut gegen Arthrose als Begleiterscheinung der AHT sein. Google mal Prof B. Köln. Es wurde mir auch von einem Prof in der Onkologie als Begleitung für die AHT empfohlen.


    Frauen ab 15 wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine Zufuhr von 60 Mikrogramm Selen täglich empfohlen. In deren Tabelle ändert sich da altersmässig nichts.


    Achtung, Selen sollte vor allem während der Chemo und Bestrahlung vorsichtig behandelt werden (Antioxidans) . Zu hohe Blutspiegel sind nach derzeitigem Kenntnissstand wohl genauso ungut wie zu niedrige.


    Allerdings glaube ich, dass in einem Fall wie Jonna wahrscheinlich wenig zu machen ist. Liebe Jonna ,ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles gut geht. Mein Tumor war auch 98 % östrogenabhängig und da sieht man die AHT ja als sehr wichtigen Baustein zur Therapie an. Bei solchen NWs würde ich das Zeug wohl aber auch absetzen.


    LG


    Sonnenglanz

  • Huhu! Für jeden, der gerne ein gutes Buch über Arthrose lesen möchte, kann sich gerne bei mir melden.
    LG Jojo

    Am Ende wird alles gut. Und ist nicht alles gut, dann ist es auch noch nicht das Ende!

  • na dann melde ich mich mal Jojo2019. Auch wenn ich mit Eq...

    vo und langen Spaziergängen bisher die ordentlichen Schmerzen im Knie weg bekommen habe - es knirscht aber im Gebälk...;)

    Danke im voraus

  • Hallo Rheini ! Hab dich in der Konversation eingetragen. Ich bin frisch operiert und hab in beiden Knien Arthrose. Hab mir jetzt ein Sitz-Ergometer zugelegt. Bin jetzt auf 10 min. am Tag. Der Arzt sagt, dass 20 min. toll wären. Das Buch kommt erst im Mai. Ach ja, dann Equino... kann ich mich überhaupt erst wieder bewegen!
    LG Jojo

    Am Ende wird alles gut. Und ist nicht alles gut, dann ist es auch noch nicht das Ende!

  • Hallo, ich war diese Woche beim Orthopäden wegen Hüftarthrose. Er sagte der Gelenkknorpel wäre komplett weg (Grad 4 von 4) sowas passiert manchmal durch die Krebstherapie und ich bräuchte eine neue Hüfte um schmerzfrei zu werden. Ich hatte vor der Krebsdiagnose schon leicht Arthrose wegen Hüftdysplasie. Hatte das aber durch Sport und viel Bewegung im Griff und war schmerzfrei. Und dann kam die Krebsbehandlung der systemische Lupus und jetzt noch das. Hat eine von Euch ein künstliches Gelenk nach abgeschlossener Krebstherapie oder währenddessen machen lassen?

    LG

  • Lymphe .. ich habe auch Schmerzen in der rechten Hüfte. Besonders nachts und wenn ich dann auf ihr liege. Davon werde ich auch wach.

    Irgendwann muss ich da auch mal nachschauen lassen

    Ich habe eine Patientin, die musste sich nach der Chemo beide Hüftgelenke erneuern lassen.

    Sie müsste jetzt so 11 oder 12 Jahre alt sein.

    Die Zeit an den Krücken fand sie blöd aber jetzt kommt sie gut klar.

  • liebe Lymphe,


    ich hatte vorher schon eine "kaputte" Hüfte (3. Grad), die dann unter der Bestrahlung auch sehr gelitten 😢😳 hat. Mir wurde das von den Strahlenärzten so erklärt, dass schon eine gesunde Hüfte unter der Bestrahlung geschädigt wird und versucht wird, die Hüfte so wenig wie nötig mit zu bestrahlen.


    Da ich eine rheumatoide Arthritis habe (schon lange vorher), habe ich bereits ein künstliches Kniegelenk.

    Eine Hüfte ist viel einfacher zu operieren und im Heilungsprozess, als ein Knie.

    Ich werde meine Hüfte irgendwann machen lassen.

    Nur erstmal wollte ich wieder richtig gesund werden.

    Und gerade ist meine Arthritis ziemlich aktiv, ich habe echt heftige Schmerzen 😭🤕.


    Wenn du es machen läßt, suche dir einen Arzt, der nur Hüften operiert.

    Bitte keine Orthopäden mit Belegbetten.

    Und vorher die Muskeln trainieren, die Sehnen dehnen, usw.

    Daher vielleicht erstmal Physiotherapie ausprobieren, mit Bewegung, Dehnen, gezielten Faszienmassagen können schon viele Schmerzen behandeln werden.

    Und falls eine OP doch nötig ist, ist man gut vorbereitet.


    Alles Gute Gustava

  • Liebe SaDe, ja genauso ist es bei mir auch. Manchmal zuckt mir auch nachts das Bein.


    Liebe Gustava, ich hatte jetzt erst dreimal Physio deswegen, aber danach ist es immer eher schlimmer. Nächsten Monat gehe ich auf Reha und hoffe die machen trotz Onkologie auch etwas für meine Hüfte.

  • Liebe Lymphe,

    meine Physiotherapeutin sagt immer, 1-2 Tage darf es wehtun... länger nicht, dann war die Dosis zu stark, also vom Dehnen, den Faszienmassage oder wenn ich trainiert habe.

    Darauf würde ich achten und wenn du zur Reha gehst.

    Dort wirst du bestimmt Physiotherapie bekommen und irgendwelche Übungen an Geräten für die Hüfte manchen können.

    Ich glaube, Fahrradfahren ist gut für die Hüfte.


    😎 lass dich da unterstützen und nerv die ruhig mit deinen Anliegen - dafür ist eine Reha ja da 😉


    Alles Gute

    Gustava

  • Hallo Zusammen, ich habe eine fortgeschrittene Arthrose der Hüfte und die Ärzte sagen, ich komme um ein künstliches Hüftgelenk nicht rum. Die KG und auch Spritze hat nichts geholfen. Ich gehe an Krücken und brauche Nachts Schmerzmittel. Die Physiotherapeuten empfehlen ein Zentrum, in dem nur Gelenke operiert werden. Zwei meiner Fachärzte sagen aber, ich soll in die Klinik, die das Ovarial-CA gut operiert haben, falls wieder etwas anderes auftritt, weil Hüften jeder könne und der EK vorrangig wäre. An die Klinik habe ich allerdings zwei so negative Erinnerungen, dass ich Angst habe, dort nochmal eine „Routine“ OP zu machen. Was meint Ihr?

    Einmal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Kliniknamen gekürzt

  • Liebe Lymphe,


    bitte lass dich von jemanden operieren, der jeden Tag Hüften operiert.

    Also unbedingt der Empfehlung der Physiotherapeutin folgen!

    Wenn die Hüft-Op gut läuft, dann hast du die nächsten 15-20 Jahre deine Ruhe.

    Also du brauchst noch eine gute Reha, die dich mit der neuen Hüfte fit macht.

    Das ist aber überschaubar. Vor allem, wenn du vorher schon gut trainierst mit der Physiotherapeutin und die Bänder dehnst.


    Also ich habe eine rheumatische Erkrankung und schon ein künstliches Kniegelenk.

    Und das habe ich genau in so einem Zentrum operieren lassen.

    Und sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

    Für deinen Krebs gehst du ja zum Spezialisten.


    Also bitte nicht in die Klinik mit schlechten Erfahrungen, und die Aussage „Hüfte kann jeder“, finde ich echt etwas überheblich.


    Alles Liebe Gustava

  • Liebe Lymphe.

    An Deiner Stelle würde ich dem Rat der Physiotherapeuten folgen.

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Aussage der beiden Fachärzte nicht

    Es sind doch 2 völlig verschiedene Baustellen.

    Und eine Hüft OP kann und macht nicht jeder gut. Hab das in der Familie bei 2 Leuten gesehen.

    LG Naticatt

  • Liebe Gustava und Naticatt, ich habe Angst, dass ich Knochenmetastasen haben könnte, wegen der Reaktion? Der Gynonkologe sagt, dass wäre bei EK äußerst selten, aber selten ist wohl meine Spezialität. Beim MRT steht, Metastasen können nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Im PET CT stand nichts, da hätte der Radiologe das doch sehen müssen oder? Der Orthopäde sagt, da wären mehrere Züsten am Knochen.

    Ich habe noch etwas Zeit, weil ich nächste Woche erstmal auf Reha gehe. Eigentlich dachte ich, ich bin nach der Reha fit. Das ich ein neues Hüftgelenk brauche, weiß ich erst seit Januar, da war die schon genehmigt. Vllt. sollte ich die Reha absagen und erst operieren? Bin so unschlüssig.

  • Liebe Lymphe.

    Eine solche Aussage, es kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass.....

    verunsichert natürlich. Aber wenn im Pet CT nichts gesehen wurde, ist da auch nichts.

    Ich habe tatsächlich auch noch nichts von Knochenmetas bei EK gehört.

    Als bei mir letztes Jahr ein Verdacht im Raum stand, wurde sofort vom BK als Übeltäter ausgegangen und nicht vom EK.

    Die Zysten können durch die Arthrose kommen. Das hatte meine Schwester auch, nicht an der Hüfte aber am Knie.

    Wenn Du solche Schmerzen hast, würde es wahrscheinlich mehr Sinn machen, erst zu operieren und dann eine Reha zu machen um wieder fit zu werden.

    Frag doch den Arzt, was er empfiehlt. Davon würde ich meine Entscheidung abhängig machen.

    LG Naticatt