BRCA1+ nicht erkrankt

  • Kyscia oh ok , danke für den Tipp, aber ich hoffe , dass sie morgen schon gezogen werden. Oder spätestens übermorgen.

    Ich habe so ein bisschen Bammel vor dem Ziehen der Drainagen..🙈 viele sagen, dass es sehr schmerzhaft ist. 😞😒 wie waren eure Erfahrungen so?

    Mir war natürlich sehr wichtig , dass das Drüsengewebe komplett rauskommt, aber auch die Optik war für mich ein sehr wichtiger Punkt. Na ja, was soll ich sagen.. ich habe mich heute schon paar mal im Spiegel angeguckt. Und so schlecht sehen sie gar nicht aus, sind wirklich super geworden. Ich hoffe natürlich , dass sie jetzt auch so bleiben bzw. Noch schöner werden. Auch mein Mann war positiv überrascht als er sie sah und meinte: sie sehen ja gar nicht so künstlich aus. 🤣

    Also ich will mich nicht zu früh freuen, aber bin jetzt schon mal mit dem Ergebnis zufrieden. ☺️

    LG

  • Hallo !

    Ich habe zwei Brust-OPs mit Drainagen gehabt und das Ziehen war überhaupt kein Problem. Also von "sehr schmerzhaft" war das ganz, ganz weit weg, bei allen Drainagen an der Brust. Unangenehm, zuppelnd....aber nicht wirklich schmerzend.....Grüsse, Alys

  • Und Xena, denk Dir doch immer: Es wird wirklich viel, viel besser wenn sie draußen sind ;-) Ich konnte sofort besser schlafen, besser drehen, duschen war danach erlaubt.....ich fand es sehr befreiend und ein kurzes "Zupp" war das echt wert. Alles wird gut und Du wirst Dich ganz sicher auch erleichtert fühlen. Alys

  • Liebe Xena,


    Deinen Bammel vor dem Ziehen der Drainagen verstehe ich. Ich hatte den bei jeder OP wieder. Und wenn die Drainagen dann raus waren, hab ich mich gefragt, warum mir vorher so mulmig war. Es ist wirklich immer nur ein kurzes "Zupp" gewesen, weit von schmerzhaft entfernt - und der Schlauch war raus.


    Ich drück Dir die Daumen, dass es bei Dir genauso problemlos abläuft.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe Xena,


    Ich bin echt ein schisset und hab mir auch so ins Hemd gemacht wehendes Ziehens. War kurz, etwas unangenehm Zipperlein, aber wirklich schmerzfrei. Keine Sorge!

    DAs beruhigt mich auch sehr...meine OP ist im Oktober.


    Letzten Dienstag hatte ich die Eierstock OP - momentan habe ich damit für mich noch etwas zu tun.

    Mir geht es gut, keine Frage, bis auf ein bisschen Kreislauf, Müdigkeit..., aber ich bin nach dem Tod meines Mannes alleinerziehend und am schlimmsten war für mich, mein Kind hier alleine zu lassen (ich hatte vorher noch nie eine OP).


    Du hast mit Silikon auffüllen lassen?


    Pass auf Dich auf.

  • So Mädels, ich habe es geschafft. 💪Die Drainagen sind gezogen. Eine Seite tat etwas mehr weh als die andere, aber alles halb so wild. war nur ein ganz kurzer Schmerz, der, wie ihr mir schon sagtet, relativ erträglich ist.

    Ich darf heute nach Hause! Ich freue mich so. 🥰

    LG


    Yvo1976 ich verstehe dich so gut, mein Kind war zwar die Tage mit meinem Mann, aber er verbringt sonst die meiste Zeit schon mit mir. Ich habe hier im Krankenhaus mehr wegen ihm geweint, weil ich ihn vermisst habe, und nicht wegen dem Schmerz. 😥😒

    Aber wenn du alle Ops hinter dir bringst, dann bist du wieder mit deinem Kind und kannst die Zeit mit ihm wieder genießen. 😉


    Ja, ich habe mit Silikon auffüllen lassen, gleich in der selben Op.

    Machst du die Ops prophylaktisch?


    LG

  • Ja genau...in meiner Familie gab es einige Krebsfälle und ich hatte dann im Februar die Diagnose BRCA 1.


    Mein Mädel hat nur noch mich, deswegen ist es für mich keine Frage, auch wenn ich jetzt großen Respekt vor der 2. OP habe.


    Mir wurde vor allem sehr geraten, die OP mit Aufbau durch Eigenfett machen zu lassen.

    Wie lange hat Deine OP gedauert?

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  • Liebe Xena

    Wie schön, dass du schon nach Hause darfst 😀 Jetzt kannst du sogar noch Ostereier suchen mit deinem Kind. Mach daheim schön langsam und erhole dich.


    Yvo1976

    Klar dass du dir Sorgen machst, das Gefühl ist schon merkwürdig, wenn man in den OP geschoben wird und seine Lieben zurück lässt. Aber es ist keine sooo riskante OP und es passiert recht selten was wirklich schlimmes. Du fährst ja auch Auto und steigst in ein Flugzeug. Daran habe ich mich immer festgehalten, wenn die Nervosität hochkam.


    Liebe Grüße


    Eirene

  • Yvo1976 die Op hat ganze 5 Stunden gedauert.

    Ich weiß nicht , wie es mit Eigenfett ist, kenne leider nur eine Person, die es bald machen will, da es bei ihr mit Silikon leider nicht geklappt hat. Ich habe Nürnberg gehört , dass die Op mit Eigenfett komplizierter wäre als mit Silikon. Hast du dich schon entschieden, wie du es machen willst?

    LG

  • Eirene ja, danke, das haben wir jetzt auch schon gemacht . Ich durfte beim Auspacken der Ostergeschenke dabei sein🥰

    Yvo1976 Eirene hat Recht. Die Op soll nicht so riskant sein. Ich war tatsächlich bis zum letzten Moment total entspannt, alle haben sich gewundert , warum ich so locker bin. Aber als ich auf dem Op Tisch lag, da war ich extrem nervös, habe am ganzen Körper gezittert.🤭

  • Eigentlich steht es für mich fest, dass ich die OP mit Eigenfett machen lasse. Bei den Beratungsgesprächen im Brustzentrum, haben sie mir von der OP mit Silikon eigentlich abgeraten. Sie meinten, das die OP mit Eigenfett die langfristige Lösung wäre.


    War das bei Euch nicht so?

  • Yvo1976


    Jedenfalls ist es die natürlichere Variante. Was ist denn bei dir die Spenderregion? Ich denke schon, dass Eigenfett etwas aufwändiger ist, da ja die Blutgefäße angebunden werden müssen. Ich war aber mit Silikonaufbau auch 10 Tage im Krankenhaus, weil die Drainagen ewig gelaufen sind. Kommt also immer darauf an...

    Für mich stand Eigenfett wegen mangelndem Gewebe nicht zur Wahl, ich hätte es aber gerne gemacht.


    Liebe Grüße


    Eirene

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  • Hallo,


    sie werden es vom Unterbauch nehmen.


    Ich habe schon Respekt vor dem Bauchschnitt, angesetzt sind von deren Seite aus erstmal 7 Tage KH....danach muss man 3 Monate einen Bauchgurt tragen.

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  • Liebe Yvo1976 ,


    es gibt ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten des Wiederaufbaus. Und dazu gibt es im Forum eine ganze Reihe von Threads. U.a.


    Brustaufbau

    Meine Diep-Flap-OP (das is wohl die Methode, die Dir vorgeschlagen wurde)

    Mastektomie - Silikon Aufbau - erste Wochen

    Implantate auf oder unter Brustmuskel?


    Wenn du also wissen über die Erfahrungen Betroffener wissen möchtest, dann kannst du dort ja einmal stöbern.


    Viele Grüssles

    Saphira

  • Hallo Ihr Lieben!


    Vielen Dank für diesen Thread! Besonders die ersten Konversationen, haben mich unheimlich berührt und mir Mut gemacht. Auch ich bin BRCA1 positiv getestet und noch 20 Jahre alt. Allerdings scheint plötzlich alles ziemlich aufzudrängen. Meine Mutter bekam mich mit 30 und mit mir zum ersten mal BK, nach mehrfachen Erkrankungen und Metastasen starb sie nach 5 Jahren Kampf. Sie selbst hat auch Ihre eigene Mutter durch die Chemo begleitet und gepflegt bis zum Ende.

    Jetzt habe ich Zeitstress. Eine tickende Biologische Uhr mit 20. Nach dieser goldenen 5 Jahres Regel habe ich gerade noch etwas über 4 Jahre. Kinder zu bekommen ist mir unheimlich wichtig, manchmal fühlt es sich so an als wäre ich genau dazu auf der Erde, mein Partner würde diesen Weg sofort mit mir gehen, das freut und beruhigt mich oft. Dennoch bin ich gerade erst aus dem Hotel Papa ausgezogen, studiere und bin irgendwie selbst noch ein Kind. Wie soll ich jetzt meine Kinder planen? Mich fragen ob mein Freund einmal ein Ehemann für mich sein wird? Wann fängt man mit den ganzen Operationen an? Darf man sich dann trauen und warten um wenigstens einmal stillen zu dürfen?


    Im Besten Fall habe ich mit 30-35 keine eigenen Brüste und keine Eierstöcke mehr, dafür aber 3 Kinder und bleibe als Frau nach einer sehr verfrühten Menopause gesund.

    Wenn es schlecht läuft erkranke ich vorher und, davor habe ich besonders Angst, werde den Krebs wie meine Mama, Oma und Uroma nicht mehr los.

    Am allerschlimmsten wäre aber ich bekomme meine Kinder, erkranke kurz darauf und darf dann meinen Jungen Ehemann und Vater dieser Kinder darauf vorbereiten Witwer und alleinerziehend zu werden.... und wie kann ich das Kindern antun??

    Immerhin war ich ja selbst mal so ein Kind.

    Kennt Ihr diese Panik, vor der eigenen Lebensplanung mit Risiko?


    Würde mich freuen Eure Erfahrung dazu zu hören.

  • Liebe Eva_Henry,


    herzlich willkommen in unserem netten Forum!


    Ich kann verstehen, dass du wegen deinen familiären Erfahrungen und BRCA1 ziemlich verunsichert bist, wie deine Familienplanung jetzt aussehen soll. Die Entscheidungen sind nicht einfach und ich hoffe, du findest bei uns einen guten Austausch dazu. Wenn du unsere Suchfunktion nutzt (oben re die Lupe) und Familienplanung oder Kinderwunsch eingibst, kommt du schon auf einige passende Beiträge. Vielleicht magst du auch einen eigenen Thread eröffnen, z.B. BRCA1: Kinderwunsch ... Ich wünsche dir alles Gute!

  • Liebe Eva_henry !

    Deine Sorgen kann ich sehr gut verstehen . Mir ging es genauso. Meine Mutter ist mit 41 erkrankt und ich wollte das Risiko im jungen Alter zu erkranken auch nicht eingehen. Allerdings bin ich paar Jahre älter als du und habe bereits ein Kind. Eine Mastektomie mit Sofortaufbau habe ich dieses Jahr (mit 29 Jahren) machen lassen, was eigentlich auch schon als Vorsorge „früh“ ist. Auch mein Frauenarzt war der Meinung , dass ich nichts überstürzen und erst Kinder kriegen soll..etc.. aber ich weiss, wie gemein das Leben sein kann. 😓deshalb habe ich es machen lassen und bereue es bis jetzt kein bisschen. Auch unsere Kinderplanung ist nicht abgeschlossen, ich werde das zweite nur nicht stillen können. Schwanger werden ist aber weiterhin kein Problem, die Brüste brauchen wir dafür ja nicht 😊 das erste Kind habe ich gestillt und hätte es auch gerne beim zweiten gemacht. Aber so ist es nun mal. Damit habe ich mich abgefunden.


    Auch die Eierstöcke lasse ich mir nach dem zweiten Kind entfernen.

    Ich finde , man soll die Vor- und Nachteile solch einer Op für sich abwägen und eine Entscheidung treffen. Bei mir hat es ganze 3 Jahre gedauert, bis ich so weit war und auch erst als ich mein erstes Kind bekommen habe. Da war mir so richtig bewusst, wie wichtig mir mein Leben mit meinem Kind ist und dass es eine gesunde Mama hat.


    Falls du Fragen hast, kannst die hier gerne stellen. Ich wünsche dir alles Gute!

    LG

    Xena

  • Hallo Xena ,


    Danke für Deine Antwort! Das bedeutet mir viel. Momentan versuche ich immer wieder abzuwägen. Auf der einen Seite liegt der Wunsch zu stillen und all das Positive daran, auf der anderen das hohe und bedrohliche Risiko. Und ich frage mich immer wieder, und ich versuche mich damit wirklich nicht zu stressen, aber wie lange überwiegt "stillen wollen" noch? Und wann ist das Risiko zu hoch?

    Hast Du schon vor Deinem ersten Kind von Deinem hohen Risiko gewusst? Und was würdest Du sagen, wie wichtig war es Dir wenigstens beim ersten Kind stillen zu können. Glücklicherweise bist Du ja nicht vorher oder währenddessen erkrankt, aber hättest Du die Mastektomie auch vor Deinem ersten Kind machen lassen?

    Und das jetzt nur aus Interesse aber wann, denkst Du, hättest Du die Reißleine "Mastektomie" gezogen, wenn Du viel später, also Anfang, Mitte 30 "erst" schwanger geworden wärst, wie es momentan gesellschaftlich angesehen ist? Also Kinder nach Karriere oder so.


    Vielen Dank für Deine Antworten!


    Grüße

    Eva