Kinder und die Erkrankung der Mutter

  • Unser Kleiner (7) hat nur leider immer noch ein Problem zum einen wegen der Krankheit selbst, da wir erst im August eine liebe, in der Familie mitlebende Angehörige wegen dieser Sch…. Krankheit verloren haben. Sie lebte hier mit im Haus, war die Cousine meiner Schwiema, und für uns wie ne 2. Omi. Da hat er natürlich jetzt Angst, dass Krebs so enden muss. Und er mochte meine langen Haare so sehr, dass er erst mal wütend war, als er mich mit kurz geschnittenen Haaren gesehen hat. Ich musste sie mir abschneiden. Die Kopfhautschmerzen waren nicht mehr auszuhalten. Er ging mir fast aus dem Weg. Ein paar Gespräche hats schon gedauert, bis er sich an die Optik gewöhnt hat. Aber das tat mir im Herzen weh…. Kinder sollten das nicht miterleben müssen. Deshalb bin ich erst recht sauer auf meinen Untermieter!!


    GLG, Cat

  • Liebe Cat , es stimmt, Kinder sollten es nicht mit erleben müssen. Und so junge Frauen auch nicht. Eigentlich überhaupt niemand, aber falls unbedingt, nur ganz alte Menschen. So ab über 100. ;)


    Es tut mir sehr leid, dass es so schwer für deinen Sohn ist - aus verständlichen Gründen. Aber in einer so tollen Familie denke ich, wird er Raum für seine Ansprüche und Bedürfnisse finden. Ins irgendwann kommt wieder so etwas wie Normalität. Halbwegs wenigstens.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz - musste grad wirklich schmunzeln... genau. so ab 100, okaaaaaay. Vorher - nope! Unterschreib ich:):thumbup:


    Danke für Deine aufbauenden Worte. Ja wir tun unser Bestes, damit er auch mit meiner Krankheit so normal wie möglich seinen Alltag bestreiten kann. süss war neulich, er kam ins Wohnzimmer und fragte total erwachsen "darf ich reinkommen oder möchtest Du alleine sein"... da hätt ich schier geheult... kleiner Mann manchmal ganz groß *heul*...


    Der Große, 17 ist eher so, dass er versucht immer etwas für mich tun zu können. Magst nen Tee, kann ich Dir was helfen... so sweet...

    Sind beides nicht meine eigenen, sind die Jungs v. meinem Mann, hab sie sozusagen mitgeehelicht, bin aber mega dankbar, weil es mir leider nicht vergönnt war, eigene zu bekommen. Ich hatte nur einmal nen Mutterpass in der hand, allerdings nur für 8 Wochen. Nundenn. Das war auch so ein Gedanke, als ich den Patientenpass bekam, da dachte ich, na toll... den darf ich jetzt behalten. Aber so is das Leben.


    Heute muss ich mich jedenfalls seeeeeeeeeehr motivieren raus zu gehen, hier isses ganz schön kalt und windig und grau. Aber - dicke Jacke, Schal bis unter die Nase - und raus gehts. Wünsch Euch allen nen angenehmen Tag:*


    GLG, Cat

  • Cat, ja das mit den Kids ist nicht so einfach, meine Tochter ist 13 und ich bin mit ihr alleine... (nein, ihr Vater nimmt sie alle 14 Tage am WE). Und mir tat meine Tochter mehr leid als ich mir selber (warum muss eine 13jährige 2 Jahre nach einer Trennung auch noch sowas durchmachen... :-() Die Psychoonkologin hat mir hier einen schönen Link für Kids zu dem Thema gegeben: fluester...t.de und mir geraten immer wieder das Gespräch anzubieten. Die Seite eignet sich übrigens auch für kleinere Kinder, vielleicht ist da für Euch auch was dabei.



    Mir ist wichtig, meiner Tochter möglichst viel Normalität zu geben, d.h. auch am Tag nach der Chemo stehe ich mit ihr auf, mache Frühstück etc. und lege mich erst wieder hin, wenn sie weg ist. Genauso koche ich auch für sie und versuche sie zu ihren Hobbys zu fahren, bzw. Mitfahrgelegenheit zu organisieren. Klar ist sie manchmal genervt, gerade wenn ich das Nach-Chemo-Wochenende so "rumhänge", aber wir können schon über die Krankheit sprechen und sie war auch dabei als mir der Friseur die Haare rasiert hat und guckt auch immer, ob mein "Fiffi" richtig sitzt ;-)


    LG
    Alltagsheldin

  • Liebe Alltagsheldin -


    zuerst einmal tut es mir auch für Dich leid, zuerst eine Trennung und dann noch so ne Krankheit durchmachen zu müssen... Da hast Du Deinen Nickname aber sehr gut gewählt!! Das glaube ich Dir, dass das nicht immer einfach ist. Und ich gebe Dir recht, je mehr Normalität man bieten kann, desto besser für die kids. Wobei es auch sein darf, dass sie sich mit der Situation arrangieren müssen. So was hat immer zwei Seiten. Die eine ist, dass ich es nicht schön finde, dass kids so was miterleben müssen. die andere ist - Leben ist nicht immer rosa. Gehört eben zum Leben dazu und ich kann mich nicht immer hinten anstellen. Tu ich zwar meistens, aber derzeit muss ich auch mal Prioritäten für mich setzen. Ist zwar ein Lernprozess, aber nicht unmöglich. Und so merken sie vielleicht auch mal, das nichts im Leben selbstverständlich ist. Danke für den Link - werde ich mal googeln;)

  • Cat ,

    meine Kurze (9Jahre) war auch total geschockt, als ich ihr erzählte, dass durch die Medikamente meine Haare ausgehen werden. Ich habe mir meine schulterlange Lockenpracht dann erstmal auf Kurzhaarschnitt stutzen lassen, aber die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Als dann alle Haare ab waren, ging sie auf Abstand, das tat dann richtig weh. Inzwischen hat sie sich an meinen Kurzhaarfiffi und meine Mützen gewöhnt und kuscheln

    tut sie auch wieder mit mir. Sie hat inzwischen von vielen Seiten gehört, dass nach der Therapie die Haare oft noch schöner wieder kommen. Ich glaube, dass gibt ihr Zuversicht ( mir im übrigen auch). Mir tut es auch sehr leid, dass sie soviel mitbekommt, was diese sch.. Krankheit bzw. Medis mit mir anstellt und es mir oft nicht so gut geht. Sie versucht mir dann auch sehr viel recht zu machen und versucht zu helfen, was sie schon so kann. Heute hat sie ihr Bett selbst ab- und wieder bezogen. Tapferes Mädchen, sie wird jetzt so schnell groß, habe ich das Gefühl.;( Kinder sollten wirklich unbeschwerter aufwachsen. Aber besser wir sind so krank, als unsere Kids.

    Inzwischen habe ich alle 4EC's hinter mir und meine 1.nabPacli und ich habe das Gefühl, die Kids lernen, genau wie wir, damit umzugehen. Gib deinen Jungs etwas Zeit und nimm ihre Hilfe an. Das gibt ihnen ein gutes Gefühl.

    Drück dir für deinen weiteren Behandlungsweg die Daumen.

    LG

  • Liebe Fighter - also dann selbe Reaktion wie bei mir. Und ich dachte schon, das ist bei mir deshalb, weil ich nicht die leibliche Mutter bin und er mir deshalb eher aus dem Weg geht. Nicht falsch verstehen, ich finde es sehr schmerzvoll, aber es beruhigt mich dennoch zu lesen, dass es auch bei leiblichen Kindern zu solchen Reaktionen kommen kann.

    Ich weiss noch genau, wie ich mich gefühlt habe, als er mir morgens beim Frühstück machen offensichtlich aus dem Weg ging. Ich hab es nach eins, zwei Stunden nicht mehr ausgehalten und ihn direkt gefragt. Dann hat er erst rumgedruckst, aber dann fing er an zu weinen und er müsse sich halt auch erst mal "dran gewöhnen".... autsch - das tat echt weh. Aber ich hab ihn verstanden. Ich tu alles was ich kann, um ihm dennoch das Gefühl zu geben, dass ich immer noch dieselbe bin. Ich hab ihm gesagt, hey, auch ich finde meinen neuen Look net toll, aber ich muss es annehmen. Und die Haare wachsen ja wieder. Er meinte dann unter Tränen "wann...", ojeee... ich war untröstlich. Aber glaube so langsam kommt er damit klar. Hat am Wochenende sogar mal wieder meine nähe gesucht. Das tat guuut!!!

  • hi Cat auch wenn es noch etwas hin ist: wenn du den ersten flaum auf der glatze hast, will dir jeder den Kopf streicheln. Zumindest war es bei mir so. "Du bist so flauschig wie mein teddy".

    Was meiner Nichte (damals 11) gut getan hat (die war auch etwas auf Abstand gegangen und bevorzugte es, dass ich perücke trug): ich habe fingerfarbe und Pinsel (damit sie nicht direkt den Kopf anfassen musste) gekauft und dann durfte sie mir nach Lust und Laune die Glatze bemalen. Erst war sie etwas zögerlich und fragte ob es mir auch ja nicht weh tut, aber dann wurde sie immer mutiger. Und prompt kam nächsten Tag die Frage "darf ich noch mal?" Danach hatte sie ihre Berührungsängste überwunden und wir haben gekuschelt wie sonst auch.

  • Heideblüte - ach gott wie herzig... beim Lesen Deiner Worte kamen mir wirklich fast die Tränen,... Ich wünschte es wäre schon soweit, dass ich flauschig wie ein Teddy wär, denn unser Kleener liebt flauschiges:love:

    Die Idee mit Glatze bemalen is ja lustig... darauf wär ich jetzt nie gekommen... kann es bei unserem Kleenen allerdings nur schwer einschätzen, ob er´s lustig fänd oder eher gruselig... muss ich mal auf mein Bauchgefühl achten, wenn es sich ergibt ihn danach zu fragen. Welche Farben hast Du da gewählt? Sollte ja auch keine große Chemie sein, ich hab eh schon so wunde Fleckchen an der Glatze, und schmerzende Pickelchen... da hilft irgendwie grad gar nix...

  • Oh, hier klinke ich mich auch gerne mal ein und lese mit.


    Meine Tochter wird demnächst 10. Auch sie hat ordentlich zu knabbern an unserer Situation und weint oft bittere Tränen, weil sie sich wünscht, aus diesem Albtraum zu erwachen. Was soll ich dazu sagen? Ich wünsche es mir genauso, aber es wird leider nicht passieren .


    Hinzu kommt, daß mein Vater / ihr Opa diesen Sommer an Krebs gestorben ist. Obwohl wir immer wieder betonen, daß "Krebs" wie "Knochenbruch" ein großer Sammelbegriff ist, und da alles dabei sein kann von Knöchel gebrochen bis tödlicher Genickbruch, und ich keinen Genickbruch habe, hat ihr das natürlich nochmal ne ganze Ladung mehr Angst gemacht.


    Es ist wirklich schlimm, das Kinder sowas durchmachen müssen. Und dieses Alter finde ich dafür noch besonders schwierig, da die beginnende Pubertät es nun nicht gerade leichter macht.


    Ich versuche auch, möglichst viel unseres bzw. ihres Alltags aufrecht zu erhalten. Aber manche Sachen gehen leider einfach nicht mehr so wie vorher. Ich kann z.B. als NW der Chemo nicht mehr so gut sehen und fahre deswegen kaum noch Auto. Das macht sich natürlich schon bemerkbar in ihrem Alltag, auch wenn sie zu den meisten ihrer Verabredungen und Hobbies zu Fuß gehen kann.

  • Liebe Janette - wie bei uns. Auch wir haben eine Angehörige, die in unserem Haus in unserer Familie mit gewohnt hat, und von meiner Schwiegermama u. uns zum Schluss gepflegt wurde, im August durch Krebs verloren. Sie hatte 10 Jahre immer mal mehr mal weniger mit der Krankheit zu schaffen, mal waren die Metastasen im Wachstum, dann gingen sie durch versch. Behandlungen wieder runter, ein auf und ab, mehrfach Chemo, etc... Als sie starb, brach für uns alle eine Welt zusammen. Sie war für die Kids wie eine 2. Omi, für meinen Mann wie eine zweite Mutter und für meine Schwiema ein Partner-Ersatz, mein Schwiegerpaps starb vor vielen Jahren. Daher war es für unseren Kleinen so ein Schock, dass ich nun auch dieses "Monster" als Krankheit habe. Ich wollte ihm anfangs gar nicht sagen was ich habe, habe nur so drumrum geredet, bzw hab das meinen Mann machen lassen, aber einmal fragte er mich und begann gleichzeitig an zu weinen: "aber du hast nicht dasselbe wie sie...(also unsere Großcousine), da war ich dann schon etwas überfordert. Weil anlügen wollte ich ihn auch nicht. Somit haben wir es ihm schlauerweise genauso erklärt wie du, nur haben wir die Grippe als Beispiel genommen, mein Mann meinte, an ner bösen Grippe kann man sterben, aber an den meisten Grippen stirbt man nicht sondern wird wieder gesund. Manche Grippen dauern lange bis man gesund wird, und bei manchen geht es schneller. Bei manchen müssen Leute sogar ins Krankenhaus, aber kommen auch wieder gesund nach Hause. So

    hat er es zwar verstanden, aber irgendwie nagt eben die Angst vor dem Schrecken trotzdem an ihm. Klar, er hat ja mitbekommen, wie es unserer Angehörigen zum Schluss ging. Das war nicht mehr schön anzusehen. Wir haben es zwar so gut es geht vor ihm verborgen, aber ganz an ihm vorbei ging eben auch nicht. Ich wünschte, er hätte das nicht mitbekommen müssen und noch mehr wünschte ich mir, dass ich ihm jetzt keine Sorgen machen müsste.


    Aber ich denke, wir kriegen es ganz gut in den Griff. Bislang war er an den Chemo-tagen nicht da, dieses Mal lässt es sich nicht verhindern. Ich werde mich ins Schlafzimmer sperren und mein Mann soll eben bissl Filmabend machen mit ihm. Ich hab mein Handy aufm Nachttisch. Wenn was is, schreib ich eben ins Wohnzimmer:-)


    Wusste gar nicht, dass man auch Sehprobleme bekommen kann als NW...?!

  • Cat die Grippe ist ein gutes Beispiel. Das werde ich bei Bedarf auch noch mal anführen.


    Ja, Sehprobleme können im NW-Paket enthalten sein (war bei mir besonders blöd, da ich kurz vor der Chemo noch 300 Euro für neue Brillengläser ausgegeben habe. Die hätte ich im Nachhinein betrachtet besser investieren können, z.B. in die vielen Zuzahlungen in der Apotheke :rolleyes:). Ich hatte die während der 12x Taxol. Mal sehen (haha...) , ob sich das jetzt unter den ECs wieder bessert...

  • hi Cat ich hab einfach fingerfarbe gekauft. Dachte was für kinderhände, die gelegentlich in den Mund wandern erlaubt ist, kann für meine Glatze nicht falsch sein. Ich hatte aber keine Probleme mit der Haut.

    Das mit dem bemalen hat sich so ergeben: ich hab vor der Chemo nochmal Fotos machen lassen Top frisiert und geschminkt und oben ohne (bzw für chemopatienten eher "obere Mitte ohne") die Friseurin erzählte dass sie mit ihrer Freundin und deren Kindern eine glatzenfeier gemacht haben, d.h die kinder durften mit rasieren. Als ich davon erzählte meinte meine Nichte sofort dass sie das auch wolle. Es hat aber mit dem Termin dann nicht gepasst. Hab von Hennatattoos gelesen und dann entstand die Idee mit der fingerfarbe. Hab ihr das als Ersatz fürs rasieren vorgeschlagen und sie war einverstanden.

    Wichtig war dass ich keine Geheimnisse über meine Erkrankung vor ihr hatte. Auch sie hat nicht lange vor meiner Diagnose erlebt wie jemand nahestehendes an Krebs gestorben ist und das auch noch sehr schnell. Glücklicherweise konnte ich ihr sagen dass aufgrund meiner Diagnose die Wahrscheinlichkeit zeitnah an diesem Krebs zu sterben sehr gering sei. Ich habe sie nicht mit Details bombadiert aber wenn sie was gefragt hat habe ich ehrlich geantwortet. Auch habe ich ihr ausdrücklich gestattet offen mit ihren Freunden darüber zu sprechen.

  • Liebe Heideblüte - so handhaben wir das auch. Wenn er Fragen stellt, beantworten wir ihm diese, so dass es eben für ihn auch passt. Man kann ja Wahrheiten auch entsprechend milde formulieren;)

    Und auch wir haben beiden gesagt, dass sie natürlich darüber mit ihren Freunden sprechen dürfen. Der Große hat sogar vorher gefragt... dann hab ich sofort ermutigt, er müsse es ja auch verarbeiten und wie soll er das, wenn ich ihm jetzt verbieten würde darüber zu sprechen, wär ja totaler Humbuk. Es gibt sogar mittlerweile Phasen, in denen wir es mit Humor nehmen. Ich bin eh eigentlich ein sehr lustiger Mensch, und meinen Humor lass ich mir au net durch diesen Untermieter versauen. Neulich meinte der Große, der sich gerade für ne Party stylte, ob ich evtl etwas Haarspray für ihn hätte, dann wurde er sofort rot, und meinte, o sorry, dann sagte ich, hey, alles gut, ich brauch grad net so viel, nimm nur, ich meld mich dann, wenn ich Bedarf hab und hab mit ihm gelacht. So muss das sein^^

  • Genau, das hilft. Die glatzenmalerei war auch eine familienparty. Meibe Nichte hat gemalt, meine Schwester fotografiert, ich den Kopf hingehalten den mir mein Vater dann gründlich gewaschen hat um die Leinwand wieder benalbar zu machen und meine Mutter kam mit immer wieder neuen motivideen. War ein schöner lustiger Nachmittag.

    Meine flauschfrisur hab ich dann (sind halt mehr Mädchen als Jungs in meinem umfeld) einhornflausch getauft. Und wehe ich habe es gewagt dann mal die perücke aufzusetzen weil ich mal nicht am Kopf gekrault werden wollte

    Behalte deinen Humor (Auch wenn manche blöd gucken) das hilft allen. Als ich meinen Cousin von der Krankheit erzählte und jammerte wie kalt es am Kopf sei kam kein "oh du arme" sondern "jetzt weisst du mal wie es mir geht und meine kommen nicht wieder". Das hat sooo gut getan. Wir konnten so herrlich glatzenwitze reissen und als sie anfingen zu wachsen hab ich ihn anfangs täglich nach der morgendlichen kopfinventur die aktuellen Zahlen mitgeteilt.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ja, ich denke auch, wichtig ist offen mit der Krankheit umzugehen. Ich musste meiner Maus die Diagnose einen Tag vor ihrem 13. Geburtstag mitteilen, habe ihr aber gesagt, dass wir trotzdem normal feiern inkl. Übernachtungsparty mit den Freundinnen. Sie hat sich dann erstmal zurückgezogen und Youtube geguckt während ich geheult habe (voll die peinliche Mutter) und ist dann mit Fragen gekommen.


    Die Psycho-Onkologin im Krankenhaus hat mir auch zur Offenheit geraten, aber auf Nachfrage des Kindes nicht unbedingt selber mit den Dingen "bombadieren". Und sie hat mir auch gesagt, dass ich damit leben muss, wenn mein Kind (gerade in der Pubertät) auch mal garstig ist und ihr Ding macht und keine Rücksicht nehmen will, das sei auch wichtig - das muss ich eben auch aushalten und nicht persönlich nehmen. Genauso wie sie auch um Hilfe zu bitten, in einem Rahmen, den sie auch mag (bei uns Einkaufen oder Kochen, die Waschmaschine ausräumen eher nicht). So haben sie ein Gefühl etwas zu tun und zu helfen.


    Ich habe allerdings auch ein spezielles Exemplar, die wollte von der Ärztin erstmal wissen, warum Krebs Krebs heißt und ob sie sich den rausoperierten Tumor auch angucken könne =O und hätte vermutlich bei der Port-OP gerne assistiert (vielleicht frage ich mal, ob es da einen Girlsday gibt, wenn der Port dann irgendwann mal rauskommt ;-))