Ohne Chemo bei Triple neg.?

  • Also meine ehemalige Schwägerin hatte auch Brustkrebs das ist schon 10 Jahre her .....eine Frau die ich immer beim Gassie gehen sehe hatte auch ein Triple negatives Mammakarzinom und gilt als geheilt das ist laut ihrer Aussage weit über 10 Jahre her . In meiner Umgebung sind so einige Frauen egal ob hormonabhängig oder nicht die Brustkrebs hatten und auch viele die seid weit über 15 Jahren krebsfrei sind ...die haben ihre Therapie durchgezogen ......und meine Ärzte haben gesagt das man geheilt werden kann !!!! warum sollten die nicht die Wahrheit sagen ? ...da waren auch einige Frauen die seid vielen vielen Jahren krebsfrei sind und keine Metastasen geschlagen haben .....bei einer solchen Aussage von diesen Onkologen das eine Einstellung mehr bringt als eine Chemotherapie und Krebs eh immer wieder kommt kann ich nur den Kopf schütteln ....du solltest vielleicht einen anderen Onkologen suchen .

    Ja jeder Mensch hat Krebszellen aber es heißt nicht das man den wieder bekommen muss .

    Es ist auch mein Plan Krebs keinen Raum mehr zu geben , aber leider reicht meine positive Einstellung nicht aus bei Triple negativ und ohne Chemo ...ich hoffe du bereust niemals diesen Schritt . Ich meine das nicht als Vorwurf oder will dich angreifen , Maßregeln oder etwas in der Art .....ich verstehe nur nicht wie man so sein Leben wegwerfen möchte 🤷🏻‍♀️ Wenn man auch geheilt werden kann .....auch wenn der Tumor nach der oP nicht mehr da war heißt das nicht das keine Tumorzellen mehr im Körper schweben .....darum ist eine Chemo sinnvoll ...

    Aber nun bin ich ruhig .....ich wünsche dir wirklich alles erdenklich Gute der Welt :hug:

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Lucie75 du bist eine starke Frau:thumbup:.

    Möge dein Wunsch in Erfüllung gehen :thumbup::thumbup:.


    Wir alle sind anderes und daher gibt es kein richtig oder falsch. Jede geht ihren eigenen Weg.


    Ich habe meiner Tocher versprochen, dass ich alles unternehme, um am Leben zu sein.

    Ich möchte so gern ihre Abi-Feier erleben, noch 5 Jahre.

    Nach 5-7 Jahren gilt ein TN wirklich als krebsfrei.


    Alles Gute für dich :hug:

    Liebe Grüsse

  • Danke dass ihr zuhört .... ich weiss dass es schwer nachvollziehbar ist. Manche mögen mein Handeln als grob fahrlässig bezeichnen

    ich verstehe das und bin keinem böse der vielleicht bissel heftige Worte wählt.

    Offenheit ist so wichtig.....

    Und dass ich mich hier anmelde bedeutet dass ich andere Meinungen und Erfahrungen lesen will.....nicht nur meine Linie und meine Argumente.

    Dass Gegenwind kommt wusste ich.....und das ist gut so 👍👍👍

  • Busenwunder es war die GeparSixto Studie. Letztes Jahr wurden die Leitlinien wegen guter Ergebnisse angepasst. Eine allgemeine Empfehlung bei TN ist eine neoadjuvante Chemo mit Zugabe von Carboplatin. Mein 2. BZ hätte mir das Zeug gegeben, wenn ich nicht operiert worden wäre. Das 3. BZ meinte, ich sollte nicht für den Fehler von 1. BZ bestraft werden.

    Ich habe mittlerweile mit 2x Prof. gesprochen, die die Leitlinien mit ausarbeiten, und beide waren fassungslos. Gott sei Dank habe ich keinen Nachteil, ausser dass ich nicht weiß, ob die Chemotherapie wirkt.

    Aber keine Chemotherapie mit / ohne Carboplatin kann eine Garantie geben. Wir kämpfen um die Prozentpunkte.

    Liebe Grüße

  • liebe Luzie ich kann wirklich Krümelmotte nur zustimmen wie gesagt beiG3 ist es wirklich das beste und eben auch die Chemo das einzige oder sich eben dagegen zu entscheiden das muss wirklich jeder für sich wissen aber ich bin wirklich froh das ich mich dafür entschieden denn egal was passiert ich kann immer sagen ich habe alles getan und es sieht gut aus und die Nebenwirkungen sind zu ertragen irgendwie weiß man nach jeder Chemo was so die ersten Tage passiert und meistens ist es dasselbe bei mir jedenfalls heute einen Tag danach habe ich Wangen wie ein Weihnachtsappel ist jedes Mal dasselbe aber nicht schlimm bitte denke über alles noch mal nach lg Lissy

  • Liebe Lucie75 , ich sitze hier mit offenem Mund:huh::P^^, ich bewundere Deinen Mut und Deine Einstellung zum positiven Denken.

    Ich bin ein großer Fan von positivem Denken und habe das vom Beginn meiner Diagnose auch praktiziert. Meine Gyn-Praxis und verschiedenen Onkologen haben mir gesagt, daß das vermutlich einer der Hauptgründe ist, warum ich wirklich relativ gut durch die ganze Therapie geschlittert bin. Das, viel Bewegung, gesunde Ernährung ( all das hab ich übrigens auch schon vor der Diagnose praktiziert und trotzdem hat mein Körper mich im Stich gelassen)

    Das Du so denkst, finde ich völlig in Ordnung und absolut legitim ( warum den Körper mit Gift überfluten, wenn lachen, frische Luft und Gemüse es auch tun)


    Die Aussage eines studierten Onkologen, das eine positive Einstellung mehr Wert ist, als eine Chemo, find ich tatsächlich befremdlich.


    Nein, eine Chemo garantiert uns gar nix, schon gar nicht Krebsfreiheit für das restliche Leben, aber sie erhöht die Chancen um ein vielfaches für ein längeres krebsfreies Leben.


    Von Herzen wünsche ich Dir, das Du Recht hast:hug:, und das Dein Sohn Dich bei einem Rückfall, möglicherweise mit Metastasen nie fragen wird, ob Du wirklich alles versucht hast um noch lange ein Teil seines Lebens zu sein:*

  • Liebe Lucie75

    Sorry dass ich jetzt mal ganz brutal reingrätsche: ein triple negativer Tumor egal welches G oder T braucht immer eine Chemo, schon ab einer Größe von 5mm kann so ein Ding seine Ableger in deinem Körper, die dir später das Leben schwer machen, hinterlassen. Die Chemo ist auch in erster Linie für die herumschwirrenden Tumorzellen in deinem Körper gedacht. Da würde ich wirklich kein Risiko eingehen. Mein Mann war 2008 an einem Lymphom erkrankt und ich 2017 an einem TN Brustkrebs und ich kann dir nur sagen uns hat die Chemo u die Schulmedizin das Leben gerettet.

    Nur weil bei dir der Tumor komplett entfernt wurde bedeutet das nicht, dass damit alles erledig ist.

  • Oh ha...mutig Lucie75

    Das würde ich mich nicht trauen. Ich würde für meine Kinder und meine Familie alles tun um ein langes krebsfreies Leben zu haben. (Und ich fange am Montag damit an...1 Chemo)

    Natürlich hilft uns ein gesundes Selbstvertrauen und positive Einstellung (was nicht immer gelingt und ja auch völlig menschlich ist)...aber die hilft nicht allein gegen Krebszellen. Das ist ja mal sicher.

    Und ..selbst wenn Du die Erste in der Ahnengalerie bist, möglich ist es trotzdem eine Genmutation zu haben. Das würde ich auch immer testen...

    Ich wünsche Dir das alles so wird wie Du es Dir vorstellst..

    Liebe Grüße

  • Da ich nicht von Brustkrebs betroffen bin, kann ich leider inhaltlich nichts beisteuern, aber ich war erst kürzlich in der Situation, dass ich zwei sehr unterschiedliche Aussagen von zwei Unikliniken erhielt, ob ich bei meinem Uterussarkom eine adjuvante Chemotherapie machen soll oder nicht. Daher hier ein paar Gedanken zur Methodik einer Entscheidungsfindung: Wie kann ich zu einer für mich richtigen Entscheidung kommen? Bauchgefühl? Nein, kein Bauch der Welt will Chemie in seinem Körper, das lassen wir nur zu, weil unser Verstand mit Argumenten überzeugt wird. Woher kommen diese Argumente? Von Ärzten und aus Erfahrungswerten, die aus wissenschaftlichen Studien stammen. Also habe ich nicht einfach gegoogelt, sondern diese Studien im Netz gesucht und im Original gelesen, nicht nur die aus Deutschland, sondern vor allem auch aus den USA, weil dort sehr viel mehr geforscht wird. Welche Ärzte soll ich fragen? Habe beim Krebsinformationsdienst angerufen und mir die führenden Ärzte für meine spezielle Krankheit nennen lassen. Dort, also bei den Chefärzten Termine zur Privatsprechstunde gemacht und wirklich gute, ausführliche Gespräche geführt, für weniger als 100€. Also wenn mich jemand fragt, warum ich mich genau so entschieden habe, kommt auf keinen Fall, weil mein Bauchgefühl mir das sagt oder weil der erstbeste Arzt das gesagt hat, sondern ich kann mich auf wissenschaftliche Zahlen und Fakten berufen, unterstützt von der Meinung von Spezialisten. Das war mein Weg zu einer Entscheidung zu kommen, von der wahrscheinlich der Verlauf meines weiteren Lebens abhängt. Ob sie richtig ist, kann mir keiner sagen, aber ich kann jetzt sehr gut damit leben.

    Mögest du den für dich richtigen Weg zu deiner Entscheidung finden und damit

    immer glücklich und gesund bleiben!

  • Ich bin auch sprachlos,du gehst mit deiner Entscheidung volles Risiko.Ich will dir keine Angst machen aber deinTumor ist aggressiv .Und gesunde Ernährung wird da nicht helfen.Du hast ein Kind,das willst du doch aufwachsen sehen.Wenn du nichts machst ,wirst du das wahrscheinlich nicht erleben.Sei vernünftig und mach Chemo.

  • Lucie75

    Herzlich Willkommen, schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast und so offen sprichst.


    Ich habe vor nicht ganz einem Jahr die Diagnose TN G3 mit hohem KI in der Schwangerschaft bekommen. Bis dahin habe ich echt gesund gelebt, war schlank, sportlich und eine fast unerschütterliche Frohnatur. Keiner der Ärzte konnte sich das erklären. Alle tippten auf einen Gendefekt, aber der Test auf alle aktuell zu testenden Krebsgene war negativ. Niemand versteht es oder hat eine Erklärung. Der Oberarzt einer Uniklinik meinte „wie 6er im Lotto nur leider in der falschen Lotterie“.

    Ich habe nie groß Chemie oder Medikamente genommen, eher alles mit Naturheilkunde gelöst und dann sollte ich Chemo machen? In mir hat sich alles gesträubt... ich war traurig, wütend, verzweifelt. Dann habe ich mich informiert, Fachzeitschriften gewälzt, weltweit Publikationen durchforstet, international Studien gewälzt, eine Zweitmeinung in einer Uniklinik eingeholt und und und.

    Danach stand „keine Chemo“ nicht mehr zur Debatte.

    G3 bedeutet extreme Entartung der Zellen und das in Kombi mit einem hohen KI ist ein Pulverfass.

    Ich bin da bei Ronda meine positive Einstellung und viel Bewegung sowie Unterstützung mit Naturheilkunde, Osteopathie usw. haben mich ganz passabel durch die Therapie kommen lassen und das trotz 8 Wochen zu früh geborenem Baby, dass seine Mutter gefordert hat.

    Natürlich hatte ich teilweise echt heftige Nebenwirkungen, natürlich war es nicht leicht, aber mein Körper hat es gut mitgemacht. Meine Leber- und Nierenwerte waren stets gut, ich musste nicht zur Blutbildung spritzen usw.

    Ich habe das Idealziel bei TN die PCR erreicht, habe die Bestrahlungen durchgezogen und so langsam kommt Alltag auf und der Körper erholt sich von Tag zu Tag.

    Es ist heute absolut zu schaffen. Es gibt tolle Begleitmedikamente, Unterstützung und wenn man positiv bleibt, viel trinkt und sich bewegt erleichtert man dem Körper den Kampf.

    Auch meine Ärzte haben gesagt, dass eine positive Einstellung eine wichtige Säule der Therapie ist und auch präventiv gut ist, aber sie ersetzt leider niemals eine Chemo, Bestrahlung oder ähnliches.


    Natürlich ist es deine, bzw. Eure Entscheidung als Familie wie ihr mit dem Risiko umgeht. Eine Garantie haben wir alle nicht. Sicherheit gibt es beim Krebs nicht.

    Fakt ist aber, dass es inzwischen Erfahrungswerte aus den letzen Jahrzehnten gibt und die besagen leider, dass du mit deiner Entscheidung einen Tanz mit dem Teufel wagst.

    Hör in dich hinein, sprich mit deinem Mann. Wenn ihr beide im Falle eines Rückfalls mit wahrscheinlich sogar tödlichem Ausgang, euch nicht ärgern/ bzw fragen würdet ob die aktuelle Entscheidung richtig war bzw was du gegenüber deinem Sohn denken würdest, dann ist es gut.

    Kommt dabei nur der kleinste Zweifel auf mach die Chemo.


    Mein Rat: es ist ätzend, aber an Krebs sterben ist noch viel ätzender. Du bist jung und gesund, du hast Familie, mach die Chemo und nutz alles was Medizin und Natur zu bieten haben.


    Wenn du weiterhin dagegen bist überleg zumindest nochmal die Gentest Entscheidung. Es gibt auch hier im Forum leider einige tapfere Kämpferinnen die die ersten in der Familie sind wo ein Gendefekt erkannt wird.

    Natürlich hoffen wir alle und drücken die Daumen, dass du keinen Gendefekt hast,solltest du aber einen Gendefekt haben und dich auch dann noch gegen Chemo und schulmedizinische Therapie stellen sieht es leider extrem düster für dich aus.


    Amulett

    Meine Infos sind da wie die von Busenwunder

    Carbo wird momentan großflächig getestet, bisher kristallisiert sich eine deutliche Erhöhung der PCR Rate bei genetisch bedingtem Brustkrebs heraus, bei nicht genetisch bedingtem BK ist bisher keine so signifikante Verbesserung der PCR Rate feststellbar, dass sich die nicht von der Hand zu weisende Toxizität von Carbo rechtfertigt.

    Ob die höhere PCR durch Carbo bei genetisch bedingtem BK auch zu einer Verbesserung des Langzeitüberlebens führt, ob es evtl doch Konstellationen bei nicht genetisch bedingtem BK gibt wo Platin Vorteile bringt und vieles mehr werden die Studien und Nachbeobachtungen der nächsten Jahre zeigen.


    Ich hoffe, du nimmst mir meine offenen Worte nicht übel. Leider nimmt Krebs kein Blatt vor den Mund, Rücksicht oder sonst etwas.

    Es bleibt nur Mut, Kampfgeist und eine gesunde Portion Humor


    Fühl dich gedrückt.


    💪

  • Lucie75 Lucie

    Liebe Lucie, zuerst möchte ich dir sagen, dass ich es klasse finde, dass du so mit dir im Reinen bist und voll und ganz zu deiner Entscheidung stehst. Es ist nicht einfach, bei solchen Dingen eine Wahl zu treffen. Besonders dann nicht, wenn die eigene Entscheidung vom üblichen Weg abweicht.


    Ich habe letztes Jahr mit 26 einen 5cm großen TN-Tumor gehabt. Er war so groß, weil meine Ärztin mich trotz mehtfacher Termine bei ihr nicht ernst genommen hat mit meinem "Knubbel".

    Ich habe viel über "meinen" Krebs gelesen, mir Wissen angeeignet, mehrere Ärzte besucht, Studienergebniss verfolgt usw.

    Ich habe 4 x EC, 12 x Paclitaxel, 2 hohe Dosen Carboplatin und auf eigenen Wunsch 6 Runden Capecitabin-Tablettenchemo mitgemacht. Und glaub mir, wenn mich mein Arzt JETZT anrufen würde mit den Worten "Morgen nochmal Chemo, es gibt da was neues", ich stünde 30 Minuten vor Praxisöffnung mir gepackter Tasche vor seiner Türe und wäre die erste im Infusionssessel.


    Medikamentös gibt es bei TN nicht viel. Hauptsächlich Chemo. Ein Bruchteil der Patienten kann aufgrund persönlicher Tumoreigenschaften/Mutationen noch mit Immuntherapie und/oder Checkpointinhibitoren etwas nachhelfen.

    Eine Garantie für ein langes gesundes Leben birgt keines dieser Mittel. Aber es gibt diverse Studienergebnisse die zeigen, dass Chemo einem den Hintern retten kann (aber eben nicht muss).


    Es gibt Leute, die schaffen es auch ohne Chemo. Die überlebt haben, obwohl sie keine Chemo bekommem haben oder diese absolut nicht gewirkt hat. Warum das so ist weiss niemand. Schade, man wäre mit diesem Wissen sooo viel weiter. Aber rein statistisch erhöht die Chemo die Wahrscheinlichkeit, wieder dauerhaft gesund zu werden.

    Und mit 26/27 kann und will ich keine Möglichkeit auslassen.


    Ich respektiere deine Wahl und bebewundere dich für deine Gelassenheit. Ich selbst hätte niemals so entschieden. Ich wünsche dir, dass es am Ende so für dich richtig sein wird.

  • Halli@Lucie75,

    Ich habe auch einen Triple negativen Brustkrebs .Bin jetzt fast mit der Chemo durch.12x Paclitaxel+ Carboplatin und 4 x EC .Ich habe die OP und Bestrahlung noch vor mir. Mein kI 67 liegt bei 60%..

    Ich konnte durch die Kontrollen zwischen den Chemos sehen,dass der Krebs immer kleiner würde U d geschrumpft ist.Das heißt ,dass die Chemo gut gearbeitet hat.

    Ich musste viel leiden ,aber für so ein Ergebnis,dass der Krebs nicht mehr im Ultraschall zu sehen ist,hat es sich gelohnt .Die EC Chemo macht alles andere ,was irgendwo vielleicht rumschwirrt auch kaputt .Die Bestrahlung macht den Rest .

    Ich bin froh,dass die Chemo angeschlagen hat,da der Tumor keine Rezeptoren hat und man nur die Chemo anwenden kann

    Das gibt mir viel mehr Sicherheit.Ohne Chemo möchte ich mir das gar nicht ausmalen.Die Nerven liegen so schön Plank

    In meinem Brustzentrum hätte man mich in die Mangel genommen,wenn ich die Chemo abgelehnt hätte .Jeder muss natürlich für sich selbst entscheiden.

    Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute

    Ich werde die letzte Chemo noch durchziehen.Danach geht es auch schnell wieder aufwärts.. Ich bin froh,dass ich die Chemo bekommen habe .

  • Liebe Lucie75 ,

    ich befürchte, du schlägst die einzige Waffe aus, die du besitzt.


    Ich habe in der Reha Vorträge gehört, in denen ging es um Depressionen nach Krebs. Man sagte dort, dass kein noch so negativer Gedanke ein Rezidiv begünstigt.

    Was im Umkehrschluss bedeutet, dass kein noch so positiver Gedanke dich davor schützen wird, Krebs zu bekommen.

    Der einzige Unterschied liegt in der Lebensqualität.

    Die ist durch positive Gedanken natürlich besser.

    Was sagt deine Familie dazu?

    Ich hoffe sehr für dich, dass du niemals den Satz "hätte ich bloß" sagen musst, denn zur Krankheit noch Reue zu empfinden, ist sicher doppelt hart.


    Es gibt so viele Frauen, denen keine Therapie mehr zur Verfügung steht.

    Du hast die Möglichkeit noch....nutze sie.


    Liebe Grüße

    Cookie

  • Puh, ich find die Aussagen hier so heftig teils "Leben wegschmeißen" "dein Kind wird sich fragen wenn du stirbst..." und ähnliches, da fehlen mir die Worte


    Als ob jemand sowas leichtfertig entscheidet.

  • Liebe Tinti ,

    leichtfertig sicher nicht. Dennoch haben wir wohlmeinenden Schreiberinnen den Eindruck, dass der Ernst der Situation unterschätzt wird. Woran die Onkologen von @Lucy75, die scheinbar nicht aktiv werden sollen oder wollen, nicht schuldlos sind. Wir Betroffenen haben nach oder mit den Ärzten das meiste Wissen über unsere Krankheit und deren Behandlungsmethoden und fühlen uns aus diesem Grund berufen, unsere Meinung kundzutun. Das war von Lucy75 auch so gewünscht, wenn ich sie richtig verstanden habe.

    LG, Moni13

  • Tinti

    In diesen Beiträgen schwingt aber genauso der Respekt vor ihrer Entscheidung mit.

    Alle haben Lucie75 ihre persönliche Einschätzung, Wissen und Gefühle mitgeteilt. Viele hier haben sich ähnliche Fragen wie sie zurVorgehensweise, Lebensqualität und Familie gestellt.

    Wir sitzen doch alle in einem Boot und ich kann mir nicht vorstellen, dass hier eine der tollen Frauen etwas böse meint.

    Dazu kommt, dass einige hier im Gesundheitswesen arbeiten oder in ihrem Bekanntenkreis Fälle mit tödlichem Ausgang begleitet haben, oder auch hier immer mal wieder ein „hätte ich mal x oder y“ zu lesen ist. Leider ist es dann auch oft so, dass wenn der Verlust greifbar wird Kinder und andere Familienangehörige verzweifelt fragen „Warum hast du dies oder das nicht.“ Gerade in so einem Fall wo das dann auch der Tenor der Ärzte ist.


    Von mir war kein einziges Wort böse, abwertend oder anmaßend gemeint und ich glaube das auch wirklich von keinem anderen Beitrag.


    Leider ist Krebs mit all seinen Fakten und Verläufen oftmals schonungslos und der Preis im Kampf ist das Leben.

    Selbstverständlich bleibt einem die Wahl der Waffen selbst überlassen.

  • Tinti , ich denke, dass ihr schon bewusst war, dass sie mit ihrer Entscheidung auch auf Unverständnis stößt.

    Was auch immer geschrieben wurde, nichts davon ist böse gemeint.

    Da bin ich sicher.

    Es geht nicht um die Wahl ihres Kleides zu einer Party. Und wäre es uns egal, würden wir wohl einfach drüber weg lesen und mit den Schultern zucken.

    So aber hofft man doch irgendwie, dass es kein fataler Fehler ist und teilt dieses auch mit.

    Nirgends hat sich jemand respektlos geäußert, aber Ehrlichkeit wird Lucy schon aushalten müssen.

    Und es machte mir den Eindruck, dass sie das auch kann.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Guten Morgen liebe Lucie75 !


    Habe gerade hier die Diskussionen mitgelesen, und gesehen dass Du aus Mainz bist.

    Es gibt eine ganz neue Studie aus Mainz, für die Du qualifiziert. Die MERIT Studie. Dabei geht es um Impfung gegen Deinen TN. Allerdings nach Chemo.

    Willst Du vielleicht noch eine Zweitmeinung einholen? Das hilft oft besser zur Risikobewertung.

    Finde es komisch, dass bei Dir zuerst operiert wurde.

    Habe bei mir ( werde wie TN behandelt weil schwach hormonabhängigen BK) alles an Chemo, auch das Carboplatin in Frage gestellt, aber letztendlich mich doch von meinen Ärzten überzeugen lassen.

    War auch immer gesund, sportlich und die Biomama (sagt mein Sohn) und habe einen weiten Bogen um Medis gemacht, wenn es nicht dringend sein musste.

    Weil der Krebs eine systemische Krankheit ist und man mit Chemo hofft, degenerierte Microzellen, die ganz woanders im Körper sein können, zu erwischen habe ich mich dafür entschieden.


    Wünsch Dir alles, alles Gute,

    Liebe Grüße aus Wiesbaden

    Ida

  • Hm Lucy,


    du erinnerst mich sehr an eine Geschichte, die mir mein Gyn erzählt hat.

    Eines Tages taucht eine ältere Dame bei ihm auf, im Verlauf des Gesprächs wird klar, dass sie einen Brustkrebs hatte, der auch operiert wurde. Und sonst? Nix! Keine Chemo, keine Strahlen nix. Ob sie das verdattelt hat oder die Klinik, wusste hinterher keiner mehr, war nicht auszumachen. Mein Gyn erzählte, dass er sich da noch reinhängte und mit der Klinik telefonierte. Aber er bekam nicht raus, warum das Ganze so gelaufen ist.

    Die Dame lebte jedenfalls fröhlich weiter.


    Soweit. Solche Sachen scheint es zu geben, sind aber sicher nicht der Standard, sondern eher der 6er im Lotto! Was man natürlich auch nicht wusste, wie der Verlauf und das Ergebnis der Biopsie bei der Dame war.


    Deine Situation ist klar, ein TN bei dem als medizinische Hilfe neben der OP nur die Chemo möglich ist. Ein hoher Ausprägungsgrad des G Faktors und des ki67.

    Ein G3 ist hochaggressiv, da seine Zellen als komplett entartet gelten ( Busenwunder hat weniger was mit der Größe zu tun, denn ein G3 kann auch bei einem Tumor in kleinem mm Bereich vorliegen). Und du hast mit 60% eine hohe Teilungsrate der Zellen.


    Richtig ist auch, dass die Chemo eher dazu dient, die umherschwirrenden Zellen zu bekämpfen, nicht in erster Linie den Tumor selbst. Von daher ist es trügerisch zu denken „Tumor ist weg, da kann nichts mehr sein“.


    Bei mir lag ein G3 vor (nicht TN!) mit ki67 von 70%, keine Metastasen, keine Lymphknoten betroffen. Also sonst auch alles sauber. Trotzdem hätte ich es nie riskiert, keine Chemo zu machen. Eben wegen der umherschwirrenden Zellen, von denen man nie weiß, ob sie nu vorhanden sind oder nicht. Und die Angst vor Metastasen trotz aller positiven Ergebnisse ( hatte auch noch eine PCR) bleibt trotzdem. Ehrlich, wenn ich dann noch lese, dass ein TN gerne mal die Sentinels überspringt, dann wäre mir das Risiko zu hoch. Dein Körper ist noch in einem Stadium, wo die gesamte Zellteilung schnell abläuft. Wenn irgendwo was rumschwirrt, wird sich das ebenfalls teilen und das mit einer Rate von 60%.

    Bei einem G3 mit ki67 von 60 % könnte überdies eine Chemo gut anschlagen.

    Eine Chemo ist kein Spaziergang, aber sie ist zu schaffen und soooo viele vertragen sie mit den üblichen Nebenwirkungen, aber ohne Riesenauswirkungen für den Alltag danach.


    Du musst das Risiko für dich abwägen. Falls du dich entscheidest, keine Chemo zu machen, wünsche ich dir den 6er im Lotto, den die Dame meiner eingangs erwähnten Geschichte hatte!


    Zebralilly