Ohne Chemo bei Triple neg.?

  • Liebe Sil und Desir77 , es gibt hierzu auch interessante Interviews vom Brustkrebskongress in San Antonio, auch auf Deutsch, bei Brustkrebs Deutschland, auf YouTube, falls es euch interessiert. Da geht es auch um diese Untergruppen. Liebe Grüße

    Ja, die schaue ich immer

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • AnjaM

    Liebe Anja,

    ja davon ist auszugehen. In der Regel werden die Medikamente erst für die metastasierten Krebsarten zugelassen. Wenn das Medikament gut wirkt wovon der Dr. U. ausgeht wird die Zulassung erweitert. Das Medikament ist für die TN Patienten eine große Chance. Endlich eine Chemo, die gezielt für diese Krebsart wirkt. Es muss aber auch hier ein Rezeptor vorhanden sein, der aber bei der überwiegenden Anzahl der TN Patientinnen gegeben ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber schau dir die Videos von dem Kongress in San Antonio an.

  • Lilyrose Ich habe mir gerade das Video angeschaut. Danke. Leider muss ich sagen, dass mich das ganze Interview noch mehr in den Sumpf gezogen hat. 10 Monate mittlere längere Überlebensrate..... dann die Aussagen zur pcr die einen Mega unter Druck setzten. Geht euch das nicht so?

  • bei pdl1 handelt es sich um immuntherapie. Schätzungsweise haben nur ca 30 % diese Chechpoint Rezeptoren und deren Anzahl variiert leider auch stark. Bevor man in eine Studie geht, wird man getestet. Ich würde immer fragen, ob diese Rezeptoren vorhanden sind, wenn nicht, kommt man meistens in den kontrollarm. Notfalls kann man die testung selbst organisieren, bei molekular Pathologie in Köln.

  • Liebe AnjaM , diese Daten passen für mich überhaupt nicht zu den Daten zur 'Erfolgsgeschichte Bekämpfung Brustkrebs'. Halbwegs Sinn macht das nur, wenn es Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs waren, über die gesprochen wurde.


    Eine PCR hat eine super Prognose. Auch bei einer nicht ganz vollständigen PCR ist die Quote gut. Übersteht frau das erste Jahr ohne Rezidiv und ohne Fernmetastasen, ist man quasi durch. Die Frauen, die eine PCR erreichen, sind im Prinzip 'besser' aufgestellt als diejenigen Frauen mit dem 'harmlosen' hormonabhängigen Tumoren. Es bedeutet, diese Zahl 10 Monate gilt für eine spezielle Patientinnengruppe, anders ist das nicht erklärbar.


    Mich haben diese 3 kg abgenommenes, Lebendgewicht irritiert. Da wollte man sich ja irgendwie gar nicht fest legen. Und mir hat man im BZ gesagt, Sport ist total wichtig, weil die Muskeln einen positiven Einfluss haben.


    Trotzdem sollte man dran bleiben und versuchen, es zu verstehen. Ich bin da noch nicht ganz durch gestiegen.


    Hast du denn Metastasen? Ich weiß das jetzt grad nicht.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe AnjaM , wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sorgt Carboplatin dafür, dass die PCR in 60 % der Fälle geschafft wird, ohne Carboplatin nur 30%.


    In den verbleibenden 40% sind noch viele mit 'fast PCR'.


    Je höher der KI 65 desto besser greift die Chemo. So durchschnittlich.


    Ein Wächter befallen ist doof, nicht unbedingt tragisch. Da weisst du zumindest, dass der angesteuert und nicht übersprungen wurde.


    Das klingt erstmal nach einer guten Prognose.


    Das mit den Antikörpern und Immunmodulatoren ist hoch spannend. Die Nebenwirkungen scheinen ja aber durchaus gravierend zu sein. Auch das spricht dafür, dass man sie nur im metastasierten Zustand einsetzt.


    Alles Gute für dich


    Sonnenglanz

  • Hallo AnjaM ,


    es ging im ersten Teil des Films um die Behandlung von HER2-positiven Tumoren. Meiner gehört zu dieser Sorte. HER2 hatte früher eine schlechte Prognose und kann inzwischen mit den Antikörpern Trastuzumab und Pertuzumab behandelt werden. Die Doppelblockade mit beiden Antikörpern ist momentan die beste Behandlungsmöglichkeit und die adjuvante Gabe über 12 Monate der richtige Zeitraum. Genau so wurde und werde ich behandelt.


    Die Überleitung war dann, dass den TN-Frauen neben der Chemo eine weitere Behandlung angeboten werden soll, wie es bei HER2 schon möglich ist. Wenn bei 40 % der TN-Frauen, nämlich denen die den PDL1-Rezeptor haben die Behandlung durch Atezolizumab verbessert werden könnte, wäre das nach meinem Verständnis ein enormer Fortschritt. Wobei die Impassion130 für metastasierten Brustkrebs gilt. Aber die Zulassungen erfolgen inzwischen wesentlich schneller, so dass hoffentlich bald alle TN-Frauen davon profitieren können. Pertuzumab war bis Mai 2018 auch nur für metastasierten Brustkrebs zugelassen.


    Wobei ich sagen muss, dass mir die Herren zu sehr zwischen Erstlinienbehandlung und Behandlung von metastasiertem Brustkrebs hin und her springen und ich mir die Beiträge mehr als einmal anschauen muss und teilweise mitschreibe, um sie zu verstehen. Das ist für Dich wahrscheinlich wesentlich einfacher.


    LG Lilyrose

  • Liebe AnjaM Ich hab mir den Beitrag zwar nicht angesehen, aber 10 Monate mittlere längere überlebensrate heisst nicht, dass du noch 10 Monate hast sondern mit der Behandlung im Schnitt 10 Monate länger als ohne. Ob das länger von 10 Jahren oder 20 Jahren ist oder was auch immer geht aus der Formulierung nicht hervor, es heisst lediglich 10 Monate länger als ohne. Konzentrier dich jetzt erst einmal auf deine aktuelle Therapie und geh einen Schritt nach dem anderen.

  • Liebe Sil, es gibt einen Invasionsmarker beim Brustkrebs, der MMP7. Der wird in der Molekularpathologie gemessen. Das hat nix mit L0 oder V0 zu tun. Einen Beweis für Metastasierung gibt es nicht.

    Ich habe mich nun in dieses Thema eingelesen. Was ich verstanden habe, dieser Marker korreliert mit der Invasionstiefe; z.b. T3/4 Tumore haben eine stärkere Expression von MMP7 als einT1 Tumor, wenn diese Expression überhaupt path. nachgewiesen wurden.

    Es gibt bis jetzt keinen Beweis in Richtung Rezidiv, Metastasenbildung, vorzeitiges Sterben wenn Expressionswerte erhöht bis sehr erhöht sind.


    Wer T3/T4 Tumore hat, hat von vornherein ein schlechtere Prognose, oft sind noch zusätzlich schlechte Nebenbedingungen dazu gekommen. Was logisch ist. Ein T3 hat viel Zeit gehabt, seine Bösartigkeit aktiv in der Brust der erkrankten Frau, wirken zu lassen.


    Macht es dann Sinn diesen Wert überprüfen zu lassen ? Speziell auch den Aspekt betrachtend, es gibt gar keine Medikamente ?


    Sil

  • Liebe Sil,

    ich hatte einen Mini T1 (T1b) und einen extrem hohen MMP7. Und das kenne ich von weiteren Frauen ebenso. Es macht keinen Sinn, den Wert überprüfen zu lassen, außer das es Angst schürt. Aber er ist Standard bei der molekularpathologischen Untersuchung. Ich hab aber wirklich ganz schön geschluckt, als ich meinen Wert gesenen habe, ich lag weit über Grenzwert.

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  • Liebe Sil,

    ich hatte einen Mini T1 (T1b) und einen extrem hohen MMP7. Und das kenne ich von weiteren Frauen ebenso. Es macht keinen Sinn, den Wert überprüfen zu lassen, außer das es Angst schürt. Aber er ist Standard bei der molekularpathologischen Untersuchung. Ich hab aber wirklich ganz schön geschluckt, als ich meinen Wert gesenen habe, ich lag weit über Grenzwert.

    Da kann ich voll und ganz zustimmen...mich hat der Wert auch sehr geschockt..Meiner war auch sehr hoch... Manchmal ist es besser es nicht zu wissen...weil wirklich etwas damit anfangen kann man nicht

  • hallo liebe Leute,

    ich habe einen Trippel negativ G3 Tumor und überlege nun auch, auf weitere Chemos zu verzichten. Nach meiner letzten Paclitaxel mit Carboplatin kam ich im Januar mit Leberversagen ins Krankenhaus. Ich war ganz gelb. Die Ärzte konnten keine Metastasen finden und sind schließlich zu dem Schluss gekommen, dass ich eine Vergiftung durch die Chemotherapie hatte. Mein Onkologe hat vorgeschlagen, die Chemo fort zu führen, niedriger dosiert, aber dieselbe Chemo. Ich fühle mich nun von Woche zu Woche besser, ohne Chemo, kann wieder Treppen steigen, die Gelenkschmerzen unterdrücke ich mit Kortison. Nur die Kopf- und Knochenschmerzen quälen ab und zu. Ansonsten merke ich, dass auch die Haare wieder wachsen. Mein Tumor ist auf unter einen Zentimeter zusammen geschrumpft. Ich überlege daher ernsthaft, mir weitere Chemos zu schenken, schon aus Panik vor weiteren Krankenhausaufenthalten. Im Krankenhaus hat mich der Arzt gewarnt, dass ich sehr wohl ohne Brust nicht aber ohne Leber leben könne, wenn wieder eine Chemo schief geht. Was meint ihr?

    Soll ich darauf bestehen, dass der Tumor raus operiert wird und danach die Bestrahlungen machen?
    Ist jeder Tag eine Gefahr, dass der Tumor streut?
    Was soll ich nur tun?

    was heißt eigentlich ki80%, G3 übersetzt?

  • Guten Morgen bella777

    Der Ki Wert sagt etwas über die Aktivität der Zellteilung aus. 80% der Zellen befinden sich in Teilung. G3 deshalb. Ist also sehr agressiv. Bei TN hast Du nur die Chemo als Waffe. Und wie Du schreibst hat sich der Tumor schon sehr verkleinert. Aber eben noch nicht ganz. Für die Onkologen ist es das Ziel den Tumor möglichst ganz oder eben nur klein nach der Chemo zu sehen. Damit nicht weiteres Übel davon ausgehen kann.

    Die Leber kann sich erholen. Deshalb wollen sie ja auch niedriger dosiert dran bleiben. Ich würde mich dafür entscheiden. Es ist hart aber Du willst den Krebs besiegen und bei TN bleibt nur die Chemo. Du schaffst das!!!

    Ganz liebe Grüße Ernie

  • Liebe bella777 ,

    ich würde mich ebenfalls für die Chemo entscheiden, sie notfalls auch stationär geben lassen. Du willst und sollst leben, leider musst du dir die Chance darauf hart erkämpfen.

    Vielleicht wendest du dich zwecks Zweitmeinung an den Krebsinformationsdienst in Heidelberg http://www.krebsinformationsdienst.de

    Die Ärzte dort rufen zurück, informieren und beraten dich.

    LG, Moni13