Ohne Chemo bei Triple neg.?

  • Hallo Mopas ,

    G3 bedeutet, dass das entnommene Gewebe stark differenziert (verändert) war.

    Der KI67-Wert gibt die Teilungsrate an. Bei dir befanden sich 55% der Zellen zum Zeitpunkt der Untersuchung in der Zellteilung.

    Ich habe die Standardchemo bekommen. Sie bestand aus 4 x EC 3-wöchentlich ( wird auch oft 2-wöchentlich gegeben) und 12 x Paclitaxol wöchentlich.

    LG, Moni13

  • hallo zusammen

    Könnt ihr mir sagen was g3 genau bedeuted und was der ki wert von 55 aussagt? Wie hat eure Chemo genau ausgesehen? Vielen lieben Dank euch allen

    Es gibt G1, G2 und G3. G1 ist ein bissle blöd, G2 ist ein bissle mehr blöd und G3 ist richtig doof. Je höher der KI Wert, desto schneller wächst der kleiner Sch... Ein Ki von 55 % bedeutet, das er schon flott unterwegs ist. Ich hatte auch G3 und einen Ki von 90 %, also meiner war schon flott unterwegs. Ich hatte im Rahmen einer Studie zwar auch die Standard-Chemo mit EC und Paclitaxol, aber ich habe sie komprimierter bekommen und war somit nach 16 Wochen durch, nicht 20 bzw. 24 Wochen wie die anderen.

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  • Mopas

    Ich hatte auch zuerst die Chemotherapie . Vier mal Epiburicin und Cyclophosphamid alle zwei Wochen dosisdicht , dann drei Wochen keine Chemo wird glaube ich immer so gemacht und dann 12 mal Paclitaxel und Carboplatin jede Woche auch dosisdicht. Ach der dritten Epiburicin und Cyclophosphamid wurde die erste bildgebende Kontrolle gemacht wo bei mir gesehen wurde das sich mein Karzinom um das Vierfache verkleinert hatte .

    Während der Paclitaxel und Carboplatin war dann kein Karzinom mehr zu sehen und die zu Beginn der Diagnose zwei beteiligten Lymphknoten waren da dann auch wieder unauffällig.

    Nach der OP wurde keine einzige Tumorzellen mehr in dem entnommenen Gewebe oder den entnommenen Lymphknoten gefunden . Ich hatte eine Lymphknotenentnahme bis ins Level zwei . Das würde mir dringend angeraten weil zwei Lymphknoten beteiligt waren zu Beginn .

    Ich hätte auch so darauf bestanden . Die Chemotherapie ist wirklich zu schaffen .

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • vielen dank Euch allen für Eure Erfahrungen...bei uns ist es eben eine schwere Entscheidung weil es 1. auch Leute gibt, die es mit de Komplementär Medizin alleine geschafft haben. 2. Kennen wir Leute, die durch die Chemo so schwach wurden, sodass die an ganz banalen Krankheiten gestorben sind ...es ist eben nicht so dass die Chemo eine Garantie ist...aber das muss natürlich jeder für sich selbt entscheiden können...Fakt ist es ist nich leben oder ohne Chemo sterben wollen weil es noch X andere gibt, die es eben auch anders geschafft haben...es wäre noch schön zu wissen ob es jemand auch so geschafft hat.. Danke Euch allen für das Teilen Eurer Erfahrung.

    Mopas : Wenn ich das mal ganz drastisch auf den Punkt bringen darf: Bei dieser aggressiven Krebsform (TN) und dem Grading und der Teilungsrate (G3 und KI-67 55%) sehe ich eigentlich nur die Entscheidung zwischen Tod und der nicht unerheblichen Chance auf ein gutes und längeres Leben, wenn nicht sogar auf Heilung. Ich weiß nicht, welcher Quacksalber solch einen fahrlässigen Blödsinn verbreitet, dass man TNBC, der vom Körper nicht erkannt und daher auch nicht bekämpft werden kann, nur mithilfe von Komplementärmedizin heilen kann.

    Hier im Forum wird sich keine(r) melden, die/der TNBC ohne Chemo langfristig überlebt hat. Eben weil es schon mit Chemo keine Garantie auf Heilung gibt. Ohne Chemo gibt es nur die Garantie für den früheren oder späteren Krebstod. Denn Krebs ist nun einmal eine systemische Krankheit, und ein invasiver Tumor verteilt seine Krebszellen überall im Körper. Und ja, natürlich man kann infolge der Chemo an banalen Krankheiten sterben. Man kann aber auch schon auf dem Weg zur Chemotherapie von einem Lastwagen überfahren werden. Oder dank der Chemotherapie noch viele gute Jahre vor sich haben. Und rein statistisch gesehen ist die letztgenannte Möglichkeit allen anderen haushoch überlegen!

  • Mopas


    Ich habe auch TNBC, G3, KI-67: 33%. Mein Gyn, die Ärzte im BZ und der Onkologe haben mir ganz klar zur Chemo geraten. Die Chemo ist leider die einzigste Möglichkeit diesen Knilch zu bekämpfen! Deshalb gab es für mich auch gar keinen Zweifel die Chemo nicht zu machen! Im Gegenteil: ich sehe die Chemo als meinen Verbündeten im Kampf gegen einen unberechenbaren Feind.

    Krebs lässt sich meiner Meinung aber auch nicht nur allein mit "Kräutern" behandeln. Begleitend spricht sicherlich nichts dagegen noch andere Dinge zu versuchen.

    Aber die Chemo sollte bei TN das erste Mittel der Wahl sein!!! Ausser man will lieber sterben, aber das sollte keine Option sein.

    Mit einer positiven Einstellung kommt der Kampfgeist ganz von alleine. Wir alle sind Kämpferinnen, die diesen Kampf wagen bzw. gewagt haben.


    Klar Chemo ist kein Spaziergang. Ich begann am 3.06. mit 4xAC 14-tägig. Nach zwei Wochen Pause ging es dann mit 12x Paclitaxel/Carboplatin wöchentlich weiter. Mittlerweile bin ich bei der 5.Sitzung angekommen. In dieser Zeit gab es sicherlich auch bei mir Höhen und Tiefen. Aber die guten Tage überwiegen. Chemo ist definitiv machbar.

    Ende Oktober werde ich hoffentlich in die Ziel gerade einbiegen. Dann ist diese Hürde geschafft.😊💪

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • @all,


    im Laufe meiner eigenen Krebserkrankung, in welcher ich auch in verschiedenen Foren aktiv bin, kam immer wieder mal das Thema "TNBC ohne Chemo" auf. Ich bewundere die Frauen, die mit sehr viel Langmut, denjenigen, ich nenne sie jetzt mal "Chemogegnern" mit sehr viel Hintergrund- und Sachwissen die Zusammenhänge einer Brustkrebserkrankung, welche eine systemische Erkrankung ist, erklären.


    Daher frage ich mich immer wieder, was wollen die "Chemogegner" eigentlich wirklich?


    Wir alle hier wissen, wie die Behandlung einer Brustkrebserkrankung in einem zertifizierten Brustkrebszentrum abläuft. Wir alle kennen die AGO Leitlinien, die alle zwei Jahre neu erstellt werden, und die jeder im BZ bekommen kann. Wenn das Tumorboard eine Behandlung vorschlägt, wird das den Betroffenen erläutert, warum diese Behandlung notwendig ist.


    Niemand muss eine Chemotherapie machen. Diese Entscheidung muss jeder mit sich selber klären. Was mir jedoch immer wieder auffällt ist, das "Chemogegner" immer auf Erfahrungen von Betroffenen hoffen, die den gleichen Weg gegangen sind. Nur das es diese Erfahrungen i.d.R. nicht gibt. Gibt es hier jemanden der einen TNBC "ohne Chemo" langfristig überlebt hat? Welche Studien gibt es die einen TNBC mit Komplementärbehandlung geheilt hat? Was wissen wir wirklich über die Beispiele der s.g. Geheilten? Welcher BK war das genau? Fragen über Fragen. Wer sich die Ergebnisse des ASCO und St. Gallen usw. ansieht, weiß genau das es diese Wunder leider nicht gibt.


    Ich weiß, das immer wieder "Chemogegner" mit diesen Fragen kommen werden. Anfangs habe ich auch mit "großem Engagement" versucht die Zusammenhänge einer Brustkrebserkrankung zu erklären. Ich habe jedoch lernen müssen, das "Chemogegner" das nicht wirklich wollen.


    Sie wollen, denke ich, eigentlich nur ihre (eigentlich nicht wirklich nachvollziehbare) Entscheidung von anderen abgesegnet bekommen. Den von den Ärzten haben sie diese ja nicht erhalten.


    Romyforever

  • Hallo Romyforever ,


    du sprichst mir aus dem Herzen und ich gebe dir voll und ganz Recht.


    Erklären kann ich mir die Abneigung gegen insbesondere die Chemo, denn die steht ja in erster Linie im Schussfeuer, nur mit einer riesen Angst und mangelnder Aufklärung.

    In ganz vielen Köpfen geistern noch die Bilder von Krebskranken, die furchtbar unter ihrer Chemo leiden. Das muss in dem Umfang wie es früher der Fall war, nicht mehr sein.

    Leider handeln aber auch viele Ärzte nicht entsprechend (warum? Unwissenheit? Geiz?) .


    LG S.

  • Liebe Mopas , mein Vater war ein erklärter Anhänger s.g. „Alternativen Medizin“, und Gegner der sogenannten Schulmedizin. Mitglied bei „Mündige Bürger“ (hah !), glaubte an Störfelder und und und ... Hat während der Krankheit meiner Mutter über 30000 € für allen möglichen und unmöglichen Mist rausgeworfen - allerdings hatte meine Mutter die ganze Schulmedizin schon durch, ein Spezialist nach dem anderen, OP und Klinikaufenthalte und kein Arzt wusste, woran sie litt. Allerdings auch kein Heilpraktiker... TCM und Heilsteine haben genauso wenig geholfen, auch nicht die diversen Heiler ... Spirulina u. a. Nahrungsergänzungsmittel auch nicht. (Sie starb nach 7 Jahren, wir wissen nicht, an was.)


    EGAL, mein Vater machte für sich weiter so, lebte fast vegetarisch, war schlank, viel Sport - ist 88 Jahre alt geworden ohne irgendein Gebrechen, nie OP ... war sicher, er wird mindestens 100, kam auch von einer langlebigen Familie. DANN PROSTATAKREBS - er wollte es nicht wahrhaben. Konnte erstens nicht glauben, dass ER überhaupt Krebs bekommen könnte, glaubte dann immer noch, dass seine Spezial-Mittelchen ihn heilen würden, auch als er durch Knochenmetas schon ab dem Becken gelähmt war. Er hat dann noch einen KH-Aufenthalt akzeptiert und 10 Bestrahlungen, aber es war zu spät- und als ihm klar wurde, dass seine Mittelchen und die Alternative Medizin ihn weder heilen konnte noch die Lähmung mindern konnte, da brach die Welt für ihn zusammen, er starb 3 Monate nach offizieller ED.


    Die ganzen Bücher (Krebs besiegen, die Krebslüge und wie sie alle heißen) haben wir auf den Müll geschmissen, da gehören sie hin.


    Bei TNBK mit G3 und KI 55, vor allem bei Erstdiagnose, auf Chemo zu verzichten, ist meiner Meinung nach ziemlich fahrlässig.


    Ich wünsche Dir alles alles Gute und kluge Entscheidungen, die Du später nicht bereuen must.


    LG, Tina

  • Gibt es hier jemanden der einen TNBC "ohne Chemo" langfristig überlebt hat? Welche Studien gibt es die einen TNBC mit Komplementärbehandlung geheilt hat?

    Solch eine Studie kann es nicht geben weil sie hochgradisch unethisch wäre. Du müsstest eine Gruppe mit Chemopatienten gegenüber einer Gruppe von Alternativpatienten untersuchen. Keine Ethikkommission und keine Regierungsbehörde würde das genehmigen, dass man in einer Studie willentlich eine - nach heutigem Kenntnisstand - angemessene und notwendige Therapie (Stichwort "Gold Standard") unterlässt.


    Das ist die Krux an der alternativen Medizin, sie ist nicht evidenbasiert. Es gibt Annekdoten, Urban Legends aber keine harten Daten.

    Die gibt es nur für die Schulmedizin, wenn auch gottlob mehr und mehr Studien "weiche" Faktoren (Akupunktur, Ernährung, Sport) mit hinzunehmen.


    Ich bin vollständig offen für altnerative Behandlungen und neue Erkenntisse. Aber für mich müssen sie fundiert sein und nicht auf Gerüchten basieren. Für mich zählt am Ende des Tages das, was für mich nachvollziehbar und logisch darstellt.


    Alle Diskussionen die ich mit Menschen über alternative Heilungsmethoden bisher geführt habe, sind in die esoterische Richtung abgedriftet. Und was ich am Schlimmsten dabei finde, sie unterstellen dem Erkrankten immer eine gewisse Mitschuld. Ich denke da an meinen Reiki-Fastenleiter, der meinte mein Tumor wäre ein Trauma, was es aufzuarbeiten gilt.

    Da verlasse ich mich doch lieber auf die Statistik und auf eine fundierte universitäre Ausbildung der Ärzte. Aber immer im Wissen dass Naturwissenschaft und Statistik nie die Wahrheit und nie den Einzelfall abbildet. Was man mit diesem Erkenntisschatz anfängt, muss jeder mit sich selbst ausmachen.


    Liebe Grüße vom Busenwunder

  • Ich glaube das viele Menschen einfach zu oft von Medien fehlgeprägt sind. Da sind man Filme, wo Krebskranke wie halbtote Skelette dargestellt werden, die monatelang in Decken gewickelt, bleich und zittrig sehnsüchtig ausm Fenster rausgucken und am Ende sterben.

    Wenn ich mir die Mädels hier angucke, sind die meisten Lichtjahre von den diesem Medienbild entfernt.

    Manche gehen arbeiten, andere zum Sport, reiten, treffen sich mit Freunden...nehmen relativ aktiv am Leben teil:thumbup:

    Das müsste man mal im Fernsehen zeigen:rolleyes:

    Glaub echt, das viele sich aus Angst gegen die Chemo entscheiden. Nur leider ist Angst wirklich der schlechteste aller Ratgeber:rolleyes:

  • Ronda 👍👍👍 ... dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Das sehe ich genauso.


    Da fällt mir eine Situation passend dazu ein. Die ist mitunter auch der Grund, warum ich neiner Nachbarschaft nichts von meiner Diagnose gesagt habe. Und dass obwohl wir uns schon viele Jahre kennen.

    Aber ich habe vor etwa 15 Jahren eine Krebserkrankung bei einer Familie (Mutter und Tochter an TNBK erkrankt, hinzu kam BRCA1 Trägerinnen. Dadurch lies sich die andere Tochter profilaktisch mitoperieren) bei uns in der Nachbarschaft mitbekommen. Hier passt jeder auf, was der andere tut oder nicht tut; was er hat, was er nicht hat (Einbrecher hätten bei uns im Viertel mit Sicherheit keine Chance😂). Das nur am Rand ....nun wieder zum eigentlichen Thema: Jedenfalls war das ein Getratsche. Die wurden ab Chemobeginn verbal schon für Tod erklärt, obwohl sie noch lebten. Letztendlich sind sie aus der Straße weggezogen. Der Psychodruck war einfach zu groß. Anstatt Hilfe und Unterstützung haben sie nur Getuschel hinter dem Rücken erfahren müssen. Das Bild von Chemo ist gei vielen Aussenstehenden leider veraltet. Genauso das Thema Krebs. Krebs gkeich Tod. Dabei ist die Medizin mittlerweile viel weiter.

    Aus diesem Grund schweige ich, denn das brauche ich echt nicht!!!!


    Ach ja, die drei Frauen leben übrigens immer noch Mund gelten als Krebsfrei😀👍. Die Töchter stehen beide zu 100% wieder im Berufsleben. Bei der Erkrankung damals waren sie 26 Jahre. Die Mutter geniesst mit ihrem Mann mittlerweile das Rentendasein.


    Triple Negativen BK kann man somit langfristig überleben ... und das sogar ganz klassisch mit "der bösen" Chemotherapie.


    Dieser Fall mit den drei Frauen ist meine persönliche Antriebskraft, dass ich diesen Knilch besiegen kann💪.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup: