1 Jahr nach Chemo - wie geht es euch ?

  • Ruby_47 , mach dir deshalb keine Gedanken. G3 bedeutet auch ein sehr gutes Ansprechen auf die Chemotherapie. Aber ich weiß wie das ist, man googelt Prognosen und versucht sich irgendwie zu beruhigen. Es macht Angst was man liest oder zu hören bekommt.


    Wenn ich mal wieder Panik hatte während der Chemo habe ich mir nen Arzttermin verschafft. Ich musste dann einfach mit einem Fachman sprechen. Für die Fragen, die da nicht geklärt werden konnten ging ich zur Psycho-Onkologin. Durch Ihre Erfahrung mit vielen Krebspatienten hatte sie auch bei meinen, immer wiederkehrenden Fragen, gutes Basiswissen und einfach mal ein offenes Ohr. Es hat mir gut getan wenn jemand gesagt hat, dass es wieder besser wird. Natürlich weiß das niemand, aber es weiß auch niemand dass es nicht besser wird!!


    Deshalb Kopf hoch und einfach durch. Wenn ich das geschafft habe, kannst Du das auch.....8o

  • Bei mir ist seit der Diagnose im April 2017 auch mehr als ein Jahr vergangen. Ich hatte in einer Brust ein Inflammatorisches Mammakarzinom, also gar keine gute Prognose. Ein Lymphknoten war befallen, aber nicht kapselübergreifend. Nach der üblichen Chemo habe ich ein Mastektomie beidseitig auf eigenen Wunsch machen lassen und auch noch die übliche Bestrahlung. Leider konnte ich nur 9 Monate einen Aromatasehemmer nehmen (mein Krebs war zu 98% hormonabhängig), da die Nebenwirkungen zu stark waren. Tamoxifen darf ich nicht nehmen, da ich wegen des Ports eine Thrombose hatte. Seit August nehme ich mit Zustimmung der Ärzte gar nichts mehr, und jetzt geht es mir körperlich fast so gut, wie vor der Erkrankung. Ich habe meine Tumorzellen zählen lassen, da ich ja keinen Aromatasehemmer vertrage und bin in der glücklichen Lage, dass zur Zeit 0 freizirkulierende Tumorzellen in meinem Blut sind. In einem Jahr werde ich den Test wiederholen und hoffe, dass es so bleibt. Für alle, die jetzt noch in der Chemo sind, kann ich nur sagen, habt Mut, es wird wieder besser. Haltet durch. Alles Gute für euch.

  • Danke für Deine aufmunternden Worte liebe Gretchen73

    Seit gestern liegt hier auf meinem Schreibtisch der Flyer eines ortsansässigen Psychoonkologenteams. Da werde ich am Montag gleich mal fragen, ob ich einen Gesprächstermin bekomme. Ich glaube, einen Psychoonkologen zusätzlich mit ins Boot zu nehmen, wird mir jetzt gut tun.

    Anfangs dachte ich, ich bräuchte das nicht unbedingt :rolleyes:


    Jonna auch Dir danke für Deine Worte .... ich hatte bis jetzt immer Gedanken, dass ein hormonabhängiger besser gewesen wäre als ein TN, aber da sieht man s mal..... kann auch anders laufen ?(


    Es bestärkt, dass Ihr es so gut überstanden habt. Diesen Thread hier werde ich wohl noch ziemlich oft brauchen, um mir den nötigen Mut noch aufzubauen und "anzulesen" *grml*

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."

    Johann Wolfgang von Goethe


    Auf so wenig Nebenwirkungen wie möglich und so viele wie nötig :hug:

    Stärke und Sonnenscheintage so viele wie möglich wünsche ich Euch allen und dass die dunklen Schatten stets einen Lichteinfall bereit halten <3

  • Hallo Ihr Lieben,


    auch ich bin seit Anfang Oktober 2017 mit der Chemo durch. Nach Bestrahlung, Reha und Wiedereingliederung bin ich seit 01. April 2018 wieder Vollzeit am Arbeiten. Letztes Jahr im April wo ich die Diagnose BK hormonabhängig bekommen haben brach auch für mich erstmal eine Welt zusammen und die Ärzte sagten mir die nächste 12 - 15 Monate werden nicht sehr schön. Mit dem Wunsch schnell diese Zeit zu überstehen sitze ich jetzt heute hier und genieße meinen Resturlaub, den ich im letzten Jahr nicht nehmen konnte ....

    Die schlechte Zeit geht vorüber. Geduld war noch nie meine Stärke, damit hatte ich während der Therapie am meisten zu gekämpft.

    Für min. 5 eher 10 Jahre soll ich Tamoxifen nehmen. Ende Januar 2018 habe ich damit gestartet und hab in den ersten Monaten mit wirklich schlimmen Hitzewellen zu tun gehabt. Bis mir eine Heilpraktikerin zu einer Ernährungsumstellung geraten hat. Ich sollte es versuchen meinte sie nur. Gesagt getan ! 2 Monate später waren mit der Umstellung meiner Ernährung die Hitzewellen immer weniger geworden. Ich hatte schon Panik bei dem warmen Sommer den wir dies Jahr hatte ..... Aber heute kann ich sagen, dass ich mit ein bis zwei Hitzewellen am Tag Leben kann. Sonst habe ich keine Einschränkungen mehr. Meinen Sport habe ich noch mehr verfolgt und die Steifen Knochen hab ich jetzt auch nicht mehr. Das Einzige was mir bleibt sind die körperlichen Narben. Ich hatte eine Ablatio und noch keinen Wiederaufbau. Damit lasse ich mir und meinem Körper Zeit. Für meinen Mann ist es in Ordnung. Ohne ihn und Freunde und Familie die mich immer sehr gut unterstützt und begleitet haben wäre ich nicht durch die Zeit gekommen.

    Heute denke ich nur noch wenig an einen Rückfall. Ich schaue einfach nach vorn. Sicher kommen diese Gedanken auch, aber die gehören nicht in mein neues Leben. Ich sehe die Erkrankung als zweite Chance und gehe jetzt anders damit um.


    Ich wünsche euch allen weiterhin viel Kraft und Geduld für die weiteren Behandlungen.

    Liebe Grüße :)

    Wolke7

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    Laufe nicht der Vergangenheit nach,

    und verliere dich nicht in der Zukunft.

    Die Vergangenheit ist nicht mehr.

    Die Zukunft ist noch nicht gekommen.

    Das Leben ist hier und jetzt .

    ( Buddha)

  • Hallo Ruby_47 ,

    natürlich schaffst Du das auch so wie wir.....während der Therapie hab ich es auch nicht geglaubt,da jede Chemo sich wie ein Kaugummi gezogen hat.Das ist schon eine lange,kämpferische Zeit.Im nachhinein ist es aber irgendwie doch schnell vorbei gegangen.

    Halte durch und danach geht es aufwärts,glaube mir.

    Ich wünsche Dir dabei alles Gute

    Giecher:*

  • Liebe Ninasch1976 !


    Danke, dass Du diesen Thread eröffnet hast. Hatte auch bereits an sowas gedacht, weil die Gedanken immer wieder im Kopf kreisen, obwohl meine Therapie seit 15 Monaten beendet ist. Es gibt bessere und weniger gute Tage. Hier im Forum zu lesen beruhigt mich, weil so viele mutmachende Einträge zu finden sind. :) Obwohl es oft zum Weinen ist, wieviele neue sich an diesem Ort finden und wie hart der Kampf für die meisten ist. Und trotzdem - die "Hundstage" gehen vorbei, und sie sind der Schlüssel für ein weiteres Leben. Wie lange es dauern darf, weiß keiner, ob mit oder ohne K....


    Mir geht es körperlich ziemlich gut, bis auf leichte Schmerzen in den Zehen post Chemo und ein paar andere Zipperlein, die nicht unbedingt als Therapiefolge einzustufen sind. Ich bin wieder vollzeit in den Beruf eingestiegen und freue mich seit kurzem, die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung genießen zu können. Das ist purer Luxus für mich, nicht die gesamte Energie ins Arbeitsleben stecken zu müssen und nun auch anderen Aktivitäten nachgehen zu können. Habe früher gerne Sport gemacht, und da K-Zellen bekanntlich keinen Sauerstoff mögen, möchte ich ihnen keine neuerliche Chance geben. 8o


    Wünsche Euch allen einen "freien" Kopf, frohen Mut und Geduld mit Euch selber und mit den anderen! ;)

    glg ML