Stanz-/Vakuumbiopsie

  • Ich habe meine Triple negativ Diagnose vor knapp zwei Wochen bekommen. Ich beginne am Dienstag mit der Chemo und bin froh, dass es endlich losgeht. Ich habe vor mit ganzer Kraft zu kämpfen. Mir ist noch nie was geschenkt worden im Leben. Was mich stresst und wütend macht, ist die Tatsache, dass man immer in örtlicher Betäubung an mir rumschnippeln will. Das mach ich nur unter Narkose. Die Diagnose und die Begleitumstände sind Sch...., da brauch ich nicht noch unnötig leiden, weil irgendwelche Herren und Krankenkassen beschlossen haben, dass man mir das zumuten kann. Besonders sauer macht mich, dass die Biopsie als kleiner Pieks dargestellt wird, obwohl alle Ärzte wissen, dass eine Biopsie weh tut.

    Schöne Grüße aus Stuttgart.

  • Glückwunsch. Ich habe im Umfeld drei Frauen, die sagten : Nie wieder. Inzwischen haben mir 10 Ärzte mit denen ich aktuell Kontakt hatte, bestätigt:"Natürlich/ Klar tut eine Biopsie weh." Die letzte Ärztin fragte aber, ob ich die Biopsie schon gemacht habe, bevor sie antwortete.

    Ich kann keinem Arzt vertrauen, der wider besseres Wissen von einem Pieks spricht, weil der Aufwand größer ist und die Kassen Narkosen nicht bezahlen wollen.

  • Die Stanzbiopdie fand ich überhaupt nicht schlimm, hatte gar keine Narkose.

    Die war so schnell vorbei, da hatte ich gefühlt nicht mal Zeit zum Luft holen 😳.

    Auch das Port setzen unter örtlicher Betäubung war nicht schlimm, ich konnte nach drei Stunden wieder nach Hause und war froh, nicht über Nacht in der Klinik bleiben zu müssen.

    Aber jeder Mensch hat auch ein andres Schmerzenpfinden.

  • Hey,

    ich bekam zwar vor der Stanzbiopsie eine Spritze, due als Betäubung angekündigt wurde, aber da die Biopsie DIREKT im Anschluss gemacht wurde, war diese SEHR schmerzhaft. Obwohl ich gar nicht wollte, flossen mir die Tränen vor Schmerzen. Der Arzt nahm insgesamt 5 Proben und bei jedemmal hab ich gehofft, dass er bald fertig ist. Meine Brust hatte danach für fast 3Wochen einen Bluterguss in allen Farben. Ich muss das auch nicht nochmal haben. Den Port einsetzen mit örtlicher Betäubung und "Leichtschlaf"(keine Narkose!!) hingegen fand ich nicht so schlimm. Bin auch nach 3h wieder nach Hause und habe mir nur am gleichen Abend und nächsten Morgen ne Novalgin gegönnt, obwohl der Arzt meinte ich könnte 3/Tag nehmen.

    Ich gebe Ronda recht, für alles ist keine Vollnarkose nötig, aber eine ehrliche Aufklärung und Zeit, bis die Betäubung wäre wirklich wünschenswert liebe Geli .

    LG

  • Ich kann keinem Arzt vertrauen, der wider besseres Wissen von einem Pieks spricht, weil der Aufwand größer ist und die Kassen Narkosen nicht bezahlen wollen.

    Also ich will unbedingt angelogen werden:D. Ich stell mir vor, da steht der Arzt mit dem Stanzgerät vor mir und sagt " Soo Frau P., ich will mal nichts schön reden, das wird jetzt schweinemässig weh tun" ... ja super, anstatt mich zu entspannen liege ich da jetzt geschmeidig wie ne Marmorplatte, total verkrampft und dann tuts nämlich tatsächlich weh.

    Oder stell Dir vor eine Mama geht mit ihrem Kind zum Kinderarzt, weil die Impfung ansteht. Der liebe Doktor sagt der Kleinen erstmal, das es gleich richtig Aua macht, wenn der Doktor jetzt das lange spitze Ding in den Oberarm rammt=O...na herzlichen Glückwunsch, da ist dann Alarm in der Hütte.

    Ärzte müssen manches schön reden, weil wir sonst völlig verkrampfen und das machts nicht leichter.


    Es wird auch keinen Arzt geben, der eine Stanzbiopsie unter Vollnarkose macht. Nicht weil es zu aufwendig ist oder die Kassen es nicht zahlen, sondern weil es schlicht nicht nötig ist. So ne Narkosespritze enthält ja keine Vitamine oder Mineralien, das Zeug ist auch nochmal ne zusätzliche Belastung für den Körper.


    Und ich glaube auch, die Menschheit gäbe es so gar nicht, wenn Eva damals gewusst hätte, was ne Geburt für bedeutet...

  • Liebe Geli, Ronda, Sonnenglanz,

    lese gerade Eure Biopsie-Erfahrungen und da kommt bei mir keine Freude auf, von dem Anlass mal abgesehen. Hatte letztes Jahr im April eine Vakuumbiopsie rechts. Daran fand ich nur schlimm die unbequeme Lagerung in Bauch-Lage auf dem Fischer-Tisch (bekam Muskelkrämpfe und danach noch länger anhaltende Nackenschmerzen, die Lagerung im MRT ist Wellness dagegen) und die Dauer der Prozedur, die bei mir länger ausfiel, weil eine neue MTA an mir eingearbeitet wurde. Ein mir endlos erscheinendes Gezerre an meiner Brust, bis sie richtig eingespannt war. Die Betäubung war ein kleiner Pieks, das Absaugen des Gewebes habe ich mehr gehört als gespürt. Kein Bluterguss. Die Brust hat eine kleine Narbe zurückbehalten. Diesen Donnerstag soll ich eine Stanzbiopsie bekommen, links, weil im MRT ein Herd gefunden wurde. Dass das schmerzhaft sein kann, habe ich mir bisher gar nicht klar gemacht. Muss man da auch auf dem Bauch - d. h. für mich auf dem Implantat rechts - liegen?

    Eine schöne Woche

    Lavara18

  • Liebe Lavara18 ,

    die Stanzbiopsie ist gegen die Vakuumbiopsie ein Klacks. Du kannst bequem liegen und es geht schnell. Glücklicherweise hatte ich zuerst die Stanze und erst danach die MRT gesteuerte Vakuumbiopsie, da diese bei mir sehr schmerzhaft war.

    Mach Dir keine Gedanken. Das wuppst Du locker!

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Hallo,

    Du irrst dich, ich habe meine Stanzbiopsie natürlich unter Vollnarkose erhalten. Und ich bin kein Privatpatient. Ich lass mich von Ärzten nicht anlügen. Ich haben eine Sch...-Diagnose mit entsprechenden Begleitumständen und sehe gar nicht ein, dass ich leiden muss, weil es für die Ärzte ein extra Aufwand ist und die Kassen die Kosten scheuen. Bei der Entbindung habe ich nicht mal Schmerzmittel gebraucht und habe auch vorher gewusst, dass es kein Spaziergang wird, aber das war ein natürlicher Vorgang und es war eine schöne Geburt. Die Ärzte haben mir das bestätigt, dass es um Aufwand und Kosten geht. Meine Schwester ist in der Leitungsebene einer Krankenkasse beschäftigt, d.h. sie trifft Entscheidungen und tippt sie nicht ab und mein Sohn ist Doktorand in der medizinischen Forschung und die sagen auch: Aufwand und Kosten.

    Ich bin es gewohnt den Dingen ins Auge zu sehen und werde meinen Krebs weiter kämpferisch angehen, aber ich lass mich - wie gesagt - ungern belügen und unnötig quälen. Magen- und Darmspiegelungen sind auch nicht schon immer in Kurz-Narkose gemacht worden. Bei Prostata-Biopsien geht man auch zur Narkose über. Wie verkrampft sind wohl die Patientinnen gewesen , die in den Foren über die Schmerzen oder gar ihr Trauma berichten?

    Wie soll ich einem Arzt vertrauen, der mich wider besseres Wissen belügt?

  • Die Stanzbiopsie war für mich ein schrecklicher Tag.Die Ärztin war sehr unfreundlich und unsensibel.Sie hat mir vorher das Mammographie Bild gezeigt und gesagt das das auf jeden Fall bösartig wär und die Biopsie nur noch wegen der Biologie gemacht wird.Ich war fix und fertig und hab den ganzen Tag geweint.Die Biopsie hat echt weh getan,sie hatten 5 Proben genommen und ich dachte sie hört nie auf.Also so eine kurze Gabe von Dormicum wie bei Gastro und Kolo fänd ich auch besser.Aber da gehts ums Geld.Die Port Op wurde auch unter örtlicher Betäubung gemacht,das hatte zwar weniger Schmerzen verursacht,hat aber ewig gedauert.Das fand ich da am nervigsten.

  • Hallo Ihr Lieben,

    besten Dank für Eure Antworten. Rückenlage klingt schon mal gut. Da kann ich besser locker lassen als in Bauchlage. Die Vakuumbiopsie letztes Jahr kam aus heiterem Himmel über mich, gleich nach der Vergrößerungsmammo im Brustkrebs-Screening. So eine überfallartige Untersuchung ist gar nicht verkehrt. Da ist keine Zeit, Ängste aufzubauen. Den Arzt kenne ich schon. Er hat mich letztes Jahr operiert. Sehr einfühlsam. Narkosen habe ich zwar sehr gut vertragen, aber die Leberwerte waren danach erst mal deutlich schlechter. Das muss ich auch nicht haben.

    LG

    Lavara18

  • Besonders sauer macht mich, dass die Biopsie als kleiner Pieks dargestellt wird, obwohl alle Ärzte wissen, dass eine Biopsie weh tut.

    ..und selbst, wenn sie es wissen...das Schmerzempfinden ist bei jedem unterschiedlich, ebenso wie das Temperaturempfinden. Mir hat‘s z. B. keine Schmerzen bereitet. Mein Gyn hat mir alles in Ruhe vorher erklärt und ich war wirklich entspannt.


    Und wenn du weißt, dass es dir weh tun wird, dann such doch einfach nach einem Arzt der dich in Narkose versetzt. :-). Und nach einem, der keine lange Nase kriegt, wenn er dir was erzählt :-)!



    Ronda „...geschmeidig wie eine Marmorplatte...“ 😂 Genau das meinte ich ! 😘

  • Tja Ronda, ich weiß nicht was Dich so amüsiert. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich hatte meine Biopsie am 07.11. unter Vollnarkose, obwohl ich keine Privatpatientin bin. Ich kläre meine Optionen gerne vorher ab und lasse mir nicht von Jemandem igendetwas erzählen. Wenn ich vor einem Eingriff belogen werde und das wird kein Arzt vorher sagen, dass es weh tut, wie soll ich diesem Arzt bei weiteren Therapie-Schritten glauben.

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  • "Wenn Sie so herumzappeln kann ich nicht richtig zielen!" Das hab ich zu hören bekommen. Ein Loch, vier Stanzen. Ich dachte auch, das kann doch nicht sein. Unsensibel, grob, vermutlich hatte die Ärztin keine Zeit. Die erste und die zweite örtliche Betäubung hatten kaum Zeit zu wirken.

    Im KH wurde dann diese Tumor-Markierung gesetzt (deren Namen mir grade nicht einfällt, X/) und das ging ohne dass ich etwas davon bemerkt habe. Ratz-Fatz. Ebenso der Port: Ohne Probleme, ohne Schmerzen, weder während des Eingriffs noch danach. Ich hab den Eindruck, dass manche niedergelassenen Ärzte solche kleinen Eingriffe zwar gerne machen, die im KH es aber besser können.

  • Tja Ronda, ich weiß nicht was Dich so amüsiert. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich hatte meine Biopsie am 07.11. unter Vollnarkose, obwohl ich keine Privatpatientin bin. Ich kläre meine Optionen gerne vorher ab und lasse mir nicht von Jemandem igendetwas erzählen. Wenn ich vor einem Eingriff belogen werde und das wird kein Arzt vorher sagen, dass es weh tut, wie soll ich diesem Arzt bei weiteren Therapie-Schritten glauben.

    Yep, wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Ich nehme an, dein Post ist die Antwort auf meinen, nicht auf den von Ronda. Was mich amüsiert ist Rondas Art zu formulieren, die ich witzig finde, falls du das wirklich wissen willst. Hab ich aber weiter oben schon erwähnt...kann man ...auch lesen.

    Lieber Gott Geli, dann wechsle den Arzt, das Recht hast du doch. Und dem nächsten Arzt sagst du, dass du schonungslose Offenheit willst. Manchmal muss man das einfordern und wenn es für dich passt, dann mach das doch. Es nützt doch nichts, wenn du uns mehrmals erzählst, dass du nicht belogen werden willst. Deine Adressaten sind die Ärzte.


    Zu deinem Post: Dass dein Beitrag von einer Mod geändert wird, um die Netiquette einzuhalten heißt schon was. Und ich empfinde es auch so.

    🌻 It doesn't matter where you go in life, it's who you have beside you! :hug:


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  • Guten Morgen liebe@Geli,

    hättest du keine örtliche Betäubung ?

    Ich hatte am Anfang über die Biopsie viel Horrorgeschichten gelesen. Und das bei mir,wo ich so ein Schisser vor Spritzen &Co.habe.

    Am Ende war es gar nicht mehr so schlimm.Ich denke,dass es auch darauf ankommt,ob die Ärzte gut Spritzen u.u.u. können. Ich kann nur von mir sprechen und es war die nicht so schlimm. Hatte so geheult vor Aufregung ..

    Auch danach hatte ich keine Beschwerden.

    Für mich war es gut,nicht jede Einzelheit darüber zu kennen .

    Und so zieht sich das durch die ganze Therapie ..

    LG

  • Liebe Geli

    Ich hatte vor vielen Jahren eine Stanzbiopsie tief in der Brust, da wurde nur die Haut vereist. Das hatte mir damals ziemlich weh getan. Dieses Mal hat meine Ärztin örtlich betäubt, nach und nach, da habe ich die Piekser der Betäubung mehr gespürt. Sie hat dann einen kleinen Schnitt in der Haut gemacht und 5x gestanzt. Das habe ich kaum gespürt. Diesmal sitzt der Tumor auch unter der Haut. Ich habe vorher gefragt da ich lieber vorher weiss was auf mich zukommt und damit ging es mir gut. Liebe Grüße fox