Stanz-/Vakuumbiopsie

  • Liebe Serg ,

    Sonnenglanz hat die Psyche erwähnt. Die kann einem in der Tat einen bösen Streich spielen. Weil ich schon mal eine Vakuumbiopsie hatte, bin ich in die Stanzbiopsie locker reingegangen. Die Prozedur ist wirklich harmlos. Aber die Angst vor dem Ergebnis nicht. Die saß mir danach buchstäblich im Nacken. Rotlichtlampe und Nackenwärmekissen konnten nichts gegen meine Nackenschmerzen ausrichten. Nach der Vakuumbiopsie der anderen Brust hatte ich solche Probleme nicht, weil ich damals viel um die Ohren hatte, was mich ablenkte. Mein Rat für die Tage nach Biopsie bis "Urteilsverkündung": Nimm Dir vor, was Dich ablenkt und Dir Spass macht, am besten in Gesellschaft, da bleibt das Kopfkino am ehesten stumm.

    Toi, toi,toi

    Lavara18

  • Liebe Ginome , weil in Deutschland ohne Stanzergebnis nicht operiert werden kann / darf. Juristisch vorgeschrieben. Der Radiologe, der die Stanze durchführen musste, war deswegen auch völlig angenervt, dass er mich noch mit der Stanze 'quälen' musste. 'sonst operieren sie nicht'.


    Für die Festlegung der Therapie war es auch gut, so war klar, dass die OP zuerst kam. Aber das wusste der Radiologe aus irgendeinem Grund auch schon bevor der pathologische Bericht vor lag . Er sagte, 30 Jahre Erfahrung und man weiß, wie der Hase läuft.



    LG Sonnenglanz

  • Leider wird bei mir keine Mammographie mehr gemacht vor dem Januar. Das einzige was ich machen kann ist jetzt ein Ultraschall bei meiner Frauenärztin aber da wird mann es eh nicht sehen. Das Brustzentrum meint das es ein lymphknoten ist. Bin total durcheinander und weiß nicht ob ich einfach bis Januar abwarten soll. Bzw. ob meine Frauenärztin was unternimmt weil sie es nicht ernst nimmt.

  • Liebe Serg . Ich kann Dir nur dazu raten, die Stanzbiopsie zu machen. Dann weißt Du 100 % ig was es ist und hast es aus dem Kopf. ❤️ Vor der Stanzbiopsie musst Du wirklich keine Angst haben. :hug:Ich habe sie als überhaupt nicht schlimm empfunden. Ich hatte leichte Schmerzen in der Brust, als die Betäubung raus war. Ungefähr so wie kurz vor der Periode. Arbeiten hätte ich an dem Tag allerdings nicht mehr können. Einen kleinen Bluterguß gab es auch aber alles absolut gut auszuhalten. Was Dich vielleicht außerdem ein wenig beruhigt : Ich hatte Verdacht auf ein lobuläres Karzinom. Dies stellte sich dann allerdings nach der Stanzbiopsie als eine sehr seltene gutartige Bindegewebswucherung ( PASH ) heraus. Zwar fand der Pathologe eine Vorläuferläsion von Brustkrebs in der Gewebeprobe, dennoch gab und gibt ( !! ) es vorerst Entwarnung. Also, Augen zu und durch :*Du schaffst das :hug:

  • Serg , warst Du zur Mammographie und Ultraschall beim Radiologen oder hat das Deine Frauenärztin selber in der Praxis gemacht?

    Du schreibst, dass in der Mammographie eine Auffälligkeit gefunden worden ist, die man aber im Ultraschall nicht sieht. Da fällt mir spontan nur Mikrokalk ein 🤔 Ein guter Radiologe kann auf den Röntgenbild in der Regel eigentlich gut erkennen, ob dieser harmlos ist oder nicht ( gruppiert). Sollte es das sein, kannst Du meiner Erfahrung nach eigentlich entspannen und unbesorgt die sechs Monate abwarten . Da könntest Du der Ärztin vertrauen ♥️ Ich selber habe ( zusätzlich zur PASH und LIN ) ebenfalls unauffälligen Mikrokalk in der Brust, der auch nur alle zwei Jahre per Mammographie kontrolliert wird. 👍

    Sollte die gefundene Auffälligkeit kein Mikrokalk und Deine Sorge zu groß sein , würde ich entweder nochmal mit der Ärztin sprechen oder mir eine zweite Meinung holen. :hug:

  • Bei mir steht evtl. eine zweite Biopsie an, da der Tumor nicht merklich kleiner geworden ist unter den 4 ECs. Mein Onkologe macht am Freitag einen US und entscheidet dann, ob noch einmal biopsiert wird. Ich nehme aber Blutverdünner wegen meiner Portthromobose und hatte nach der letzten Stanze schon einen mega-Bluterguss (noch ohne Blutverdünner). Mein Drüsengewebe ist wohl sehr dicht und er hatte Probleme überhaupt bis zum Tumor durchzudringen. Jetzt hattest du Sonnenglanz geschrieben, dass du auf dem Rücken lagst. Wurde direkt in den Tumor gestanzt? Bei mir ging der Onkogyn von der Seite rein (ich lag auch auf der Seite) und er schob die Hohlnadel quasi durch die halbe Brust bis er endlich angekommen war. Mein Tumor sitzt so ziemlich genau auf 12 Uhr. Da er auch sehr dicht unter der Haut sitzt, frage ich mich wie das bei euch gelaufen ist? Könnte er nicht einfach direkt den Tumor durch die Haut, unter der er sitzt, stanzen? Bei mir floss leider auch ein wenig Blut und das Hämatom hat Wochen "gehalten"=O

  • Liebe Serg , das Stanzen ist echt nicht schlimm, es knackt nur seltsam im Gerät und es piekt leicht.

    Bei meinem Rezidiv konnte man leider nicht stanzen, da der kleine Herd direkt hinter der Mamille lag, da mussten sie dann gleich mit einer OP ran, eine Stanze hätte ich vorgezogen, da ich so 2x operiert werden musste, aber das ist eine andere Geschichte.

    Wenn Deine Gyn. Dich nicht ernst nimmt, lass Dir doch eine Überweisung in ein anderes Mammazentrum geben zum Abklären. Du hast ein Recht auf eine Zweitmeinung.

  • Liebe Teafriend , das klingt ja furchtbar, und wahrscheinlich kann ich leider deine Frage nicht zufrieden stellend beantworten.


    Mit diesen Uhrzeiten als Ortsangabe habe ich so meine Schwierigkeiten. 12 Uhr versteh ich. Mein Tumor lag innen, also in der linken Brust zur rechten hin. Ich meine, das wäre etwa 9 Uhr. Da tritt Brustkrebs selten auf.


    Der Tumor lag nah an der Mamille und nah an der Haut. Die Biopsie erfolgte von 'innen zwischen den beiden Brüsten', also relativ direkt aber nicht von 'oben', also nicht kürzeste Strecke. Aber ziemlich kurz.


    Wenn der Tumor Kontakt zur Haut hat, wird BET unmöglich. Ich könnte mir vorstellen, damit in der Pathologie alles richtig gesehen werden kann, versucht man zu verhindern, Narbengewebe zwischen Tumor und Haut zu provozieren. Deswegen geht man etwas seitlich ran, damit der Sicherheitsabstand erkannt werden kann.


    Aber quer durch die Brust, warum das nötig sein sollte, das erschließt sich mir nicht.


    Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken.


    Ob du den Blutverdünner absetzen sollst, das musst du fragen.


    Ich drück dir die Daumen, dass alles gut geht. Alles Gute für dich. LG Sonnenglanz

  • Serg , natürlich kannst Du gleich nach der Mammographie einen Ultraschall machen lassen 👍👍👍 Ist bei mir auch gemacht worden, nachdem man in der Mammographie nur diese Auffälligkeit gesehen hatte aber aufgrund von zu dichtem Drüsengewebe nicht wirklich erkennen konnte, was es ist . Bei mir wurde der Ultraschall sogar noch am gleichen Tag gemacht.

    Im Januar muss ich wieder zur Mammographie mit sich anschließenden Ultraschall ins Brustzentrum. Das ist auf jeden Fall machbar !!

  • Serg sie meinte sicherlich den Abstand zu einer erneuten Mammografie. Da sollten sechs Monate zwischen liegen wegen der Strahlenbelastung. Ein Ultraschall kann jederzeit gemacht werden, da es keine Belastung für den Köroer darstellt. Du schreibst weiter oben, dass du im Brustzentrum warst und sie sagten, es wäre ein Lymphknoten. Ist denn das, was du getestet hast in der Achsel? Will das Brustzentrum keine Biopsie machen?

  • Liebe Teafriend ,


    ich meinte nicht Ultraschall sonder Röntgen🙈. Habs Falsch geschrieben. Nein das habe ich nicht getastet, das wurde nur in der Mammographie gesehen und auch nicht auf dem Ultraschall. Deswegen macht es mir ja so sorgen. Das was ich getastet habe, sagte die Ärztin das es so Fettansammlungen wäre. Da ich eine große Brust habe.