• .. da lichtet sich die Dunkelheit um mich herum

    .. da bin ich stolz auf mich, weil ich endlich Dinge in Gang gesetzt habe, die längst überfällig sind

    .. da spüre ich wie dankbar mein Körper reagiert auf den Sport

    .. da fühl ich mich endlich mal nicht mehr wie 80 +..

  • Es gibt Tage

    ... da geht ein wunderschönes Wochenende mit meinen Mädels aus der letzten Reha zu Ende

    ... da freue ich mich, dass es diesen Mädels gut geht

    ... da bin ich zu Tränen gerührt, weil auch unsere EK-lerin positiv rüberkommt, obwohl sie nach den Parb-Inhibitoren als austherapiert gilt

    ... da organisiere ich schnell das nächste Treffen, damit wir uns im Februar wieder sehen

    ... da knicke ich auf der Wiese um und liege jetzt mit geschwollenem Knöchel im Hotelzimmer (wird schon wieder, ist trotzdem doof)

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Es gibt Tage,

    ... Da lese ich die verzweifelten Berichte und ja, Hilferufe, der „Neuen“ und manch wieder Erkrankten und ich möchte alle umarmen und mit ihnen weinen und sie trösten.

    ... Da wünsche ich all diesen Frauen, dass sie aufstehen und kämpfen und realisieren, dass dies nicht das Ende ist, zumindest nicht das unmittelbare Ende, dass es für viele Heilung gibt, auch nach einem Rezidiv.

    ... Da bin ich so dankbar für die starken Frauen hier, die versuchen zu unterstützen und andere wieder aufzurichten, ja, dankbar auch für die, die hier mal salopp als „BK-Motivatoren“ bezeichnet wurden.

    ... Da bete ich, dass diejenigen, die kaum oder keine Chance auf Heilung mehr haben, ihren Frieden finden können, Erlösung von der Panik und von den Schmerzen, und dass sie verstehen, dass es auch für sie noch nicht das nahe Ende bedeuten muss.

    ... Und dass diejenigen, für die doch das Ende nahe gekommen ist, von lieben Menschen umgeben sein werden, und dass ihre Entscheidung, eine weitere Behandlung abzulehnen, akzeptiert wird.

    ... Da wünsche ich mir, dass ALLE ihr Leben zelebrieren und würdigen können, denn ALLE sind wertvoll, Kranke und Gesunde, und haben irgend jemandes Leben bereichert ...

    Denn das Leben ist schön, trotz allen Widrigkeiten, und wert, es gelebt zu haben.

  • Hosimo , liebe Simone, da muss ich noch 8 1/2 Jahre durchhalten, schaun mer mal ... schön wäre es und ich werde mein Möglichstes geben. Noch schöner, wenn ich Oma werden würde, aber das liegt (auch) nicht in meiner Hand 😉

    Ich wünsche Allen eine GUTE Nacht und etwas Abkühlung, aber dass Ihr vor Unwettern verschont bleibet. LG, Tina

  • Es gibt Tage.....


    .. Da gehe ich zur Antikörpertherapie und die geht, nach bereits 5 unproblematischen Gaben völlig in die Hose. Ich habe eine Art schweren Migräneanfall bekommen. Schlimmste Kopfschmerzen, völliger Verlust der Sehkraft. Na den ganzen Antihistaminen und Wässerchen deutliche Besserung. Zweiter Versuch. So starke Übelkeit, dass ich nicht mehr an mich halten konnte. Abbruch für immer mit Herceptin. Keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. =O


    ... Da sitzt eine Bekannte wieder mit im Chemoraum, die ich beim letzten nicht einordnen konnte, weil sie mit so stark wieder gewachsenem Haar da saß, ohne Perücke. Ich war begeistert. Da sehe ich, dass sie wieder "Aperol" im Beutel hat. Da kann ich sie später danach fragen und erfahre... Sie hatte Unterleibskrebs, habe nicht nach dem speziellen gefragt, mit Lungenmetas, die nach der Therapie alle verschwunden waren. Nach ihrer AHB bei der Nachsorge sind die Metas wieder da und noch mehr. =O


    ... da schreibe ich einen guten Freund an, wegen meiner Situation mit dem Herceptin. Seine Freundin ist Onkologin in Freiburg. (Zu meinem Onkologen habe ich nicht besonders viel Vertrauen und sie hatte es mir angeboten) Da erfahre ich, dass Mario wieder im Krankenhaus liegt und Chemo bekommt, weil sein Knochenkrebs wieder zurück gekommen ist =O;(


    Es ist soooo unfair. Er hatte es geschafft. Er kämpft wieder. Diese Krankheit ist so furchtbar ||||


    Ich denke an euch alle, drücke allen die Daumen für gutes Gelingen bei allem, wünsche euch allen nur das Beste...


    Ich bin so unendlich traurig und auch wütend.....

  • Liebe Heike967 ,


    fühl Dich einfach mal gedrückt. :hug:


    Leidest Du sonst auch unter Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen? Bei mir war es während der Chemotherapie so, dass mich an einem Termin meine Wetterfühligkeit einholte und ich der Ärztin fast auf die Füße gespuckt hätte. Ich bekam zu den restlichen Chemositzungen ein zweites Medikament gegen Übelkeit.


    Ich habe auch Antikörper bekommen und hatte nach der 7. Gabe mit heftigen Nachwirkungen zu kämpfen, es war fast so, als würde ich wieder Chemo machen. Einer anderen Patientin ging es nach der 6. Gabe der Antikörper so. Die weiteren Antikörpergaben verliefen bei mir problemlos.


    Hast Du wenigstens schon einen Termin für das Gespräch, wie es weiter geht?


    LG Lilyrose

  • Liebe Lilyrose ,danke für die lieben Worte :hug:.

    Nein, ich leide nicht an Wetterfühligkeit und habe auch selten Kopfschmerzen. Wenn dann mal ganz leichte. Das war gestern beängstigend, vor allem, dass ich nicht mehr sehen konnte. Mein Onkologe sagte nur, dass hab ich so noch nie erlebt. Das hilft dann auch nicht weiter. Man fühlt sich dann immer wie ein Jammerlappen. Ich bin nicht besonders empfindlich und auch ziemlich schmerzerprobt. Ich hatte am 14.11. schon meinen Termin für die nächste Sitzung. Der bleibt nun bestehen für das Gespräch, wenn ich da nicht schon in der Reha bin. Ich schaue mal, was mir die Bekannte dazu sagt.

    Sei lieb gegrüßt.

  • Liebe Heike967 ,


    ich :hug:dich einfach mal.

    Du hattest gestern einen wahrlich besch..enen Tag - eine schlechte Nachricht jagte die nächste. Dazu noch deine starke Reaktion auf die Antikörper. Kein Wunder, dass du traurig und wütend bist - das wäre ich auch.

    Bitte steck den Kopf nicht in den Sand - das haben hier schon viele versucht, inkl. mir ;) - jedoch ohne Erfolg ;). Wie Foris ziehen deinen Kopf immer wieder heraus!

    Ich drücke dir alle :thumbup::thumbup:, dass deine befreundete Onkologin dir Möglichkeiten der weiteren Behandlung aufzeigt oder dich zumindest beruhigen kann. Und ganz ehrlich - wenn du zu deinem akuellen Onkologen kein Vertrauen hast, dann solltest du evtl. wirklich über einen Wechsel nachdenken. Gerade für uns ist es so immens wichtig, sich gut aufgehoben und gut betreut zu fühlen. Das war ja auch bei mir der Grund, weshalb ich das BZ gewechselt habe - und ich habe es nicht bereut.


    Ganz viel Mut und Zuversicht sende ich dir :hug:


    LG

    Pschureika

  • Liebe Heike967 , auch ich bekomme Antikörper und habe schon mehrfach allergisch reagiert, mit Atemnot und Enge im Rachenbereich. Mittlerweile haben wir eine Form der Verabreichung gefunden, wo nichts mehr passiert. Ich bekomme mehr Antihistaminikum und Kortison als normalerweise üblich. Die Antikörper selbst werden ganz langsam infundiert, sozusagen in Zeitlupe. Nach der halben Infusion bekomme ich Kochsalzlösung, dann die restlichen Antikörper, wieder in Zeitlupe. Ich bin dann zwar sechs Stunden in der Praxis, doch die verschlafe ich, dem Antihistaminikum sei Dank. Vielleicht wäre das für dich eine Möglichkeit? Oder sie geben dir andere Antikörper?

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Es gibt Tage...


    - da freue ich mich einfach nur, gut 1,5 Std. Nordic Walking zu machen, trotz eingegipster Hand, und das komplett schmerzfrei!


    - da kann ich das sonnige Herbstwetter sich richtig genießen und gar nicht genug davon bekommen.


    - da ist das Leben einfach nur schön, und ich fühle mich reich beschenkt!

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.