Zuschüsse vom Arbeitgeber

  • Weiß hier jemand wie es sich mit Zuschüssen vom Arbeitgeber während der Zahlung vom Krankengeld verhält? Im speziellen meine ich den Zuschuß zum Kindergarten und die 44 Euro steuerfreier Sachbezug. Zahlt das der Arbeitgeber weiter oder fällt das weg?

  • Die Zuschüsse fallen definitiv weg. Sie sind zwar steuerfrei, aber dennoch Bestandteil der Vergütung. Mit dem Weihnachtsgeld könnte es im Einzelfall anders sein. Das ist keine Vergütung für geleistete Arbeit, sondern eine so genannte Gratifikation. Je nach Regelung im Arbeitsvertrag / Tarifvertrag kann das auch während des Krankengeldbezugs erhalten bleiben. Es lohnt sich, die Klausel zum Weihnachtsgeld mal von einem Fachmann (oder Fachfrau;)) checken zu lassen.

  • Nachtrag zu Johanna14 : der Anspruch auf urlaubsgeld (Nicht Das urlaubsentgelt das im Urlaub weiter läuft, sondern das zusätzliche Geld) ist üblicherweise an den Urlaub gekoppelt. Sollte der Urlaub nicht aus irgendwelchen Gründen verfallen, entsteht der Anspruch dann, wenn ihr nach der Genesung den alten Urlaub nehmt.

  • Heideblüte , ich glaube, das hängt auch davon ab, wie das gekennzeichnet wird, oder?

    Ich weiß das nicht mehr so genau, da sie uns diesbezüglich alles gestrichen haben. 👿

    Aber früher war es es so, dass wir das Urlaubsgeld immer in der Mitte des Jahres bekommen hatten, und es auch nicht beantragen mussten, o.ä.

    Deshalb denke ich, dass auch das vom Arbeitsvertrag abhängt, so wie Johanna14 das auch sagt.


    LG

    Milli

  • Milli dass Urlaubsgeld einmal im Jahr ausgezahlt wird, hat meist abrechnungstechnische Gründe, ist halt einfacher, meist gibt es dazu eine Klausel im Tarif- oder Arbeitsvertrag. Wenn es wirklich Urlaubsgeld ist, ist die Zahlung an die Gewährung von Urlaub gekoppelt und kann nicht so einfach gestrichen werden.


    Was ich aber in diesem Zusammenhang auch nicht unwichtig finde, ist das Thema Betriebliche Altersversorgung. Je nachdem, was man für einen Vertrag man hat, ruhen auch da ggfs. die Zahlungen während des Krankengeldbezugs. Ich hatte das Glück, dass ich einen Vertrag habe, bei dem im Falle der Berufsunfähigkeit die Beiträge von einer Versicherung übernommen werden. Nach den Klauseln dieses Unternehmens war ich während der Therapie berufsunfähig.


    Also: unbedingt alle Verträge checken und beraten lassen!

  • Heideblüte , vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Oft steht in den Verträgen das Wort Urlaubsgeld ja gar nicht drin.

    Bei mir damals stand nur sowas wie 1,8 Gehälter als Gratifikation, die Zeit, wann es ausgezahlt wird, und das man kein Recht darauf hat. Ist nicht genau der Wortlaut gewesen, viel eleganter, aber so in der Art. Sie konnten es also jederzeit kürzen oder kündigen.

    Trotzdem sprachen wir von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das meinte ich.

  • Milli dann ist es kein Urlaubsgeld sondern eine Gratifikation. ich meinte explizit das Urlaubsgeld, welches vertraglich so heißt und auch welches ist. Das ist ja sinngemäß auch das, was Johanna14 zum Weihnachtsgeld schreibt. Es wird alles mögliche als "Weihnachtsgeld" bezeichnet, dabei ist auch da sehr zu differenzieren.

  • Bei mir wird das Krankengeld für 9 Monate durch den Arbeitgeber aufgestockt. Urlaubsgeld habe ich bekommen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich gar nicht geguckt habe in welcher Höhe .... sollte ich dann doch mal machen.

    LG friluftsliv


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    Man muss das Leben nicht verstehen, es reicht, wenn man sich darin zurecht findet.

  • Bei mir wird das Krankengeld 9 Monate durch den AG aufgestockt bis zur Höhe des ehemaligen Nettogehaltes. Weihnachtsgeld wurde ebenfalls bezahlt. Essenszuschüsse etc. fallen aber weg.

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  • Hallo ihr alle,

    Ob ich in diesem Thema richtig bin, weiss ich leider nicht, habe aber kein besser passendes gefunden.

    Also, ich hätte jetzt hier mal eine Frage zur betrieblichen Altersvorsorge, VBL PflichtZusatzversicherung öffentlicher Dienst bei Angestellten.

    Ich bin seit Ende September im Krankengeldbezug, bekomme also gar kein Gehalt mehr vom Arbeitgeber.

    Dieser stellt mir jetzt jeden Monat ohne Gehaltszahlung ca. 73€ in Rechnung, die ich am Ende der Krankengeldzahlungen, egal ob dann wieder berufstätig, BU-Rente oder erstmal Arbeitslosengeld, in einer Summe zurück zahlen muss.

    Wenn ich z. B. ein Jahr Krankengeld bekomme, waeren das ca. 900€.

    Das klingt aber eigentlich sehr unfair.

    Ich weiss nicht, wie ich das dann zurückzahlen kann. Das Geld wird doch nicht mehr. Ich mache also gerade bei meinem Arbeitgeber Schulden, obwohl ich gar nichts verdiene.🙁

    Gibt es hier andere Foris, denen es auch so geht? Oder hat jemand Tipps, wie man/frau aus der Nummer rauskommt?

    Danke schonmal für Antworten. Und viele liebe Grüße. Mimosa

  • Mimosa

    Ja, das leidige Thema kenne ich, hab mich damit im Sommer rumgeschlagen, also mir hat man es so erklärt: solange ich Krankengeldzuschuss (KGZ) beziehe, was uns im Öffentlichen Dienst ab 1.Tag im Krankengeld zusteht unabhängig von der Dauer der Zugehörigkeit (alles andere verstößt gegen EU-Recht) und dann aber nach Zugehörigkeitszeiten unterschiedlich lang gezahlt wird (s. Tarifvertrag), solange wird die betriebliche Rente/VBL jeden Monat abgeführt bezogen auf das fiktive Bruttogehalt (KG brutte + KGZ brutto), also wie im letzten Monat Deines Gehalts.


    Ich hatte sogar noch ein Firmenticket, das mir dann ebenso monatlich in Rechnung gestellt wurde, hab ich sofort gekündigt, beweg mich ja eh kaum in Öffis, kann ich auch mal ein Einzelticket kaufen....


    Wenn Du kein KGZ bekommst, was mich sehr wundern würde, schau in Euren Tarifvertrag, kontaktiere Deine Gehaltsstelle/Personalabteilung und binde den Personalrat ein, gerade wenn Du jetzt nicht die Kraft oder den Nerv hast, Dich darum zu kümmern. Es könnte an der Kommunikation Krankenkasse (KK) und Arbeitgeber (AG) liegen.


    Ein Tipp: bei mir war es so, dass die KK keine Rückmeldung zur Höhe des gezahlten Krankengeldes an meinen AG gegeben hat und daher kein KGZ berechnet werden konnte drei Monate lang (anstatt dass meine AG mal selbst nachfragt, haha), also hab ich die KK kontaktiert, dann lief es endlich, und gleich beim AG einen Abschlag erbeten. Bei uns wird turnusmäßig einmal im Monat die Zahlung angewiesen, alles andere zwischendurch muss händisch eingegeben werden, und nochmal einen Monat (dann wären es vier) wollte ich nicht warten.....


    Grundsätzlich kannst Du bei der Rückforderung auch Ratenzahlung mit Deinem AG vereinbaren, bei Problemen würde ich immer den Personalrat empfehlen einzuschalten, die haben eh wegen der Abläufe einen direkten Draht zur Personalabteilung.


    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.....LG ;)

    Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. (Kafka)


    Voll Zuversicht, Dank Wärme, Energie und Licht.

  • Ja genauso war es bei mir auch. Und durch den Krankengeldzuschuss sind dann keine Schulden entstanden und ich habe noch jeden Monat nett Geld überwiesen bekommen. Ich habe den Krankengeldzuschuss der ja auf 100% Gehalt aufstockt ausgeschöpft und bin erst danach in Rente gegangen. Da musste ich bei KK und RK etwas drum kämpfen aber hat geklappt. Liebe Grüße Kati

  • Liebe Lucia0605 und Kati66

    Danke für eure Antworten.

    Im Prinzip hat man mir das erstmal auch so erklärt, nur, ich bekomme keinen Zuschuss zum Krankengeld, laut Berechnung Krankenkasse und Arbeitgeber (Agentur für Arbeit🤔, ist ganz sicher auch nicht der sozialste Arbeitgeber ...)

    Aber der Tipp mit dem Personalrat ist gut, den werde ich da mal einschalten.

    Liebe Grüße.

    Mimosa