Die Zeit danach...oder auch der Alltag hat uns wieder

  • Hase


    👍👍👍👍👍👍


    Ich kann alles, was du schreibst so unterschreiben.


    Auch ich nehme noch Tamoxifen und zu mich schwer damit, mich „gesund“ zu fĂŒhlen und sehe es auch eher so, dass derzeit kein Krebs in meinem Körper erkannt werden kann.


    Auch hat die Zeit wirklich tolle Erfahrungen gebracht, reicht aber ehrlicherweise auch fĂŒr den Rest des Lebens!!!


    Ich wĂŒnsche dir viele tolle unbeschwerte Jahrzehnte und dass Duellen schönen Weg fĂŒr dich durchs Leben findest!

  • Liebe Hase ich bin noch auf der Suche, in welchem Zustand ich mich derzeit befinde, aber ich glaube, das was du schreibst, kommt dem schon sehr nahe. Jedenfalls inspirieren mich deine Worte zum Nachdenken. Vielen Dank dafĂŒr!

    Liebe Kyscia auch dein Satz: ...reicht aber fĂŒr den Rest des Lebens, passt, zumindest was die Krankheit betrifft, aber tolle Erfahrungen wollen wir doch sicher noch mehr machen;)

  • pegesa 😉ja, das war rein auf die Erfahrung Krebs bezogen. Andere, schöne Erfahrungen sind herzlich willkommen.


    Ich hoffe, dass das Thema Krebs auf meiner To-do-Liste des Lebens jetzt einen Haken hat und ich damit nie wieder oder erst im ganz hohen Alter wieder etwas damit zu tun haben werde...


    Gehts dir gut mit dem Tamoxifen?

  • Liebe Hase , wie recht du hast. Dieses schlummernde Alien in uns soll nie wieder wach werden.


    Allerdings haben auch diejenigen, die kein erwachtes Alien austreiben mussten, diverse Aliens in sich. Sie wissen es nur nicht so gut wie wir.


    Und deswegen sehe ich mich eher als gealtert und behindert an, mit der Option, dass die Krankheit wieder kommen kann. Bis irgendwas andres kommt, versuche ich, mich als gesund zu betrachten. Und versuche, mir möglichst viel MobilitĂ€t zu erhalten. Es ist alles mĂŒhsamer geworden. Und leider kann ich dem Ganzen noch gar nichts Positives abgewinnen. Auf all diese Lebenserfahrung hĂ€tte ich gut verzichten können.


    Trotzdem ist es nicht furchtbar. Ich komm relativ gut klar, meistens jedenfalls.


    Liebe Der Lotte , ĂŒber deine Worte denke ich viel nach. Beim Familienfestle, bei dem ich grad war, habe ich fest gestellt, dass zwei meiner (eingeheirateten) Anverwandten mir ziemlich fremd sind. Mit allen anderen komme ich super zurecht. Ich kann es nicht erklĂ€ren, es hat gar nicht so viel damit zu tun, daß ich mich durch sie allein gelassen fĂŒhle. WĂ€hrend meiner Therapie haben sie sogar mal angerufen, was sie vorher nie taten.


    Nur irgendwie sind die inneren Haltungen ganz unterschiedlich und obwohl man nebeneinander saß, hatte man sich wenig bis nix zu sagen. Ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen möchte und ĂŒberlege tatsĂ€chlich, welche Ausrede ich bei möglichen, weiteren Einladungen erfinde, damit ich diesen beiden aus dem Weg gehen kann. Nicht, weil sie mich Ă€rgern, sondern weil ich in der Zeit lieber etwas anderes getan hĂ€tte.


    OK, in diesem Fall gab es keine andere Wahl und mein Göttergatte war sehr dankbar, dass ich mit war. Und diese unproduktiven Zeiten hielten sich in Grenzen...


    Ich habe beschlossen, ich muss das nicht heute entscheiden. In einem Monat habe ich wieder die Kraft, mir die Geschichten anzuhören, die mir wenig bringen.


    Was ich sagen möchte: Du mĂŒsstest nicht unbedingt die Kontakte nicht kappen, du könntest den Austausch auch minimieren.


    Wichtiger finde ich : wie findest du jemanden, mit dem du dich so gut verstehst, dass du blind vertrauen kannst. Da fÀllt mir wenig ein. Die Walking Gruppen hier sind sehr beliebt, um gleichgesinnte Menschen kennen zu lernen. :/Und : wer dir wirklich schadet, der sollte aus deinem Leben verschwinden.


    LG Sonnenglanz

  • Sonnenglanz Ja sicher, die inneren Haltungen sind immer anders. Ich habe eigentlich immer recht schnell raus, wer mir gut tut und wer weniger.

    Es ist ja nicht so das ich absolut keine Freunde habe, aber doch keine die auch wenns mir nicht ganz so gut geht oder auch mal spontan da sind und vor allem auch wirklich zuverlĂ€ssig. Verabrede ich mich (egal ob Termin noch am selben Tag oder Wochen/Monate spĂ€ter liegt) kann ich von 10 x mindestens 9x davon ausgehen das ich doch allein da stehe. Wenn ich GĂŒck habe wird mir noch abgesagt, öfters passierts aber das ich ĂŒberhaupt keine Reaktion bekomme.


    Wennn ich nicht diejenige bin die den Kontakt aufrecht hÀlt dann hÀtte ich noch weniger Freunde. Aber hinterher laufen habe ich sowieso schon aufgegeben. Das ist es nicht wert.

    Keine Ahnung was ich falsch mache, oder ob ich einfach zu hohe Erwartungen habe?


    Wehe, wehe wenn ich mal nicht so funktioniere wie es andere haben möchten oder mal einen anderen Termin habe, dann kann ichs sowieso vergessen.



    So kleine I-TĂŒpfelchen wie heute bringen dann das Fass zum ĂŒberlaufen. Auch wenn ichs nicht wirklich persönlich nehme.........warum schafft es eine Apotheke nicht mich anzurufen wenn sie die Bestellung nicht machen können? Wo bleibt da die ZuverlĂ€ssigkeit? Hat zwar weniger was mit Freundschaften zu tun, aber letztlich erlebe ich diese UnzuverlĂ€ssigkeit in allen Lebenslagen.

  • Liebe Kyscia das glaube ich dir gerne. Ich nehme das Tam jetzt seit letzten Donnerstag, also noch nicht so lange, habe die letzten tage immer etwas Kopfschmerzen und Magendruck mit Übelkeit. Das muss nicht vom TAM kommen, könnte auch mit der Hitze zu tun haben. Ich werde es beoabachten.

    Ich hoffe, dir geht es weiterhin gut und du hast Spaß mit deinen Kindern. Alles Liebe

    Patricia

  • Liebe Kyscia , Tiscali , pegesa , Gitti1939 und Sonnenglanz ,


    danke fĂŒr euer Feedback.


    Eigentlich wissen die meisten Leute, dass das Leben schnell eine Wende ins Negative oder auch in den Tod haben kann. Aber wir haben es erleben mĂŒssen, dĂŒrfen. Daher sind wir nun vielleicht gebrannte Kinder. Aber vermutlich nun auch achtsamer mit unserem Leben, mit unseren BedĂŒrfnissen, mit uns selbst. Alleine dies kann ein Gewinn sein.


    Ich denke, es ist schon ok, wenn Menschen nicht immer nur auf das starren, was an Negativem kommen könnte. Das ist auch fĂŒr uns nicht gut. Aber ein realistischer Umgang damit ist sicher auch angebracht.


    Diese Balance zwischen Leichtigkeit des Lebens und sich bewusst zu sein, dass auch schnell alles vorbei sein kann, ist eine Kunst. Diese muss man vielleicht auch immer wieder neu erlernen.


    Ich wĂŒnsche euch, dass ihr noch wie Schmetterlinge mit einer gewissen Leichtigkeit tanzen könnt.


    Ingrid


    Zum Abschluss meiner Therapie hat mir mein Madl dieses Bild geschickt. Wenn nun noch statt mĂŒssen dĂŒrfen steht, dann kann ich das glatt unerschreiben!

  • Hase Liebe Ingrid, dieser Spruch von Nietzsche hing ganz lange in meiner KĂŒche :)und heute in meiner Therapiestunde wurde das mit dem "MĂŒssen" auch thematisiert, dĂŒrfen dĂŒrfen ist viel effektiver und man geht mit einem ganz anderen GefĂŒhl dran. Die Macht der Worte!!!!

    Ich wĂŒnsche uns allen, dass wir die Kunst der Balance erlernen und durch das leben tanzen dĂŒrfen.

    Ich danke dir sehr fĂŒr deinen Beitrag, der kam gerade richtig fĂŒr mich.

    LG Patricia:hug:

  • Hase ,liebe Ingrid ,

    da bin ich ganz bei dir. Hast du super geschrieben.

    Liebe GrĂŒĂŸe von

    Stupsi


    Das GlĂŒck des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu ĂŒberwinden (Carl Hilty ) :)

  • Liebe Hase , liebe Ingrid,


    auch ich bin ganz bei dir. Du hast die richtigen Worte fĂŒr vieles gefunden. Auch, wenn ich eher auf diese Art von Lebenserfahrung verzichtet hĂ€tte. đŸ€”

    Noch arbeite ich daran, das Geschehene anzunehmen und hoffe sehr, dass ich ganz bald, damit umgehen kann, als "gesund" zu gelten. Bisher sitzt mir bei jedem Zwicken die Angst im Nacken es könnte wieder was sein.


    Arbeiten wir daran, die Balance zu finden und das Leben zu genießen.


    Sei gaaanz lieb gegrĂŒĂŸt


    Fighter

  • Hallo ihr Lieben,

    ich bin zufĂ€llig auf euer Thema gestoßen und auch ich, die nun ein zweites Mal vom Krebs betroffen war, mache mir jetzt mehr Gedanken um die nĂ€chste Kontrolluntersuchung, als frĂŒher. Angst!

    Auch habe ich darĂŒber nachgedacht, was ich vielleicht falsch gemacht habe, weil dieser Krebs wiederkam. Vielleicht hatte ich zu viel Stress und habe mich weniger geschont oder habe mich zu sehr stressen lassen, auch von meinem Mann.

    Ich will jetzt versuchen bewusster zu leben, dass heißt, was den Stress angeht, was das Essen angeht und auch die Bewegung. Ich will mehr lachen und mich mit Leuten umgeben, die mir gut tun.

    Liebe Hase ich weiß was du meinst bezĂŒglich Freunden. Man hat Freunde und doch keine Freunde.

    Wenn man sich kurzfristig mit jemanden treffen will, haben alle keine Zeit. Man muss Wochen vorher Termine ausmachen es ist zum kotzen.

    Man hat viele Kontakte, aber das GefĂŒhl, doch keine beste!! Freundin zu haben, so wie es in der Jugend war, auf die man sich immer verlassen konnte und die nicht so weit weg wohnt, auch mal gleich da sein kann. Das wĂ€re schön.

    Klar, wir sind alle Àlter geworden und jeder hat seine Familie, seine Kinder, eventuell Enkelkinder und so weiter. Ich will das auch nicht so eng sehen, aber es macht mich manchmal sehr traurig. Auch ich bin die, die immer die Kontakte aufrecht erhÀlt. Auch ich habe mich schon von zwei sehr alten Schulfreundin getrennt, weil ich gemerkt habe, dass das sehr einseitig wurde oder mir nicht mehr gut getan hat.

    Vielleicht muss man das alles einfach so hinnehmen und sehen, dass man ein großes Netzwerk aufbaut, auf das man in verschiedenen Situationen zurĂŒckgreifen kann. Es ist im Alter schwierig, weil man verĂ€ndert sich im Alter, wird auch ein wenig phlegmatisch, ich will mich da nicht aus nehmen. Wenn ich meinen Mann nicht hĂ€tte, der immer da ist, wĂ€re ich eventuell so manches Mal ganz alleine.

    Aber ich bin ein Typ der dann wahrscheinlich mehr VHS-Kurse machen wĂŒrde und ehrenamtlich irgendwo arbeiten wĂŒrde.

    So, das war jetzt ein etwas sehr langer Text, aber es war mir ein BedĂŒrfnis.

    Bleibt gesund.

    Ich wĂŒnsche euch noch ein schönes Restwochenende und bis bald.:)

  • Liebe Elle , danke fĂŒr deinen Bericht. Es klingt so, als wĂŒrdest du es gut machen. Es ist nicht so einfach, im Flow zu sein, wenn einen eine solche Krankheit und dann gar ein zweites Mal erwischt hat.


    Da wĂŒnsche ich dir ganz viel GlĂŒck und Erfolg. Es wĂŒrde mich schon interessieren, wie es dir weiter ergeht und was du so alles unternimmst. Ganz liebe GrĂŒĂŸe Sonnenglanz

  • Liebe Elle , danke fĂŒr deinen Bericht. Es klingt so, als wĂŒrdest du es gut machen. Es ist nicht so einfach, im Flow zu sein, wenn einen eine solche Krankheit und dann gar ein zweites Mal erwischt hat.


    Da wĂŒnsche ich dir ganz viel GlĂŒck und Erfolg. Es wĂŒrde mich schon interessieren, wie es dir weiter ergeht und was du so alles unternimmst. Ganz liebe GrĂŒĂŸe Sonnenglanz

    Liebe Sonnenglanz ,

    lieb von dir zu hören. Ich hoffe es geht dir gut.

    Klar werde ich mich ab und an meldenđŸ€—đŸ„°.

    Ich habe mir vor ca.30 Jahren mal das Buch gekauft "Bestellungen beim Universum". Damals war es mehr ein Gag, aber ich habe immer geĂŒbt z.b. mir zu wĂŒnschen, dass ich einen Parkplatz direkt vor der TĂŒr bekomme.... und siehe da zu 90% hat es geklappt. Mein Mann hat immer nur den Kopf geschĂŒttelt😂😂.

    Das WĂŒnsche in ErfĂŒllung gehen können habe ich vor kurzem selbst erfahren. Ich hatte euch doch geschrieben, dass es sehr schwierig ist mit Freunden und dass ich mir eine beste Freundin wĂŒnsche, so wie es frĂŒher mal zu Kindertagen war. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich war beim Frauenarzt und musste auf ein Rezept warten und bin in dieser Zeit in die BĂ€ckerei gegangen die nebendran war und wer kommt mir hinter der Theke entgegen gerannt und umarmt mich, meine allerbeste Freundin aus der Schulzeit, die ich seit meiner Hochzeit nicht mehr gesehen habe. Seitdem sind wir wieder in Kontakt und oft zusammen, zumal sie nur zwei Orte entfernt wohntđŸ„°, das ist doch seltsam oder?!

    Man vergisst manchmal sich das Positive zu wĂŒnschen, stattdessen hat man oft Angst vor einem Rezidiv und denkt immer nur an das Negative, das einen widerfahren könnte.

    Ich versuche gerade wieder um zu denken. Zu denken: ich bleibe gesund oder mein Knie wird wieder. Vielleicht hilft es ja. Alles ist Energie, auch die Gedanken. Und die SelbstheilungskrÀfte des Körpers sind ja nicht von der Hand zu weisen.

    Hört sich jetzt sehr esoterisch an. Bin ich aber nicht.

    WĂŒnsche euch einen schönen Abend:*:*

  • Liebe Ella ,

    da glaub ich inzwischen auch dran. Das ist eine wunderbare Geschichte, mit deiner Schulfreundin, und zeigt, dass das Unmögliche eintreffen kann, wenn man nur fest dran glaubt. Dann können wir auch unsere Genesung mit unseren positiven Gedanken beeinflussen.

    LG Doris

  • Elle und Dorca habe mir kĂŒrzlich bei der bekannten Online-EnzyklopĂ€die den Artikel zum Thema "Nocebo-Effekt" durchgelesen. Sehr zu empfehlen. da ist es mir kalt und heiß den RĂŒcken runter gelaufen. Eigentlich halte ich nichts davon, mir naiv einzureden dass alles wieder gut wird, aber was man mit negativen Gedanken anrichten kann ist schon krass! Da wird echt ein Fall berichtet, von jemand der in suizidaler Absicht Tabletten eingenommen hat - allerdings unwissentlich ein Placebo-Medikament. Er wurde mit ernsthaften Kreislaufbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert und hat sich erst wieder stabilisiert, nachdem er erfuhr, dass er ein Placebo genommen hat. Krass oder?!

    Ich bin absolut der Typ mir sofort Sorgen zu machen und auch immer gleich den worst case anzunehmen. Will aber daran arbeiten und mir und meinem Immunsystem damit gut tun!