Kinderfragen nach Ankündigung „Mama hat Brustkrebs“

  • Huhu @Alle,

    gestern hab ich unserer Großen, Mieze, 8, schon erste Informationen geliefert. Da gab es nur harmlose Fragen wie „Dürfen wir bald mehr Fernsehen?“ und „Kannst du trotzdem noch mit uns Schlittschuhlaufen?“


    Heute habe ich mich mit beiden (die kleine Maus ist 5) eingekuschelt und das Buch „Schutzengel hat Urlaub - Mama hat Brustkrebs“ vorgelesen.

    Seitdem hören die Fragen nicht auf

    „Wann geht es dir schlecht, jeden Tag oder nur manchmal?“ „warum geht es dir mit Chemo schlecht?“ „wie schmeckt die Chemo? So ekelig wie unser Hustensaft?“ „Warum fallen die Haare aus?“


    Es ist so schön ehrlich und oft auch zum Lachen! Die Mädels freuen sich schon darauf, dass sie mir die Haare abschneiden dürfen. Die Kleine möchte mir mit Fingerfarbe Haare auf den Kopf malen 🙈 Und die Große hat unseren Karnevalsperrückenfundus schon zusammengesucht.

    Ich glaube, man muss dem Schrecklichen mit viel Humor entgegnen. Zumindest mich beruhigt es irgendwie, wenn ich ehrlich und laut lache.


    Womit ich noch ein Problem hab: Gerade die Große spürt unsere Angst. Ich will die Angst noch nicht thematisieren. Habe ihr aber versprochen, sie immer zu informieren und mit ihr alles zu besprechen. Wie geht ihr damit um? Sagt ihr euren Kindern offen, dass ihr Angst habt?

  • Liebe Kaempferin , leider habe ich keine Kinder bekommen können, kann also nur aus der Perspektive einer Tante oder Freundin antworten.

    Als ich 2016 die Diagnose bekam, da fragte mich der 5jährige Sohn einer lieben Freundin (die ihm ein bisschen erzählt hatte, Chemo hatte ich allerdings nicht), ob ich Angst hätte.

    Daraufhin sagte ich ganz ehrlich: " Manchmal...", daraufhin schaute er mich mit großen Augen an und sagte:"Weißt Du, wenn die Angst kommt, dann musst Du sie ganz böse anschauen, dann kriegt die Angst selber Angst und läuft weg!"

    Das hat mich so gerührt, und immer, wenn ich ängstlich werde, denke ich an diesen kleinen weisen Jungen.


    Und deshalb denke ich, wenn Kinder fragen, dann kann man ruhig ehrlich sein.


    Liebe Grüße

    Milli

  • Ich habe mit meinen Kindern immer offen geredet. Die sind allerdings 10 und 12. Wir haben so manches mal zusammen gelacht, aber auch viele Tränen zusammen geweint. Ich bin der Meinung, dass es den Kindern geholfen hat, dass ich so offen war.

    Natürlich sollte es altersentsprechend sein. Du weißt am besten, was du deinen Kids zumuten kannst.

  • Liebe Kaempferin,


    deine beiden sind echt Klasse :). Ich finde es super, dass sie so interessiert nachfragen und ihr gemeinsam die humorvolle Seite dabei entdecken könnt. Meine Tochter war bei Diagnose schon 11 Jahre, sie hat sich für alle "technischen" Fragen interessiert, wie was genau abläuft und aussieht, warum/wofür das gemacht wird... Über meine und ihre Ängste zu sprechen, fiel ihr dagegen sehr schwer.


    Ich finde es aber schon wichtig auch die Ängste anzusprechen, also kindgerecht passend natürlich, und nicht ausufernd. Kommt halt drauf an, wie man generell so mit der Ehrlichkeit in der Familie umgeht. Ich möchte gern, dass mir meine Tochter sagt, wenn ihr was Angst macht, und umgekehrt erwartet sie das dann wohl auch von mir.

    Ergibt sich im Alltag häufig von selbst, wenn z.B. eine Untersuchung/OP ansteht oder man auf Ergebnisse wartet..., dann hab ich einfach gesagt "sorry, bin heute nicht so gut drauf, hat nichts mit dir zu tun, ich mach mir Sorgen wegen...".


    Das Mama oder Papa auch Angst haben, ist natürlich für Kinder erstmal überraschend, vielleicht sogar erschreckend. Aber wenn sie gleichzeitig erleben, dass die Eltern (im besten Fall sogar gemeinsam, oder halt mit Oma, Opa, Onkel, Tante...) aktiv gegen die Angst angehen (darüber reden, sich informieren, professionelle Hilfe suchen, mit schönen Dingen/Aktionen ablenken...), dann können sie glaub ich damit umgehen, und haben etwas wichtiges für ihr Leben gelernt.


    Liebe Grüße von der Jo

  • Hallo liebe Kaempferin ,


    meine beiden Mädels waren "damals" 4 und 8 Jahre und wir haben auch sehr offen mit den Kindern gesprochen. Ich habe versucht alle Fragen zu ehrlich zu beantworten. Dass ich Angst habe, habe ich aber nicht gesagt, das hätte die verunsichert und selber ängstlich gemacht.

    Es gab ein paar Dinge, die mir sehr wichtig waren.

    1. Ich habe den Kindern NIE etwas versprochen, wie zum Beispiel "Mami wird wieder ganz gesund." Das konnte ich einfach nicht, denn ich hasse es meine Kinder zu enttäuschen oder zu belügen.

    2. Wollte ich den Alltag so alltäglich lassen wie es möglich war. Das haben mein Mann und ich ganz gut hinbekommen.

    Während der ACs ging es mir 5 Tage so lala und dann war ich wieder die Alte, vielleicht etwas müder als sonst aber es ging.

    Während der Paclis ging es mir wirklich gut. Am Tag der Gabe etwas müde, aber das war es auch schon.

    Die Kinder konnten weiter zum Reiten, zu ihren Freunden und ihre anderen Hobbies waren kein Problem.

    Das einzige was ich gemieden habe, waren große Gruppen, leider auch ein paar Veranstaltungen im Kindergarten und der Grundschule. Meine Chemo ging bis in die Advents- und Weihnachtszeit hinein. Aber das haben meine Mäuse ohne Knurren hingenommen und es wirklich gut verstanden.


    Bei einer Sache hatte meine Kleine aber ein riesengroßes Problem. Die Glatze!

    Sie konnte sich an den Anblick nicht gewöhnen und hat jedes Mal sehr geweint, wenn sie mich ohne Mütze gesehen hat. Ich hatte mit ihr dann die Verabredung, dass sie doch an unsere Schlafzimmertür bitte anklopft und wartet bis ich sie herein bitte. Ich hatte meine Mütze immer griffbereit auf dem Nachttisch liegen und auch sonst habe ich versucht, ihr den Anblick zu ersparen.

    Meine Große sah das ganze etwas pragmatischer....so nach dem Motto

    Watt mutt datt mutt!


    Mittlerweile ist die Chemo schon über ein Jahr her... Meine Geschichte und Therapie kannst du auf meiner Seite nachlesen.

    Für,die Kinder ist das alles schon eeeewig her und sie können sich kaum noch erinnern. Das ist auch gut so!


    Habe keine Angst vor der Therapie, es ist zu schaffen und die Zeit geht letzendlich sehr schnell vorbei.


    Ich drücke dir für alles was dir noch bevor steht die Daumen und wünsche dir das Beste.


    Ganz liebe Grüße Anja

  • Hallo Kaempferin ,

    dein Beitrag hat mich gerade sehr an mich vor knapp 10 Jahren erinnert. Ich bin 2009 zum 1. Mal an Brustkrebs erkrankt und habe zwei Söhne, die damals 9 und 7 Jahre waren. Auch ich hatte damals vom BZ ein Buch bekommen, das ich empfohenermaßen mit den Jungs zur Erklärung lesen sollte. Die Fragen waren ähnlich und auch ich hatte versucht, die Chemo mit Humor zu erklären, wie "beklopt" es doch sei, dass diese Medizin meine Haare ausfallen lassen wird. Wir haben gemeinsam darüber gelacht und beschlossen, dass die Jungs mir die Haare schneiden werden. Als es ca. 2 Wochen nach der 1. Chemo soweit war, haben sie sich mit Kinderscheren bewaffnet über meine Haare hergemacht, bis ich so wild aussah, dass sie genug hatten und meinten nun sollte Papa doch lieber den Langhaarschneider nehmen. Die Offenheit hatte dann den "Nebeneffekt", dass mein Kleiner damals zur Mutter eines Freundes sagte:"Meine Mama sieht aus wie Lord Voldemort." Einerseits habe ich gelacht, aber es tat auch weh.


    Deine Große ist schon Schulkind. Mir wurde empfohlen, die Klassenlehrerin zu informieren, falls mein Älterer doch während der Therapie mal auffällig würde und die Lehrerin dann mit Verständnis reagieren kann. Nun habe ich 2 eher ruhige Jungs und es gab kein Problem in der Schule. Ich finde es auch richtig, dass du den Mädels gegenüber so offen bist. So empfinden sie es nicht als "Geheimnis" und damit nicht als etwas Schlimmes.


    Im vergangenen Jahr bei meiner 2. Brustkrebserkrankung war den Jungs natürlich die Situation mit 18 und 16 J. viel klarer. Ich fragte sie mal, wie sie es damals 2009 empfunden hätten und sie bestätigten mir, dass es für sie nicht so dramatisch gewirkt hatte.


    An einer Stelle möchte ich dir vorsichtig widersprechen, vorsichtig weil ich natürlich nicht die genauen Tatsachen kenne und es mir auch nicht zusteht. Dein Mann scheint sehr unter der Situation zu leiden, was natürlich verständlich ist und du versuchst, ihn zu unterstützen. Dennoch sollte es nicht so sein, dass du dir um seinen Gemütszustand Sorgen machen musst. Ich denke, du darfst ruhig für dich einfordern, dass er eher auf dich Rücksicht nimmt und dich mental unterstützt und nicht umgekehrt. Das darf auch mal ausgesprochen werden. Du bist stark, das ist toll, aber du darfst auch mal schwach sein und dann darfst du dir helfen lassen.


    Bei meiner 2. BK-Erkrankung habe ich im vergangenen Jahr beschlossen, mich nicht wieder so aus dem Leben reißen zu lassen wie vor 9 Jahren. Mit meiner Erfahrung war ich überzeugt, dass ich die Chemo vertragen werde. Deshalb habe ich mich nicht dauerhaft krankschreiben lassen und habe, wann immer es mein Zustand zuließ, gearbeitet und das war sehr viel. Es hat mir sehr geholfen. Ich habe mein Leben weitergelebt, die Arbeit hat mich abgelenkt und sie sowie der Umgang mit meinen Kolleg*innen hat die Zeit der Chemo bereichert. Ich hatte aber auch ganz viel Unterstützung durch meinen Mann, der mich immer begleitet hat, wenn es darauf ankam. Nun bin ich seit über 3 Wochen fertig mit der Chemo und warte auf meine OP im Februar.


    Ich wünsche dir für die Zeit der Chemo ganz viel Kraft (die du eh hast!) und dass du diese Zeit konstruktiv gestaltest, wie du es möchtest.


    Liebe Grüße

    Bonny2

  • Huhu @alle,


    das bestärkt mich doch in meinem bisherigen Umgang mit den Mädels.

    Trotzdem ist das für beide so viel und sie spüren die Anspannung aller Erwachsenen.


    Annilein Das mit dem Anlügen will ich auch nicht, also den Mädels sagen, dass ich bald wieder gesund bin, das ist doch eine glatte Lüge. Daher sagte ich heute nicht „gesund“, sondern „glücklich“. Auch irgendwo ne Notlüge...?!


    Bonny2 Herrje, zum zweiten Mal...Da machst Du ja was durch. Aber es liest sich so ermutigend, wie stark und tapfer Du den Weg gehst. Das tut gut zu lesen!

    Der Lehrerin meiner Großen und im Kindergarten habe ich Bescheid gegeben. Es wäre auch grausam, wenn andere Kinder das thematisieren (wie Kinder nun mal sind) und die Lehrer/Erzieher nicht Bescheid wissen. Oder wenn die Leistungen der Großen auffällig abfallen.

    Ich glaube, das mit meinem Mann hast Du missverstanden. Er ist eine große Hilfe und Unterstützung, aber trotzdem tut er mir so leid. Umgekehrt wäre es ja genauso: Wenn ich mir vorstelle, er ist schwerkrank und ich stehe hilflos neben ihm und kann nichts tun außer da zu sein. Oh, wie schrecklich! Deshalb finde ich es wichtig, dass auch er achtsam ist und sich Unterstützung sucht, sonst kann er mir nicht helfen.


    Grundsätzlich finde ich, dass (Brust)Krebs kein Tabuthema (mehr) sein darf. Wenn ich offen damit umgehe, können andere - egal ob Kinder oder Erwachsene - damit auch besser umgehen. Das muss natürlich jede Erkrankte selbst entscheiden, nicht falsch verstehen - aber mein Weg wird eher offen aussehen.


    Ich freue mich jetzt auf das Wochenende, denn da muss ich nicht dauernd ins Krankenhaus. Ich verschnaufe jetzt ein bisschen. Morgen gehen wir shoppen, das wird mich ablenken.

    Ein schönes Wochenende euch in diesem Sinne :)

  • Liebe Kaempferin wenn deine Kids dir die Glatze bemalen wollen und dir sie Faschingsperücken raussuchen: mach da Spiel ruhig mit. Klar musst du sicherlich mal schlucken dabei, aber es kann viel Spass machen und die Situation sehr entspannen. Ich bin sehr eng mit meiner Nichte und hab während der zeit oft bei meiner Schwester geschlafen. Sie war 11 und ging etwas aus körperliche Distanz, war aber auch sehr interessiert und stellte viele Fragen, die ich alle ehrlich aber nicht zu ausführlich beantwortet habe. (Sie wollte z.b. wissen wie es bei der Chemo sei, also hab ich mich in dem Sessel fotografieren lassen. Über den Port hatte Ich meinen Schal drapiert und der infusionsständer war auch nicht zu sehen. Ihr Kommentar: "da seh ich ja gar nicht wie das Zeug rein fliesst") auf die Frage nach dem sterben hab ich geantwortet, dass irgendwann jeder mal stirbt (sie hat schon die ein oder andere beisetzung auch jüngerer nahestehender Menschen erlebt), wir das nie genau wissen, aber die Ärzte sagen, dass ich an diesem Tumor jetzt eher nicht sterben werde.

    Sie durfte mir die Glatze auch mit fingerfarbe bemalen. Habe ihr Pinsel dazu gekauft damit sie nicht direkt anfassen musste. Das war ein so schöner familiennachmittag und danach waren jegliche Berührungsängste weg. Anfangs hatte sie immer gefragt ob es mir weh tut wenn sie auf meinem Kopf malt und dann wurde sie immer mutiger. Den nachwachsenden haarflaum haben alle dann megagern gestreichelt. um mal Ruhe zu haben, musste ich glatt die perücke aufsetzen. Es fiel irgendwann von einem anderen nahestehenden jüngeren Mädchen der Satz, dass es sich anfühlt wie "mein teddy". Ab dann war es meine einhorn-flauschfrisur. Ich hab auch den Faschingsfundus rausgekramt und hab dann schon mal in pink in der Küche gestanden wenn mir danach war, die anderen zu veralbern. ABER: wenn sie Besuch von Freunden bekam oder ich sie irgendwo abgeholt habe, habe ich immer gefragt, was sie möchte das ich auf dem Kopf habe. Sie wünschte sich erst meist die perücke, dann auch mein haarkranz (hab ich aus meunen eigenen haaren machen lassen) und Irgendwann sagte sie, dass ich ruhig nur mit Mütze kommen könne, wenn ich das möchte. Irgendwann fiel der Satz "Anfangs fand ich es besser wenn du Haare hattest wenn andere dabei waren, aber jetzt find ich es total cool mit den flauschigen haaren"

    Ich denke du machst es genau richtig mit deinem offenen Umgang, hab ich auch gemacht und nur gute Erfahrungen damit gemacht. Insbesondere habe ich meinen Angehörigen nicht nur ausdrücklich erlaubt mit anderen darüber zu sprechen sondern sie sogar ermutigt , sich Gesprächspartner zu suchen um selbst mit der Situation zurecht zu kommen.

  • Liebe Kaempferin ,

    es freut mich, dass ich das mit deinem Mann falsch verstanden habe. Es ist so wichtig, dass wir durch unsere Männer Halt finden, wenn wir mal in ein Tief falllen und dann aufgefangen werden. Dann stehen wir danach umso fester und stärker wieder auf.


    Ich finde auch, dass Krebs kein Tabuthema mehr sein sollte. Es gibt so viele andere Erkrankungen, die „gesellschaftlich anerkannter“ sind. Wenn jemand einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hat, kommt das viel schneller über die Lippen als womöglich noch hinter vorgehaltener Hand Fr. ... hat Brustkrebs. Wir können geheilt werden und sind dann erstmal raus aus der Nummer. Wer einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte oder Dialysepatient ist oder eine chronische Erkrankung wie Diabetes oder oder oder, ist eventuell lebenslänglich auf Medikamente angewiesen. Das ist aber eher anerkannt als Krebs.


    Krebs sollte endlich aus der Tabuzone geholt werden

  • Hallo Ihr,

    Krebs aus der Tabuzone zu holen ist schwer, weil der Umgang damit eine Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten erfordert, das scheuen manche Menschen und meiden deshalb den Umgang mit uns Erkrankten.

    Kinder sind da viel unbefangener, wenn man ehrlich mit ihnen ist.

    Diese Erfahrung, dass man sich manchmal fühlt als hätte man die Pest gehört für mich zu den schlimmsten Seiten der Krankheit. Mein Umgang mit dem 🦀 ist auch sehr offen, aber manchmal bereue ich das angesichts der Reaktionen meiner Mitmenschen.

    LG Rike

  • Huhu @Alle,


    mittlerweile ist seit der Diagnose erst eine gute Woche vergangen, trotzdem kommt es mir vor wie eine Ewigkeit.

    Meine große Tochter stellt mir hin und wieder ein paar neugierige Fragen zum Beispiel zum Haarausfall, aber der Brustkrebs ist kein vorherrschendes Gesprächsthema.

    Die Kleine spricht mit uns gar nicht darüber, beteiligt sich auch nicht am Gespräch, wenn die Große mal was fragt.

    Die Erzieherin aus dem Kindergarten (die wir über meinen Brustkrebs informiert haben) hat meinem Mann heute was interessantes berichtet: Die Kleine saß wohl 15 Minuten am Frühstückstisch mit ihrer Mädelsgang und hat dort ausgiebig über „Mamas Krankheit“ berichtet. Glücklicherweise (so die Erzieherin) hat sie total unbekümmert und unbeschwert erzählt, und ihre Freundinnen haben ihren Senf dazugegeben. Wie Fünfjährige so sind („komischer Name, Krebs“ „warum kriegt man Krebs?“...). Dann ging ihr Kaffeeklatsch wohl nahtlos über in irgendein Prinzessinnenrollenspiel. Die Erzieherin meinte, unsere Kleine und alle anderen Mädels wirkten kein Mal unsicher oder sogar ängstlich, sonst hätte die Erzieherin sich da eingemischt.


    Mich hat das total beruhigt. Wenn sie schon zuhause nicht darüber spricht, hat sie scheinbar bei ihren Gleichaltrigen Freundinnen eine Möglichkeit gefunden, zu erzählen.